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Beschluss vom 4. April 2005, Nr. 1072
Bestimmungen über Bodensanierung und Wiederherstellung von verunreinigten Flächen (abgeändert mit Beschluss Nr. 2929 vom 11.08.2006, Beschluss Nr. 3243 vom 08.09.2008, Beschluss Nr. 781 vom 29.05.2012 und Beschluss Nr. 656 vom 03.06.2014)

Anlage

Bestimmungen über Bodensanierung und Wiederherstellung von verunreinigten Flächen

Artikel 1
Anwendungsbereich

1. Diese Bestimmungen regeln die Kriterien, die Verfahren und die Art und Weise der Sicherungsmaßnahmen, der Sanierung und Wiederherstellung der verunreinigten Flächen. Sie führen somit Artikel 10-bis des Landesgesetzes vom 6. September 1973, Nr. 61, über die Altlasten- und Bodensanierungen durch. Zu diesem Zweck regeln sie:

a) die Grenzwerte betreffend die Verunreinigung von Böden, der Oberflächengewässer und des Grundwassers in Bezug auf die spezifische Zweckbestimmung der Flächen;

b) die Verfahren betreffend die Probenahme und die Durchführung der Analysen;

c) die allgemeinen Richtlinien für Sicherungsmaßnahmen, Sanierung und Wiederherstellung der verunreinigten Flächen und für die Ausarbeitung der Sanierungsprojekte;

d) die Kriterien für die Sanierungsmaßnahmen der Böden und des Grundwassers bei denen Bakterien, genetisch veränderte Bakterienstämme und Reizmittel von Bakterien verwendet werden;

e) die Inhalte des Plans über die verunreinigten und potenziell verunreinigten Flächen und die Sanierungs- und Wiederherstellungsmaßnahmen von Seiten der öffentlichen Verwaltung.

2. Die Sanierungs- und Wiederherstellungsmaßnahmen für Flächen, welche die in dieser Verordnung festgelegten Grenzwerte überschreiten und deren Überschreitung entweder auf einen natürlichen Hintergrundswert oder auf eine spezifische Nutzung des Bodens zurückzuführen ist, werden mit eigenen Plänen geregelt. Diese Überschreitung wird im Folgenden als „verschiedenartige Verunreinigung definiert.

Artikel 2
Begriffsbestimmungen

1. Im Sinne dieser Bestimmungen versteht man unter:

a) Fläche: eine oder mehrere Zonen oder Teile des Territoriums, geographisch festgelegt, alle Umweltkomponenten mit inbegriffen, mitsamt der eventuell sich dort befindlichen Bauten und Anlagen;

b) Verunreinigte Fläche: Fläche, welche durch den Charakterisierungsplan oder den Plan über die verunreinigten und potenziell verunreinigten Flächen bestimmt wird und Verunreinigungen oder chemische, physische oder biologische Veränderungen des Bodens, des Untergrundes, der Oberflächengewässer oder des Grundwassers in dem Maße aufweist, dass eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit und für die natürliche oder bebaute Umwelt besteht. Die Fläche kann auch aus nicht angrenzenden Zonen bestehen, auf denen ein gemeinsamer Sanierungseingriff durchgeführt wird, der eine Verbesserung der Sanierungsmaßnahme darstellt. Im Sinne dieser Verordnung ist die Fläche auch dann verunreinigt, wenn auch nur ein Parameter der verunreinigten Substanzen im Boden, im Untergrund, im Oberflächengewässer oder im Grundwasser über den von dieser Verordnung festgelegten Grenzwerten liegt;

c) Potentiell verunreinigte Fläche: Fläche, welche durch den Charakterisierungsplan oder den Plan über die verunreinigten und potenziell verunreinigten Flächen bestimmt wird und welche aufgrund von bestimmten vergangenen oder derzeitigen menschlichen Tätigkeiten möglicherweise verunreinigte Substanzen im Boden, im Untergrund, im Oberflächengewässer oder im Grundwasser in dem Maße aufweist, dass eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit und für die natürliche oder bebaute Umwelt besteht;

d) Dringende Maßnahmen zur Sicherstellung: jeder notwendige und dringende Eingriff um die verunreinigenden Quellen zu beseitigen, die Ausbreitung der Schadstoffe einzudämmen und den Kontakt mit den verunreinigenden Quellen, die in der Fläche vorhanden sind, zu vermeiden in Erwartung der Sanierungs- und Wiederherstellungsmaßnahmen oder der dauerhaften Sicherungsmaßnahmen;

