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Beschluss vom 1. März 2010, Nr. 335
Bestimmungen zu den Meisterkursen und -prüfungen

Anlage 1

Bestimmungen zu den Meisterkursen und -prüfungen

gestützt auf das Landesgesetz vom 25. Februar 2008, Nr. 1, Titel 1, Abschnitt IV, Landesgesetz Nr. 58 vom 14. Dezember 1988, VI. Kapitel-bis und Landesgesetz vom 17. Februar 2000, Nr. 7, Abschnitt VI-bis

Art. 1
Zulassung zur Meisterprüfung

1. Als „qualifiziert“ gilt eine Berufserfahrung, wenn die entsprechende Tätigkeit nicht in Form eines Ausbildungsverhältnisses, eines Praktikums oder einer Hilfsarbeit ausgeübt wurde.

2. Die Zulassung zur Meisterprüfung verliert ihre Gültigkeit und wird archiviert, wenn ein Meisteranwärter in einem Zeitraum von 10 Jahren trotz entsprechender Angebote keine Prüfung abgelegt hat.

Art. 2
Prüfungsprogramme

1. Die Prüfungsprogramme für die einzelnen Teile der Meisterausbildung können in Module gegliedert werden. Ein Modul ist eine abgeschlossene Lerneinheit, die gesondert geprüft und bewertet wird.

2. Die Prüfungsprogramme umfassen die Ziele, die Inhalte und die Prüfungsmodalitäten für jedes einzelne Modul bzw. jeden einzelnen Prüfungsteil.

3. Die Prüfung wird auf der Grundlage des gültigen Meisterprüfungsprogramms abgenommen.

Art. 3
Vorbereitungskurse

1. Vorbereitungskurse auf die Meisterprüfungen werden in der Regel ab einer Mindestteilnehmerzahl von acht Personen angeboten.

2. Der für die Meisterausbildung zuständige Abteilungsdirektor genehmigt die Vorbereitungskurse.

3. Der Abteilungsdirektor legt die Gebühren für die Teilnahme an den Meisterkursen und -prüfungen fest.

4. Teilnehmer, die wiederholt und unentschuldigt beim Meisterkurs fehlen oder den Kurs stören, können vom Direktor des Amtes für Lehrlingswesen und Meisterausbildung vom Kursbesuch ausgeschlossen werden.

Art. 4
Einladung zu den Prüfungen

1. Das Amt für Lehrlingswesen und Meisterausbildung legt die Prüfungstermine in Absprache mit der jeweiligen Prüfungskommission fest.

2. Das Amt für Lehrlingswesen und Meisterausbildung kann eine Wiederholungsprüfung für die Teilnehmer einer Prüfungssession anbieten,

  1. welche die Prüfung nicht bestanden haben oder
  2. die aus triftigen, vom Amt anerkannten Gründen von der Prüfung entschuldigt abwesend waren (z.B. Krankheit mit ärztlichem Zeugnis, Todesfall in der Familie).

In Berufen, in denen nur in großen Zeitabständen Prüfungen stattfinden, haben die Teilnehmer einer Prüfungssession auf jeden Fall das Recht auf eine Wiederholungsprüfung.

Die Teilnehmer einer Prüfungssession werden vor dem 1. Prüfungstermin darüber informiert, ob ein Wiederholungstermin anberaumt werden wird.

3. Die Meisteranwärter werden schriftlich darüber informiert, dass eine Prüfung über einen der 4 Teilbereiche der Meisterprüfung anberaumt worden ist. Erst nach erfolgter Anmeldung zur Prüfung werden die eingeschriebenen Meisteranwärter min. 30 Tage vorher schriftlich über die Details zu den Prüfungen informiert.

Art. 5
Meisterprüfungskommissionen

1. Ist ein Mitglied der Kommission bei einem Termin verhindert oder im Hinblick auf eine Prüfung befangen, so muss es dies dem Amt unverzüglich und schriftlich mitteilen, damit sein Stellvertreter eingeladen werden kann.

2. Hält sich ein Kommissionsmitglied nicht an diese Regelung, kann der zuständige Landesrat dieses Mitglied definitiv ersetzen.

3. Ein Kommissionsmitglied ist befangen,

a. wenn es mit einem Kandidaten bis zum dritten Grad verwandt, verschwägert oder verheiratet bzw. in einer Lebensgemeinschaft ist;

b. wenn es zur Zeit der Prüfung Arbeitgeber oder Gesellschafter des Kandidaten ist.

Ein befangenes Kommissionsmitglied wird für die betreffende Prüfungssession ersetzt.

4. Die Mitglieder der Prüfungskommission sind an das Amtsgeheimnis gebunden.

5. Die Kommissionsmitglieder erhalten für ihre Tätigkeit die gesetzlich vorgesehene Vergütung.

Art. 6
Externe Sachverständige

1. Die externen Sachverständigen erhalten dieselbe Vergütung wie die Kommissionsmitglieder.

Art. 7
Anwesenheit der Kommissionsmitglieder bei Prüfungen

1. Die Aufsicht bei schriftlichen und praktischen Prüfungen wird in der Regel von einem Kommissionsmitglied übernommen. Bei Bedarf setzt das Amt ein 2. Kommissionsmitglied für die Aufsicht ein.

