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Beschluss vom 4. März 2013, Nr. 362
Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden - Umsetzung der Richtlinie 2010/31/EU des europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Mai 2010 über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden und Widerruf des Beschlusses Nr. 939 vom 25. Juni 2012 (abgeändert mit Beschluss Nr. 2012 vom 27.12.2013 und Beschluss Nr. 965 vom 05.08.2014) (siehe auch Bechluss Nr. 990 vom 13.09.2016)

Allegato

Richtlinien über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden - Umsetzung der Richtlinie 2010/31/EU des europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Mai 2010 über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden

Gestützt auf

die Richtlinie 2009/28/EG des europäischen Parlaments und des Rates vom 23. April 2009 zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen,

die Richtlinie 2010/31/EU des europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Mai 2010 über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden,

die Grundsätze des Legislativdekretes Nr. 192 vom 19. August 2005, abgeändert mit Legislativdekret Nr. 311 vom 29. Dezember 2006 betreffend die Energieeffizienz im Bauwesen,

die Grundsätze des Legislativdekretes Nr. 28 vom 3. März 2011 zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen,

das Landesgesetz vom 11. August 1997, Nr. 13, Landesraumordnungsgesetz,

unter Berücksichtigung:

des Ministerialdekretes vom 26. Juni 2009, nationale Richtlinien für die energetische Zertifizierung von Gebäuden,

der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen, Zusatzprotokoll vom 11. Dezember 1997 - Kyoto-Protokoll,

der Alpenkonvention, Beschluss der X. Alpenkonferenz vom März 2009, Aktionsplan zum Klimawandel in den Alpen,

der Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen, KOM(2011) 109 endgültig, Energieeffizienzplan 2011,

des Beschlusses der Landesregierung der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol vom 20. Juni 2011, Nr. 940, KlimaStrategie Energie Südtirol-2050,

in Erwägung nachstehender Gründe:

1) Die Autonome Provinz Bozen - Südtirol will Verantwortung im Bereich des Klimaschutzes übernehmen. Die in der KlimaStrategie Energie-Südtirol-2050 gesetzten Ziele und Maßnahmen weisen den Weg der nächsten vier Jahrzehnte.

2) Die Autonome Provinz Bozen - Südtirol setzt Maßnahmen um den Pro-Kopf-Energieverbrauch kontinuierlich zu senken und unterstützt die Abkehr von fossilen Energieträgern.

3) Die Autonome Provinz Bozen - Südtirol fördert die Verbesserung der Energieeffizienz von bestehenden und neuen Gebäuden, um die Entwicklung, die Aufwertung und die Einbindung der erneuerbaren Energiequellen und der energetischen Umverteilung unter Bevorzugung umweltfreundlicher Technologien.

4) Die bereits erlassenen Richtlinien und Kriterien laut Artikel 127 des Landesraumordnungsgesetzes, Landesgesetz vom 11. August 1997, Nr. 13 müssen den neuen Zielen und Erfordernissen angepasst werden, weshalb es sich empfiehlt in diesem Rahmen eine Neufassung der diesbezüglichen Beschlüsse der Landesregierung vorzunehmen.

1. Gegenstand

Diese Richtlinien regeln:

a) die Berechnungsmethode der Energieeffizienz der Gebäudehülle und der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden;

b) die Mindestanforderungen an die Gesamtenergieeffizienz von neuen Gebäuden;

c) die Mindestanforderungen an die Gesamtenergieeffizienz von bestehenden Gebäuden;

d) die Kriterien und das Verfahren der energetischen Zertifizierung von Gebäuden;

e) die Nutzung von Energien aus erneuerbaren Quellen an neuen Gebäuden und bestehenden Gebäuden;

f) die Zulassung von Fachleuten und die Gewährleistung eines unabhängigen Kontrollsystems zur Umsetzung dieser Richtlinie.

