In vigore al

RICERCA:

Ultima edizione

Beschluss Nr. 683 vom 21.04.2011
Sozialpädagogische Wohnbegleitung

Anlage

SOZIAL-PÄDAGOGISCHE WOHNBEGLEITUNG

I ZIELSETZUNG

1.  Die sozial-pädagogische Wohnbegleitung ist ein Leistungsbündel der sozialpädagogischen Grundbetreuung des Sozialsprengels, welches auf die Förderung und/oder Erhaltung der Selbstständigkeit der Personen im Alltag gerichtet ist.

 

II  ZIELGRUPPE

1.  Die Wohnbegleitung richtet sich an erwachsene Menschen mit Behinderungen, Menschen mit psychischen Erkrankungen sowie an andere Personen in schweren sozialen Notsituationen (z.B. mit Abhängigkeitserkrankungen), welche sich wünschen, das Ziel des autonomen Lebens zu erreichen oder welche einer konstanten Unterstützung bedürfen, um ihre Selbständigkeit in ihrem gewohnten Wohnumfeld aufrecht zu erhalten.

 

III BESCHREIBUNG

1.  Ziel der Wohnbegleitung ist die Erlangung, Entwicklung und der Erhalt der Selbständigkeit und die Teilnahme am sozialen Leben.

2.  Die für die sozialpädagogische Wohnbegleitung zuständigen Fachkräfte informieren, beraten und unterstützen die Person bei alltäglichen Tätigkeiten, fördern die sozialen Beziehungen, auch innerhalb der Wohnung, helfen bei der Erstellung von gemeinsamen Regeln zum Zusammenleben (Aufnahme, Besucher, Reinigung und Nutzung der gemeinsamen Räume, usw.), fördern die Teilnahme an Freizeitaktivitäten und helfen beim Zugang zu eventuell notwendigen Diensten. Die Wohnbegleitung kann auch vor dem Umzug in die neue Wohnung aktiviert werden.

3.  Die erbrachten Leistungen sind die im landesweiten „Leistungskatalog der Sozialdienste” angeführten:

-Sozialpädagogische und psychosoziale Beratung;

-Wohntraining und Begleitung zur Selbstständigkeit;

-Förderung von sozialen Kontakten,

-Unterstützung und Krisenintervention.

Es werden keine direkten Pflegeleistungen und keine Leistungen der Haushaltsführung erbracht.

4.  Die Wohnbegleitung wird im eigenen Wohnumfeld und auf der Grundlage des Bedarfs erbracht, und darf in der Regel das Höchstausmaß von 20 Monatsstunden pro Person nicht überschreiten.

5.  Bei Notwendigkeit kann ein telefonischer Bereitschaftsdienst, in der Nacht und/oder am Wochenende, geleistet werden auch mit  Unterstützung einer stationären Einrichtung.

6.  Die Maßnahmen sind Teil eines individuellen Projekts, an dessen Ausarbeitung die betreuten Personen und, wenn es angebracht ist, ihre Familienangehörigen und andere Dienste beteiligt sind, welche die Person bei der Erreichung der Selbstständigkeit begleitet haben oder begleiten.

7.  Die Fachkräfte arbeiten in Vernetzung mit den öffentlichen und privaten Diensten im Territorium.

 

IV VERFAHREN FÜR DEN ZUGANG ZU DEN LEISTUNGEN

1.  Das Ansuchen ist vom/von der Nutzer/in oder seinem/seiner gesetzlichen Vertreter/in an den territorial zuständigen Sozialsprengel zu stellen.

2.  Die für die sozialpädagogische Wohnbegleitung zuständigen Fachkräfte bewerten das Ansuchen und holen bei Notwendigkeit ein Gutachten der zuständigen Gesundheitsdienste (Psychologischer Dienst, Zentrum für psychische Gesundheit, usw.) ein. Die Fachkräfte planen, in Absprache mit dem/der Nutzer/in und auf der Grundlage seines/ihren individuellen Bedarfs, die Anzahl der bereitzustellenden Dienststunden.

 

V PERSONAL

1.  Die sozial-pädagogische Begleitung stützt sich auf folgende Berufsbilder:

a) Pädagoge/in

b) Sozialassistent/in

c) Sozialpädagoge/Sozialpädagogin

d) Behindertenerzieher/in

e) Behindertenbetreuer/in

f) Sozialbetreuer/in

2.  Das Personal arbeitet im Team, um die Leistungen in effizienter Weise zu koordinieren und um  die Kontinuität und die methodologische Einheitlichkeit des Dienstes zu gewährleisten.

 

VI BETREUUNG UND PFLEGE

1.  Die medizinische Betreuung wird von den zuständigen Diensten des Südtiroler Sanitäts-betriebes gewährleistet. Falls notwendig, werden die Wohnungen der Klienten/innen mit Hausnotrufgeräten ausgestattet.

