Anlage A Richtlinien für die Erteilung von Koordinierungsaufträgen im Schulbereich VorbemerkungenFür die Erteilung von Koordinierungsaufträgen im Schulbereich laut Art. 11 des Bereichskollektivvertrages für das Landespersonal vom 04.07.2002 sind die Richtlinien festgelegt, wie sie in den nachstehenden Punkten wiedergegeben sind:Voraussetzungen
Auswahl des/der Koordinators/inKoordinierungszulageVerfahren der AuftragserteilungDauer des Koordinierungsauftrages und Erneuerung
Verantwortung des DirektorsWiderruf des AuftragesDie gegenständlichen Richtlinien gelten für das Verwaltungspersonal aller öffentlichen Schulen im Lande, sowie auch für die übrigen Kategorien von Personal im Schulbereich, sofern anwendbar. In letzterem Fall sind die Kriterien laut Punkt 3.1. nicht bindend. 1. VoraussetzungenAls Voraussetzungen für die Erteilung eines Koordinierungsauftrages sind im obgenannten Bereichsvertrag folgende Kriterien festgelegt:a) Mindestanzahl von 6 zu koordinierenden Personen, Bedienstete anderer Körperschaften auch inbegriffen. In Ausnahmefällen genügt die Präsenz von 4 Personen, inbegriffen Koordinator/in;
b) Notwendigkeit, das Funktionieren des Dienstes, die Leitung eines Fachbereiches und die Beaufsichtigung des entsprechenden Personals durch einen Koordinierungsauftrag zu gewährleisten oder zu verbessern.
In der Regel kann für jede Schule ein Koordinierungsauftrag erteilt werden. In Ausnahmefällen können zur Koordinierung von getrennten Arbeitsgruppen an großen Schulen und an großen Außen- oder Zweigstellen mehrere Aufträge erteilt werden, sofern dies funktioneller erscheint. 2. Auswahl des/r Koordinators/inEin Koordinierungsauftrag kann grundsätzlich Bediensteten aller Funktionsebenen erteilt werden. Im Schulbereich ist dieser Auftrag in der Regel dem/r Schulsekretär/in (oder wer immer diese Funktion wahrnimmt) zu übertragen. Voraussetzung ist, dass er/sie die erforderlichen fachlichen und sozialen Kompetenzen dafür besitzt (Persönlichkeit, Flexibilität, Organisationstalent, Kommunikationsfähigkeit, Fähigkeit zur Mitarbeiterführung usw.)Ein Koordinierungsauftrag in der Schule gilt in der Regel für das gesamte Verwaltungs-, technische, Bibliotheks- und Hilfspersonal, inbegriffen das Personal für außerschulische Tätigkeiten und das anderer Körperschaften. In Ausnahmefällen kann der Auftrag nur auf bestimmte Dienste oder Arbeitsgruppen begrenzt werden.Im Falle längerer Abwesenheit des Koordinators kann ein neuer Koordinierungsauftrag an einen anderen Bediensteten erteilt werden. 3. KoordinierungszulageIm Art. 11, Absatz 3 des Bereichskollektivvertrages sind die Kriterien für die Berechnung der Koordinierungszulage vorgesehen, die auf das monatliche Anfangsgehalt der jeweiligen Funktionsebene berechnet wird. Für den Schulbereich erscheint es zweckmäßig, detailliertere Kriterien festzulegen. Dabei werden für die Berechnung der Zulage folgende 3 Faktoren in Betracht gezogen:Anzahl der Mitarbeiter,
Außen- oder Zweigstellen,Komplexität der Aufgaben und damit verbundene Verantwortung.3.1. Unter dem Titel „Anzahl der Mitarbeiter werden für die Berechnung der Koordinierungszulage folgende Prozentsätze festgelegt:für die Koordinierung bis zu 5 Bediensteter: 10%für die Koordinierung von 6 bis 10 Bediensteten: 11 bis 15%für die Koordinierung von 11 bis 15 Bediensteten: 16 bis 20%für die Koordinierung von 16 bis 20 Bediensteten: 21 bis 25%für die Koordinierung von 21 und mehr Bediensteten: 26 bis 30%Im Rahmen der oben angeführten Prozentsätze kann die jeweilige Mindestanzahl um 1 Prozentsatz pro zusätzlichen zu koordinierenden Mitarbeiter erhöht werden.Bei Vergabe von Reinigungs- und anderen Aufgaben kann dem/r Koordinator/in für den ständigen Kontakt mit der Vertragsfirma und für die dauernde Überprüfung der geleisteten Dienste eine Erhöhung der Zulage zuerkannt werden. Zu diesem Zweck wird das auf Grund der Kennzahlen für die vergebenen Dienste notwendige Personal zu einem Drittel gezählt.3.2. Für