In vigore al

RICERCA:

Ultima edizione

Beschluss vom 13. Mai 2014, Nr. 540
Genehmigung der Richtlinien und des Lehrplans des Zusatzmoduls Psychiatrie für Pflegehelferinnen und Pflegehelfer

ANLAGE A

REGELUNG DES LEHRPLANS DES ZUSATZMODULS IN PSYCHIATRIE FÜR PFLEGEHELFERINNEN UND PFLEGEHELFER

Art. 1
Ausbildungsplan

1. Im Gesundheitswesen wird der Ausbildungsplan (Anzahl der Lehrgänge, Mindest - , sowie Höchstzahl der verfügbaren Ausbildungsplätze, anbietender Gesundheitsbezirk, Unterrichtssprache) jährlich von der Landesregierung, bzw. mit Dekret der bevollmächtigten Landesrätin, bzw. des bevollmächtigten Landesrats für Gesundheit genehmigt.

Art. 2
Ziel der Ausbildung

1. Ziel des Zusatzmoduls in Psychiatrie ist es, Pflegehelferinnen und Pflegehelfer für die Pflege psychisch kranker Menschen zu spezialisieren.

Art. 3
Dauer

1. Die Ausbildung umfasst 200 Unterrichtseinheiten, davon 100 Unterrichtseinheiten Theorie und 100 Stunden Praktikum. Die Erstellung der Stundenpläne obliegt den einzelnen Einrichtungen unter Berücksichtigung der Mindeststundenanzahl gemäß Maßnahme der Staat-Regionen-Provinzen Konferenz vom 22.01.2001.

Art. 4
Zulassung zum Ausbildungslehrgang

1. Zum Zusatzmodul in Psychiatrie werden Bewerberinnen und Bewerber zugelassen, die im Besitz des Befähigungsnachweises für Pflegehelferin oder Pflegehelfer sind.

Art. 5
Kommission des Aufnahmeverfahrens

1. Die Auswahlkriterien werden von der Generaldirektorin, bzw. dem Generaldirektor des Sanitätsbetriebs der Autonomen Provinz Bozen für alle Prüfungskommissionen bindend festgelegt.

2. Die Prüfungskommission für die Aufnahmeprüfung wird von der zuständigen Landesrätin, bzw. vom zuständigen Landesrat oder einem Bevollmächtigten ernannt und besteht aus der Verantwortlichen oder dem Verantwortlichen des Lehrgangs, bzw. einer Vertreterin oder einem Vertreter und mindestens zwei Dozentinnen oder Dozenten des Lehrgangs.

Art. 6
Lehrplan

1. Die zu erreichenden Kompetenzen, sowie die Einteilung nach Fachbereichen mit entsprechender Zuweisung der Anzahl der Unterrichtseinheiten, sind nachfolgend aufgelistet:

A) zu erreichende Kompetenzen:

Die Pflegehelferin,

der Pflegehelfer:

• kennt die wichtigsten psychischen Funktionen und Lebensgewohnheiten und erkennt psychisches Unbehagen;

• kennt die häufigsten psychiatrischen Diagnosen, wie z.B. Depression, Manie, Schizophrenie, usw.; kennt die häufigsten Symtome psychischen Unbehagens, wie z.B. Angst, Delirium, Halluzination, usw.;

• achtet beim Erstkontakt mit psychisch kranken Menschen auf eine besondere Haltung und Umgangsweise;

• erkennt neben den medizinischen auch die psychiatrischen Dringlichkeitsfälle;

• arbeitet im multiprofessionellen Team des psychiatrischen Bereichs und wirkt bei der Erstellung des Therapieprogramms mit;

• erhebt objektive und subjektive Daten der Betreuten und leitet diese weiter;

• nimmt die geäußerten Bedürfnisse der Betreuten, bzw. die selbst wahrgenommenen auf und leitet sie weiter;

• reflektiert die eigenen Beziehungsmuster im Umgang mit den Betreuten;

• kennt den Einfluss psychischer Funktionsstörungen auf die Aktivitäten des täglichen Lebens, wie z.B. Ernährung, Schlaf, Körperpflege, Bekleidung, Kommunikation, Bewegung, Sicherheit in der Umgebung;

• kennt Haltungen und Verhaltensweisen, die das Betreuungsverhältnis zu einer Person mit psychischem Unbehagen fördern;

• wendet die Grundregeln in der Betreuung und Beziehung mit demenzkranken Menschen an;

• kennt Beziehungsmuster, die das Verhältnis zur Familie und/oder den Bezugspersonen der Betreuten fördern, bzw. behindern können;

• kennt die für diesen Bereich wesentlichsten rechtlichen Bestimmungen, insbesondere auch zur Gewährung der privacy.

