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n) Dekret des Landeshauptmanns vom 16. Juli 2018, Nr. 201)2)
Verordnung über die Gliederung, Benennung und Aufgaben der Italienischen Bildungsdirektion

1)
Kundgemacht im Amtsblatt vom 19. Juli 2018, Nr.  29.
2)
Zum Inkrafttreten siehe Art. 20 dieses Dekretes.

Art. 1 (Anwendungsbereich)

(1) Diese Verordnung regelt, in Anwendung von Artikel 5 Absatz 4 des Landesgesetzes vom 23. April 1992, Nr. 10, in geltender Fassung, die Gliederung der Italienischen Bildungsdirektion, die Benennung und die Aufgaben der einzelnen Führungsstrukturen sowie die Anzahl der Abteilungen und Landesdirektionen.

Art. 2 (Gliederung der Italienischen Bildungsdirektion)

(1) Die Italienische Bildungsdirektion ist einem Ressort der Landesverwaltung gleichgestellt. Der Italienischen Bildungsdirektion steht ein Bildungsdirektor/eine Bildungsdirektorin vor, der/die über nachgewiesene Management- und Leitungserfahrungen im Bildungsbereich verfügt. Dem Bildungsdirektor/Der Bildungsdirektorin kann ein Stellvertreter/eine Stellvertreterin zur Seite gestellt werden.

(2) Der Italienischen Bildungsdirektion sind nachstehende Landesdirektionen und Abteilungen, die Musikschule und die Landesevaluationsstelle mit den folgenden rechtlichen Bezeichnungen zugeordnet:

  1. Landesdirektion italienischsprachige Kindergärten,
  2. Landesdirektion italienischsprachige Grund-, Mittel- und Oberschulen staatlicher Art,
  3. Landesdirektion italienischsprachige Berufsbildung,
  4. Musikschule in italienischer Sprache,
  5. Landesevaluationsstelle für das italienischsprachige Bildungssystem,
  6. Abteilung Innovation und pädagogische Forschung
  7. Abteilung 17 – Italienisches Schulamt.

(3) In den Abteilungen und Landesdirektionen können Koordinierungsstellen eingerichtet werden.

Art. 3 (Aufgaben der Italienischen Bildungsdirektion)

(1) Die Italienische Bildungsdirektion

  1. sichert die Abstimmung mit den bildungspolitischen Vorgaben,
  2. sichert und koordiniert die Gesamtentwicklung des Bildungssystems,
  3. sichert die Bereitstellung der Ressourcen und koordiniert deren Einsatz und Aufteilung in der Bildungsdirektion,
  4. sichert die inhaltliche und programmatische Abstimmung der eigenen Tätigkeiten mit der Deutschen Bildungsdirektion und der Ladinischen Bildungs- und Kulturdirektion,
  5. koordiniert die Landesdirektionen, die Abteilungen, die Musikschule und die Landesevaluationsstelle und kann diesen Organisationseinheiten auch eigene Verwaltungsfunktionen übertragen,
  6. übt die von Artikel 6 des Landesgesetzes vom 23. April 1992, Nr. 10, in geltender Fassung, vorgesehenen Funktionen aus.

Art. 4 (Zuständigkeiten für gemeinsame Verwaltungsabläufe)

(1) Die Zuständigkeiten für gemeinsame Verwaltungsabläufe der Organisationseinheiten der Italienischen Bildungsdirektion werden mit Dekret des Bildungsdirektors/der Bildungsdirektorin festgelegt und genehmigt.

Art. 5 (Aufgaben der Landesdirektionen)

(1) Die Landesdirektionen sind für die einheitliche Verwaltung und systematische Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung der ihnen zugeordneten Bildungsbereiche und der entsprechenden Bildungseinrichtungen verantwortlich.

(2) Die Landesdirektionen sind den Abteilungen gleichgestellt. Die Landesdirektoren und Landesdirektorinnen haben die Funktion von Abteilungsdirektoren und Abteilungsdirektorinnen und können eine Stellvertretung haben.

Art. 6 (Aufgaben der Landesdirektion italienischsprachige Kindergärten)

(1) Die Landesdirektion italienischsprachige Kindergärten ist für die italienischsprachigen Kindergärten in Südtirol zuständig, einschließlich jener, die den Schulsprengeln angehören. Der Landesdirektion sind folgende Kindergartensprengel zugeordnet:

  1. Meran (I. Sprengel),
  2. Bozen (III. Sprengel).

(2) Die italienischsprachigen Kindergartensprengel nehmen die in den geltenden Landesbestimmungen vorgesehenen Aufgaben wahr und erlassen die entsprechenden Zweckbindungs- und Auszahlungsakte im Rahmen der zur Verfügung gestellten Mittel.

