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j) Dekret des Landeshauptmanns vom 25. November 1996, Nr. 451)
Lehrpläne und Stundentafeln im Biennium für Hotellerie und Gastronomie und im handwerklich - technischen Biennium an der deutschsprachigen und an der ladinischen Landesberufsschule

1)

Kundgemacht im Beibl. Nr. 1 zum A.Bl. vom 18. März 1997, Nr. 13.

Art. 1 (Lehrpläne und Stundentafeln)

(1) Die Lehrpläne und die Stundentafeln für die Fächer Deutsch und Italienisch im Biennium für Hotellerie und Gastronomie und im handwerklich-technischen Biennium an der deutschsprachigen und an der ladinischen Landesberufsschule entsprechen den Lehrplänen, die mit Landesgesetz vom 9. August 1994, Nr. 5, für das Biennium der deutschsprachigen Oberschulen genehmigt wurden.

(2) Die Lehrpläne für die Fächer Religion, Geschichte, Mathematik / Informatik, Rechts- und Wirtschaftskunde, Erdkunde, Biologie, Physik- und Chemielabor und Leibeserziehung entsprechen jenen Lehrplanentwürfen, die im Sinne des Beschlusses der Landesregierung vom 12. September 1994, Nr. 5154, für die Biennien der deutschsprachigen Oberschulen zur Erprobung freigegeben wurden.

(3) Der Lehrplan und die Stundentafel für das Fach Englisch entsprechen den an den Biennien der deutschsprachigen Oberschulen derzeit geltenden Lehrplänen und Stundentafeln.

(4) Die Lehrpläne und die Stundentafeln für Ernährungslehre, Küchenführung, Restaurantführung, Empfangsdienst und Französisch des Bienniums für Hotellerie und Gastronomie , sowie jene für Metalltechnologie und Werkstattpraxis, Holztechnologie und Werkstattpraxis, Technisches Zeichnen, im handwerklich technischen Biennium liegen diesem Dekret bei.

(5) Die Lehrpläne der im Absatz 4 angeführten Fachrichtungen berücksichtigen die lokalen Gegebenheiten der Arbeitswelt und der Berufsbildung.

Art. 2 (Übertrittsmöglichkeiten)

(1) Der Abschluß des Bienniums für Hotellerie und Gastronomie oder der erfolgreiche Abschluß des handwerklich-technischen Bienniums an einer Landesberufsschule ermöglicht die Einschreibung aufgrund der jeweiligen Fähigkeiten und Begabung

  • a)  direkt in das dritte Jahr des Berufsbildungslehrganges zur Erlangung des entsprechenden Fach- und Befähigungsdiploms,
  • b)  mit Prüfungen in das dritte Jahr der entsprechenden Fachlehranstalt zur Erlangung des Fachdiploms, oder in ähnliche Kurse anderer Fachrichtungen; diese Prüfungen werden vom Klassenrat der Schule, in die man aufgenommen werden will, festgelegt,
  • c)  mit Prüfungen in das dritte Jahr einer anderen Oberschule; diese Prüfungen werden vom Klassenrat der Schule, in die man aufgenommen werden will, festgelegt.

Dieses Dekret wird im Amtsblatt der Region Trentino-Südtirol veröffentlicht. Jeder, dem es obliegt, ist verpflichtet, es zu befolgen und für seine Befolgung zu sorgen.

LANDESBERUFSSCHULE -
BIENNIUM FÜR HOTELLERIE UND GASTRONOMIE

Stundentafel

Unterrichtsfächer      Wochenstunden    Art der Prüfung

             1. Kl.   2. Kl.

KERNFÄCHER
Religion           1    1      M.

Deutsch         4    4       S. M.

Italienisch         4    4       S. M.

Englisch         3    3       S. M.

Geschichte         2    2       M.

Wirtschafts- und Sozialkunde     2    2       M.

Mathematik - Informatik       3    3       S. M.

Geografie - Umweltkunde     2    2       M.

Leibeserziehung         2    2       P.

FACHSPEZIFISCHE FÄCHER
Französisch         3    3       M.

Ernährungslehre        2   2      M.

Küchenführung          6    6       P.

Restaurantführung       4    4       P.

Empfangsdienst/Textverarbeitung     2    2       P.

INSGESAMT        40   40

LEHRPLAN FÜR ERNÄHRUNGSLEHRE

Bildungsauftrag des Faches

  • A)  Ernährung ist eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung des körperlichen und geistigen Lebens des Menschen und für die Erhaltung seiner Gesundheit.
    Jeder Mensch ist für seine eigene gesunde Ernährung verantwortlich; er übernimmt dadurch seinen Teil der sozialen Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft, in der er lebt. Ernährungslehre ist also ein Teilaspekt der Gesundheitserziehung.
  • B)  Der Unterricht im Fach Ernährungslehre hat den Auftrag zu zeigen, wie die Menschen in die Kreisläufe der Pflanzen- und Tierwelt eingreifen, um die menschlichen Bedürfnisse nach Ernährung zu befriedigen, und wie sie dadurch das eigene und das Leben auch größerer Gemeinschaften mitgestalten.
  • C)  Der Unterricht im Fach Ernährungslehre zeigt, daß die Ernährung ebenso wie andere Aspekte des Lebens den Veränderungen unserer natürlichen und kulturellen Umwelt unterworfen ist; er trägt dazu bei, daß der junge Mensch auf die eigenen Ernährungsgewohnheiten aufmerksam wird und sie als Teil der Lebensformen der Gemeinschaft wahrnimmt, in der er lebt; er macht verständlich, daß diese durch das jeweilige Klima, die Kulturgeschichte, die Religion und die Zivilisation entstanden sind.
  • D)  Der Unterricht im Fach Ernährungslehre weckt zugleich damit das Verständnis für die Lebensbedingungen und Lebensformen anderer Völker.

Ziele

Der Schüler soll:

im Bereich Gesundheitserziehung

  • 1)  durch das Wissen um ernährungsbedingte Krankheiten die Bedeutung einer gesunden Ernährung erkennen und daraus Schlüsse für entsprechende Diäten ziehen,
  • 2)  die lebensmittelrechtlichen Bestimmungen kennen und respektieren lernen,

im Bereich Nahrungsmittelkunde

  • 3)  Nahrungsmittel nach ihrern Inhaltsstoffen und nach ihrer ernährungspsychologischen Bedeutung für den menschlichen Körper unterscheiden,
  • 4)  Arten von pflanzlichen und tierischen Nahrungsmitteln nach der Form der Gewinnung, der Qualität, der Lagerung, der Bearbeitung und Verarbeitung kennen,

im Bereich Körperlehre

  • 5)  den Aufbau, die Funktion und die Erhaltung des menschlichen Körpers in seiner Abhängigkeit von der Ernährung in Grundzügen erfassen und beschreiben.

Inhalte und Arbeitsweisen

Zu Ziel 1 

  • -  was, wie, wann essen wir,
  • -  Unterschiede in der Ernährung: zwischen Industrieländern und Ländern der Dritten und Vierten Welt,
  • -  Ernährungsbedingte Gesundheitsstörungen: Übergewicht, Karies, Störungen im Verdauungstrakt und Stoffwechselstörungen, Zivilisationskrankheiten,
  • -  Maßeinheiten für die Nährwertberechnung, die Begriffe: Kalorien, Joule,

In Gesprächen können die Eßgewohnheiten der Schüler geortet und bewußt gemacht, kann Essen und Trinken in Südtirol insgesamt thematisiert werden; davon ausgehend wird der Zusammenhang von Lebensweise, Ernährung und Gesundheit offenkundig. Geeignetes dokumentarisches Material (Berichte, Reportagen etc. aus verschiedenen Medien) veranschaulichen die Unterschiede, welche sich in der Ernährung der Menschen in den Industrieländern und in den Ländern der Dritten und Vierten Welt zeigen. In Einzel- oder in Gruppenberichten werden die Ergebnisse mündlich u/o schriftlich festgehalten.

Die verschiedenen Ursachen für Gesundheitsstörungen und Zivilisationskrankheiten können leicht auch aus Erfahrungen der Schüler selbst und aus dem Alltag außerhalb der Schule einsichtig gemacht werden. Zur Nährwertberechnung eignen sich besonders die Möglichkeiten der EDV.

Zu Ziel 2

  • -  lebensmittelrechtliche Bestimmungen: Verantwortungen der Produzenten, Händler und Konsumenten,
  • -  persönliche und öffentliche Hygiene.

Das Ziel des Lebensmittelgesetzes ist "Schutz vor Täuschung". An alltäglichen Produkten werden Zusatzstoffe bzw. Zusatzverbote (Süß-, Konservierungs- und Farbstoffe sowie Hygienevorschriften) und die Kennzeichnungspflicht (Hersteller, Inhalt, Menge/Gewicht, Zutatenliste und Haltbarkeitsdatum) festgestellt und einsichtig.

Dazu eignen sich auch:

  • -  Lesen, Besprechen und Auswerten von aktuellen Berichten aus verschiedenen Medien,
  • -  Lesen und Auswerten von Hygienevorschriften, welche deren Sinn für das private und berufliche Leben deutlich machen,
  • -  mikroskopische Beobachtungen im Labor und Anlegen von Nährböden zur Feststellung von Krankheitserregern, deren Wirkung und Vermehrung.

Zu Ziel 3

  • -  die Begriffe: Atom, Element, Molekül,
  • -  Bildung der Nährstoffe in der Pflanze,
  • -  die Grundnährstoffe: Kohlenhydrate (KH), Fett, Eiweiß -, Vitamin- und Mineralstoffe, deren Aufgabe,
  • -  die Kohlenhydrate: Einteilung, verschiedenartige Vorkommen, Aufgaben im Körper,
  • -  das Fett: Aufbau, Zusammensetzung, Aufgaben im Körper,
  • -  das Eiweiß: Aufbau, Einteilung, Zusammensetzung, Aufgaben im Körper, biologische Wertigkeit,
  • -  Vitamine, Mineralstoffe: Einteilung, Vorkommen, Aufgaben im Körper, Mangelerscheinungen,
  • -  das Wasser,
  • -  die Ballaststoffe.

Dieser Zielbereich des Faches hat vorwiegend mit der Vermittlung von Wissen durch den Lehrer und mit der Aneignung von Kenntnissen durch den Schüler zu tun.

Dies kann vorwiegend geschehen durch:
Lehrervorträge über die verschiedenen fachwissenschaftlichen Begriffe, so etwa über die verschiedenartigen Vorkommen von KH in Nahrungsmitteln, über die Aufgaben der einzelnen KH als Brennstoff, über die Gefahren ihrer überreichlichen Zufuhr für den menschlichen Körper, über den Aufbau und die unterschiedliche Beschaffenheit von Fetten, über Aufbau und Zusammensetzung der Eiweißstoffe, über den Begriff "essentielle Aminosäuren", über den Begriff Vitamine u.a..

