(1) Die Ermittlung über die Unterlassung oder verspätete Vorlage der von Artikel 3 Absatz 2 vorgesehenen Meldung wird von der Landesabteilung Finanzen und Haushalt vorgenommen.
(2) Die Protokolle über die Ermittlung von Übertretungen der Bestimmungen dieses Gesetzes werden, innerhalb von dreißig Tagen ab Ermittlung, der Landesabteilung Finanzen und Haushalt übermittelt, welche innerhalb der darauffolgenden sechzig Tage die Zustellung an die Betroffenen vornimmt und diese auffordert, innerhalb von dreißig Tagen ab Zustellung ihre Gegenäußerungen vorzubringen.
(3) Innerhalb der Frist von dreißig Tagen laut Absatz 2 können die Betroffenen den Streitfall beilegen, indem sie die Zahlung der Verwaltungsstrafe in herabgesetztem Ausmaß vornehmen, die geschuldete Abgabe entrichten und die Verfahrenskosten begleichen. Die aufgrund dieser Bestimmung gezahlten Beträge werden nicht rückerstattet.
(4) Erfolgt innerhalb der von Absatz 3 vorgesehenen Frist keine Streitbeilegung, setzt der Direktor der Landesabteilung Finanzen und Haushalt, wenn er die Ermittlung für begründet hält, mit endgültiger Maßnahme den für die Übertretung geschuldeten Betrag fest und fordert den Betroffenen zur Zahlung desselben sowie der geschuldeten Abgabe samt Verzugszinsen und Verfahrenskosten auf. Hält er die Ermittlung für nicht stichhaltig, verfügt er die Archivierung der Akten und teilt die entsprechende Maßnahme dem Betroffenen und der Behörde, welche die Übertretung ermittelt hat, mit.
(5) Die Zahlungsaufforderung gemäß Absatz 4, welche Vollstreckungstitel ist, wird den Betroffenen zugestellt. Wird die Zahlung der eingeforderten Beträge nicht oder nur teilweise vorgenommen, nimmt die Landesabteilung Finanzen und Haushalt die Zwangseintreibung gemäß dem Dekret des Präsidenten der Republik vom 28. Jänner 1988, Nr. 43, vor.
(6) Die Ermittlung der Übertretungen, welche mit einer Verwaltungsstrafe geahndet werden, kann innerhalb einer Verfallsfrist von drei Jahren nach Ablauf der Frist für die Einreichung der entsprechenden Jahresmeldung gemäß Artikel 3 Absatz 2 erfolgen.
(7) Falls es nicht möglich ist, den Zeitpunkt der Ablagerung einer bestimmten Menge von Abfällen in einer geordneten oder wilden Deponie festzustellen, wird bis zum Gegenbeweis angenommen, daß diese im Trimester vor der Abfassung des Feststellungsprotokolls abgelagert wurden.
(8) Sofern in den Absätzen 1, 2, 3, 4, 5, 6 und 7 nicht anderweitig bestimmt, finden die Bestimmungen des Landesgesetzes vom 7. Jänner 1977, Nr. 9, Anwendung.
(9) Die Anspruchsberechtigten können die Rückerstattung nicht geschuldeter Beträge innerhalb von drei Jahren nach der Einzahlung fordern; zu diesem Zweck müssen sie ein entsprechendes Ansuchen an die Landesabteilung Finanzen und Haushalt richten.