2.  Die betreute Personen können die Betreuungs- und Pflegedienste der Sozial- und Gesundheitssprengel sowie der anderen akkreditierten Dienste zu denselben Bedingungen wie alle anderen Bürger/innen in Anspruch nehmen.

ActionActionVerfassungsrechtliche Bestimmungen
ActionActionLandesgesetzgebung
ActionActionBeschlüsse der Landesregierung
ActionAction2018
ActionAction2017
ActionAction2016
ActionAction2015
ActionAction2014
ActionAction2013
ActionAction2012
ActionAction2011
ActionAction Beschluss Nr. 11 vom 17.01.2011
ActionAction Beschluss vom 24. Januar 2011, Nr. 50
ActionAction Beschluss Nr. 86 vom 24.01.2011
ActionAction Beschluss Nr. 139 vom 07.02.2011
ActionAction Beschluss Nr. 189 vom 07.02.2011
ActionAction Beschluss Nr. 372 vom 14.03.2011
ActionAction Beschluss Nr. 423 vom 14.03.2011
ActionAction Beschluss vom 21. März 2011, Nr. 435
ActionAction Beschluss vom 21. März 2011, Nr. 474
ActionAction Beschluss Nr. 477 vom 21.03.2011
ActionAction Beschluss Nr. 535 vom 04.04.2011
ActionAction Beschluss Nr. 601 vom 11.04.2011
ActionAction Beschluss Nr. 683 vom 21.04.2011
ActionAction Beschluss Nr. 742 vom 09.05.2011
ActionAction Beschluss Nr. 743 vom 09.05.2011
ActionAction Beschluss Nr. 786 vom 16.05.2011
ActionAction Beschluss Nr. 849 vom 23.05.2011
ActionAction Beschluss Nr. 850 vom 23.05.2011
ActionAction Beschluss vom 23. Mai 2011, Nr. 856
ActionAction Beschluss Nr. 859 vom 23.05.2011
ActionAction Beschluss Nr. 860 vom 23.05.2011
ActionAction Beschluss vom 30. Mai 2011, Nr. 868
ActionAction Beschluss vom 30. Mai 2011, Nr. 892
ActionAction Beschluss Nr. 923 vom 06.06.2011
ActionAction Beschluss Nr. 932 vom 20.06.2011
ActionAction Beschluss Nr. 934 vom 20.06.2011
ActionAction Beschluss Nr. 974 vom 20.06.2011
ActionAction Beschluss vom 27. Juni 2011, Nr. 998
ActionAction Beschluss vom 27. Juni 2011, Nr. 1015
ActionAction Beschluss vom 4. Juli 2011, Nr. 1020
ActionAction Beschluss Nr. 1094 vom 18.07.2011
ActionAction Beschluss vom 25. Juli 2011, Nr. 1136
ActionAction Beschluss vom 8. August 2011, Nr. 1189
ActionAction Beschluss vom 6. September 2011, Nr. 1356
ActionAction Beschluss vom 19. September 2011, Nr. 1429
ActionAction Beschluss vom 19. September 2011, Nr. 1432
ActionAction Beschluss vom 26. September 2011, Nr. 1445
ActionAction Beschluss vom 26. September 2011, Nr. 1449
ActionAction Beschluss vom 10. Oktober 2011, Nr. 1537
ActionAction Beschluss vom 24. Oktober 2011, Nr. 1605
ActionAction Beschluss vom 14. November 2011, Nr. 1715
ActionAction Beschluss vom 28. November 2011, Nr. 1825
ActionAction Beschluss vom 28. November 2011, Nr. 1835
ActionAction Beschluss vom 5. Dezember 2011, Nr. 1898
ActionAction Beschluss vom 12. Dezember 2011, Nr. 1906
ActionAction Beschluss vom 19. Dezember 2011, Nr. 2006
ActionAction Beschluss vom 19. Dezember 2011, Nr. 2007
ActionAction Beschluss vom 30. Dezember 2011, Nr. 2025
ActionAction Beschluss vom 30. Dezember 2011, Nr. 2026
ActionAction Beschluss vom 30. Dezember 2011, Nr. 2031
ActionAction Beschluss vom 30. Dezember 2011, Nr. 2057
ActionAction Beschluss vom 30. Dezember 2011, Nr. 2081
ActionAction Beschluss vom 30. Dezember 2011, Nr. 2087
ActionAction2010
ActionAction2009
ActionAction2008
ActionAction2007
ActionAction2006
ActionAction2005
ActionAction2004
ActionAction2003
ActionAction2002
ActionAction2001
ActionAction2000
ActionAction1999
ActionAction1998
ActionAction1997
ActionAction1996
ActionAction1993
ActionAction1992
ActionAction1991
ActionAction1990
ActionActionUrteile Verfassungsgerichtshof
ActionActionUrteile Verwaltungsgericht
ActionActionChronologisches inhaltsverzeichnis