Damit Schüler sich das notwendige Grundwissen aneignen können, ist eine vernünftige und ausgewogene Verwendung von Bildmaterialien, von Graphiken und von methodisch-didaktisch aufbereiteten Lehrfilmen erforderlich. Für die Aneignung dieses Wissens muß dem Schüler genügend Zeit gegeben werden.

Wo immer möglich, erscheint es für diesen Zielbereich des Faches notwendig, Probeuntersuchungen und Tests im Labor durchzuführen. Die vom Lehrer begleitete Erarbeitung des Wissens anhand von Texten aus einschlägigen Fachbüchern unterstützt dessen Aneignung.

Zu Ziel 4

  • -  Pflanzliche und tierische Nahrungsmittel: Gewinnung, Qualität, Lagerung und Verarbeitung von Lebensmitteln,
  • -  Konservierung, Intoxikation.

Es empfiehlt sich u.a.:

  • -  pflanzliche Nahrungsmittel wie Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Getreide, Pilze im Labor zu untersuchen, nach ihren Arten zu unterscheiden, deren ernährungsphysiologische Bedeutung und deren Wirkung auf den Körper festzustellen,
  • -  bei Fachhandelsbesuchen Qualitätsmerkmale festzustellen, darüber Berichte zu verfassen und Versuche an Warenproben im Labor einzeln und in der Gruppe durchzuführen,
  • -  die Vollwertigkeit dieser Nahrungsmittel durch Nachweise ihrer Lebendigkeit wie z. B. durch Keimversuche und Zellenbeobachtung aufzuzeigen.

Unter Verwendung verschiedener Text- und Bildmaterialien vermittelt der Lehrer Informationen über die Artenvielfalt dieser Nahrungsquelle allgemein und über deren Selektion, welche durch Klima, Religion und Zivilisation im besonderen bedingt ist. Die Schüler sammeln, ordnen und bilden Kategorien. Die Zusammenarbeit besonders mit dem Fachbereich Naturkunde/ Erdkunde biete sich an.

Fachübergreifend mit dem Fach Küchenführung können die Wertigkeit der tierischen Produkte für die Ernährung und mögliche Schädigungen für den menschlichen Körper aufgezeigt und begründet werden. Als Arbeitsweisen eignen sich hierfür besonders:

  • -  praktische Übungen in Küche und Fleischerei,
  • -  Kennenlernen verschiedener Herstellungs-, Be- und Verarbeitungsverfahren in den entsprechenden Betrieben,
  • -  Anregungen zur selbständigen Information zum Thema aus Tagesmedien, durch Fachfilme bzw. Sachliteratur.

Zu Ziel 5

  • -  der menschliche Körper: Aufbau, Verdauung, Stoffwechsel,
  • -  Ernährungsformen, Trends.

Der Lehrer stellt die Anatomie des menschlichen Körpers mit dem Schwerpunkt Verdauung und Stoffwechsel dar. Als Lehrerhilfen eignen sich besonders Schautafeln, Modelle, tierische Verdauungsorgane, eventuell auch Merk- und Arbeitsblätter. Die Schüler sammeln die fachsprachlichen Ausdrücke und fertigen mit deren Verwendung kurze schriftliche Beschreibungen des Verdauungsvorganges an.

In gemeinsamen Gesprächen versuchen Lehrer und Schüler die verschiedenen Ernährungsformen und Trends der Gegenwart wahrzunehmen und in schriftlicher oder mündlicher Form nach den Hintergründen dafür zu fragen. Dies ermöglicht auch einen Einblick über das Zusammenwirken der Ernährungsform mit dem physischen Wohlbefinden der Menschen.

Besonders dieser Zielbereich bietet häufig Anlässe und Möglichkeiten zur Verbesserung des mündlichen und schriftlichen Sprachgebrauchs der Schüler und zur Einübung der Fachsprache an. Mündlich und schriftlich zu erzählen, Vorgänge darzustellen und zu beschreiben von , über Beobachtungen zu berichten, persönliche Meinungen wiederzugeben, Behauptungen zu treffen und zu begründen u. a. m. verlangt nach der Kooperation mit den Sprachlehrern.

Leistungskontrolle, Bewertung

Die Leistungskontrolle erfolgt in zweifacher Weise: begleitend und summativ.

Die begleitende Leistungsbewertung überprüft Schritt für Schritt den Lernfortschritt des Schülers jeweils nach jeder behandelten Lern- oder Stoffeinheit. Sie ermöglicht es zugleich dem Lehrer, die Wirksamkeit seiner Arbeitsweise mit den Schülern zu begutachten und diese gegebenenfalls neu auf die Bedürfnisse der Schüler auszurichten. Wichtig ist, daß die Art der Leistungskontrolle jeweils der Art entspricht, mit der ein Inhalt mit den Schülern behandelt worden ist.

Grundsätzlich erfolgt die begleitende Leistungskontrolle mündlich und schriftlich.

Die mündliche und schriftliche Kontrolle überprüft den Grad der Aneignung des fachlichen Wissens sowie die fachsprachlichen und fachbezogenen kommunikativen Fähigkeiten, die in den Zielen formuliert sind. Vor allem sind kurze schriftliche Übungen (Berichte, Protokolle, Beschreibungen von Arbeitsabläufen, Anfertigung von Arbeitsplänen, Checklisten, etc.) auch als ein geeignetes Lernwerkzeug zur individuellen Vertiefung und Einwurzelung eines Lerninhaltes zu betrachten. Dies macht die Zusammenarbeit vor allem der Sprachlehrer, aber auch der Lehrer der natur- und humanwissenschaftlichen Fächer mit jenen der fachrichtungsspezifischen notwendig.

Die summative Leistungskontrolle erfolgt am Ende eines jeden Semesters bzw. am Schuljahresende. Sie mißt, indem sie von den inidividuellen Fähigkeiten und von dem bei Schuljahresbeginn mitgebrachten Bildungsstand des Schülers ausgeht und diese mit berücksichtigt, den Grad, bis zu welchem ein Schüler sich im Laufe eines Semesters bzw. Arbeitsjahres den Fähigkeiten, Fertigkeiten und Haltungen genähert hat, welche in den Zielen des Fachlehrplans formuliert sind.

Die summative Leistungskontrolle im Fach Ernährungslehre erfolgt aus den verschiedenen mündlichen und schriftlichen Leistungskontrollen und den Beobachtungen des Lehrers in einer Note.

Didaktische Hinweise

Der Bildungsauftrag und die Ziele des Faches sind für den Lehrer verpflichtend. Die Gewichtung der Inhalte, d.h. die Ausführlichkeit ihrer Behandlung, ist der Verantwortung des einzelnen Lehrers anheimgestellt. Sie wird sich am Vorbildungs- und Bewußtseinsstand und am Interessenfeld der Schüler orientieren und kann von Klasse zu Klasse auch variieren. Dementsprechend stellen die angegebenen Arbeitsweisen ein Angebot zur Auswahl für den Lehrer dar.

Die Schüler der Biennien sind 14-16 jährige Jugendliche. In dieser Altersstufe sind Schüler in der Regel noch eher an ihre eigene sowie an die Erlebniswelt ihrer Familie und des Wohnortes gebunden. Fachsystematische Ordnungen, fachwissenschaftliche Zergliederungen sowie fachspezifischer Sprachgebrauch erscheint ihnen häufig noch fremd. Die Lehrer tragen diesem Umstand Rechnung; dies verlangt, die Lernfähigkeit und den Lernwillen von Schülern auch dadurch zu erhalten, daß im Fachunterricht von der Lebenswelt der Schüler ausgegangen wird, daß in jedem Lerninhalt ihrer noch vom Erlebnis geprägten Erfahrung der gebührende Raum und daß ihrer Lernweise die notwendige Zeit zur Aneignung des Neuen gewährt wird.

Zu beachten ist insbesondere der Pflichtcharakter der Berufsbienniums. Das Ziel dieses Bienniums heißt Berufsorientierung. Die Schüler werden in den von ihnen gewählten Fachbereich so eingeführt, daß sie die Anforderungen eines eventuellen, künftigen Berufs in diesem Bereich erkennen und ihre Fähigkeiten dazu erproben und besser einschätzen lernen. Grundsätzlich muß die Durchlässigkeit, d.h. der Ausstieg aus einem Biennium und der Einstieg in weiterführende andere Studiengänge gewährleistet bleiben. Eine berufliche Spezialisierung, die Ausbildung des Lehrlings erfolgt erst nach dem Biennium.

LEHRPLAN FÜR RESTAURANTFÜHRUNG

Bildungsauftrag des Faches

  • A)  Der Unterricht im Fach Restaurantführung hilft dem jungen Menschen, seine Selbstsicherheit in häufig wechselnden Kommunikations- und Arbeitssituationen zu prüfen, Menschenkenntnis zu erlangen und Einfühlungsvermögen zu entwickeln. Situationen am Arbeitsplatz und im menschlichen Beziehungsfeld zu erfassen, sie zu beurteilen und darauf angemessen zu reagieren, gehört zum Bildungsauftrag des Faches. Durch den Unterricht in diesem Fach kann das Selbstwertgefühl des jungen Menschen gestärkt werden; damit trägt es zu seiner Charakterbildung bei.
  • B)  Gesellschaftliche Umgangsformen und menschliche Verhaltensweisen werden als Erscheinungen eines kulturellen Umfeldes sichtbar. Der Unterricht im Fach Restaurantführung erzieht zur Hygiene im persönlichen und beruflichen Bereich; er vermittelt insgesamt Einsichten in den Sinn von Regeln und Sitten und in deren stetigen Wandel.
  • C)  Der Unterricht im Fach Restaurantführung fördert ein Lernen, das in der Verbindung und in der Wechselwirkung von theoretischem Wissen und praktischem Handeln geschieht; er ermöglicht es dem jungen Menschen, sich dabei kreativ zu entfalten.
  • D)  Er erzieht zur Einsicht in die Notwendigkeit von Arbeitsplanung und - organisation und macht Formen von Teamwork erfahrbar. Das Fach Restaurantführung leistet einen Beitrag zur Berufsorientierung und damit zur Lebensgestaltung des jungen Menschen.