(3) Der Landeskindergartendirektor/Die Landeskindergartendirektorin ist den Direktoren und Direktorinnen der Kindergartensprengel direkt vorgesetzt und übt die von den geltenden Bestimmungen vorgesehenen Befugnisse des Kindergarteninspektors/der Kindergarteninspektorin aus.

(4) Die Landesdirektion italienischsprachige Kindergärten sorgt in Absprache mit dem Hauptschulamtsleiter/der Hauptschulamtsleiterin für

  1. die Abstimmung und Festlegung der strategischen Ziele und der Entwicklungsschwerpunkte,
  2. die strategische und pädagogisch-fachliche Steuerung der Kindergärten,
  3. die kindergartenspezifische Weiterentwicklung und Konzeptarbeit,
  4. die strategischen Entscheidungen zur Verwendung der von der Italienischen Bildungsdirektion zugewiesenen Haushaltsmittel,
  5. die strategischen Entscheidungen zum Einsatz der Personalressourcen,
  6. die strategische Planung der Errichtung und Verteilung von italienischsprachigen Kindergärten im Landesgebiet,
  7. die Koordinierung der Kindergärten in den Schulsprengeln.

Art. 7 (Aufgaben der Landesdirektion italienischsprachige Grund-, Mittel- und Oberschulen)

(1) Die Landesdirektion italienischsprachige Grund-, Mittel- und Oberschulen staatlicher Art (in der Folge Landesdirektion Schulen) ist für die einheitliche Verwaltung der Südtiroler Grund-, Mittel- und Oberschulen staatlicher Art in italienischer Sprache sowie für die Sicherung und Entwicklung deren Qualität zuständig.

(2) Der Landesschuldirektor/Die Landesschuldirektorin

  1. wird nach dem Verfahren gemäß Artikel 19 des Autonomiestatuts ernannt,
  2. übt die im Autonomiestatut und in den entsprechenden Durchführungsbestimmungen vorgesehenen Befugnisse des Hauptschulamtsleiters/der Hauptschulamtsleiterin aus,
  3. bedient sich der Mitarbeit der Schulinspektoren und Schulinspektorinnen, die dem Sekretariat der Landesdirektion Schulen zugeteilt sind,
  4. kann dem Kindergarteninspektor/der Kindergarteninspektorin – in Absprache mit dem Bildungsdirektor/der Bildungsdirektorin – eigene Aufgaben in den Bereichen Verwaltung und Aufsicht der Kindergärten übertragen,
  5. kann in Absprache mit dem Bildungsdirektor/der Bildungsdirektorin auch den anderen Landesdirektionen, den Abteilungen oder der Landesevaluationsstelle eigene Aufgaben übertragen,
  6. kann gleichzeitig auch die Leitung der Italienischen Bildungsdirektion übernehmen,
  7. kann den Schulinspektoren und Schulinspektorinnen thematisch oder schulstufenspezifisch Koordinierungs-, Führungs- oder Aufsichtsaufgaben übertragen und kann die Schulinspektoren und Schulinspektorinnen – in Absprache mit den betroffenen Landesdirektoren und Landesdirektorinnen und dem Bildungsdirektor/der Bildungsdirektorin – auch in den anderen Landesdirektionen einsetzen,
  8. ist in dienstrechtlicher Hinsicht den Führungskräften der italienischsprachigen Grund-, Mittel- und Oberschulen vorgesetzt.

(3) Die Landesdirektion Schulen sorgt für

  1. die Abstimmung und Festlegung der strategischen Ziele und Entwicklungsschwerpunkte,
  2. die strategische Steuerung und die pädagogisch-fachliche Weiterentwicklung der Grund-, Mittel- und Oberschulen staatlicher Art,
  3. die strategischen Entscheidungen zur Verwendung der von der Italienischen Bildungsdirektion zugewiesenen Haushaltsmittel,
  4. die strategischen Entscheidungen zum Einsatz der Personalressourcen,
  5. die strategische Planung der Errichtung und Verteilung von Grund-, Mittel- und Oberschulen staatlicher Art im Landesgebiet,
  6. die Pflege der Beziehungen zu den gleichgestellten oder anerkannten Schulen und die Ausübung der Aufsicht über dieselben,
  7. die Abstimmung der Tätigkeiten, insbesondere jener zur sprachlichen Bildung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund, mit den Organisationseinheiten der Deutschen Bildungsdirektion und der Ladinischen Bildungs- und Kulturdirektion.