e) Sanierung: die Gesamtheit der Maßnahmen, um die Quellen der Verunreinigung und die verunreinigenden Substanzen zu beseitigen oder die Konzentration der verunreinigenden Substanzen im Boden, im Untergrund, im Oberflächengewässer oder im Grundwasser bis auf einen Wert zu verringern, welcher gleich oder unter den von dieser Verordnung festgelegten Grenzwerten liegt;

f) Sanierung mit Sicherungsmaßnahmen: die Gesamtheit der Maßnahmen um die Konzentration der verunreinigenden Substanzen im Boden, im Untergrund, im Oberflächengewässer oder im Grundwasser auf Werte zu reduzieren, die über jenen der für die urbanistische Zweckbestimmung festgelegten Grenzwerte liegen, sofern auch mit Anwendung der bestmöglichen Technologien bei erträglichen Kosten, gemäß der Prinzipien der Europäischen Bestimmungen, die Grenzwerte nicht erreicht werden können. In diesen Fällen müssen für die Nutzung der Fläche geeignete Sicherungsmaßnahmen, sowie Überwachungspläne und mögliche Einschränkungen der urbanistischen Zweckbestimmung vorgesehen werden. Die Konzentration der verbleibenden verunreinigenden Substanzen muss auf jeden Fall den Schutz der öffentlichen Gesundheit und der natürlichen oder bebauten Umwelt gewährleisten;

g) Sicherungsmaßnahmen: Maßnahmen und besondere notwendige Kontrollen, um Schäden der öffentlichen Gesundheit und der Umwelt zu vermeiden. Schäden, welche durch die Konzentration der verbleibenden verunreinigenden Substanzen im Boden, im Untergrund, im Oberflächengewässer oder im Grundwasser oder durch in dauerhafter Sicherstellung endgelagerter Abfälle verursacht werden. Dazu zählen auch die Überwachungsmaßnahmen, die geeignet sind, um die Wirksamkeit der Nutzungseinschränkungen zu kontrollieren. Sicherungsmaßnahmen werden in jenen Fällen herangezogen, wo auch durch Anwendung der bestmöglichen Technologien bei erträglichen Kosten, gemäß der Prinzipien der Europäischen Bestimmungen, durch die Sanierung und Wiederherstellung es nicht möglich ist, die Grenzwerte dieser Verordnung für die urbanistische Zweckbestimmung einzuhalten oder die verunreinigende Quelle bestehend aus den abgelagerten Abfällen zu entfernen;

h) Wiederherstellung: Maßnahmen zur Wiederherstellung der Umwelt und der Landschaft, die falls gefordert, zusätzlich zu den Sanierungsmaßnahmen vorgenommen werden und ermöglichen, die Fläche laut urbanistischer Zweckbestimmung effektiv und definitiv zu nutzen, wobei der Schutz von Boden, Wasser und Luft zu gewährleisten ist;

i) Dauerhafte Sicherstellung: die Gesamtheit der Maßnahmen, um die verunreinigenden Quellen endgültig gegenüber der Umweltkomponenten einzukapseln, sofern die verunreinigenden Quellen von endgelagerten Abfällen stammen und es nicht möglich ist, diese mit Anwendung der bestmöglichen Technologien bei erträglichen Kosten gemäß der Prinzipien der Europäischen Bestimmungen zu entfernen. In diesen Fällen müssen für die Nutzung der Fläche geeignete Sicherungsmaßnahmen, sowie Überwachungspläne und mögliche Einschränkungen der urbanistischen Zweckbestimmung vorgesehen werden. Die Konzentration der verunreinigenden Substanzen in den Umweltkomponenten, welche durch die endgelagerten Abfälle beeinflusst worden sind, dürfen im Boden, im Untergrund, im Oberflächengewässer oder im Grundwasser die im Anhang 1 festgelegten Grenzwerte nicht überschreiten;

j) Verschiedenartige Verunreinigung: Verunreinigungen oder chemische, physische oder biologische Veränderungen des Bodens, des Untergrundes, der Oberflächengewässer oder des Grundwassers, die der Allgemeinheit zuzuschreiben sind und aus verschiedenen Quellen stammen. Die verschiedenartige Verunreinigung schließt auch die Überschreitung der Grenzwerte ein, die mit den üblichen landwirtschaftlichen Tätigkeiten zusammenhängen.

