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Beschluss vom 20. Dezember 2016, Nr. 1404
Verfahren zur Erlangung der Berufsbefähigung Fremdenführer/Fremdenführerin und Reiseleiter/Reiseleiterin

Anlage A

Verfahren zur Erlangung der Berufsbefähigung für Fremdenführer/Fremdenführerin und Reiseleiter/Reiseleiterin

Art. 1
Anwendungsbereich

1. Diese Richtlinien regeln das Verfahren zur Erlangung der Berufsbefähigung für die Berufe Fremdenführer/Fremdenführerin und Reiseleiter/Reiseleiterin, in Durchführung des Artikels 6 Absatz 2 des Landesgesetzes vom 5. Dezember 2012, Nr. 21, in geltender Fassung, in der Folge als „Gesetz“ bezeichnet.

Art. 2
Prüfungskommission

1. Die Prüfungskommission für die Befähigung zur Ausübung des Berufs Fremdenführer/ Fremdenführerin und des Berufs Reiseleiter/Reiseleiterin besteht aus mindestens drei und höchstens fünf Personen mit der jeweiligen Fachkompetenz in den Fächern laut den Artikeln 5, 6 und 7 dieser Richtlinien. Die konkurrierenden Marktteilnehmer dürfen an der Prüfungskommission nicht teilnehmen.

2. Der Direktor/die Direktorin des Funktionsbereichs „Tourismus“ des Landes ernennt die Kommission und bestimmt für deren Vorsitz eine oder einen Angestellten der Landesverwaltung.

3. Für jedes effektive Mitglied der Kommission wird ein Ersatzmitglied ernannt, das nur dann an den Sitzungen teilnimmt, wenn das effektive Mitglied abwesend oder verhindert ist.

4. Der oder die Vorsitzende beruft die Kommission ein und stellt den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung sicher.

5. Die Kommission überprüft die Anträge auf Teilnahme an der Prüfung, lässt die Kandidaten und Kandidatinnen zur Prüfung zu und nimmt alle verfahrensrelevanten Obliegenheiten bis zum Abschluss der Prüfung vor.

6. Die Schriftführung der Kommission übernimmt ein Angestellter oder eine Angestellte des Funktionsbereichs Tourismus der Landesverwaltung, der/die wenigstens der sechsten Funktionsebene angehören muss.

7. Den Mitgliedern der Kommission werden die in den einschlägigen Landesgesetzen vorgesehenen Vergütungen entrichtet, falls zustehend.

Art. 3
Prüfungsmodalitäten

1. Die Prüfung besteht aus einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung über die in Artikeln 5, 6 und 7 angeführten Fächer, die je nach Wahl des Kandidaten oder der Kandidatin in deutscher oder italienischer Sprache abgehalten werden kann.

2. Die schriftliche Prüfung kann auch in Form eines Fragebogens erfolgen, entweder:

a) Fragebogen mit 60 Fragen mit jeweils vier möglichen Antworten, von denen nur eine richtig ist, bei einer Prüfungsdauer von insgesamt 60 Minuten

oder

b) Fragebogen mit maximal 30 Fragen, auf die kurze Antworten zu geben sind, welche unter Berücksichtigung der Kriterien laut Artikel 4 bewertet werden, bei einer Prüfungsdauer von insgesamt 120 Minuten.

Art. 4
Kriterien für die Bewertung der Prüfungen

1. Zur mündlichen Prüfung ist zugelassen, wer bei der schriftlichen Prüfung eine Note von mindestens 7/10 erhalten hat. Für die Bewertung sind folgende Kriterien ausschlaggebend:

a) grammatikalisch, syntaktisch und orthographisch korrekte Sprache und angemessener Ausdruck,

b) Beherrschung des italienischen und deutschen Wortschatzes sowie der Fachterminologie für den jeweiligen Beruf,

c) Schlüssigkeit, Deutlichkeit und Folgerichtigkeit der Ausführungen zu den behandelten Themen,

d) Vollständigkeit und Genauigkeit,

e) Fähigkeit, das Thema abzugrenzen und ohne Abschweifungen konkret auf die Fragen einzugehen.