Ziele

Der Schüler soll:

  • 1)  den Tagesablauf in Bar-, Speise- und Beherbergungsbetrieben kennen und einzelne Tätigkeiten eigenverantwortlich planen und durchführen,
  • 2)  fähig werden, mit dem Gast seinem Wissensstand und seinem Alter entsprechend sowie der Situation angemessen zu kommunizieren,
  • 3)  alleine und zusammen mit den Mitarbeitern Arbeitsabläufe kritisch analysieren und persönliche Standpunkte vertreten,
  • 4)  wirtschaftlich und rationell arbeiten lernen, die Grundbausteine der Arbeit im Restaurantsektor sowie die wichtigsten Geräte und Produkte kennenlernen; diese soll er fachsprachlich korrekt bezeichnen und mit ihnen fachkundig umgehen können,
  • 5)  mit Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen vertraut werden und diese beachten; Tischsitten als Teil einer Eßkultur insgesamt und als Regeln für das Zusammensein in der Gemeinschaft wahrnehmen,
  • 6)  einen ersten, konkreten Einblick bekommen in die beruflichen Anforderungen und Entwicklungschancen sowie in die Rechte und Pflichten und in die gesellschaftliche Stellung einer Servierfachkraft.

Inhalte und Arbeitsweisen

Zu Ziel 1

  • -  die verschiedenen Arbeitsräume und deren Funktion,
  • -  Tages- und Wochenarbeitsplan, die Servicebrigade,
  • -  Speisenservice und Getränkeservice.

Arbeitsräume in Restaurationsbetrieben entsprechen einer bestimmten Logistik, erfüllen verschiedene Funktionen. Um diese kennenzulernen, empfehlen sich:

Führungen durch die Lern- und Arbeitsräume der Schule selbst oder eines entsprechenden Betriebes. Schüler erarbeiten in der Folge sowie an Hand von Unterlagen wie Arbeitsblättern, Bildmaterialien aus Fachzeitschriften etc. modellhaft Tages- und Wochenarbeitspläne. Aufgabenbereich und Einstufung der Servicebrigade wird den Schülern durch Lehrervortrag und durch die Praxis in diesen Räumen klargemacht.

Übungen zum Speisen- und Getränkeservice werden ausgehend vom jeweiligen Wissensstand der Schüler im Mittagsservice durchgeführt.

Zu Ziel 2

  • -  Psychologisches Grundwissen im Umgang mit dem Gast.

Schüler üben in Rollenspielen oder auch unter Verwendung von Videos, Wünsche und Bedürfnisse von Gästen und Gästegruppen zu erfragen, auch nichtsprachlich geäußerte zu erkennen, darauf einzugehen, Gäste zu beraten sowie anhand von Speise- und Getränkekarten kurze Verkaufsgespräche, auch Gespräche über den Tellerrand hinaus, zu führen. Neben anderen Zielbereichen des Faches ist es besonders in diesem zielführend, mit dem Deutschlehrer bzw. mit dem Bereich "Sprechen und Verstehen" des Deutschlehrplans für das Biennium eine enge Verbindung zu suchen.

Zu Ziel 3

  • -  Organisation der Arbeitsbereiche und Kontrolle,
  • -  Organisation von Anlässen und Veranstaltungen.

Besichtigungen von Bar-, Restaurant- und Hotelbetrieben, darauf folgende gemeinsame mündliche Analyse geben Einblick in die Notwendigkeit der Organisation von verschiedenen Arbeitsbereichen und in die Nützlichkeit der Kontrolle zur Verbesserung der Dienstleistung; kurze schriftliche Berichte darüber festigen diese Erkenntnisse; der Mittagsservice bietet sich als praktische Einübung dazu an.

Zu Ziel 4

  • -  Die Mise en place: Servier- und Tafelgeräte, die Tischwäsche, die Gedecke, Grundkenntnisse des Servierens,
  • -  alkoholfreie und alkoholische Getränke, die klassische Speisenfolge,
  • -  Bonierungs- und Abrechnungsmethoden,
  • -  fachsprachliche Ausdrücke.

Der Umgang mit Tafel- und Serviergegenständen wird vom Lehrer immer wieder gezeigt und vom Schüler ständig praktisch geübt. Bestandteil dieser praktischen Tätigkeiten ist die gleichzeitige Verwendung fachsprachlicher Bezeichnungen für die verschiedenen Arbeitsabläufe und die verwendeten Geräte und Produkte.

Filmmaterial und Texte aus Fachbüchern unterstützen die Vermittlung von Kenntnissen (etwa über den Alkoholgehalt von Getränken, über Aufschankmaße, Serviertemperaturen, Gläsersorten usw.) und Fertigkeiten.

Verschiedene betriebsinterne Bonierungsmethoden und Abrechnungssysteme werden unter Verwendung von Computerregistrierkassen durchgespielt.

Zu Ziel 5

  • -  Hygienevorschriften,
  • -  Sicherheitsbestimmungen,
  • -  Eßkulktur, Tischsitten.

Es eignen sich Arbeitsweisen wie:

  • -  die geltenden gesetzlichen Hygienebestimmungen lesen, sie im Klassengespräch auf ihren Sinn hinterfragen, in Verbindung mit dem Fach Ernährungslehre ev. auch schriftliche Begründungen dazu verfassen,
  • -  aus Medienberichten über Unfälle Schlüsse ziehen, Erkenntnisse in der Servierpraxis üben,
  • -  in der Gemeinschaft essen oder andere Menschen beim Essen beobachten, über Beobachtungen mit und ohne Hilfe von Stichwortzetteln berichten,
  • -  ungewohnte Situationen bei gesellschaftlichen Anlässen in Rollenspielen simulieren und analysieren,
  • -  zur selbständigen Lektüre von Büchern über dieses Thema anregen.

Zu Ziel 6

  • -  Der Servierberuf: Anforderungen, Entwicklungschancen, Rechte und Pflichten.

Hierzu gehören etwa:

  • -  körperliche und charakterliche Eigenschaften sowie intelektuelle Fähigkeiten für den Beruf einer Servierfachkraft in Gruppengesprächen herausfinden, auf Folien auflisten, anhand dieser einen kurzen Vortrag halten,
  • -  anhand von Umfrageergebnissen und aus in- und ausländischen Medien den Stellenwert der Servierfachkraft ermitteln, soweit möglich und in Kooperation mit den Fremdsprachenlehrern auch fremdsprachliche Texte dabei verwenden, über die arbeitsrechtlichen Bestimmungen in der Gastronomie informieren, dazu mit dem Fachlehrer für Berufs-, Rechts- und Wirtschaftkunde zusammenarbeiten,
  • -  einzelne, das Fach und die Fachkompetenz der Servierfachkraft besonders kennzeichnende Tätigkeiten vorführen (wie etwa Flambieren, Tranchieren, Zubereiten von Mixgetränken usw.) und dadurch Anreize für eine künftige Berufswahl schaffen.

Leistungskontrolle, Bewertung

Die Leistungskontrolle erfolgt in zweifacher Weise: begleitend und summativ.

Die begleitende Leistungsbewertung überprüft Schritt für Schritt den Lernfortschritt des Schülers jeweils nach jeder behandelten Lern- oder Stoffeinheit. Sie ermöglicht es zugleich dem Lehrer, die Wirksamkeit seiner Arbeitsweise mit den Schülern zu begutachten und diese gegebenenfalls neu auf die Bedürfnisse der Schüler auszurichten. Wichtig ist, daß die Art der Leistungskontrolle jeweils der Art entspricht, mit der ein Inhalt mit den Schülern behandelt worden ist.

Grundsätzlich erfolgt die begleitende Leistungskontrolle sowohl praktisch, wie mündlich und schriftlich. Die praktische Kontrolle im Fach Restaurantführung geschieht durch praktische Übungen wie Anwendung von verschiedenen Serviermethoden und -arten, Vor- und Nachbereitungsarbeiten, Servieren von Speisen und Getränken, usw.

Die mündliche und schriftliche Kontrolle überprüft den Grad der Aneignung des fachlichen Wissens sowie die fachsprachlichen und fachbezogenen kommunikativen Fähigkeiten, die in den Zielen formuliert sind. Vor allem sind kurze schriftliche Übungen (Berichte, Protokolle, Beschreibungen von Arbeitsabläufen, Anfertigung von Arbeitsplänen, Checklisten, usw.) auch als ein geeignetes Lernwerkzeug zur individuellen Vertiefung und Einwurzelung eines Lerninhaltes zu betrachten. Dies macht die Zusammenarbeit vor allem der Sprachlehrer, aber auch der Lehrer der natur- und humanwissenschaftlichen Fächer mit jenen der fachrichtungsspezifischen notwendig.

Die summative Leistungskontrolle erfolgt am Ende eines jeden Semesters bzw. am Schuljahresende. Sie mißt, indem sie von den inidividuellen Fähigkeiten und von dem bei Schuljahresbeginn mitgebrachten Bildungsstand des Schülers ausgeht und diese mit berücksichtigt, den Grad, bis zu welchem ein Schüler sich im Laufe eines Semesters bzw. Arbeitsjahres den Fähigkeiten, Fertigkeiten und Haltungen genähert hat, welche in den Zielen des Fachlehrplans formuliert sind.

Die summative Leistungskontrolle im Fach Restaurantführung erfolgt praktisch.

Didaktische Hinweise

Der Bildungsauftrag und die Ziele des Faches sind für den Lehrer verpflichtend. Die Gewichtung der Inhalte, d.h. die Ausführlichkeit ihrer Behandlung, ist der Verantwortung des einzelnen Lehrers anheimgestellt. Sie wird sich am Vorbildungs- und Bewußtseinsstand und am Interessenfeld der Schüler orientieren und kann von Klasse zu Klasse auch variieren. Dementsprechend stellen die angegebenen Arbeitsweisen ein Angebot zur Auswahl für den Lehrer dar.

Die Schüler der Biennien sind 14-16 jährige Jugendliche. In dieser Altersstufe sind Schüler in der Regel noch eher an ihre eigene sowie an die Erlebniswelt ihrer Familie und des Wohnortes gebunden. Fachsystematische Ordnungen, fachwissenschaftliche Zergliederungen sowie fachspezifischer Sprachgebrauch erscheint ihnen häufig noch fremd. Die Lehrer tragen diesem Umstand Rechnung; dies verlangt, die Lernfähigkeit und den Lernwillen von Schülern auch dadurch zu erhalten, daß im Fachunterricht von der Lebenswelt der Schüler ausgegangen wird, daß in jedem Lerninhalt ihrer noch vom Erlebnis geprägten Erfahrung der gebührende Raum und daß ihrer Lernweise die notwendige Zeit zur Aneignung des Neuen gewährt wird.

Zu beachten ist insbesondere der Pflichtcharakter der Berufsbienniums. Das Ziel dieses Bienniums heißt Berufsorientierung. Die Schüler werden in den von ihnen gewählten Fachbereich so eingeführt, daß sie die Anforderungen eines eventuellen, künftigen Berufs in diesem Bereich erkennen und ihre Fähigkeiten dazu erproben und besser einschätzen lernen. Grundsätzlich muß die Durchlässigkeit, d.h. der Ausstieg aus einem Biennium und der Einstieg in weiterführende andere Studiengänge gewährleistet bleiben. Eine berufliche Spezialisierung, die Ausbildung des Lehrlings erfolgt erst nach dem Biennium.