Artikel 3
Grenzwerte und Arten der Maßnahmen

1. Die Grenzwerte für die verunreinigenden Substanzen im Boden, im Untergrund, im Oberflächengewässer oder im Grundwasser in Bezug auf die Zweckbestimmung sowie die Kriterien für die Bewertung der Qualität der Oberflächengewässer sind im Anhang 1 festgelegt.

2. Die Verfahren für die Entnahme und die Analyse der Proben, um die Überschreitung der in Absatz 1 genannten Grenzwerte festzustellen, werden im Anhang 2 festgelegt.

3. Die dringenden Maßnahmen zur Sicherstellung, sowie die Sanierung, die Sanierung mit Sicherungsmaßnahmen, die dauerhafte Sicherstellung, die Wiederherstellung und die Sanierungsmaßnahmen müssen gemäß der im Anhang 3 angeführten Kriterien durchgeführt werden.

Artikel 4
Pflicht zur Sanierung und Wiederherstellung

1. Unbeschadet der Bestimmungen der Artikel 5 und 6, muss die betroffene Fläche bei Überschreitung oder potentiellen Gefahr der Überschreitung der Grenzwerte der verunreinigenden Substanzen laut Artikel 3, Absatz 1, dringenden Maßnahmen zur Sicherstellung, Sanierung und Wiederherstellung unterzogen werden, um die Quellen der Verunreinigung und die verunreinigenden Substanzen zu entfernen oder die Konzentration der verunreinigten Substanzen gemäß der Modalitäten dieser Verordnung mindestens bis zu den Grenzwerten zu verringern.

2. Die Konzentrationen, die durch die Sanierungs- und Wiederherstellungsmaßnahmen erreicht werden müssen, beziehen sich für jede Substanz auf die natürlichen Hintergrundwerte, falls nachgewiesen wird, dass in der unmittelbaren aber von der Verunreinigung nicht betroffenen Umgebung, die natürliche Hintergrundkonzentration höher ist, als die im Anhang 1 angegebenen Werte.

3. Durch die Sanierungs- und Wiederherstellungsmaßnahmen müssen strengere Werte erreicht werden, als für die Zweckbestimmung vorgesehen sind, wenn sich die Gewässer, auch nur teilweise, innerhalb der zu sanierenden Fläche laut Bestimmungen zum Schutz der Gewässer in einem sensiblen Gebiet befinden bzw. wenn nachgewiesen wird, dass es sich um ein in Bezug auf die Verunreinigungen besonders empfindliches Gewässer handelt bzw. wenn es notwenig ist, die für Trinkwasserzwecke bestimmten Gewässer zu schützen.

4. Wenn durch eine Abänderung der Zweckbestimmung strengere Grenzwerte vorzusehen sind, muss der Betroffene auf eigene Kosten die notwendigen Sanierungsmaßnahmen aufgrund eines, gemäß Artikel 10-bis des Landesgesetzes vom 6. September 1973, Nr. 61, genehmigten Projektes vornehmen.

Artikel 5
Sanierung mit Sicherungsmaßnahmen und Wiederherstellung

1. Wenn das Vorprojekt laut Artikel 11 aufzeigt, dass die Grenzwerte laut Artikel 3, Absatz 1 trotz Anwendung der bestmöglichen Technologien bei erträglichen Kosten gemäß der Prinzipien der Europäischen Bestimmungen nicht erreicht werden, kann die Landesagentur eine Sanierung und Wiederherstellung mit Sicherungsmaßnahmen ermächtigen, die auf jeden Fall den Schutz der Umwelt und der Gesundheit gewährleisten, auch wenn die Konzentration der verbleibenden verunreinigenden Substanzen über den Grenzwerten des Anhang 1 liegen. Diese Konzentration der verbleibenden verunreinigenden Substanzen wird durch eine Risikoanalyse bestimmt, die das Einhalten der in der Anlage 4 angeführten Vorgaben gewährleisten muss. Die Landesagentur kann mit begründeter Anordnung auch Sanierungsprojekte mit Sicherungs- und Wiederherstellungsmaßnahmen ohne Risikoanalyse genehmigen, wenn das Projekt aufzeigt, dass keine Verbindung zwischen der Quelle und dem Empfänger möglich ist.