B) Zuweisung der Unterrichtseinheiten:

• Pflege des psychisch kranken Menschen in der Akutphase:

40 Unterrichtseinheiten;

• Pflege des psychisch kranken Menschen in der Phase der Rehabilitation:

40 Unterrichtseinheiten;

• klinische Grundlagen der Behandlung von psychisch kranken Menschen:

15 Unterrichtseinheiten;

• Rechtliche Aspekte und Privacy:

5 Unterrichtseinheiten.

Art. 7
Praktikum

1. Ziel des Praktikums von 100 Stunden ist es, die spezifischen Kompetenzen in der Praxis zu entwicklen.

2. Am Ende des Praktikums wird gemeinsam mit der Tutorin oder dem Tutor - auf Grundlage von direkten Beobachtungen während der Ausführung von Tätigkeiten seitens der Praktikantinnen und Praktikanten, sowie deren Erfahrungen während des Praktikums - eine umfassende Beurteilung verfasst.

3. Die nicht geleisteten Praktikumsstunden müssen auf jeden Fall nachgeholt werden. Andernfalls wird die Lehrgangsteilnehmerin oder der Lehrgangsteilnehmer nicht zur Abschlussprüfung zugelassen.

4. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Ausbildungslehrgangs wird ein Taschengeld für die geleisteten Praktikumsstunden laut geltenden Bestimmungen gewährt.

5. Die Auszahlung erfolgt laut Beschlussfassung der Landesregierung.

Art. 8
Zulassung zur Abschlussprüfung und Abschlussprüfung

1. Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung ist die Anwesenheit der Lehrgangsteilnehmerinnen und Lehrgangsteilnehmer von mindestens 90% an der Unterrichtszeit der einzelnen Fachbereiche.

2. Am Ende der Ausbildung müssen die Lehrgangsteilnehmerinnen und Lehrgangsteilnehmer eine theoretische und eine praktische Prüfung ablegen.

3. Zur Abschlussprüfung werden jene Lehrgangsteilnehmerinnen und Lehrgangsteilnehmer zugelassen, die einen positiven Abschluss in jedem Fachbereich, sowie im Praktikum erlangt haben. Bei Nichtzulassung zur Abschlussprüfung muss das gesamte Lehrjahr, einschließlich des Praktikums wiederholt werden.

Art. 9
Kommission der Abschlussprüfung

1. Die Kommission der Abschlussprüfung wird im Gesundheitswesen von der zuständigen Landesrätin, bzw. dem zuständigen Landerat oder einer Bevollmächtigten, bzw. einem Bevollmächtigten ernannt und besteht aus:

a) der Direktorin oder dem Direktor des Lehrgangs oder einer Vertreterin oder einem Vertreter;

b) mindestens zwei Lehrkräften des Lehrgangs;

c) einer Expertin oder einem Experten des Gesundheitswesens, namhaft gemacht von der zuständigen Landesrätin, bzw. dem zuständigen Landesrat;

d) einer Expertin oder einem Experten des Sozialwesens, namhaft gemacht von der zuständigen Landesrätin, bzw. dem zuständigen Landesrat.

Art. 10
Vergütung der Prüfungskommissionsmitglieder

1. Im Gesundheitswesen werden die Kommissionsmitglieder der Prüfungen gemäß der für die Unterrichtsstunden vorgesehenen Beträge vergütet.

Art. 11
Befähigungsnachweis

1. Den Lehrgangsteilnehmerinnen und Lehrgangsteilnehmern, welche die Abschlussprüfung bestehen, wird der entsprechende Befähigungsnachweis ausgehändigt.

 