LEHRPLAN FÜR KÜCHENFÜHRUNG

Bildungsauftrag des Faches

  • A)  Praktisches Handeln, kreativ-gestaltender Umgang mit dem Rohstoff Lebensmittel stellt eine wichtige Lernform dar. Das Fach Küchenführung verknüpft unmittelbare Erfahrungen mit theoretischem Wissen. Wer die eigene Art zu lernen erkennt, erwirbt die Fähigkeit, auch nach der Schule, im Beruf, mit immer wieder neuen Lernanforderungen zurechtzukommen.
  • B)  Im Fach Küchenführung erfährt der junge Mensch, daß Wahrnehmen und Urteilen ein Prozeß ist, welcher das Wissen, das Denken und die Sinne ständig miteinander verknüpft. Dadurch stärkt es die Wahrnehmungs- und Urteilsfähigkeit des jungen Menschen.
  • C)  Das Fach Küchenführung vermittelt die Fähigkeit, Arbeitsprozesse und Produktionsabläufe den verschiedenen Erfordernissen entsprechend zu planen und mit anderen Menschen zielgerichtet zusammenzuarbeiten. Küchenführung entwickelt die Fähigkeit zum ständigen Blickpunktwechsel zwischen dem Produzenten und dem Konsumenten; dadurch erzieht es zur Flexibilität und fördert die Anpassungsfähigkeit.
  • D)  Das Fach Küchenführung vermittelt Kenntnisse im Umgang mit Maschinen und Geräten, es gibt Einblick in den Sinn von Sicherheits- und Hygienebestimmungen und ermöglicht die Erfahrung, daß der technologische Wandel Formen und Rhythmen der Arbeit ständig verändert.
  • E)  Das Fach Küchenführung leistet einen Beitrag zur Berufsorientierung; es hilft dem jungen Menschen, sein Leben zu planen und zu gestalten.

Ziele

Der Schüler soll:
im Bereich Fachkunde

  • 1)  im Sinne einer Berufsethik fähig werden, in der Gemeinschaft zusammenzuarbeiten, sich tolerant zu verhalten, Rechte und Pflichten des Berufs zu erkennen und anzuerkennen,
  • 2)  durch mikrobiologisches Grundlagenwissen die Notwendigkeit der Berufshygiene erkennen und sich folgerichtig zu verhalten,
  • 3)  über ein Grundlagenwissen zur Unfallverhütung verfügen und einige Techniken der Ersten Hilfe beherrschen.

im Bereich Küchenbetriebskunde

  • 4)  die Küchenbrigade, deren Rangstufen und Funktionen dem entsprechenden Aufgabenbereich richtig zuordnen,
  • 5)  das "Mise en place" begreifen, erklären und anwenden,
  • 6)  Kochgeräte, Maschinen, Geschirr- und Werkzeuge fachsprachlich korrekt bezeichnen und deren besondere Merkmale und Anwendungsformen unterscheiden.

im Bereich Menükunde

  • 7)  wichtige Momente der Geschichte der Kochkunst kennen und Gründe für die jeweiligen Veränderungen und Entwicklungsschritte angeben,
  • 8)  Speisenfolgen zu verschiedenen Anlässen fachlich richtig zusammenstellen.

im Bereich Küchenkalkulation

  • 9)  durch angewandte Küchenkalkulation die wirtschaftliche Tragbarkeit der Gerichte für den Betrieb ermitteln,

im Bereich Kochkunde

  • 10)  die Grundzubereitungsarten der Nahrungsmittel und Kochtechniken beherrschen,
    •   Grundgerichte nach der klassischen Speisenfolge einteilen, zubereiten, präsentieren und bewerten,
  • 11)  wichtige Lagerungsgrundsätze und Konservierungsverfahren kennen und anwenden.

Inhalte und Arbeitsweisen

Zum Zielbereich Fachkunde

  • -  Von der Natur und mit der Natur leben, umweltbewußtes Arbeiten,
  • -  alleine oder zusammen mit anderen Menschen arbeiten, Anforderungen an den Kochberuf, Rechte und Pflichten eines Koches, einer Köchin,
  • -  lebensmittelrechtliche Bestimmungen, persönliche und Berufshygiene,
  • -  sicherheitsrechtliche Bestimmungen,
  • -  Unfallursachen, Verhalten bei Unfällen.

Für das Erreichen der Ziele in diesem Bereich ist das vorbildiche Verhalten des Lehrers ausschlaggebend. Rollenspiele können dazu dienen, die verschiedenen, in den Inhalten angesprochenen Problematiken begreiflich zu machen. Die Kenntnis lebensmittel-, sicherheits- und arbeitsrechtlicher Bestimmungen wird sowohl mit Hilfe von Texten, vor allem aber durch die vom Lehrer begleitete Küchenpraxis und durch Simulation (etwa von Brandfällen, Gasaustritten usw.) vermittelt und einsichtig gemacht. Die praktische Kooperation mit den Lehrern der Fächer Ernährungslehre und Restaurantführung ist hier unerläßlich. Inhaltlich ergibt sich diese auch mit den Sprachlehrern bzw. mit den Lehrern für Berufs-, Wirtschafts- und Sozialkunde und für Naturkunde.

Zum Zielbereich Küchenbetriebskunde

  • -  Aufgaben- und Kompetenzbereiche der einzelnen Mitarbeiter und deren Koordinierung für einen reibungslosen Arbeitsablauf,
  • -  die Bedeutung der Mise en place und deren Arten,
  • -  Räumlichkeiten, Maschinen, Kochgeräte, Küchenzubehör, Kochgeschirr, Gastro Norm, deren fachsprachliche Bezeichnung, Funktion und praktische Verwendung.
  •   Geeignet erscheint:
  • -  Arbeitspläne zu erstellen und die Postenverteilung an die Schüler ständig zu wechseln, um die Sinnhaftigkeit der Küchenbrigade praktisch zu demonstrieren,
  • -  in Fachbüchern nach dem jeweils notwendigen Wissen nachzuschlagen, dadurch das Nachschlagen selbst geläufig zu machen,
  • -  Poster und Collagen anzufertigen sowie Messen zu besuchen.

Zum Zielbereich Menükunde

  • -  Geschichte der Eßkultur innerhalb der Epochen der abendländischen Kultur,
  • -  Persönlichkeiten, technische und agrartechnische Entwicklung, Entwicklung des Geschmacks,
  • -  Menüpläne und Speisenfolgen zu verschiedenen Anlässen nach der französichen Klassik, Rezepturen und Schreibweise,
  • -  Ernährungsgruppen nach Alter und Beruf etwa und unterschiedliche Ernährungsformen wie Vollwertkost usw.
  •   Es kann zweckmäßg sein,
  • -  die Schüler in ihren eigenen Familien nach den Gerichten und Eßgewohnheiten ihrer Großväter forschen zu lassen, damit sie dadurch die Unterschiede zu denen der heutigen Familien nicht als rein zufällige wahrnehmen,
  • -  die geschichtlichen Vorkenntnisse der Schüler zu aktivieren,
  • -  alte und neue Kochbücher, Menüs, Kochtechniken einander gegenüberzustellen,
  • -  in Lehrervorträgen, mit Hilfe von Texten und Lehrfilmen über bedeutende Persönlichkeiten und richtungsbestimmende Ereignisse der Kochgeschichte zu informieren und zu selbständigem Lesen darüber anzuregen,
  • -  Persönlichkeiten der heutigen Gastronomie einzuladen oder zu besuchen,
  • -  Menü- und Speisenpläne nach verschiedenen Gesichtspunkten zu erstellen und verschiedene Küchenrichtungen miteinander zu vergleichen.

Zum Zielbereich Küchenkalkulation

  • -  Versorgung: Einkaufsüberwachung, Überprüfung der Anlieferung,
  • -  Verbrauch: Überprüfung der Lagerhaltung und des Verbrauchs,
  • -  Wareneinsatzberechnung, Putz-Kochverluste,
  • -  Entsorgung.

Als ein Zielbereich, in welchem sich alle anderen Bereiche der Küchenführung schneiden, ergeben sich hier Möglichkeiten zum Projektunterricht: Unter Verwendung fachspezifischer EDV-Software lassen sich ökonomische und organisatorische Überlegungen, fachliches Wissen und das praktische Einüben in fachspezifische Fertigkeiten miteinander integrieren. Voraussetzung für das Gelingen ist eine klare Zielbestimmung des Projekts und ein nicht allzu weiter zeitlicher Rahmen, innerhalb dessen dieses zum Abschluß kommt.

Zum Zielbereich Kochkunde

  • -  Grundzubereitungen: Garmethoden wie Braten, Sieden, Rösten, Schmoren, Blanchieren usw. für die Zubereitung von Grundgerichten nach der klassischen Speisenfolge,
  • -  Artgerechte Lagerung der verschiedenen Lebensmittel,
  • -  chemische und physikalische Konservierungsmethoden, bedenkliche Mittel (wie etwa Nitrite) und Methoden (wie etwa radioaktive Bestrahlung), Haltbarkeitshinweise.

Arbeitsvorgänge und Übungen können fächerübergreifend mit Ernährungslehre und Restaurantführung schriftlich geplant und ausgewertet werden.

Der Demonstration durch den Lehrer folgt das selbständige Nachkochen der Schüler in Gruppen.

Schüler erstellen und interpretieren einzeln und in Gruppen, mündlich oder schriftlich, Rezepte und wenden sie an; sie besuchen Gastronomiebetriebe, artverwandte Schulen und Ausstellungen im Zusammenhang mit Wettbewerben.

Schüler festigen ihr mikrobiologisches Grundlagenwissen aus dem Fach Ernährungslehre durch Laborversuche und durch praktische Anwendung in der Küche. Sie bewerten Waren, lesen Warenetiketten, erläutern sie und ziehen Schlüsse daraus.

Leistungskontrolle, Bewertung

Die Leistungskontrolle erfolgt in zweifacher Weise: begleitend und summativ.

Die begleitende Leistungsbewertung überprüft Schritt für Schritt den Lernfortschritt des Schülers jeweils nach jeder behandelten Lern- oder Stoffeinheit. Sie ermöglicht es zugleich dem Lehrer, die Wirksamkeit seiner Arbeitsweise mit den Schülern zu begutachten und diese gegebenenfalls neu auf die Bedürfnisse der Schüler auszurichten. Wichtig ist, daß die Art der Leistungskontrolle jeweils der Art entspricht, mit der ein Inhalt mit den Schülern behandelt worden ist.

Grundsätzlich erfolgt die begleitende Leistungskontrolle sowohl praktisch, wie mündlich und schriftlich.

Die praktische Kontrolle im Fach Küchenführung bewertet das fachlich korrekte Arbeiten, das Einhalten und Anwenden der hygienischen und Sicherheitsbestimmungen sowie einzelne Fähigkeiten und Fertigkeiten wie: Garen, Präsentieren, Verkosten und Bewerten von Gerichten und Arbeitstechniken wie: Rüsten, Schneiden, Anrichten u. ä.