2. Begriffsbestimmungen

Im Sinne dieser Richtlinien gelten folgende Definitionen:

a. „Gebäude“: eine Konstruktion mit Dach und Wänden, deren Innenraumklima unter Einsatz von Energie konditioniert wird;

b. „neues Gebäude“: ein Gebäude, welches neu errichtet wird;

d. „Wohngebäude“: ein Gebäude, das überwiegend zum Wohnen dient;

e. „Gebäudeteil“: ein Gebäudeabschnitt, eine Etage oder eine Wohnung innerhalb eines Gebäudes, der bzw. die für eine andere Nutzung ausgelegt ist oder hierfür umgebaut wurde;

f. „Wohneinheit“: ein abgeschlossener Gebäudeteil, der zum Wohnen genutzt wird;

g. „KlimaHaus-Klasse“: auf Grundlage einer Bewertung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden und der Energieeffizienz der Gebäudehülle ermittelte Gebäudeklassifizierung laut Anlage 1;

h. „KlimaHaus nature“: auf Grundlage einer Bewertung der Nachhaltigkeit der verwendeten Baumaterialien und der verbundenen Prozesse sowie der Wassernutzung ermittelte Gebäudeklassifizierung laut Anlage 2;

i. „KlimaHaus-Protokoll“: standardisierter Ablauf der Gebäudezertifizierung für die Bescheinigung einer KlimaHaus-Klasse;

j. „Gesamtenergieeffizienz eines Gebäudes“: die berechnete oder gemessene Energiemenge, die benötigt wird, um den Energiebedarf im Rahmen der bestimmungsgemäßen Nutzung des Gebäudes zu decken, insbesondere für Heizung, Kühlung, Lüftung, Warmwasser und Beleuchtung;

k. „Primärenergie“: Energie aus erneuerbaren und nicht erneuerbaren Quellen, die keinem Umwandlungsprozess unterzogen wurde;

l. „Energie aus erneuerbaren Quellen“: Energie aus erneuerbaren, nichtfossilen Energiequellen: Wind, Sonne, aerothermische, geothermische, hydrothermische Energie, Meeresenergie, Wasserkraft, Biomasse, Deponiegas, Klärgas und Biogas;

m. „Gebäudehülle“: die integrierten Komponenten eines Gebäudes, die dessen Innenbereich von der Außenumgebung bzw. dem nicht konditionierten Innenbereich trennen;

n. „Energieeffizienz der Gebäudehülle“: die Kennzahl des Jahres-Heizwärmebedarfs eines Gebäudes, der aus den Transmissions- und Lüftungswärmeverlusten und den internen und solaren Wärmegewinnen resultiert;

o. „gebäudetechnische Systeme“: die technische Ausrüstung für Heizung, Kühlung, Lüftung, Warmwasserbereitung, Beleuchtung eines Gebäudes oder eines Gebäudeteiles, oder für eine Kombination derselben;

p „größere Renovierung“: die Renovierung eines bestehenden Gebäudes, bei der, ohne Anrechnung von Fensterflächen, mehr als 25 % der Gebäudehülle einer Erneuerung unterzogen werden, durch welche deren Beschaffenheit verändert wird;

q „KlimaHaus-Ausweis“ ein in Südtirol anerkannter Ausweis, der die Gesamtenergieeffizienz eines Gebäudes oder eines Gebäudeteils, berechnet nach einer vom Artikel 3 vorgesehenen Methode, angibt;

r. „kostenoptimales Niveau“: das Gesamtenergieeffizienzniveau, das während der geschätzten wirtschaftlichen Lebensdauer mit den niedrigsten Kosten verbunden ist, wobei die niedrigsten Kosten unter Berücksichtigung der energiebezogenen Investitionskosten, der Instandhaltungs- und Betriebskosten (einschließlich der Energiekosten und -einsparungen, der betreffenden Gebäudekategorie und gegebenenfalls der Einnahmen aus der Energieerzeugung) sowie gegebenenfalls der Entsorgungskosten ermittelt werden. Die wirtschaftliche Lebensdauer ist gemäß EN 15459 nachzuweisen. Das kostenoptimale Niveau liegt in dem Bereich des Gesamtenergieeffizienzniveaus, in denen die über die geschätzte wirtschaftliche Lebensdauer berechnete Kosten-Nutzen-Analyse positiv ausfällt;

s. „Fernwärme“ oder „Fernkälte“: die Verteilung thermischer Energie innerhalb einer von der Autonomen Provinz Bozen abgegrenzten Versorgungszone einer Fernheizanlage in Form von Dampf, heißem Wasser oder kalten Flüssigkeiten von einer zentralen Erzeugungsquelle durch ein Netz an mehrere Gebäude oder Anlagen zur Nutzung von Raum- oder Prozesswärme oder -kälte;

t. „KlimaHaus R“: unter besonderer Berücksichtigung des historischen Baubestandes ermittelte Gebäudezertifizierung laut Anlage 8.