(4) Der Landesdirektion Schulen sind nachstehende Dienststellen zugeordnet, die dem gesamten italienischsprachigen Bildungssystem dienen:

  1. Dienststelle Zweitsprache Deutsch und Fremdsprachen,
  2. Dienststelle Inklusion und Schulberatung.

(5) Die Dienststelle Zweitsprache Deutsch und Fremdsprachen hat folgende Aufgaben:

  1. Begleitung, Beratung und Unterstützung des pädagogischen Personals der Kindergärten und des Lehrpersonals aller Schulen und Schulstufen,
  2. Organisation von Arbeitsgruppen und Mitarbeit an Schulprojekten,
  3. Förderung der didaktischen Kontinuität bei der Vermittlung der Zweitsprache vom Kindergarten bis zu allen Schulen und Schulstufen,
  4. Unterstützung bei der Entwicklung innovativer didaktischer Modelle zur Förderung der Mehrsprachigkeit.

(6) Die Dienststelle Inklusion und Beratung hat folgende Aufgaben:

  1. Beratung für Familien und Schulen (schulische Inklusion, besondere Bildungsbedürfnisse, Adoption),
  2. institutionenübergreifende Koordinierung der Maßnahmen im Bereich Inklusion,
  3. Koordinierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Integration und des Betreuungspersonals an den Schulen,
  4. Durchführung gezielter Maßnahmen zur Früherkennung von Lese- und Rechtschreibschwächen sowie sonstiger Schwierigkeiten,
  5. Koordinierung der Tätigkeiten in Zusammenhang mit der Gesundheitserziehung.

(7) Die Dienststellen werden vom zuständigen Schulinspektor/von der zuständigen Schulinspektorin koordiniert; er/sie bedient sich der Mitarbeit des Verwaltungspersonals und der abgeordneten oder abgestellten und von der Unterrichtstätigkeit freigestellten Lehrpersonen, die der Landesdirektion Schulen von der Italienischen Bildungsdirektion zugewiesen werden.

Art. 8 (Aufgaben und Gliederung der Landesdirektion italienischsprachige Berufsbildung)

(1) Die Landesdirektion italienischsprachige Berufsbildung ist für die einheitliche Verwaltung der Südtiroler Berufsschulen in italienischer Sprache sowie für die Sicherung und Entwicklung deren Qualität zuständig.

(2) Der Direktor/Die Direktorin der Landesdirektion italienischsprachige Berufsbildung ist in dienstrechtlicher Hinsicht den Führungskräften folgender italienischsprachiger Berufsschulen vorgesetzt:

  1. Landesberufsschule für Handel, Tourismus und Dienstleistungen „Luigi Einaudi“ Bozen,
  2. Landesberufsschule für Handwerk und Industrie „Luigi Einaudi“ Bozen,
  3. Landeshotelfachschule „Cesare Ritz“ Meran,
  4. Landesberufsschule für Handwerk, Industrie und Handel „Guglielmo Marconi“ Meran, mit Außenstelle Leifers – Fachschule für Obst-, Wein- und Gartenbau,
  5. Landesberufsschule für Handwerk, Industrie und Handel „Enrico Mattei“ Brixen, mit Außenstelle Bozen – Landesberufsschule für soziale Berufe „Emmanuel Lévinas“ Bozen.

(3) Die Landesdirektion italienischsprachige Berufsbildung sorgt für:

  1. die strategische und pädagogisch-fachliche Steuerung der Berufsbildung,
  2. die strategischen Entscheidungen zur Verwendung der von der Italienischen Bildungsdirektion zugewiesenen Haushaltsmittel,
  3. die strategischen Entscheidungen zum Einsatz des Personals,
  4. die strategische Planung der Errichtung und Verteilung von Berufsschulen,
  5. die strategischen Entscheidungen zur Ausbildung im Rahmen des Eignungsverfahrens für das Lehrpersonal,
  6. die berufsbildungsspezifische Weiterentwicklung und Konzeptarbeit,
  7. die Zusammenarbeit mit der Arbeitswelt,
  8. die berufsbildungsspezifische Kommissionstätigkeit.