2. Durch die Genehmigung des Projekts werden die Sanierungs- und Wiederherstellungsmaßnahmen laut Absatz 1 ermächtigt. Diese Genehmigung schreibt Sicherungsmaßnahmen und Kontrollpläne vor, welche notwendig sind, um eventuelle Schäden aufgrund von Restkontaminationen zu vermeiden. Weiters können zeitliche oder endgültige Einschränkungen oder besondere Bedingungen für die Nutzung der Fläche festgelegt werden. Unbeschadet der urbanistischen Zweckbestimmung können durch diese Vorschriften Bauleitpläne und Landespläne abgeändert werden, die notwendig sind, um die Durchführung der Sicherungsmaßnahmen und die Einschränkungen oder die Nutzungsart der Fläche zu gewährleisten.

3. Die Sicherungsmaßnahmen und die zeitlichen oder endgültigen Einschränkungen oder besonderen Bedingungen für die Nutzung der Fläche müssen in den kartographischen und technischen Unterlagen des Bauleitplanes der Gemeinde eingetragen werden. Die Eintragung der neuen Bindung und der diesbezüglichen Vorschriften in den Bauleitplan wird von der gebietsmäßig zuständigen Gemeinde gemäß Landesgesetz vom 29. Juli 1996, Nr. 21 aufgrund der Bestätigung gemäß Artikel 13, Absatz 3 dieser Verordnung vorgenommen. Bei Nichteintragung von Seiten der Gemeinde und im Falle von Artikel 15 dieser Verordnung erfolgt die Eintragung der neuen Bindung und der diesbezüglichen Vorschriften gemäß Artikel 19 des Landesgesetzes vom 6. September 1973, Nr. 61.

Artikel 6
Dauerhafte Sicherstellung und Wiederherstellung

1. Wenn die verunreinigende Quelle aus endgelagerten Abfällen besteht und das Vorprojekt laut Artikel 11 beweist, dass trotz Anwendung der bestmöglichen Technologien bei erträglichen Kosten gemäß der Prinzipien der Europäischen Bestimmungen es nicht möglich ist die Abfälle zu entfernen, kann die Landesagentur Maßnahmen zur dauerhaften Sicherstellung und Wiederherstellung ermächtigen.

2. Auf den Flächen, bei denen Maßnahmen zur dauerhaften Sicherstellung durchgeführt werden, dürfen nur die dort befindlichen Abfälle endgelagert werden, die die Ursache der Verunreinigung darstellen und die Reste aus der Behandlung dieser Abfälle.

3. Für jene Flächen, bei denen Maßnahmen zur dauerhaften Sicherstellung durchgeführt werden, abgesehen von der Pflicht für die Sicherungs-, Sanierungs- und Wiederherstellungsmaßnahmen, wenn Verunreinigungen auftreten oder die konkrete Gefahr für Verunreinigungen besteht, sind die Nachsorgekosten der Maßnahmen zur dauerhaften Sicherstellung und Wiederherstellung zu Lasten der Interessenten.

4. Die Sicherungsmaßnahmen und die zeitlichen oder endgültigen Einschränkungen oder besonderen Bedingungen für die Nutzung der Fläche müssen in den kartographischen und technischen Unterlagen des Bauleitplanes der Gemeinde eingetragen werden. Die Eintragung der neuen Bindung und der diesbezüglichen Vorschriften in den Bauleitplan wird von der gebietsmäßig zuständigen Gemeinde gemäß Landesgesetz vom 29. Juli 1996, Nr. 21 aufgrund der Bestätigung gemäß Artikel 13, Absatz 3 dieser Verordnung vorgenommen. Bei Nichteintragung von Seiten der Gemeinde und im Falle von Artikel 15 dieser Verordnung erfolgt die Eintragung der neuen Bindung und der diesbezüglichen Vorschriften gemäß Artikel 19 des Landesgesetzes vom 6. September 1973, Nr. 61.

5. Es besteht in jedem Falle die Pflicht, gemäß Artikel 4 und 5 die Sanierung der Fläche vorzunehmen, die von der aus den endgelagerten Abfällen verunreinigten Quelle beeinflusst wird, falls die Konzentration der Werte im Boden, im Untergrund, im Oberflächengewässer oder im Grundwasser die Grenzwerte laut Artikel 3, Absatz 1 überschreiten.