3. Festlegung einer Methode zur Berechnung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden

3.1 Die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden wird gemäß Anlage 3 berechnet und nach KlimaHaus-Protokoll zertifiziert.

3.2 Die Gesamtenergieeffizienz der Gebäude darf ausschließlich von Fachleuten berechnet werden, welche in den jeweiligen Berufsverzeichnissen eingetragen sind. Dabei gelten die einschlägigen Rechtsvorschriften über die ausschließliche oder nicht ausschließliche Zuständigkeit des jeweiligen Berufes.

4. Mindestanforderungen an die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden

4.1 Die Mindestanforderungen betreffen die Gesamtenergieeffizienz von neuen Gebäuden, die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden, die einer größeren Renovierung unterzogen wurden sowie den Austausch oder die Erneuerung von gebäudetechnischen Systemen oder Bauteilen. Die Mindestanforderungen beziehen sich auf die Eigenschaften und Energieeffizienz der Gebäudehülle, auf die Primärenergie und auf die Verwendung erneuerbarer Energien. Sie müssen im Energieausweis korrekt wiedergegeben werden. Die Nichtanwendung der Mindestanforderungen in den vorgesehenen Fällen laut der Punkte 4.3 c), 4.5, 4.6 und 4.8 ist in Form einer technisch-wirtschaftlichen Dokumentation durch einen qualifizierten Techniker nachzuweisen.

4.2 Folgende Gebäudekategorien sind von der Pflicht zur Einhaltung der Mindestanforderungen an die Gesamtenergieeffizienz, die Energieeffizienz der Gebäudehülle sowie den Einsatz erneuerbarer Energien ohne weiteren Nachweis ausgenommen:

a) denkmalgeschützte Gebäude, im Sinne des gesetzesvertretenden Dekretes vom 22. Januar 2004, Nr. 42, und des Landesgesetzes vom 12. Juni 1975, Nr. 26, sowie Gebäude, die dem Ensembleschutz unterliegen, wenn die Einhaltung der Schutzvorschriften eine nicht vertretbare Veränderung ihrer Eigenart im architektonischen oder kunsthistorischen Sinne bedeutet;

b) Gebäude, die für den Gottesdienst und religiöse Zwecke genutzt werden;

c) Landwirtschaftliche Gebäude, Industrie- und Handwerksgebäude;

d) frei stehende Gebäude mit einer Gesamtnutzfläche von weniger als 50 m².

Für die unter Buchstabe c) angeführten Gebäude wird diese Bestimmung für die Gebäudeteile nicht angewendet, die für Büros oder Vergleichbares bestimmt sind, sofern diese zum Zweck einer energetischen Bewertung als eigenständig angesehen werden können.

4.3 Neue Gebäude müssen folgende Mindestanforderungen erfüllen:

a) Energieeffizienz der Gebäudehülle gleich oder höher als Klimahaus-Klasse B. Ab 1. Januar 2017 müssen die Grenzwerte gleich oder höher als KlimaHaus-Klasse A erreicht werden;

b) die Kohlendioxidemissionen von Gebäuden gleich oder höher als Klimahaus-Klasse B. Ab 1. Januar 2017 müssen die Grenzwerte gleich oder höher als KlimaHaus-Klasse A erreicht werden.

c) der Gesamtprimärenergiebedarf muss im Ausmaß von mindestens 40% aus erneuerbaren Energiequellen abgedeckt werden. Ab 1. Januar 2017 beträgt dieser Prozentsatz 50%.

Die Anforderung laut Buchstabe c) entfällt, wenn die berechnete Kosten-Nutzen-Analyse bezogen auf die wirtschaftliche Lebensdauer negativ ausfällt, das Gebäude in der KlimaHaus-Klasse Gold ausgeführt wird oder wenn ein Gebäude den gesamten Bedarf an thermischer Energie aus Fernwärme bezieht.