(4) Der Direktor/Die Direktorin der Landesdirektion italienischsprachige Berufsbildung kann – in Absprache mit dem Bildungsdirektor/der Bildungsdirektorin – auch den anderen Landesdirektionen oder Abteilungen eigene Aufgaben übertragen.

(5) Die Landesdirektion italienischsprachige Berufsbildung sorgt für:

  1. die Planung, Durchführung und Kontrolle der Tätigkeiten, die direkt oder indirekt mit der beruflichen Ausbildung, Qualifizierung und Umschulung von Erwachsenen, der Lehrlingsausbildung und der beruflichen Weiterbildung in Zusammenhang stehen,
  2. die berufliche Orientierung in Zusammenarbeit mit den Diensten für Ausbildungs- und Berufsberatung,
  3. die Qualifizierung des Lehrpersonals im Rahmen des Eignungsverfahrens,
  4. das Führen der Fachbibliothek der Berufsbildung in Zusammenarbeit mit der Abteilung Innovation und pädagogische Forschung,
  5. die Akkreditierung und die Verwaltung von Projekten, die mit EU-Mitteln gefördert werden,
  6. den Erlass der Verwaltungsmaßnahmen für die Gewährung von Beiträgen und von wirtschaftlichen Vergünstigungen jeder Art,
  7. den Erlass der Zweckbindungsakte in Zusammenhang mit den Ausgaben für die Zuständigkeiten laut den Buchstaben a) bis f).

(6) Der Landesdirektion italienischsprachige Berufsbildung ist das Amt für die Verwaltung der italienischsprachigen Berufsbildung mit folgenden Zuständigkeiten zugeordnet:

  1. Verwaltungsangelegenheiten in Zusammenhang mit der italienischsprachigen Berufsbildung,
  2. Programme, Planung, Diplome und Zertifizierungen der Berufsbildung,
  3. Verwaltung von Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sowie von Orientierungspraktika für Jugendliche und Erwachsene,
  4. verwaltungstechnische Unterstützung der Bildungseinrichtungen und der Unterrichtsprojekte der Berufsbildung,
  5. Bibliothek und Dokumentationstätigkeit,
  6. Buchhaltung und Haushalt der Berufsbildung,
  7. Finanzierung der Berufsschulen,
  8. Auszahlung der Beiträge, der wirtschaftlichen Vergünstigungen und der Ausgaben laut Absatz 5 Buchstaben f) und g).

(7) Der Landesdirektion italienischsprachige Berufsbildung ist auch die Koordinierungsstelle Berufliche Weiterbildung und Orientierung zugeordnet, die folgende Aufgaben wahrnimmt:

  1. Koordination der Kurse und Lehrgänge der Landesberufsschulen zur beruflichen Weiterbildung,
  2. Planung und Verwaltung von Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sowie von Ausbildungs- und Orientierungspraktika für Erwachsene mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt mit dem Ziel der beruflichen Inklusion,
  3. individualisierte Maßnahmen zur beruflichen Abklärung und Orientierung sowie Umschulungen für Erwachsene mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt mit dem Ziel der beruflichen Inklusion,
  4. Bearbeitung der Beitragsanträge, die eingereicht wurden von:
    1. Einzelpersonen für die Teilnahme an Maßnahmen zur beruflichen Weiterbildung,
    2. Unternehmen für betriebliche und außer-betriebliche Weiterbildung,
    3. Bildungsträgern für offene, arbeitsnahe Weiterbildungskurse für Beschäftigte und Arbeitslose,
  5. Weiterbildungsberatung für Personen und Unternehmen.

Art. 9 (Aufgaben der Musikschule in italienischer Sprache)

(1) Die Musikschule in italienischer Sprache ist einem Amt gleichgestellt und nimmt die in den geltenden Landesbestimmungen vorgesehenen Aufgaben wahr.

Art. 10 (Aufgaben und Gliederung der Abteilung Innovation und pädagogische Forschung)

(1) Die Abteilung Innovation und pädagogische Forschung ist für die Forschung, Innovation und didaktisch-pädagogische Unterstützung der italienischsprachigen Schulen aller Schulstufen zuständig, um die Qualität des Schulsystems zu sichern und zu entwickeln.