Artikel 7
Umlagerungen der Abfälle innerhalb derselben Fläche

1. Unbeschadet der Bestimmungen der Artikel 4, 5 und 6 ist die Umlagerungen der Abfälle innerhalb derselben Fläche unter der Bedingung möglich, dass unter dem Gesichtspunkt des Umweltrisikos die Umlagerung eine Verbesserung gegenüber der vorhergehenden Situation darstellt. Diese Bewertung muss anhand von international anerkannten Methoden durchgeführt werden (Risikoanalyse, Umweltverträglichkeitsprüfung, usw.).

2. Falls durch die Umlagerung die endgültige Unterbringung der Abfälle vorgesehen ist, muss der Bereich innerhalb der Zone, in dem die Umlagerung vorgesehen ist, unter Anwendung der bestmöglichen Technologien bei erträglichen Kosten angepasst werden.

Artikel 8
Mitteilung der Verunreinigung, der Gefahr einer Verunreinigung und der dringenden Maßnahmen zur Sicherstellung

1. Jeder, der auch nur versehentlich die Überschreitung der Grenzwerte laut Artikel 3, Absatz 1 oder die konkrete Gefahr der Überschreitung derselben verursacht, muss innerhalb von 48 Stunden nach dem Ereignis die Landesagentur und die Gemeinde sowie die Kontrollorgane der Gesundheitsbehörde benachrichtigen, indem er angibt:

a) den Verantwortlichen der Verunreinigung oder der Gefahr der Verunreinigung und den Eigentümer der Fläche;

b) die Fläche und das geschätzte Ausmaß der verunreinigten Zone oder der gefährdeten Zonen;

c) die Ursachen der Verunreinigung oder der Gefahr der Verunreinigung;

d) die Art und Menge der bereits in die Umwelt gelangten Verunreinigungen oder jener Verunreinigungen für welche die Gefahr besteht, in die Umwelt zu gelangen;

e) die betroffenen Umweltkomponenten, wie z. B. der Boden, die Gewässer, die Flora, die Fauna;

f) die geschätzte Menge der gefährdeten Bevölkerung oder, falls dies nicht möglich ist, die urbanistischen und territorialen Eigenschaften der Fläche, die die potentiell verunreinigte Fläche umgibt;

2. Innerhalb der darauf folgenden 48 Stunden nach dem Termin laut Absatz 1 muss der Verantwortliche der Verunreinigung oder einer Gefahr der Verunreinigung, der Landesagentur und der gebietsmäßig zuständigen Gemeinde die durchgeführten oder die in Durchführungsphase befindlichen dringenden Maßnahmen zur Sicherstellung mitteilen. Der Mitteilung müssen geeignete technische Unterlagen beigelegt werden, aus denen die Eigenschaften der obgenannten Maßnahmen hervorgehen.

3. Innerhalb von 30 Tagen nach dem Erhalt der Mitteilung laut Absatz 2 prüft die Landesagentur die Wirksamkeit der getroffenen dringenden Maßnahmen zur Sicherstellung und kann Auflagen und weitere Maßnahmen vorschreiben, im Besonderen die Durchführung von Kontrollmaßnahmen, um das Ausmaß der Verunreinigung und die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit und des natürlichen Umfeldes festzustellen.

Artikel 9
Verfügungen

1. Die öffentlichen Organe, die in Ausübung ihrer institutionellen Aufgaben eine Gefahr der Verunreinigung feststellen oder feststellen, dass Flächen eine Verunreinigung aufweisen, die über den in Anhang 1 vorgesehenen Grenzwerten liegt, teilen dies der Landesagentur und der Gemeinde mit.

2. Nach Erhalt der Mitteilung laut Absatz 1 fordert die Gemeinde den Verantwortlichen der Verunreinigung auf, die notwendigen dringenden Maßnahmen zur Sicherstellung, zur Sanierung und zur Wiederherstellung gemäß der vorliegenden Verordnung vorzunehmen.

3. Die Verfügung laut Absatz 2 wird in jedem Fall auch dem Eigentümer der Fläche zugestellt.

4. Der Verantwortliche der Verunreinigung muss innerhalb von 48 Stunden nach Zustellung der Verfügung alle Maßnahmen laut Artikel 8, Absatz 2 durchführen. Wenn der Verantwortliche der Verunreinigung nichts unternimmt oder nicht auffindbar ist oder der Eigentümer des verunreinigten Grundstückes, der als mitverantwortlich angesehen wird, oder ein anderes interessiertes Subjekt nichts unternimmt, werden die notwendigen dringenden Maßnahmen zur Sicherstellung, die Sanierung und Wiederherstellung oder die dauerhafte Sicherstellung von der Gemeinde durchgeführt.