2. Der Kandidat oder die Kandidatin hat die mündliche Prüfung mit einer Gesamtnote von mindestens 6/10 bestanden, wobei in jedem einzelnen Prüfungsfach sowie in der Sprachprüfung, sofern vorgesehen, eine Note von mindestens 6/10 erreicht werden muss.

Art. 5
Prüfungsfächer für den Beruf Fremdenführer/Fremdenführerin

1. Sowohl in der schriftlichen als auch in der mündlichen Prüfung werden folgende Fächer geprüft:

a) Kenntnis der Geschichte und der Kunstgeschichte Italiens, mit Schwerpunkt der Geschichte und Kunstgeschichte des Landes Südtirol,

b) Grundkenntnisse landes- und naturkundlicher Besonderheiten Südtirols und Italiens,

c) Grundkenntnisse der Tourismusgeographie Südtirols und Italiens,

d) Grundkenntnisse der Rechtsvorschriften und der Organisation im Tourismus, sowie Aufgaben und Bestimmungen über die Ausübung des Berufes.

2. Bei der mündlichen Prüfung wird insbesondere auf die Rhetorik und Kommunikationsfähigkeit des Kandidaten oder der Kandidatin geachtet, auch unter Berücksichtigung gruppendynamischer Aspekte.

Art. 6
Prüfungsfächer für den Beruf Reiseleiter/Reiseleiterin

1. Sowohl bei der schriftlichen als auch bei der mündlichen Prüfung werden folgende Fächer geprüft:

a) Grundkenntnisse der Geschichte und der Kunstgeschichte Südtirols, Italiens und Europas,

b) Kenntnis der Rechtsvorschriften und der Organisation im Tourismus, Aufgaben im Rahmen des Berufs sowie Bestimmungen für dessen Ausübung,

c) Kenntnisse der Tourismusgeographie mit Bezug auf Südtirol, Italien, Europa und außereuropäische Länder,

d) Kenntnisse im Hinblick auf Reisedokumente und Transportmittel.

2. Bei der mündlichen Prüfung wird insbesondere auf die Rhetorik und Kommunikationsfähigkeit des Kandidaten oder der Kandidatin geachtet, auch unter Berücksichtigung gruppendynamischer Aspekte.

Art. 7
Sprachprüfung

1. Die zu prüfenden Sprachen für den Beruf Fremdenführer/Fremdenführerin sind Italienisch und Deutsch.

2. Die zu prüfenden Sprachen für den Beruf Reiseleiter/Reiseleiterin sind Italienisch, Deutsch und Englisch.

3. Der Kandidat oder die Kandidatin muss sich in den jeweiligen Sprachen laut Absatz 1 und Absatz 2 korrekt und in der für den jeweiligen Beruf notwendigen Fachsprache ausdrücken können.

4. Die Sprachprüfung erfolgt in mündlicher Form.

Art. 8
Befreiung von der Sprachprüfung

1. Von der Sprachprüfung befreit ist, wer die Sprachkompetenz folgendermaßen nachweist:

a) Reifezeugnis einer Oberschule, in der fünf Jahre lang die gewählte Sprache gelehrt wurde, oder

b) Laureatsdiplom in Sprachen, Reifezeugnis eines Sprachengymnasiums, sofern die gewählte Sprache ein Unterrichtsfach war, oder

c) Bescheinigung über die Kenntnis der Sprache, ausgestellt von einer offiziell anerkannten Einrichtung, entsprechend mindestens dem Niveau B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen,

d) Zweisprachigkeitsnachweis bezogen auf den Abschluss der Sekundarschule zweiten Grades, gemäß Dekret des Präsidenten der Republik vom 26. Juli 1976, Nr. 752, in geltender Fassung.

Art. 9
Sprachenvermerk auf dem Erkennungsausweis

1. Wer die Berufsbefähigung laut dieser Richtlinie erhalten hat, kann die beherrschten Sprachen im Erkennungsausweis laut Artikel 5 Absatz 2 des Gesetzes vermerken lassen, insbesondere die Muttersprache sowie die Sprachen, in deren Fall die entsprechende Kompetenz für das Niveau B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens durch die Bescheinigung einer offiziell anerkannten Einrichtung nachgewiesen wird.

 

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