(2) Die Abteilung Innovation und pädagogische Forschung hat folgende Aufgaben:

  1. pädagogische Forschung und Ausarbeitung von Unterrichtsmaterial,
  2. Aus- und Weiterbildungsprogramm für die Schulführungskräfte, das Inspektions- und Lehrpersonal der Schulen staatlicher Art und der anderen zur Italienischen Bildungsdirektion gehörenden Schulen,
  3. Koordinierung der Schülerpraktika,
  4. Planung von Maßnahmen zur Orientierung sowie zur Vermeidung von Schulabbrüchen in Zusammenarbeit mit den anderen Organisationseinheiten der Italienischen Bildungsdirektion,
  5. Planung, Organisation und Koordinierung von Maßnahmen in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Bildungswissenschaften der Freien Universität Bozen,
  6. Zentrum für didaktisch-pädagogische Forschung in Zusammenarbeit mit Universitäten und Hochschulen,
  7. Entwicklung innovativer Projekte in Zusammenarbeit mit den Schulen,
  8. Führen der pädagogischen Bibliothek der Italienischen Bildungsdirektion,
  9. Erlass der Zweckbindungs- und Auszahlungsakte für die Ausgaben.

(3) Der Direktor/Die Direktorin der Abteilung Innovation und pädagogische Forschung:

  1. ist dem Verwaltungspersonal und den von der Italienischen Bildungsdirektion zugewiesenen, abgeordneten oder abgestellten und von der Unterrichtstätigkeit freigestellten Lehrpersonen direkt vorgesetzt,
  2. treibt, unter Berücksichtigung der strategischen Entscheidungen, die eigenen projektbezogenen Tätigkeiten mit den Landesdirektionen voran und arbeitet mit der Landesevaluationsstelle zusammen,
  3. übt die in Artikel 10 des Landesgesetzes vom 23. April 1992, Nr. 10, in geltender Fassung, vorgesehenen Funktionen aus.

(4) Der Abteilung Innovation und pädagogische Forschung ist die Koordinierungsstelle Fortbildung und Schulentwicklung zugeordnet.

(5) In dieser Koordinierungsstelle wird ein Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin mit Koordinierungsaufgaben betraut; er/sie ist dem Personal, das der Organisationseinheit zugewiesen ist, direkt vorgesetzt und:

  1. vereinbart mit dem Personal die Ziele, überwacht die Einhaltung der Dienstpflichten und bewertet die Ergebnisse,
  2. erarbeitet die Tätigkeitsschwerpunkte, erstellt das Arbeitsprogramm und sorgt für die Durchführung der Maßnahmen, die in die eigene Zuständigkeit fallen oder von der/dem Vorgesetzten übertragen wurden,
  3. unterstützt den Abteilungsdirektor/die Abteilungsdirektorin bei der Ausarbeitung der Planungsinstrumente sowie bei der Überprüfung der Arbeitsergebnisse.

(6) Die Koordinierungsstelle Fortbildung und Schulentwicklung hat folgende Aufgaben:

  1. Erstellung des Landesfortbildungsplans,
  2. Planung und Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen,
  3. Beratung und Unterstützung für Kindergärten und Schulen zur Organisations-, Bildungs- und Unterrichtsentwicklung,
  4. Entwicklung von Projekten und Bildungsmaßnahmen für Schulen.

(7) Der Direktor/Die Direktorin der Abteilung Innovation und pädagogische Forschung verfügt über nachgewiesene Management- und Leitungserfahrungen im Bildungsbereich.

Art. 11 (Aufgaben der Abteilung 17 – Italienisches Schulamt)

(1) Die Abteilung 17 – Italienisches Schulamt ist für die Abwicklung der Verwaltungsverfahren der Landesdirektion Schulen und der anderen Landesdirektionen zuständig, sofern für Letztere die entsprechende Zuständigkeit, im Sinne dieser Verordnung, den Ämtern der Abteilung zugewiesen ist. Sie koordiniert die Bereiche Ordnung des Bildungssystems und Verwaltung des Haushalts und der Stellenpläne sowie die gemeinsamen Tätigkeiten der Italienischen Bildungsdirektion; zu diesem Zweck arbeitet sie mit den anderen Organisationseinheiten zusammen. Sie bietet außerdem den Landesdirektionen, der Abteilung Innovation und pädagogische Forschung, der Musikschule, der Landesevaluationsstelle und den Schulen spezifische Beratung und kann für sie auch Verwaltungsverfahren abwickeln.