4.5 Bei Austausch oder Erneuerung maßgeblicher Komponenten der gebäude-technischen Systeme müssen Produkte verwendet werden, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen. Der Gesamtprimärenergiebedarf muss im Anteil von mindestens 25% aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden. Alternativ dazu muss der Gesamtprimärenergie-bedarf durch Verbesserung der Effizienz der betroffenen Anlage um mindestens 25% reduziert werden. Die Anforderung betreffend den Gesamtprimärenergiebedarf entfällt, wenn ein Gebäude den gesamten Bedarf an thermischer Energie aus Fernwärme bezieht.

4.6 Der Warmwasserbedarf für sanitäre Zwecke muss bei neuen Gebäuden sowie bei Austausch oder Erneuerung der gebäudetechnischen Systeme im Ausmaß von mindestens 60 % unter Nutzung erneuerbarer Energiequellen bereitgestellt werden. Alternativ dazu muss der Gesamtprimärenergiebedarf bei neuen Gebäuden 25% unter den Grenzwerten für die Gesamtenergieeffizienz laut Anlage 1 sein oder bei Austausch der gebäudetechnischen Systeme durch Verbesserung der Effizienz um mindestens 25% reduziert werden. Diese Anforderung entfällt, wenn ein Gebäude den gesamten Bedarf an thermischer Energie aus Fernwärme bezieht.

4.8 Bauteile von neuen Gebäuden und Bauteile die bei gänzlicher oder teilweiser Renovierung, bei außerordentlicher Instandhaltung der Gebäudehülle und bei Erweiterung von bestehenden Gebäuden von einem Eingriff betroffen sind, müssen die Grenzwerte für Wärmedurchgangskoeffizienten und sommerlichen Wärmeschutz entsprechend der Klimazone des Standortes gemäß der Anlagen 4 und 5 einhalten.

4.9 In allen Gebäuden, in denen mehr als 500 m² Gesamtnutzfläche von Behörden genutzt werden und die starken Publikumsverkehr aufweisen, muss an einer für die Öffentlichkeit gut sichtbaren Stelle ein Schild mit Angaben zur Gesamtenergieeffizienz gemäß Anlage 7 angebracht werden. Am 9. Juli 2015 wird dieser Schwellenwert von 500 m² auf 250 m² gesenkt.

5. KlimaHaus-Ausweis – Anwendungsbereich, Erstellung und Verwaltung

5.1 Der KlimaHaus-Ausweis im Sinne dieser Richtlinie (Anlage 6) ist erforderlich für alle neuen Gebäude und bei Gebäuden, die einer größeren Renovierung unterzogen werden. Ausgenommen davon sind Gebäude laut Punkt 4.2, Buchstaben a), b), c) und d).

5.2 Der KlimaHaus-Ausweis wird von der KlimaHaus-Agentur ausgestellt. Er muss der zuständigen Behörde vor Ausstellung der Benutzungsgenehmigung vorliegen.

5.3 Die KlimaHaus-Agentur verwaltet ein Verzeichnis der KlimaHaus-Ausweise und trägt für dessen regelmäßige Aktualisierung Sorge.

5.4 Bei allen neuen Gebäuden und bei Gebäuden, die einer größeren Renovierung unterzogen werden, muss der Bauherr erklären, dass die Unterlagen für die Berechnung der Gesamtenergieeffizienz des Gebäudes vor Baubeginn an die KlimaHaus-Agentur übermittelt werden. Nach Vorliegen aller erforderlichen Unterlagen wird der KlimaHaus-Ausweis innerhalb von 60 Tagen ab Empfang der Erklärung über den Abschluss der Arbeiten, die vom Bauherrn vorzulegen ist, ausgestellt.

6. KlimaHaus-Ausweis - Gültigkeitsdauer

6.1 Der KlimaHaus-Ausweis hat eine Gültigkeit von 10 Jahren ab Ausstellungsdatum, und muss bei jedem Eingriff, der die Energieeffizienz wesentlich ändert, aktualisiert werden.

6.2 Haben keine Bauarbeiten gemäß Punkt 5.4 stattgefunden, so fügt der Eigentümer oder der Verwalter der Miteigentumsgemeinschaft dem KlimaHaus-Ausweis vor Ablauf dieser Frist eine Eigenerklärung hinzu, die dessen Gültigkeit um weitere 10 Jahre verlängert. Eine Kopie der Eigenerklärung muss an die KlimaHaus-Agentur übermittelt werden.