Artikel 10
Maßnahmen auf Initiative der Interessierten

1. Der Eigentümer der Fläche oder ein anderes Subjekt, welche, außer in den von Artikel 8 und 9 vorgesehenen Fällen, auf eigene Initiative beabsichtigen die Verfahren gemäß Artikel 10-bis des Landesgesetzes vom 6. September 1973, Nr. 61, für die dringenden Maßnahmen zur Sicherstellung, zur Sanierung und zur Wiederherstellung durchzuführen, müssen der Landesagentur und der Gemeinde die erhobene Situation sowie die eventuell durchgeführten oder die in Durchführungsfase befindlichen notwendigen dringenden Maßnahmen zur Sicherstellung zum Schutz der Gesundheit und der Umwelt mitteilen. Der Mitteilung müssen geeignete technische Unterlagen beigelegt werden, aus denen die Eigenschaften der obgenannten Maßnahmen hervorgehen.

2. Innerhalb von 30 Tagen nach dem Erhalt der Mitteilung laut Absatz 1 prüft die Landesagentur die Wirksamkeit der getroffenen dringenden Maßnahmen zur Sicherstellung und kann Auflagen und weitere Maßnahmen vorschreiben, im Besonderen die Durchführung von Kontrollmaßnahmen, um das Ausmaß der Verunreinigung und die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit und des natürlichen Umfeldes festzustellen.

3. Wenn der Eigentümer oder ein anderes Subjekt gemäß Absatz 1 oder 2 vorgeht, bestimmt die Landesagentur den Beginn der Sanierungsmaßnahmen, aufgrund der Gefährlichkeit der Fläche, wobei der Interessierte immer die Möglichkeit hat vor dem festgesetzten Termin mit den Sanierungs- und Wiederherstellungsmaßnahmen zu beginnen.

Artikel 11
Genehmigung des Projektes und Ermächtigung der Maßnahmen zur Sanierung, Wiederherstellung und dauerhaften Sicherstellung

1. Die Projekte für die Maßnahmen zur Sanierung und Wiederherstellung und zur dauerhaften Sicherstellung laut Artikel 4, 5 und 6 werden aufgrund der allgemeinen Kriterien und der Richtlinien gemäß Anhang 4 ausgearbeitet. Diese gliedern sich in drei fortlaufende technische Ebenen und können auch gemeinsam ausgearbeitet werden: Charakterisierungsplan, Vorprojekt und Ausführungsprojekt.

2. Innerhalb von 30 Tagen ab dem Ereignis, das zur Überschreitung der Grenzwerte geführt hat oder ab Feststellung der Gefahrensituation der Überschreitung der Grenzwerte oder ab Zustellung der Verfügung laut Artikel 9 oder, unbeschadet der Bestimmung des Artikel 10, Absatz 3, oder ab der vom Interessierten durchgeführten Mitteilung, muss der Landesagentur der Charakterisierungsplan vorgelegt werden, der gemäß der im Anhang 4 angeführten Kriterien auszuarbeiten ist.

3. Das Ausführungsprojekt muss der Landesagentur innerhalb eines Jahres ab dem im Absatz 2 angegebenen Termin vorgelegt werden.

4. Aufgrund der Ergebnisse des Charakterisierungsplans muss das Vorprojekt gemäß der im Anhang 4 angeführten Kriterien erstellt und der Landesagentur übermittelt werden.

5. Auf Basis des Vorprojektes wird das Ausführungsprojekt für die Sanierung und Wiederherstellung oder für die Sanierung und Wiederherstellung mit dringenden Maßnahmen zur Sicherstellung oder für die Maßnahmen zur dauerhaften Sicherstellung ausgearbeitet; dieses beinhaltet auch mögliche Vorschriften und Einschränkungen für die Nutzung der Fläche.