jede Außen- oder Zweigstelle wird 1 Prozentsatz zuerkannt, bis zur Höchstanzahl von 2 Punkten. Für jede Außen- oder Zweigstelle, für welche von der Größe her bereits die Voraussetzung für einen eigenen Koordinierungsauftrag gegeben wären (6 Bedienstete), werden 2 Punkte vergeben.3.3. Bei Koordinierungsaufträgen an Schulsekretäre/innen (oder wer immer diese Funktion wahrnimmt) wird für die Komplexität der übertragenen Aufgaben und die damit verbundene Verantwortung ein zusätzlicher Prozentsatz zuerkannt. Dieser wird in Anlehnung an den jeweiligen Koeffizienten zur Bestimmung der Funktionszulage und das erhöhte Ergebnisgehalt des Direktors der jeweiligen Schule folgendermaßen festgelegt:Koeffizient bis 1,0 – Aufschlag von 4%Koeffizient von 1,1 bis 1,2 – Aufschlag von 5%
Koeffizient von 1,3 bis 1,4 – Aufschlag von 6%
Falls einer Schule schulübergreifende Aufgaben übertragen sind (z. B. Schulverbund) und der/die Sekretär/in auch die Koordinierung dieser Aufgaben wahrnimmt, kann obiger Aufschlag um maximal 2% aufgestockt werden.Falls auf Grund der Kriterien von 3.3. der Prozentsatz der Koordinierungszulage das Ausmaß von 30% überschreitet, wird die Differenz als Aufgabenzulage zugestanden. An Schulen, an denen der/die Schulsekretär/in über keinen Koordinierungsauftrag verfügt, wird dieser Prozentsatz in Form einer Aufgabenzulage zuerkannt.3.4. Eine Abänderung der Koordinierungszulage im Laufe des Koordinierungsauftrages, wird nur vorgenommen, sofern die Abänderung mindestens 2% ausmacht.3.5. Im Falle von Abwesenheit wegen Krankheit, Unfall, Mutterschaft, Vaterschaft oder Elternurlaubes, findet auch bezüglich Koordinierungszulage die Regelung über die in diesen Fällen zustehende wirtschaftliche Behandlung Anwendung. 4. Verfahren für die AuftragserteilungDer Koordinierungsauftrag wird auf Antrag des jeweiligen Schuldirektors und auf Grund eines formellen Vorschlages von Seiten des vorgesetzten Regierungsmitgliedes mit Beschluss der Landesregierung erteilt.Der Antrag um Erteilung bzw. Erneuerung eines Koordinierungsauftrages muss folgendes beinhalten:Begründung, dass für das Funktionieren des Dienstes und die Beaufsichtigung des Personals ein Koordinierungsauftrag als notwendig erachtet wird;
Angabe des zu koordinierenden Bereiches und der Aufgaben desselben;
Name der zu beauftragenden Person mit Angabe der Fähigkeiten für die Ausübung des Auftrages;
Angabe der zu koordinierenden Personen und der übrigen Faktoren für die Berechnung der Koordinierungszulage laut Punkt 3.
Unvollständige Ansuchen werden zwecks Ergänzung an den zuständigen Schuldirektor zurückgeschickt. Die endgültige Berechnung des Prozentsatzes für die zu genehmigende Koordinierungszulage erfolgt von Seiten des zuständigen Personalamtes. 5. Dauer des Koordinierungsauftrages und ErneuerungDer Koordinierungsauftrag wird für eine Höchstdauer von 4 Jahren erteilt und kann erneuert werden.Beginn und Dauer des Koordinierungsauftrages werden im Beschluss bestimmt, mit dem der Auftrag erfolgt. Eine Erneuerung des Auftrages erfolgt – ebenso auf Vorschlag des vorgesetzten Regierungsmitgliedes und nach Anhören des vorgesetzten Schuldirektors – durch den Direktor der Personalabteilung. 6. Verantwortung des SchuldirektorsDer Schuldirektor/vorgesetzte Direktor übernimmt die Verantwortung für die im Antrag um Erteilung bzw. Erneuerung des Koordinierungsauftrages enthaltenen Aussagen.Ebenso hat er dafür die Verantwortung, dass der/die beauftragte Bedienstete den erteilten Koordinierungsauftrag in jeder Hinsicht wahrnimmt. 7. Widerruf des AuftragesDer Koordinierungsauftrag kann jederzeit widerrufen werden, wobei der vorgesetzte Schuldirektor die unbefriedigende Bewältigung der Koordinierungsaufgaben dem/r Betroffenen vorzuhalten hat. Diese/r hat die Möglichkeit, innerhalb der Frist von 30 Tagen beim Vorgesetzten Stellung zu nehmen. Hält dieser die Rechtfertigung für unzureichend, so schlägt er den Widerruf des Koordinierungsauftrages vor.