(2) Die im Einvernehmen eingebrachten Dekrete und Beschlussanträge der Landesdirektionen oder der Musikschule werden in Hinsicht auf ihre Rechtmäßigkeit auch mit dem Sichtvermerk des Direktors/der Direktorin der Abteilung 17 – Italienisches Schulamt versehen.

(3) Der Abteilung 17 – Italienisches Schulamt sind die Abteilungsdirektion, das Landesschülerheim „Damiano Chiesa“ und folgende Ämter zugeordnet:

  1. 17.1 – Amt für Schulprojekte,
  2. 17.2 – Amt für Aufnahme und Laufbahn des Lehrpersonals,
  3. 17.3 – Amt für Schulverwaltung,
  4. 17.4 – Amt für Schulfinanzierung.

(4) Die Abteilungsdirektion hat folgende Aufgaben:

  1. Ausübung der Disziplinargewalt gegenüber den Lehrpersonen der italienischsprachigen Schulen staatlicher Art,
  2. Koordinierung der Verwaltung der Stellenpläne des in die Zuständigkeit der Italienischen Bildungsdirektion fallenden Lehr- und Erziehungspersonals des Landes, in Zusammenarbeit mit den Landesdirektionen und der Musikschule,
  3. übergreifende Verwaltungstätigkeiten,
  4. Erlass der Verwaltungsmaßnahmen für die Gewährung von Beiträgen und von wirtschaftlichen Vergünstigungen jeder Art;
  5. Erlass der Zweckbindungsakte in Zusammenhang mit den Ausgaben für folgende Zuständigkeiten der Abteilung:
    1. Schulordnung, Schulversuche und Diplome,
    2. Stellenpläne, Wettbewerbe und dienstrechtliche Stellung der Schulführungskräfte, des Inspektions- und Lehrpersonals,
    3. gleichgestellte und anerkannte Schulen,
    4. Kollegialorgane,
    5. Schulsport und Unterrichtsprojekte,
    6. Finanzierung des Schul- und Kindergartenbetriebs,
    7. Verwaltung des Landesschülerheims.

Art. 12 (Amt für Schulprojekte)

(1) Das Amt für Schulprojekte 17.1 hat folgende Aufgaben:

  1. Rechtsordnung des Bildungssystems,
  2. Schulversuche und Schulreformen,
  3. Bewertungen, Staatsprüfung und Prüfungskommissionen,
  4. Schulkalender,
  5. Zeugnisse, Diplome, Bewertungsbögen,
  6. Anerkennung von Ausbildungsnachweisen, Gleichwertigkeitserklärungen,
  7. Errichtung und Auflassung von Schulen, Schulverteilungsplan,
  8. Anerkennung von Privatschulen und gleichgestellten Schulen sowie Aufsicht über dieselben,
  9. Kollegialorgane: Landesschulrat, Landesbeirat der Eltern, Landesbeirat der Schüler und Schülerinnen,
  10. Schulsport und andere Sportprojekte,
  11. Unterrichtsprojekte für Schülerinnen und Schüler,
  12. Flüssigmachung der Ausgaben in Zusammenhang mit den Aufgaben laut den Buchstaben a) bis k).

Art. 13 (Amt für Aufnahme und Laufbahn des Lehrpersonals)

(1) Das Amt für Aufnahme und Laufbahn des Lehrpersonals 17.2 hat folgende Aufgaben:

  1. Erstellung von Rangordnungen und Vorbereitung von Wettbewerben,
  2. unbefristete Aufnahme von Lehrpersonen,
  3. Ermittlung der Lehrpersonen, mit denen ein befristeter Arbeitsvertrag abgeschlossen wird,
  4. Einstufung und Laufbahnentwicklung der unbefristet angestellten Lehrpersonen und Schulführungskräfte,
  5. dienst- und besoldungsrechtliche Stellung, Zuweisung der von den Landeskollektivverträgen vorgesehenen wirtschaftlichen Begünstigungen,
  6. lokale und dezentrale Kollektivvertragsverhandlungen,
  7. Zulassungstitel für den Unterricht, Berufsverzeichnis für das Lehrpersonal,
  8. Datenbank Lehrpersonal,
  9. Verwaltung des Archivs.