6. Die Landesagentur verlangt eventuell weitere Unterlagen und genehmigt, nach Anhören der betroffenen Gemeinden, den Charakterisierungsplan, das Vorprojekt und das Ausführungsprojekt gemäß Artikel 10-bis des Landesgesetzes vom 6. September 1973, Nr. 61, dabei kann die Landesagentur auch besondere Auflagen vorschreiben. Mit der Genehmigung des Vorprojektes wird die verunreinigte Fläche festgelegt.

7. Die Projekte zur Sanierung und Wiederherstellung mit Sicherungsmaßnahmen laut Artikel 5 können nur unter folgenden Bedingungen genehmigt werden:

a) das Vorprojekt zeigt auf, dass die Grenzwerte laut Anhang 1 auch nicht unter Anwendung der bestmöglichen Technologien erreicht werden können;

b) die Konzentrationen der verbleibenden verunreinigenden Substanzen, die für diese Fläche und für die urbanistische Zweckbestimmung zu erreichen sind, gewährleisten auf jeden Fall den Schutz der Gesundheit und der Umwelt, die durch die verunreinigte Fläche beeinträchtigt sind; diese Bedingung muss aufgrund einer Risikoanalyse überprüft werden, die laut der im Anhang 4 angeführten Kriterien durchzuführen ist, oder ohne Abschätzung des Risikos, wenn die Bedingungen laut Artikel 5, Absatz 1 zutreffen;

c) das Vorprojekt zur Sanierung und Wiederherstellung sieht vor und beschreibt die Sicherungsmaßnahmen, die in der Fläche und in der umliegenden Zone zu treffen sind, sowie die durchzuführenden Kontrollpläne, um die Effizienz der Sanierungsmaßnahmen und der angewandten Sicherungsmaßnahmen zu überprüfen.

8. Die Projekte zur dauerhaften Sicherstellung dürfen nur unter den in Artikel 6 angeführten Bedingungen genehmigt werden.

9. Mit der Genehmigung des Ausführungsprojektes werden auch die Ausführungszeiten sowie die eventuellen Vorschriften für die Durchführung der Arbeiten ermächtigt. Dabei wird auch die Höhe der Finanzgarantie festgelegt, im Ausmaß von mindestens 20% der geschätzten Kosten der Eingriffe, die zugunsten der Provinz Bozen für die korrekte Durchführung der Arbeiten und die Fertigstellung der Maßnahmen zu leisten ist. Die Genehmigung wird auch der betroffenen Gemeinde mitgeteilt.

10. Im Fall der Sanierung und Wiederherstellung von Flächen, auf denen die Produktionstätigkeit weitergeführt wird, garantiert die Landesagentur im Zuge der Ermächtigung des Projektes, dass die obgenannten Eingriffe so durchgeführt werden, dass die Tätigkeit aufrechterhalten werden kann, wobei der Schutz der öffentlichen Gesundheit und der Umwelt zu gewährleisten ist.

Artikel 12
Projektierung in Phasen

1. Wenn aus dem Vorprojekt hervorgeht, dass die Sanierung oder die Sanierung mit Sicherungsmaßnahmen aufgrund der Natur der Maßnahmen oder der Ausdehnung der betroffenen Fläche mit besonderen Schwierigkeiten verbunden ist, kann die Genehmigung des Vorprojektes erlauben, dass das Ausführungsprojekt zur Sanierung oder zur Sanierung mit Sicherungsmaßnahmen in verschiedene Projektierungsphasen gegliedert wird, um die Anwendung von neuen Technologien zu bewerten oder das Ergreifen von Maßnahmen für einzelne Zonen zu ermöglichen. Die Hinterlegung der Finanzgarantie bezieht sich jedoch auf den gesamten Eingriff.

2. Jede Projektierungsphase muss einen detaillierten Bericht beinhalten, abgefasst laut Angaben des Anhangs 4, über die in der vorhergehenden Phase durchgeführten Arbeiten und die erzielten Ergebnisse und wird unter Berücksichtigung der, bei der Durchführung der vorhergehenden Projektierungsfasen, erzielten Ergebnisse genehmigt.

3. In der Genehmigung muss der Termin für die Einreichung des Sanierungsprojektes für die nächste Phase angegeben werden.

Artikel 13
Kontrollen

1. Die Landesagentur kontrolliert die Übereinstimmung der Eingriffe mit den genehmigten Projekten.

2. Nach Durchführung der Sanierung, der Sanierung mit Sicherungsmaßnahmen und der dauerhaften Sicherstellung muss der Interessierte bei der Landesagentur einen detaillierten Bericht über die durchgeführten Arbeiten einreichen. Das Dokument muss im Besonderen Angaben über die Menge der umgelagerten Abfälle, ihren Bestimmungsort und die diesbezüglichen Analysen enthalten.