Die mündliche und schriftliche Kontrolle überprüft den Grad der Aneignung des fachlichen Wissens sowie die fachsprachlichen und fachbezogenen kommunikativen Fähigkeiten, die in den Zielen formuliert sind. Vor allem sind kurze schriftliche Übungen (Berichte, Protokolle, Beschreibungen von Arbeitsabläufen, Anfertigung von Arbeitsplänen, Checklisten, etc.) auch als ein geeignetes Lernwerkzeug zur individuellen Vertiefung und Einwurzelung eines Lerninhaltes zu betrachten. Dies macht die Zusammenarbeit vor allem der Sprachlehrer, aber auch der Lehrer den natur- und humanwissenschaftlichen Fächern mit jenen der fachrichtungsspezifischen notwendig.

Die summative Leistungskontrolle erfolgt am Ende eines jeden Semesters bzw. am Schuljahresende. Sie mißt, indem sie von den inidividuellen Fähigkeiten und von dem bei Schuljahresbeginn mitgebrachten Bildungsstand des Schülers ausgeht und diese mit berücksichtigt, den Grad, bis zu welchem ein Schüler sich im Laufe eines Semesters bzw. Arbeitsjahres den Fähigkeiten, Fertigkeiten und Haltungen genähert hat, welche in den Zielen des Fachlehrplans formuliert sind.

Die summative Leistungskontrolle im Fach Küchenführung bewertet die verschiedenen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Haltungen schriftlich, mündlich und praktisch in einer Note.

Didaktische Hinweise

Der Bildungsauftrag und die Ziele des Faches sind für den Lehrer verpflichtend. Die Gewichtung der Inhalte, d.h. die Ausführlichkeit ihrer Behandlung, ist der Verantwortung des einzelnen Lehrers anheimgestellt. Sie wird sich am Vorbildungs- und Bewußtseinsstand und am Interessenfeld der Schüler orientieren und kann von Klasse zu Klasse auch variieren. Dementsprechend stellen die angegebenen Arbeitsweisen ein Angebot zur Auswahl für den Lehrer dar.

Die Schüler der Biennien sind 14-16 jährige Jugendliche. In dieser Altersstufe sind Schüler in der Regel noch eher an ihre eigene sowie an die Erlebniswelt ihrer Familie und des Wohnortes gebunden. Fachsystematische Ordnungen, fachwissenschaftliche Zergliederungen sowie fachspezifischer Sprachgebrauch erscheint ihnen häufig noch fremd. Die Lehrer tragen diesem Umstand Rechnung; dies verlangt, die Lernfähigkeit und den Lernwillen von Schülern auch dadurch zu erhalten, daß im Fachunterricht von der Lebenswelt der Schüler ausgegangen wird, daß in jedem Lerninhalt ihrer noch vom Erlebnis geprägten Erfahrung der gebührende Raum und daß ihrer Lernweise die notwendige Zeit zur Aneignung des Neuen gewährt wird.

Zu beachten ist insbesondere der Pflichtcharakter der Berufsbienniums. Das Ziel dieses Bienniums heißt Berufsorientierung. Die Schüler werden in den von ihnen gewählten Fachbereich so eingeführt, daß sie die Anforderungen eines eventuellen, künftigen Berufs in diesem Bereich erkennen und ihre Fähigkeiten dazu erproben und besser einschätzen lernen. Grundsätzlich muß die Durchlässigkeit, d.h. der Ausstieg aus einem Biennium und der Einstieg in weiterführende andere Studiengänge gewährleistet bleiben. Eine berufliche Spezialisierung, die Ausbildung des Lehrlings erfolgt erst nach dem Biennium.

LEHRPLAN FÜR EMPFANGSDIENST

Allgemeine Bildungsziele

Vertrautheit des Schülers mit den praktischen Tätigkeiten im empfangs- und verwaltungstechnischen Bereich eines Klein- und Mittelbetriebes. Vermittlung des Bildes (Images) eines Hotelangestellten, der ständig im Kontakt zum Gast steht, d. h. Verhaltensschulung und Persönlichkeitsbildung.

Planung und Durchführung von Animationsveranstaltungen, Gästepsychologie: Urlaubsverhalten, Wünsche, Erwartungen, Motivation.

Die verschiedenen Möglichkeiten der Gästebuchhaltung werden dem Schüler aufgezeigt. Durch die Einzelarbeit am Computer mit Hilfe einer Datenbank (FA) soll der Schüler an selbständiges Arbeiten und Lösen von Problemen gewöhnt werden. Anschließend soll der Schüler seine bereits erworbenen Kenntnisse über Gästebuchhaltung und Verwaltung von Gästedaten, mit Hilfe von Branchenprogrammen, vertiefen.

Erstes Jahr:

LEHRSTOFF         LERNINHALT

Der Gastbetrieb        Die verschiedenen Hoteltypen,

          die Einteilung der Betriebe nach ihrer Größe
          und Leistung,

          das Organigramm,

          das Hotel als Produktions- und
          Dienstleistungsbetrieb,

          Angebote im Hotel- und Gastgewerbe,

          das internationale Reglement der Hotellerie;

der erste äußere und innere
Eindruck eines Hotels       die Außenfront,

          die An- und Abfahrt des Gastes,

          die Hotelhalle,

was ist Empfangslehre?      Bedeutung, Umgangsformen und äußeres
          Erscheinungsbild,

          Erfolg oder Mißerfolg ist das Resultat der
          Einstellung zum Tun,

die Portierloge         Aufgaben und Eigenschaften des Portiers,

          seine Gehilfen und deren Aufgabenbereiche,

          die alphabetische Gästetafel;

die Etage         die Arbeiten des Zimmermädchens,

          die Couverture: Vorbereitung des Hotelzimmers am Abend,

          Aufgaben und Anforderungen an die
          Hausdame,

          die Kontrolle der Zimmerreinigung,

          Zusammenarbeit und Informationsfluß der
          Hausdamenabteilung;

das Frontbüro        die Informationszentrale des Betriebes und
          ihre Abteilungen;

          der Empfang: die Visitenkarte des Hauses,

          Aufgaben und Fähigkeiten des
          Empfangschefs,

          Auskünfte geben können und Zeitpläne
          lesen lernen;

die Begrüßung des Gastes    psychologisch wichtige Momente;

die An- und Abmeldebestimmungen
in Italien
Arbeiten mit verschiedenen
Kontrollisten        Ankunftsliste, Besetzt-Zimmerliste,
          Preisliste usw.,

Rollenspiele         Musterbeispiel einer Gästeankunft im Klein-
          und Mittelbetrieb,

          der Gästeempfang im Großhotel,

das Telefon        Arbeitsplatz und Hilfsmittel,

          die Rolle als Sprecher und die Rolle als
          Zuhörer,

          das Telefonalphabet in deutscher und
          italienischer Sprache,

          Vermittlung von Gesprächen und
          Entgegennahme von Nachrichten;

TEXTVERARBEITUNG
Erarbeitung des Tastenfeldes
nach DIN 2137         Kennenlernen der Schreibmaschine bzw.
          des PC,

          richtige Körperhaltung,

Erarbeitung des Buchstabenfeldes   die Buchstaben der Grundstellung,

          die obere Tastenreihe,

          die untere Tastenreihe;

Erarbeitung von Zahlen und Zeichen
Besondere Schreibweisen
Zweites Jahr:

LEHRSTOFF         LERNINHALT

Wiederholung des Lernstoffes
der 1. Klasse
der Empfang: das Nervenzentrum
des Hotels         die Gastformalitäten im Klein- und
          Mittelbetrieb sowie
          im Großhotel,

          das Stärken- Schwächenprofil des
          Gästeempfanges,

          wie verhalten Sie sich bei einer
          unerwarteten Gästeankunft,

          unauffindbare Reservierung - was tun?

          der Zimmerbelegungsplan,

          Durchführung eines Zimmerwechsels und
          einer Preisänderung,

          vorübergehend stillgelegte Zimmer;

das Telefon         Checkliste für richtiges Verhalten am
          Telefon und bei Reklamationen,

          das internationale Telefonalphabet,

die aktive Gästebetreuung     die Bedürfnispyramide nach Maslow,

          äußere und innere Hotelwerbung bzw.
          Informationsmöglichkeiten für den Gast,

          die Hauptbereiche der Animation und die
          Animationsformen,

          Veranstaltungen planen und Nebenbetriebe
          verkaufen können,

          die Spezialisierungshotellerie,

          das Kind als Zukunftsgast;

die Reservierungsabteilung     die Aufgaben des Reservierungsbüros,

          die Gästekarteikarte,

          das Reservierungsformular,

          Eintragungen im Zimmerplan,

          Zusammenarbeit zwischen Hotel und
          Reisebüro,

          Vorbereitung und Durchführung einer
          Gruppenreservierung und Gruppenankunft,

die Hotelkasse         bargeldloser Zahlungsverkehr,

          der Geldwechsel,

          umrechnen mit verschiedenen Währungen,

          Erstellung einer Gästerechnung,

          die Abreise und Verabschiedung des
          Gastes, anfallende Arbeiten nach dem
          Check-out;

praktische Übungen - Rollenspiele   am Empfang,

          in der Telefonzentrale,

          in der Reservierungsabteilung,

          beim Kassadienst;

Außergewöhnliche Vorfälle
und Sicherheitsvorkehrungen
im Hotel         Zechpreller,

          Diebstahl,

          Feueralarm,

          Todesfall;

TEXTVERARBEITUNG

Fließtexte        einfache Texte,

          Texte mit Zahlen und Zeichen,

          10-Minuten-Abschriften;

Textgestaltung        der Hotelbrief,

          die Adresse,

          die Gliederung der Texte,

          die Schlußformel,

          die Anlagen,

der Geschäftsbrief      die Bezugszeichenzeile,

          Geschäftsbrief mit vorgedrucktem
          Briefpapier,

          Geschäftsbrief ohne vorgedrucktes
          Briefpapier;

Didaktische Grundsätze

Im Rahmen des Unterrichtes werden Gruppenarbeiten eingeplant, um neben den fachlichen Zielen unter anderem allgemeine Zielsetzungen wie z. B. Argumentieren, Formulieren, Kooperieren zu fördern. Auch schüchterne Schüler werden, bedingt durch den Gruppenschutz, aktiviert.

Weiters werden innerhalb der Stunden Diskussionen stattfinden, um das Äußern der eigenen Meinung anzustreben und Vorkenntnisse zu aktivieren.

Querverbindungen mit den anderen Sparten des Hotels werden aufgebaut, um den fächerübergreifenden Aspekt der Ausbildung zu fördern.