2. Mündliche Prüfungen müssen von der gesamten Kommission abgenommen werden, d.h.:

  1. fachtheoretische und fachpraktische Prüfungen: vom Vorsitzenden, der Fachperson bzw. dem Sachverständigen und dem Meister
  2. Unternehmensführung, Berufspädagogik und Meister des Handels: vom Vorsitzenden, den 2 Sachverständigen bzw. den 2 Fachpersonen.

Art. 8
Ablauf der Prüfungen

1. Die Kandidaten werden im Vorfeld der Prüfung über den Ablauf sowie über die erlaubten Hilfsmittel und Unterlagen informiert.

2. Vor Prüfungsbeginn muss der Kandidat einen gültigen Ausweis vorlegen.

3. Kandidaten, die ohne triftigen, von der Kommission als solchen anerkannten Grund, verspätet zur Prüfung erscheinen, werden von der Prüfung ausgeschlossen.

4. Die Kommission kann mit Zustimmung des Kandidaten zulassen, dass Außenstehende der Prüfung beiwohnen.

Art. 9
Unerlaubte Handlungen

1. Die Prüfungskommission informiert die Kandidaten über die unerlaubten Handlungen und deren Folgen.

2. Wenn ein Kandidat während der Prüfung durch sein Verhalten den ordnungsgemäßen Ablauf stört oder mit Täuschungsversuchen die Prüfungsergebnisse verfälschen will, wird er von der Prüfungskommission bzw. dem beaufsichtigenden Kommissionsmitglied (bei schriftlichen und praktischen Prüfungen) mit einer entsprechenden Begründung im Protokoll von der Fortsetzung der Prüfung ausgeschlossen.

Art. 10
Prüfungsbewertung

1. Über alle Prüfungsvorgänge wird ein Protokoll geführt.

2. Die einzelnen Prüfungsleistungen werden mit Noten zwischen vier und zehn bewertet, wobei maximal eine Kommastelle angegeben wird. Eine Prüfung gilt als bestanden, wenn der Kandidat eine Bewertung von mindestens sechs Zehnteln erreicht.

3. Die Prüfungskommission trifft ihre Entscheidung mit Mehrheitsbeschluss.

4. Es liegt im Ermessen der Kommission, einen Prüfungsteil, eine einzige Modulprüfung oder Teilnote einer Modulprüfung als bestanden zu bewerten, wenn der Kandidat eine Note von 5,1 bis 5,9 erhalten hat.

5. Besteht eine Prüfung aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil, erhält der Kandidat bei der mündlichen Prüfung eine Rückmeldung zur schriftlichen Arbeit.

6. Jede Bewertung muss im Beisein aller drei Kommissionsmitglieder erfolgen.

Art. 11
Prüfungszeugnisse

1. Für jede bestandene Prüfung über ein Modul und für jeden bestandenen Prüfungsteil erhält der Meisteranwärter ein Zeugnis.

2. Nach bestandener Meisterprüfung erhält der Kandidat ein Abschlusszeugnis mit den Noten der einzelnen Prüfungsteile.

3. Die Zeugnisse werden vom Direktor des Amtes für Lehrlingswesen und Meisterausbildung unterschrieben.

4. Für jede nicht bestandene Prüfung erhält der Kandidat eine schriftliche Mitteilung.

5. Bei Kandidaten mit einer Gesamtnote von 8,5 und darüber wird das Meisterdiplom mit dem Prädikat »mit Auszeichnung bestanden« versehen.

Art. 12
Bildungsguthaben

1. Qualifikationen, die beim Ansuchen um Zulassung älter als 10 Jahre alt sind, können nicht als Bildungsguthaben berücksichtigt werden.

Art. 13
Gültigkeit von abgelegten Prüfungen und anerkannten Bildungsguthaben

1. Die Sechsjahresfrist für die Gültigkeit von Prüfungen läuft ab dem Datum der ersten erfolgreich abgelegten Prüfung.

2. Ein Bildungsguthaben aufgrund eines Befreiungsdekrets verfällt, wenn die gesamte Prüfung nicht innerhalb von sechs Jahren abgeschlossen wird. In begründeten Ausnahmefällen kann der Direktor des zuständigen Amtes eine Fristverlängerung gewähren.

3. Bietet das Amt während der Sechsjahresfrist keine Prüfungen in einem Meisterberuf an, so bleiben bereits bestandene Prüfungen und Befreiungen weitere 6 Jahre gültig.

Art. 14
Übergangsbestimmung

1. Die Bestimmungen gemäß Art. 12 werden bei jenen Ansuchen um Befreiung von der Meisterprüfung angewandt, die nach Inkraft-Treten der »Bestimmungen zu den Meisterkursen und -prüfungen« eingereicht worden sind.

2. Der wirtschaftlich-rechtliche Teil der Meisterprüfung wird nach Inkraft-Treten der »Bestimmungen zu den Meisterkursen und -prüfungen« nicht als Prüfungsteil »Berufspädagogik« anerkannt.

Art. 15
Abschaffung von Bestimmungen

1. Der Beschluss der Landesregierung vom 05. April 2004, Nr. 1079 betreffend die Richtlinien für die Meisterausbildung ist außer Kraft gesetzt.

 

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