7. Nachweis der Gesamtenergieeffizienz bei Übertragung und Vermietung

7.1 Ausschließlich für die Abfassung des Vertrages bei Übertragung oder Vermietung von Gebäuden, Gebäudeteilen oder einzelner Wohneinheiten kann der Nachweis über die Energieeffizienz sowohl mittels KlimaHaus-Ausweis als auch durch eine vom Eigentümer veranlasste Bewertung gemäß Anhang A des Ministerialdekretes vom 26. Juni 2009, in geltender Fassung, "Nationale Richtlinien für die energetische Zertifizierung von Gebäuden” erfolgen.

7.2 Eine Kopie des Nachweises über die Energieeffizienz muss innerhalb von 60 Tagen ab Abschluss des Vertrages an die KlimaHaus-Agentur übermittelt werden.

7.3 Der im KlimaHaus-Ausweis oder im Nachweis der Gesamtenergieeffizienz laut Punkt 7.1 angegebene Indikator der Gesamtenergieeffizienz für bestehende Gebäude oder einzelne Wohneinheiten muss in den Verkaufs- oder Vermietungsanzeigen in den kommerziellen Medien genannt werden.

8 Maßnahmen an bestehenden Gebäuden

8.1 Zur Steigerung der Energieeffizienz in bestehenden Gebäuden ist die Landesregierung bevollmächtigt, weitere geeignete Maßnahmen zu beschließen. Diese Maßnahmen können die Ausstattung mit technischen Gebäudesystemen wie auch die Regelung von Energie-Dienstleistungen beinhalten.

9 Überwachung und Strafen

9.1 Die KlimaHaus-Agentur ist befugt, Kontrollen durchzuführen sowie die erforderlichen Unterlagen und Informationen anzufordern, die zur Verwaltung im Sinne der Punkte 5.3 und 9.3 dienen.

9.2 Wird nach Fertigstellung der Bauarbeiten festgestellt, dass die Mindestvorschriften laut Punkt 4 nicht eingehalten wurden, so werden auf Grundlage eines Feststellungsprotokolls, welches der zuständigen Behörde zu übermitteln ist, die Verwaltungsstrafen gemäß Landesraumordnungsgesetz verhängt.

9.3 Es wird eine Kommission zur Kontrolle der KlimaHaus-Ausweise und der Anwendung der gegenständlichen Richtlinie eingesetzt, bestehend aus einem Vertreter der für Baugenehmigungen zuständigen Behörde, einem Vertreter der Landesagentur für Umwelt und einem Vertreter der KlimaHaus-Agentur. Die Kommission nimmt Stichproben eines statistisch signifikanten Prozentanteils aller jährlich ausgestellten KlimaHaus-Ausweise und unterzieht diese Ausweise einer Überprüfung, die auf der Grundlage einer Validitätsprüfung der zur Ausstellung des KlimaHaus-Ausweises verwendeten Eingabe-Gebäudedaten und der im Ausweis angegebenen Ergebnisse erfolgt.

10 Übergangsbestimmungen

10.1 Die Gültigkeit des für das gesamte Gebäude ausgestellten KlimaHaus Ausweises erstreckt sich auch auf die einzelnen Wohneinheiten, die Bestandteil desselben Gebäudes sind.

10.2 Die auf Grundlage des Beschlusses der Landesregierung Nr. 1609 vom 15. Juni 2009 mit nachfolgenden Änderungen (Energetische Sanierung bestehender Gebäude mit Erweiterung) bereits in Anspruch genommene zusätzliche Baumasse wird vom Baumassenbonus gemäß Punkt 11.2 abgezogen.

Anlage 1
KlimaHaus Klassen

Anlage 2
KlimaHaus nature Kriterien

Anlage 3
Methode und Berechnung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden

Anlage 4
Tabelle der Heizgradtage der Gemeinden Südtirols

Anlage 5
Bauteilbezogene Grenzwerte

Anlage 6
KlimaHaus Energieausweis

Anlage 7
Schild mit Angaben zur Energieeffizienz (Faksimile)

Anlage 8
Kriterien Zertifizierung KlimaHaus R

 

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