LEHRPLAN FÜR FREMDSPRACHE 2 ( FRANZÖSISCH )

Allgemeine Bildungsziele

Vermittlung von Themen und Situationen aus dem privaten und beruflichen Alltag des Schülers und deren Anwendung im schriftlichen und mündlichen Bereich. Selbständige Anwendung und Weiterentwicklung von erworbenen Fertigkeiten und Kenntnissen, vor allem des Schriftverkehrs der Hotel- und Fremdenverkehrsbetriebe und von Sprechsituationen im Hotelbereich.

Erziehung zum Zuhören, zum Gespräch, zur Zusammenarbeit, zu persönlicher und beruflicher Verantwortung, zur Achtung von Menschen anderer Sprachgemeinschaften und deren Lebensweise.

Erstes Jahr: 3 Wochenstunden

LEHRSTOFF         LERNINHALT

Einführung in die französische
Sprache          Begrüßen und Vorstellen,

Näheres Kennenlernen       Einholen und Erteilen persönlicher
          Informationen,

          einfache Sprechsituationen im Café,

Hobbys und Interessen       Einladung zu Veranstaltungen,

Lebensmitteleinkauf       Waren-, Preis- und Mengenvergleiche;

Auskünfte über Sehenswürdigkeiten
und öffentliche Einrichtungen

Wegbeschreibung

die Familie

Arbeit und Alltag       Wochentage und Uhrzeiten;

zu Gast bei Freunden       Anbieten und Empfehlen von Speisen und
          Getränken;

zu Gast in Südtirol       Sehenswürdigkeiten und
          Besichtigungsrundfahrten;

Fachausdrücke aus Küche und
Service I

die französische Küche       einige Spezialitäten der französischen
          Küche;

Zweites Jahr: 3 Wochenstunden

LEHRSTOFF         LERNINHALT

Verständnis einfacher Menüs
und Speisekarten       Selbständiges Erstellen einfacher Menü-
          und Speisekarten,

          Dialoggestaltung im Restaurant,
          Empfehlungen usw.;

Getränke

Rezepte einfacher Südtiroler
Spezialitäten

Fachausdrücke aus Küche und
Service II         Erweiterung des gastronomischen
          Wortschatzes;

Zubereitung verschiedener
Spezialitäten der französischen Küche

Kleidung und Mode       Einkauf und Beschreibung von Textilien
          bzgl. Größe, Farbe, Material und Preis,

          Äußerung von Mißfallen und Gefallen,

          Zustimmung und Ablehnung;

Auto und Verkehr       Dialoggestaltung an der Tankstelle,

          Straßenverkehrsinformationen und
          Städteverbindungen;

Fachausdrücke aus Küche
und Service III         Erweiterung des gastronomischen
          Wortschatzes;

Reise und Urlaub      Fahrplanauskünfte,

          Vor- und Nachteile verschiedener
          Verkehrsmittel;

Zimmerreservierung       Hotel- und Zimmerbeschreibungen,

          Verständnis von Prospektmaterial,
          Hotelvergleiche und Empfehlungen;

detaillierte Auskünfte bzgl.
Ausstattung der Zimmer,
Mahlzeiten, Lage und Einrichtungen
von Hotels

Didaktische Grundsätze

Hauptkriterien für die Lehrstoffauswahl sind die Anwendbarkeit auf Situationen des beruflichen und privaten Alltags der Schüler. Die Behandlung der Themen soll die Schüler auf fremdsprachliche Realkontakte vorbereiten, sie interessieren und von konkreten Kommunikationsanlässen ausgehen (Begegnung mit dem französischen Gast, mit der französischen Hotelkorrespondenz). Zur Auflockerung des Unterrichts werden Themen von persönlichem Interesse mit beruflichen Themen variiert. Die kommunikativen Fertigkeiten werden durch die Verwendung des Französischen als Unterrichtssprache sowie durch den Einsatz von authentischen Hörtexten und Filmen gefördert.

Die Verwendung fachspezifischer Originaltexte (Menü-, Speise- und Getränkekarten, Hotel- und Ortsprospekte, Artikel aus Fachzeitschriften) fördert das Leseverstehen und verstärkt den Praxisbezug. Für die Schulung der Sprechfertigkeiten eignen sich besonders Struktur- und Dialogübungen im Sprachlabor, Rollenspiele und Diskussionen in der Klasse.

Grammatik und Wortschatz werden aus kommunikativen Situationen herausgearbeitet. Eine Koordinierung erfolgt mit den Fächern, Empfang, Servieren, Kochkunde, Fremdenverkehrsgeographie, Schriftverkehr, Italienisch (grammatische Vergleiche), Englisch (grammatischer Hinweis).

LANDESBERUFSSCHULE
HANDWERKLICH-TECHNISCHES BIENNIUM

Stundentalfel

Unterrichtsfächer      Wochenstunden    Art der Prüfung

          1. Kl.   2. Kl.

KERNFÄCHER
Religion           1   1       M.

Deutsch         4   4       S. M.

Italienisch         4   4       S. M.

Englisch         3   3       S. M.

Geschichte         2   2       M.

Berufs-, Rechts- und
Wirtschaftskunde       2   2       M.

Mathematik - Informatik       4   4       S. M.

Erdwissenschaften und Biologie     2   2       M.

Leibeserziehung         2   2       P.

FACHSPEZIFISCHE FÄCHER
Metalltechnologie und
Werkstattpraxis         6   6       M.

Holztechnologie und
Werkstattpraxis         6   6       M.

Technisches Zeichnen       2   2       M.

Labor Physik und Chemie     2    2       M.

INSGESAMT        40  40

LEHRPLAN FÜR METALLTECHNOLOGIE UND WERKSTATTPRAXIS

1. Klasse   6 Wochenstunden
2. Klasse    6 Wochenstunden

Bildungsauftrag des Faches

  • A)  Der Unterrricht in Metalltechnologie und Werkstattpraxis soll dem Schüler die Bedeutung metalltechnischer und fertigungstechnischer Vorgänge zur Einsicht bringen. Er versteht sich als theoretischer Hintergrund, um technische Vorgänge und Probleme zu verstehen und zu lösen.
  • B)  Um dies zu ermöglichen, bedarf es der Vermittlung von allgemeinen lebensdienlichen, technischen Fähigkeiten und Kenntnissen; die Voraussetzung dafür ist es, den Schüler zur kritischen Auseinandersetzung mit der Technologie anzuregen.
  • C)  Im Bereich Metalltechnologie hat der Schüler die Möglichkeit, Produktionsabläufe zu erkennen, ihre Verfahren und Mittel zu erforschen und zu beschreiben.
  • D)  Die Werkstattpraxis dient hingegen dazu, das technologische Wissen zu ergänzen und zu vertiefen und fördert die Aneignung von praktischen Kenntnissen und Fertigkeiten.
  • E)  Ziel des Unterrichts ist die konkrete Beschäftigung mit Werkstoffen, Werkzeugen, Maschinen und Geräten, sowie die kritische Auseinandersetzung mit den verschiedenen Fertigungsverfahren zur Herstellung von Werkstücken.
  • F)  Das handwerklich gestaltende Wirken trägt zur Selbstverwirklichung des jungen Menschen bei und ermöglicht es ihm, auf kreativem Weg praktische und geistige Anlagen zu entfalten. Er hat die Möglichkeit, einfache Übungen auszuführen und ausgehend von diesen, Kenntnisse und Fertigkeiten über Verarbeitungsmethoden und Werkstoffeigenschaften zu erwerben. Zeitgleich lernt er dabei sicherheitstechnische Vorsichtsmaßnahmen eigenverantwortlich zu treffen. Das Fach erzieht dazu, die eigene Sicherheit und die der Mitmenschen zu gewährleisten und den Sinn für die Verletzbarkeit der Umwelt zu entwickeln.
  • G)  Weiters verhilft er dem Jugendlichen zur Erkenntnis, daß die Lehrzeit nicht als abgeschlossener Lebensabschnitt zu betrachten ist, sondern daß technologischer Fortschritt und gesellschaftlicher Wandel ständige Lernbereitschaft erfordern.

Ziele

Am Ende des Bienniums sollen die Schüler ihrem Alter und ihrer persönlichen Entwicklung entsprechend fähig sein:

  • a)  von den bekannten Techniken zur Fertigung der Werkstücke geeignete auszuwählen,
  • b)  manuelle Arbeitstechniken, unter Zuhilfenahme von verschiedenen Werkzeugen und Hilfsmitteln, anzuwenden,
  • c)  einfache Werkstücke nach Vorgaben anzufertigen, dabei theoretisches Wissen in die Praxis umzusetzen,
  • d)  die Arbeiten genau und ordnungsgemäß auszuführen,
  • e)  die Formgebung, insbesondere die Fertigung mit Werkzeugmaschinen, zu beherrschen und unter Berücksichtigung sicherheitstechnischer Maßnahmen anzuwenden,
  • f)  Bauteile nach technischen Zeichnungen, Stücklisten und einschlägigen Montageunterlagen zu einfachen Baugruppen zu montieren,
  • g)  die Bedeutung der neuen Technologien für den Einsatz in der Planung und Fertigung zu erkennen und anzuwenden,
  • h)  die Funktion von einfachen Bauteilen zu erklären und Montagetechniken zu beschreiben,
  • i)  die eigene Arbeit nach der Durchführung und nach dem Vergleich mit anderen kritisch zu betrachten,
  • j)  einen Überblick über die Herstellung der Werkstoffe, deren Arten, Einteilung, Eigenschaften, Bezeichnungen und Verwendung geben zu können,
  • k)  die Sicherheitsvorschriften beim Benützen der Geräte und Materialien zu kennen und einzuhalten,
  • l)  die Geräte, Maschinen und Werkzeuge korrekt und einwandfrei zu benutzen und dabei die technischen Grundkenntnisse anzuwenden.