ActionActionVerfassungsrechtliche Bestimmungen
ActionActionLandesgesetzgebung
ActionActionBeschlüsse der Landesregierung
ActionAction2019
ActionAction2018
ActionAction2017
ActionAction2016
ActionAction2015
ActionAction2014
ActionAction Beschluss vom 4. Februar 2014, Nr. 102
ActionAction Beschluss vom 4. Februar 2014, Nr. 108
ActionAction Beschluss vom 4. Februar 2014, Nr. 112
ActionAction Beschluss vom 4. Februar 2014, Nr. 115
ActionAction Beschluss vom 11. Februar 2014, Nr. 144
ActionAction Beschluss vom 18. Februar 2014, Nr. 166
ActionAction Beschluss vom 18. Februar 2014, Nr. 172
ActionAction Beschluss vom 25. Februar 2014, Nr. 187
ActionAction Beschluss vom 25. Februar 2014, Nr. 196
ActionAction Beschluss vom 25. Februar 2014, Nr. 211
ActionAction Beschluss vom 25. Februar 2014, Nr. 217
ActionAction Beschluss vom 11. März 2014, Nr. 238
ActionAction Beschluss vom 11. März 2014, Nr. 268
ActionAction Beschluss vom 11. März 2014, Nr. 286
ActionAction Beschluss vom 18. März 2014, Nr. 292
ActionAction Beschluss vom 18. März 2014, Nr. 293
ActionAction Beschluss vom 18. März 2014, Nr. 317
ActionAction Beschluss vom 18. März 2014, Nr. 318
ActionAction Beschluss vom 25. März 2014, Nr. 357
ActionAction Beschluss vom 1. April 2014, Nr. 361
ActionAction Beschluss vom 15. April 2014, Nr. 438
ActionAction Beschluss vom 15. April 2014, Nr. 450
ActionAction Beschluss vom 29. April 2014, Nr. 484
ActionAction Beschluss vom 29. April 2014, Nr. 492
ActionAction Beschluss vom 13. Mai 2014, Nr. 540
ActionActionANLAGE A
ActionAction Beschluss vom 13. Mai 2014, Nr. 541
ActionAction Beschluss vom 13. Mai 2014, Nr. 542
ActionAction Beschluss vom 20. Mai 2014, Nr. 577
ActionAction Beschluss vom 27. Mai 2014, Nr. 590
ActionAction Beschluss vom 27. Mai 2014, Nr. 631
ActionAction Beschluss vom 3. Juni 2014, Nr. 660
ActionAction Beschluss vom 3. Juni 2014, Nr. 662
ActionAction Beschluss vom 3. Juni 2014, Nr. 663
ActionAction Beschluss vom 3. Juni 2014, Nr. 658
ActionAction Beschluss vom 10. Juni 2014, Nr. 687
ActionAction Beschluss vom 10. Juni 2014, Nr. 688
ActionAction Beschluss vom 10. Juni 2014, Nr. 691
ActionAction Beschluss vom 1. Juli 2014, Nr. 771
ActionAction Beschluss vom 1. Juli 2014, Nr. 775
ActionAction Beschluss vom 1. Juli 2014, Nr. 817
ActionAction Beschluss vom 1. Juli 2014, Nr. 821
ActionAction Beschluss vom 8. Juli 2014, Nr. 861
ActionAction Beschluss vom 8. Juli 2014, Nr. 879
ActionAction Beschluss vom 22. Juli 2014, Nr. 889
ActionAction Beschluss vom 22. Juli 2014, Nr. 895
ActionAction Beschluss vom 22. Juli 2014, Nr. 920
ActionAction Beschluss vom 29. Juli 2014, Nr. 938
ActionAction Beschluss vom 5. August 2014, Nr. 964
ActionAction Beschluss vom 2. September 2014, Nr. 1041
ActionAction Beschluss vom 9. September 2014, Nr. 1046
ActionAction Beschluss vom 9. September 2014, Nr. 1060
ActionAction Beschluss vom 30. September 2014, Nr. 1130
ActionAction Beschluss vom 7. Oktober 2014, Nr. 1181
ActionAction Beschluss vom 14. Oktober 2014, Nr. 1188
ActionAction Beschluss vom 14. Oktober 2014, Nr. 1216
ActionAction Beschluss vom 21. Oktober 2014, Nr. 1242
ActionAction Beschluss vom 4. November 2014, Nr. 1248
ActionAction Beschluss vom 4. November 2014, Nr. 1302
ActionAction Beschluss vom 4. November 2014, Nr. 1304
ActionAction Beschluss vom 11. November 2014, Nr. 1308
ActionAction Beschluss vom 11. November 2014, Nr. 1309
ActionAction Beschluss vom 11. November 2014, Nr. 1315
ActionAction Beschluss vom 18. November 2014, Nr. 1366
ActionAction Beschluss vom 18. November 2014, Nr. 1388
ActionAction Beschluss vom 18. November 2014, Nr. 1370
ActionAction Beschluss vom 25. November 2014, Nr. 1421
ActionAction Beschluss vom 9. Dezember 2014, Nr. 1506
ActionAction Beschluss vom 9. Dezember 2014, Nr. 1525
ActionAction Beschluss vom 9. Dezember 2014, Nr. 1528
ActionAction Beschluss vom 9. Dezember 2014, Nr. 1529
ActionAction Beschluss vom 9. Dezember 2014, Nr. 1530
ActionAction Beschluss vom 16. Dezember 2014, Nr. 1547
ActionAction Beschluss vom 23. Dezember 2014, Nr. 1579
ActionAction Beschluss vom 23. Dezember 2014, Nr. 1580
ActionAction Beschluss vom 23. Dezember 2014, Nr. 1599
ActionAction2013
ActionAction2012
ActionAction2011
ActionAction2010
ActionAction2009
ActionAction2008
ActionAction2007
ActionAction2006
ActionAction2005
ActionAction2004
ActionAction2003
ActionAction2002
ActionAction2001
ActionAction2000
ActionAction1999
ActionAction1998
ActionAction1997
ActionAction1996
ActionAction1993
ActionAction1992
ActionAction1991
ActionAction1990
ActionActionUrteile Verfassungsgerichtshof
ActionActionUrteile Verwaltungsgericht
ActionActionChronologisches inhaltsverzeichnis