Art. 14 (Amt für Schulverwaltung)

(1) Das Amt für Schulverwaltung 17.3 hat folgende Aufgaben:

  1. Stellenpläne,
  2. Schülereinschreibungen und Klassenbildung,
  3. Schülerdatenbank für ASTAT, INVALSI, PISA,
  4. Mobilität des Lehr- und Erziehungspersonals,
  5. Vertragsverhandlungen zur Mobilität des Lehr- und Erziehungspersonals,
  6. Verfahren für die Aufnahme von Schulführungskräften und Inspektionspersonal,
  7. Aufnahme in den Dienst der Schulführungskräfte und des Inspektionspersonals,
  8. Mobilität der Schulführungskräfte.

Art. 15 (Amt für Schulfinanzierung)

(1) Das Amt für Schulfinanzierung 17.4 hat folgende Aufgaben:

  1. Finanzierung der Kindergartensprengel und der Schulen staatlicher Art (Regelung, Kontrolle und Beratung),
  2. Finanzierung der gleichgestellten und anerkannten Schulen,
  3. Lieferungen und Dienstleistungen für Schulen,
  4. Beratung zum Haushalt und zur Vergabe von Liefer- und Dienstleistungsaufträgen an den Schulen,
  5. Bearbeitung der von den Trägern der öffentlichen und gleichgestellten Kindergärten vorgelegten Beitragsanträge,
  6. Verwaltung der in die Zuständigkeit der Abteilung 17 fallenden Sportanlagen des Landes (Schulhallenbad „Samuele“, Schulsportzone „Talferwiesen“),
  7. Koordinierung des Projekts „Digitale Nachhaltigkeit an den Schulen“,
  8. Verwaltung der Haushaltszuweisungen,
  9. Flüssigmachung der Ausgaben in Zusammenhang mit den Aufgaben laut den Buchstaben a) bis h),
  10. Feststellung der Einnahmen und Flüssigmachung der Ausgaben für das Landesschülerheim.

Art. 16 (Landesschülerheim „Damiano Chiesa“)

(1) Das Landesschülerheim „Damiano Chiesa“ wird von der Abteilung Italienisches Schulamt gemäß Artikel 17/bis Absatz 2 des Landesgesetzes vom 31. August 1974, Nr. 7, in geltender Fassung, verwaltet.

(2) Das Landesschülerheim nimmt die Aufgaben laut geltenden Landesbestimmungen wahr.

Art. 17 (Landesevaluationsstelle für das italienischsprachige Bildungssystem)

(1) Die Landesevaluationsstelle nimmt die Aufgaben laut geltenden Landesbestimmungen wahr.

Art. 18 (Übergangs- und Schlussbestimmungen)

(1) In erster Anwendung übernehmen die im Dienst stehenden Führungskräfte des Italienischen Bildungsressorts bis zum Ende ihres Führungsauftrags jeweils die Leitung der Organisationseinheiten, welche die derzeit bestehenden ersetzen.

(2) Die Aufgabe laut Artikel 15 Absatz 1 Buchstabe j) dieser Verordnung wird vom Amt für Schulfinanzierung ab 01.01.2019 wahrgenommen.

(3) Das Italienische Bildungsressort laut Anlage 1 zum Dekret des Landeshauptmanns vom 25. Juni 1996, Nr. 21, wird im Sinne von Artikel 5 Absatz 4 des Landesgesetzes vom 23. April 1992, Nr. 10, in geltender Fassung, in „Italienische Bildungsdirektion” umbenannt.

Art. 19 (Aufhebungen)

(1) Folgende Bestimmungen sind mit 31. August 2018 aufgehoben:

  1. Punkt 17 der Anlage A zum Landesgesetz vom 23. April 1992, Nr. 10, in geltender Fassung,
  2. die Punkte 17., 17.1., 17.2., 17.3. und 17.4. der Anlage 1 zum Dekret des Landeshauptmanns vom 25. Juni 1996, Nr. 21, in geltender Fassung,
  3. das Dekret des Landeshauptmanns vom 23. August 2011, Nr. 31.

Art. 20 (Inkrafttreten)

(1) Dieses Dekret tritt am Tag nach seiner Kundmachung im Amtsblatt der Region in Kraft.

(2) Die Bestimmungen dieses Dekrets gelten ab 1. September 2018.

Dieses Dekret ist im Amtsblatt der Region kundzumachen. Jeder, dem es obliegt, ist verpflichtet, es zu befolgen und für seine Befolgung zu sorgen.

 

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