Inhalte

Vorbereitung und Planung:

  • -  erkstoffauswahl
  • -  Maschinen- und Werkzeugwahl
  • -  Arbeitsablaufplan
  • -  Wirtschaftlichkeitsfragen
  • -  Sicherheitsaspekte
  • -  Umweltüberlegungen
  • -  Energieeinsatz

Werkstoffe:

  • -  Rohstoffe
  • -  Gewinnung - Herstellung - Weiterverarbeitung
  • -  Werkstoffarten
  • -  Eigenschaften
  • -  Bezeichnung und Normung
  • -  Einsatz und Anwendungsbereiche

Fertigung:

  • -  Spanende Formgebung
  • -  Spanlose Formgebung
  • -  Thermisches Trennen
  • -  Oberflächenbehandlung
  • -  Wärmebehandlung
  • -  Anreißen
  • -  Verbindungstechniken
  • -  Fertigung mit elektronischen Geräten
  • -  Montagetechniken

Kontrolle:

  • -  Prüfen und Messen
  • -  Auswerten
  • -  Werkstoffprüfungen

Maschinenelemente:

  • -  Übertragungselemente
  • -  Getriebe
  • -  Kupplungen
  • -  Lager

Elektrotechnik:

- Grundlagen der Elektrotechnik

Didaktische Hinweise (auch gültig für das Fach Holztechnologie und Werkstattpraxis)

Die Fächer Metalltechnologie/Holztechnologie und Werkstattpraxis zeigen den angewandten Charakter dieses Unterrichts. Die Schüler werden dazu erzogen, ihre theoretischen Kenntnisse (Begriffe, Formeln u. dgl.) im praktischen Bereich anzuwenden und werden darüber hinaus gefördert, eigene Ideen zu entwickeln, diese zu vergleichen und dann praktisch umzusetzen. Die Fächer sind damit nicht nur als reine Wissensvermittlung oder praktische Unterweisung zu sehen, sondern haben auch einen erzieherischen Auftrag, indem sie das Bewußtsein und das kontrollierte, rationale Handeln fördern.

Ausgehend von einfachen Erfahrungen und entsprechender Auswahl von praktischen Arbeiten, werden den Schülern Methoden und Arbeitsprozesse angeeignet, die kennzeichnend für die Produktionsabläufe sind.

Der erste Schritt ist die Feststellung des Ausgangsniveaus der Schüler, deren persönliche Erfahrung, die schulischen Vorkenntnisse und die Motivation für das Fach. Ausgehend davon entscheidet der Lehrer über geeignete Unterrichtsmethoden.

Die genannten Ziele verlangen immer wieder, daß Parallelen zwischen Theorie und Praxis gezogen werden. Jede Arbeitsphase stellt für den Schüler eine vorgeschriebene Etappe dar, die von ihm in zunehmendem Maße Entscheidungsfähigkeit abverlangt. Innerhalb klar definierter Grenzen wird dem Schüler Entscheidungsfreiheit über anzuwendende Methoden und Maßnahmen zugestanden. Diese Grenzen selbst werden unter Berücksichtigung des Wissensstandes und der Fortschritte im Reifeprozeß vorgegeben. Dabei können Fehler und Unvorhergesehenes bei der Ausführung einer Arbeit Flexibilität und rasches Reaktionsvermögen erfordern.

Die Fächer eignen sich auch besonders gut, die Schüler selbständig gestalten zu lassen, eine wichtige Form des Lernens, der im Unterricht genügend Raum gegeben werden soll. Die Schüler werden mit den Geräten und Maschinen vertraut gemacht. Nachdem ihnen die einzelnen Techniken und Anwendungsmethoden beschrieben wurden, erscheinen die technischen Hilfsmittel klarer und zugänglicher.

Von Anfang an wird Wert darauf gelegt, die Schüler für die Sicherheitsprobleme zu sensibilisieren, indem die Inbetriebnahme der Maschinen und die damit verbundenen Risiken gezeigt werden. Nach Vermittlung von neuem Wissen wird dieses in neuen Versuchssituationen angewandt. Aufgaben- und Problemstellungen werden so gewählt, daß sie die Projektfähigkeit des Schülers anregen.

Das direkte Arbeiten an Maschinen und Geräten, sowie Modelle, Bildmaterialien, Zeichnungen, Plänen, audiovisuelle Medien usw. veranschaulichen den Stoff und gestalten ihn lebensnah. Exkursionen in Betriebe mit interessanten Produktionsabläufen und Fertigungsverfahren dienen zum Verständnis für die Notwendigkeit der exakten und sauberen Arbeitsweise.

Eine solche realitätsbezogene Situation fördert in besonderem Maße die Kreativität der Schüler, motiviert sie zu einem größeren Einsatz und läßt sie bessere Ergebnisse erreichen. Auch der Projektunterricht eignet sich gut, interessante Arbeiten in der Werkstatt auszuführen. Er kann so verstanden werden, daß die Schüler an einer Arbeit beschäftigt sind, die sie zu Ende führen, als ob es sich um ein marktreifes Produkt handle.

Anhand von Übungen und Arbeiten mit wachsendem Schwierigkeitsgrad und der Auseinandersetzung mit neuen Situationen lernt der Schüler die Nutzungskapazität der Geräte und Maschinen auszulasten. Er kann dabei so weit gebracht werden, daß er nicht mehr einen einzigen Lösungsweg in Betracht zieht, sondern eine Auswahl zwischen mehreren ihm bekannten Möglichkeiten trifft. Unter diesem Gesichtspunkt ist es von Bedeutung, daß die Schüler in Gruppen arbeiten, die die Teamfähigkeit fördern. Diese Unterrichtsform ermöglicht den Schülern den Austausch von Meinungen untereinander und mit der Lehrperson; Überlegungen zu den Arbeiten werden gemeinsam angestellt und durchdachte Entscheidungen getroffen.

Die genannten Ziele und Inhalte werden auch durch die fächerübergreifende Kooperation mit anderen Lehrern erreicht. Die angestrebten Fähigkeiten sind auch interdisziplinär und deshalb ist es wichtig, gemeinsame Arbeiten durchzuführen. Solche Initiativen können das Analysieren, Begreifen und Ausarbeiten von Texten, das Gewöhnen an eine Arbeitsorganisation, das Forschen, Erproben und Darstellen sein.

Die Arbeitsformen werden so gewählt, daß sie den Zugang zu technischen Sachverhalten und Problemen erleichtern und es ermöglichen, die fachspezifischen bzw. fachübergreifenden sowie die allgemeinen Bildungsziele zu erreichen. Insbesondere sind das:

  • -  praktische Schülerarbeit, z. B. Herstellen von Werkstücken und Vorrichtungen,
  • -  Einzel-, Partner-, Gruppen- und Klassenarbeit,
  • -  mündliche Schülerarbeit, z. B. Fachgespräche zwischen Lehrer und Schüler, argumentativer Dialog zwischen Schülern,
  • -  schriftliche Schülerarbeit, z. B. Begriffsbestimmungen, argumentatives Schreiben.

Die Bewertung der fachlichen Leistungen, d. h. der Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse der Schüler, und die Beurteilung ihres Bildungsstandes nach den individuellen Möglichkeiten richten sich nach den verschiedenen im Unterricht eingesetzten Arbeitsformen.

Der Augenblick der Bewertung ist für Schüler und Lehrer gleichermaßen ein Moment der Unterrichtskontrolle und wirkt sich auf die weitere Planung von Bildungsinhalten, Lernzielen und Arbeitsformen aus.

LEHRPLAN FÜR HOLZTECHNOLOGIE UND WERKSTATTPRAXIS

1. Klasse   6 Wochenstunden

2. Klasse   6 Wochenstunden

Bildungsauftrag des Faches

  • A)  Der Unterricht in Holztechnologie und Werkstattpraxis soll dem Schüler Einblicke in die Gestaltung und den fertigungstechnischen Umgang mit Holz vermitteln.
  • B)  Die Holztechnologie erschließt das theoretische Wissen über den Werkstoff Holz und das Verständnis für Arbeitstechniken mit Werkzeugen, Vorrichtungen und Geräten. Die Werkstattpraxis dient dazu, das theoretische Wissen zu ergänzen und zu vertiefen und fördert gleichzeitig die Aneignung von manuellen und maschinellen Kenntnissen und Fertigkeiten.
  • C)  Den Schülern wird die Möglichkeit geboten, Einblicke in den Umgang mit Holz, dessen Eigenschaften und Eigenheiten zu erkennen, zu nutzen und in Werkstücken gestalterisch anzuwenden.
  • D)  Das handwerkliche Gestalten von Holz trägt zur Selbstverwirklichung und zur persönlichen Entfaltung des jungen Menschen bei und ermöglicht es ihm, auf kreativem Weg, praktische und geistige Fähigkeiten zu entwickeln.
  • E)  Da Holz ein Naturprodukt ist, erlebt der Jugendliche im Umgang mit ihm ein Stück seiner bedrohten Umwelt. Dies soll dazu genutzt werden, im Schüler ein verstärktes Verantwortungsbewußtsein gegenüber Natur, Wohnumwelt, anderen Personen und sich selbst zu entfalten. Weiters soll im Gebrauch von Techniken und Maschinen stets um die Gesundheit und Sicherheit der Mitmenschen am Arbeitsplatz Sorge getragen und die verletzbare Umwelt in die Überlegungen miteinbezogen werden.
  • F)  Ziel des Unterrichtes ist es, sich mit Werkstoffen, Werkzeugen, Maschinen und Vorrichtungen arbeits- und umwelttechnisch auseinanderzusetzen. Weiters soll der Schüler Grundkentnisse in verschiedenen Fertigungstechniken zur Herstellung und Gestaltung von Werkstücken in den Grundfertigkeiten erlernen.
  • G)  Der Unterricht soll dem Jugendlichen einen Einblick in die Berufsbereiche "Holz" vermitteln und Kreativität und Entfaltungsmöglichkeiten in vielerlei Richtungen aufzeigen.

Ziele

Der Schüler soll nach Abschluß des Bienniums seinem Alter und seiner persönlichen Entwicklung entsprechend fähig sein:

  • a)  die Funktion und Aufgabe des Waldes und des Baumes als Grundlage von Erholungsraum und Rohstofflieferant zu erkennen und zu schätzen,
  • b)  die Eigenschaften und die auf die natürliche Entstehung zurückzuführenden Besonderheiten des Holzes zu kennen,
  • c)  Handwerkszeuge den manuellen Fertigungsmethoden entsprechend einzusetzen und sie unfallsicher zu gebrauchen,
  • d)  nach Notwendigkeit die Standardmaschinen in ihren Grundtechniken unfallsicher zu verwenden,
  • e)  einfache Werkstücke nach Vorgabe (Technische Zeichnung) anzufertigen, und dabei das theoretische Wissen über Werkstoff und Arbeitstechniken einzusetzen,
  • f)  Arbeitstechniken und Verfahren, unter dem Gesichtspunkt der Umweltverträglichkeit (Rohstoffverbrauch, Abfallbeseitigung), abzuklären,
  • g)  die Arbeiten genau und ordnungsgemäß auszuführen,
  • h)  die Bedeutung der neuen Technologien für den Einsatz in der Planung und Fertigung zu erkennen und diese dann anzuwenden,
  • i)  die Funktion von einfachen Bauteilen zu erklären und Montagetechniken zu beschreiben,
  • j)  die eigene Arbeit nach der Durchführung und nach dem Vergleich mit anderen kritisch zu analysieren,
  • k)  einen Überblick über die Werkstoffe, deren Arten, Einteilung, Eigenschaften, Bezeichnungen und Verwendung geben zu können,
  • l)  die Geräte, Maschinen und Werkzeuge korrekt und einwandfrei zu benutzen und dabei die technischen Grundkenntnisse anzuwenden.

