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Beschluss vom 26. November 2012, Nr. 1758
Abänderung zum Beschluss der Landesregierung Nr. 1803 vom 08.11.2010 - Genehmigung der neuen Kriterien für die Gewährung von Beiträgen an Stromverteilerunternehmen

Anlage

Genehmigung der neuen Kriterien für die Gewährung von Beiträgen an Stromverteilerunternehmen

NEUE KRITERIEN FÜR DIE GEWÄHRUNG VON BEITRÄGEN AN STROMVERTEILERUNTERNEHMEN – gem. L.G. 07.07.2010, Nr. 9

1. INVESTITIONSGRENZEN

Der Anschlussbetrag für einen Abnehmer, welcher gemäß D.M. 19.07.1996, und nachfolgende Bestimmungen der „Autorità per l’energia elettrica ed il gas“ errechnet wird, muss höher als Euro 1.638,00 oder höher als der nachträglich mit Beschluss der „Autorità per l’energia elettrica ed il gas“ festgelegte Betrag sein.

2.“DE MINIMIS“ – BESTIMMUNG

Im Falle von Beiträgen an Stromverteilerunternehmen für die Wiederherstellung von Stromanschlüssen, die von Naturkatastrophen betroffen sind, gilt die sogenannte „De minimis“-Bestimmung.

Die „De minimis“-Bestimmung gilt auch im Falle von Beiträgen für die unterirdische Verlegung von Freiluftleitungen mit Mittel- und Niederspannung, aber nur für die Ausgaben, die nicht Aushubarbeiten, Bau von Kabinen und andere Bauarbeiten betreffen.

Dies bedeutet, dass für Unternehmen im Sinne des EU-Rechtes in den Wirtschaftszweigen Industrie, Handwerk, Handel, Tourismus und Dienstleistung die Beiträge unter Berücksichtigung der „De minimis“-Bestimmung gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1998/2006 vom 15. Dezember 2006 der Kommission über die Anwendung der Artikel 107 und 108 des AEUV (Vertrag über die Arbeitsweise der EU) unter einer Grenze („De minimis“) gewährt werden.

Die „De minimis“-Bestimmung gilt nicht für die Beiträge für den Austausch oder die Verstärkung von bestehenden Freiluftleitungen in ländlichen Siedlungsgebieten, die auf Grund von neuen Anschlüssen technisch notwendig geworden sind.

3. BEITRAGSBERECHNUNG

Die Höhe der Beiträge an die Stromversorgungsunternehmen für die im Landesgesetz vom 7. Juli 2010, Nr. 9, vorgesehenen Durchfürhungsarbeiten, wird mit folgenden Prozentsätzen festgelegt:

80% für Stromanschlüsse von Almen und Schutzhütten, sofern nicht eine wirtschaftlich günstigere Einspeisung von elektrischer Energie vorhanden ist;

50% wenn diese von Naturkatastrophen betroffen sind;

30% für neue Anschlüsse, den Austausch oder die Verstärkung von Stromversorgungsanlagen in ländlichen Siedlungsgebieten;

30% für die unterirdische Verlegung von Freiluftleitungen für Mittel- und Niederspannung.

Zusatzbeiträge für nachgewiesene Mehrspesen werden zu denselben Prozentsätzen gewährt (Artikel 9, Absatz 7, L.G. 30.08.1972, Nr. 18).

Für Neuanschlüsse bis 6 kW und bis zu einer Entfernung von 1,2 km von einer bestehenden Transformatorstation oder von einer Elektrowerkzentrale muss der Abnehmer den fixen Betrag von Euro 1.638,00 oder einen nachträglich mit Beschluss der „Autorità per l’energia elettrica ed il gas“ festgelegten höheren oder niedrigeren Betrag an das Verteilerunternehmen entrichten. Für weitere Entfernungen bis 1,2 km wird der Betrag jedes Mal um Euro 1.638,00 oder einen nachträglich mit Beschluss der „Autorità per l’energia elettrica ed il gas“ festgelegten Betrag erhöht.

Für Leitungen mit einem neuen Anschlusswert von mehr als 6 kw wird der Betrag zu Lasten des Abnehmers gemäß Verfügungen der „Autorità per l’energia elettrica ed il gas“ berechnet.

Nicht zum Beitrag zugelassen sind Leitungen und Anlagen, welche ausschließlich zum Transport des in den eigenen Anlagen erzeugten Stroms dienen.

4. KRITERIEN FÜR DIE GEWÄHRUNG VON BEITRÄGEN

Die Beiträge werden auf Grund von Programmen nach folgender Rangordnung gewährt:

1) für Stromanschlüsse von Almen und Schutzhütten, sofern nicht eine wirtschaftlich günstigere Einspeisung von Elektroenergie vorhanden ist;

2) wenn diese von Naturkatastrophen betroffen sind;

3) für neue Anschlüsse, den Austausch oder die Verstärkung von Stromversorgungsanlagen im ländlichen Siedlungsgebiet;

4) für die unterirdische Verlegung von Freiluftleitungen mit Mittel- und Niederspannung.

5. ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN

Die Beitragsgesuche müssen innerhalb 30. September eingereicht werden und haben ab 1. Jänner des darauf folgenden Jahres Gültigkeit.

Unbeschadet der Bestimmung des Art. 9, Abs. 9 des Landesgesetzes vom 30. August 1972, Nr. 18, sind die gegenständlichen Beiträge für dieselben Durchführungsarbeiten nicht mit beantragten oder ausbezahlten Beiträgen, Forderungen oder Zuschüssen irgendwelcher Art seitens der Autonomen Provinz Bozen, dem Staat und der Europäischen Union kumulierbar.

Beim Übergang des Eigentums der Verteileranlagen vom Enel an die Provinz Bozen sind die bereits ausgezahlten Beiträge bei der Schätzung dieser Anlagen zu berücksichtigen.

6. LIQUIDIERUNG DER BEITRÄGE

Die Beiträge werden in einem ausgezahlt, nachdem das Amt für Stromversorgung die ordentliche Ausführung festgestellt hat. Für genehmigte Kostenvoranschläge über 500.000,00 Euro können jedoch Vorauszahlungen bis zu 50% des gewährten Beitrages aufgrund von Teilabrechnungen ausgezahlt werden. Die letzte Rate wird nach Feststellung der ordentlichen Ausführung ausgezahlt.

7. VERWEIS

Für all das, was nicht ausdrücklich im Landesgesetz 7. Juli 2010, Nr. 9, geregelt ist, finden die Bestimmungen des Art. 9 des Landesgesetzes vom 30. August 1972, Nr. 18, Anwendung, sofern vereinbar.

 

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