Lerninhalte

Der Arbeitsplatz:

  • -  die Tischlerwerkstatt
  • -  der Bankarbeitsplatz
  • -  Sicherheit am Arbeitsplatz

Die Handwerkszeuge:

  • -  die Bankwerkzeuge
  • -  die Gemeinschaftswerkzeuge
  • -  Werkzeugpflege

Verbindungstechniken:

  • -  Holzverbindungen und Konstruktionen
  • -  Verbindungsmittel
  • -  Anwendungen an Werkstücken

Maschinen:

  • -  Aufbau der Standardmaschinenund dazugehörige Sicherheitsvorrichtungen
  • -  Einsatzgebiete und Vorrichtungen
  • -  Maschinenwerkzeuge
  • -  praktische Anwendungen

Der Wald:

  • -  Bedeutung und Wert des Waldes
  • -  Arten des Waldes und dessen Aufgaben
  • -  Waldsterben
  • -  Holzzuwachs und Waldbestand in Südtirol
  • -  Baumarten und Baumteile

Das Holz:

  • -  Holzbildung und Verkernung
  • -  Holzeinschnitt und Holzsortierung
  • -  Holzeigenschaften und Holzfehler
  • -  Holztrocknung
  • -  Holzschutz

Halbfertigprodukte:

  • -  Plattenwerkstoffe
  • -  Belagwekstoffe

Didaktische Hinweise

Die Unterrichtsmethoden entsprechen den angeführten didaktischen Hinweisen des Faches Metalltechnologie und Werkstattpraxis.

LEHRPLAN FÜR TECHNISCHES ZEICHNEN

1. Klasse   2 Wochenstunden

2. Klasse   2 Wochenstunden

Bildungsauftrag

  • A)  Ziel des Unterrichts ist es, das räumliche Vorstellungsvermögen auszubilden, da diese Fähigkeit die Grundlage zum Begreifen von räumlichen Modellen ist und die Voraussetzung zum kreativen und konstruktiven Gestalten darstellt.
  • B)  Durch das Erstellen und Lesen von technischen Zeichnungen lernt der Schüler die "Sprache des Technikers". Er wird dadurch befähigt, technische Darstellungen zu erfassen, zu beurteilen und Alternativvorschläge zu machen.
  • C)  Der Unterricht leistet einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung und Verfeinerung der Handfertigkeit und der Fingermotorik. Das Konzentrationsvermögen, die Selbstsicherheit, das Genauigkeitsgefühl werden gefördert. Das Auge und der Verstand werden durch die Verbesserung des räumlichen Vorstellungsvermögens und durch exemplarische Problemlösungen geschult. Die Förderung dieser Fähigkeiten und Fertigkeiten hat besonders in anderen technischen Fächern positive Auswirkungen.
  • D)  Der Schüler wird befähigt, sich weitere Fertigkeiten und Kenntnisse selbständig anzueignen, da es die raschen Veränderungen in allen technischen Berufen erforderlich machen.
  • E)  Im Unterricht wird die selbständige, kreative Gestaltung von technischen Geräten und Bauteilen im Zusammenhang mit den physikalischen Wirkgrößen gezielt entwickelt und gefördert. Der Schüler soll dann die Motivation finden, Formen, Oberflächen, Fertigungsverfahren und Funktionen seiner technischen Umwelt sinnvoll zu verbessern.
  • F)  Das Fach weckt das Gespür für ästhetische und ergonomische Formen und Farben. Dies soll zur gefälligen und menschenfreundlichen Gestaltung technischer Geräte beitragen. Das Verantwortungsbewußtsein für den Mitmenschen und für die Natur durch alle von der Technik stammenden Einflußgrößen wird ausgeprägt.

Lernziele

Am Ende des Bienniums sollen die Schüler ihrem Alter und ihrem persönlichen Entwicklungsstand entsprechend fähig sein:

  • a)  die Bedeutung und Aufgabe der Zeichnung als technisches Informationsmittel zu erfassen,
  • b)  die einfachen geometrischen Grundkonstruktionen bedarfsgerecht anzuwenden,
  • c)  die Normen als Richtlinien für die Vereinheitlichung, Vereinfachung und Lesbarkeit von technischen Zeichnungen sicher anzuwenden,
  • d)  einfache Zeichengeräte fachgerecht zu bedienen und zu pflegen,
  • e)  einfache flache und zylindrische Werkstücke aus dem Metall- und Holzbereich sauber und normgerecht darzustellen,
  • f)  schwierige einrissige Darstellungen von Bauteilen sicher zu lesen,
  • g)  mehrrissige Darstellungen in technischen Zeichnungen zu lesen und einzelne Ansichten selbständig zu ergänzen,
  • h)  Oberflächenangaben wie Rauhigkeit, Farbe, Struktur oder Beschichtung unter Zuhilfenahme von Nachschlagewerken selbständig zu lesen und auf eigenen Zeichnungen anzugeben,
  • i)  technische und gestalterische Ideen sicher und verständlich mit einer Handskizze darzustellen,
  • j)  einfache Körper, Elemente der Landschaft oder Einrichtungsgegenstände räumlich darzustellen (Handskizzen),
  • k)  einfache Zusammenbauzeichnungen selbständig zu erstellen und schwierigere zu lesen,
  • l)  Material- und Stücklisten nach den Kriterien der Wirtschaftlichkeit, der Umweltverträglichkeit, der Montageeignung und der Kostengünstigkeit zu lesen und zu erstellen.

Inhalte

Grundlagen:

  • -  Zeichenpapier
  • -  Zeichengeräte
  • -  Linienarten/Linienbreiten
  • -  Schriftfeld

Zeichnungsarten:

  • -  Skizze, räumliche Darstellung
  • -  Werkstattzeichnung - Zusammenbauzeichnung
  • -  Explosionszeichnung
  • -  Schema, Schaltplan

Geometrische Grundkonstruktionen:

  • -  Regelmäßige Vielecke
  • -  Strecken-, Winkelteilungen
  • -  Tangentenanschlüsse
  • -  Kreisanschlüsse

Grundnormen:

  • -  Normschrift
  • -  Maßstäbe
  • -  Maßbezugselemente
  • -  Bemaßungsregeln

Einfache Werkstücke:

  • -  Einrissige Darstellung von Platten
  • -  Einrissige Darstellung von Drehteilen
  • -  Bemaßung einrissiger Werkstücke

Freihandskizzen:

  • -  Regeln für Freihandskizzen
  • -  Skizzieren von geom. Körpern
  • -  Skizzieren von Naturobjekten
  • -  Skizzieren von Werkzeugen und Gebrauchsgegenständen
  • -  Handskizzen als Vorlage für die technische Zeichnung

Schwierige einrissige Werkstücke:

  • -  Abschrägungen und Fasen
  • -  Rundungen, Senkungen, Kantenprofile
  • -  Kegel, Freistiche, Formdrehprofile

Die Projektionszeichnung:

  • -  Vorderansicht, Seitenansicht, Draufsicht
  • -  Übungen mit Holzmodellen
  • -  Lesen von Zeichnungen mit mehreren Ansichten
  • -  Werkzeichnungen mit mehreren Ansichten

Ergänzungsaufgaben:

  • -  Zylindrische und prismatische Werkstücke mit schrägen und geraden Anfräsungen
  • -  Werkstücke mit runden und vieleckigen Querdurchbrüchen mit Bemaßung
  • -  Genormte Symbole in der technischen Zeichnung

Die Schnittzeichnung:

  • -  Mittelschnitt, Halbschnitt
  • -  Schnitt durch Platten und Wände
  • -  Ausbruch, eingeklappte Querschnitte
  • -  Lesen von Schnittzeichnungen

Toleranz und Oberflächenangabe:

  • -  Freimaße, Maße mit Toleranzangabe
  • -  Rauheitsangaben Metall/Holz
  • -  Abgabe von Beschichtungen
  • -  Angabe von Behandlungen

Darstellen von Verbindungen:

  • -  Grundlagen der Zusammenbauzeichnung
  • -  Verbindungen in der Holztechnik
  • -  Verbindungen in der Metalltechnik
  • -  Senkungen, Schrauben, Stifte, Paßfeder
  • -  Lesen von Zusammenbauzeichnungen aus dem Metall- und Holzbereich

Die Stückliste:

  • -  Bezugsnummern
  • -  Benennung, Stückzahl, Materialangabe
  • -  Kauf- und Normteile
  • -  Auswertung der Stückliste

Didaktische Hinweise

Es ist wesentlich für den Unterricht, daß er nicht nur auf eine rein zeichnerische Ausbildung abzielt, sondern auch einen erzieherischen Beitrag zur Entwicklung der Reife der Schülerpersönlichkeit leistet. Vom Schüler werden in dem Maß zunehmend Organisations- und Interpretationsvermögen abverlangt, wie auch das räumliche Vorstellungsvermögen perfektioniert wird.

Das Fach ist besonders prädestiniert, die Ziele und Inhalte mit denen der anderen technologischen Fächer abzustimmen, da technische Zeichnungen das Kommunikationsmittel zwischen Planung und Fertigung sind.

Er wird zur Genauigkeit und Handfertigkeit hingeführt. Dabei werden ihm die Grundlagen der darstellenden Geometrie schrittweise und anwendungsbezogen angeeignet.

Die Schüler werden angehalten, die Funktionstüchtigkeit und Vollständigkeit ihrer Zeichengeräte regelmäßig zu überprüfen und so besonders zur Eigenverantwortung erzogen.

Durch möglichst vielseitige Betriebsbesichtigungen, durch den Einsatz von Lehrfilmen, durch das Arbeiten mit Werkstücken und Musterzeichnungen, durch den Einsatz von Normtabellen, Katalogen und Handbüchern soll eine möglichst große Praxisnähe erreicht werden. Diese Lehrmittel sind für das Erreichen der fachbezogenen Lernziele wesentlich.

Durch eine Einführung in das computerunterstützte Zeichnen (CAD) sollen dem Schüler die neuesten und effizientesten Mittel zur Erstellung technischer Dokumentationen in einem vertretbaren Ausmaß zugänglich gemacht werden.

Besonderes Augenmerk wird darauf gelegt, daß allfällige Schwierigkeiten der Schüler in der Handhabung der Zeichengeräte, der Kenntnis der Symbolik der Zeichensprache und insbesondere im räumlichen Vorstellungsvermögen überwunden und die Schüler zur selbständigen Weiterbildung befähigt werden.

Die Schüler werden angeleitet, die gebräuchlichsten fachbezogenen, nationalen und internationalen technischen Normen mit Hilfe von Nachschlagewerken zu interpretieren. Dies steigert ihre Flexibilität und befähigt sie zum Verständnis und zur Vermittlung von technisch darstellbaren Informationen, die über die Sprachen und über die geographischen Grenzen hinausgehen.

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