3. Die Fertigstellung der Eingriffe zur Sanierung und Wiederherstellung, zur Sanierung mit Sicherungsmaßnahmen und zur dauerhaften Sicherstellung und die Übereinstimmung derselben mit dem genehmigten Projekt wird durch die Landesagentur mittels Abnahme durch eine Bescheinigung bestätigt, die gemäß Anhang 5 ausgestellt wird. Die Fertigstellung der Eingriffe zur dauerhaften Sicherstellung und die Übereinstimmung derselben mit dem genehmigten Projekt kann erst 5 Jahre nach Durchführung der ersten Kontrolle laut Absatz 5 bestätigt werden.

4. Die Bescheinigung gemäß Absatz 3 gilt als Rechtstitel für die Auflösung der Finanzgarantie laut Artikel 11, Absatz 9.

5. Die Subjekte müssen für die Eingriffe laut Artikel 4 und 5, welche mit Genehmigung des Projektes oder mit dem Plan über die verunreinigten und potenziell verunreinigten Flächen oder mit der Bescheinigung laut Absatz 3 bestimmt werden, periodische Kontrollen zur Feststellung der Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen zur Sicherung und zur dauerhaften Sicherstellung durchführen. Weiters müssen die Subjekte alle 2 Jahre, außer anders von der Landesagentur vorgeschrieben, feststellen, ob die Eigenschaften der Fläche auf der Eingriffe durchgeführt wurden, der vorgesehenen Zweckbestimmung entsprechen und keine Risiken für die Gesundheit und für die Umwelt darstellen, unter Berücksichtigung der in der Zwischenzeit gewonnenen technischen und wissenschaftlichen Kenntnisse.

Artikel 14
Maßnahmen der Gemeinden und des Landes

1. Die Eingriffe zur Sicherstellung, zur Sanierung und Wiederherstellung, zur dauerhaften Sicherstellung und zur Sicherung werden in folgenden Fällen von der gebietsmäßig zuständigen Gemeinde durchgeführt:

a) wenn der Verantwortliche der Verunreinigung nicht auffindbar ist und der Eigentümer des Grundstücks, der als mitverantwortlich angesehen wird, nichts unternimmt;

b) wenn der Verantwortliche der Verunreinigung zwar auffindbar ist, aber nichts unternimmt, und auch wenn der Eigentümer des Grundstücks, der als mitverantwortlich angesehen wird, oder sonst ein betroffenes Subjekt nichts unternimmt;

c) wenn der zu sanierende Grund öffentliches Eigentum ist und der Verantwortliche der Verunreinigung nicht auffindbar ist oder nichts unternimmt.

2. Die Gemeinde oder das Land führt die Eingriffe zur Sanierung und Wiederherstellung in Übereinstimmung mit dem Plan über die verunreinigten und potenziell verunreinigten Flächen laut Artikel 10-bis, Absatz 5 des Landesgesetzes vom 6. September 1973, Nr. 61, durch, unbeschadet der Anwendung der notwendigen Sicherungsmaßnahmen für den Schutz der öffentlichen Gesundheit und der Umwelt.

3. Die Rangordnung der Eingriffe zur Sanierung und Wiederherstellung wird über den Plan über die verunreinigten und potenziell verunreinigten Flächen festgelegt.

4. Für die von der öffentlichen Verwaltung durchgeführten Eingriffe sind keine Finanzgarantien laut Artikel 11, Absatz 9 vorgesehen.

Artikel 15
Plan über die verunreinigten und potenziell verunreinigten Flächen

1. Die Landesregierung genehmigt gemäß Artikel 10-bis, Absatz 5 des Landesgesetzes vom 6. September 1973, Nr. 61, einen Plan über die verunreinigten und potenziell verunreinigten Flächen, indem die Flächen und für jede Fläche die durchzuführenden Arbeiten, die vorgesehenen Kontrollen, die diesbezüglichen Kosten und die vorgesehenen Ausführungszeiten angegeben werden müssen. Außerdem müssen die Subjekte bestimmt werden, die für die Sanierung zuständig sind, und die diesbezüglichen Kontrollen.

2. Der Plan beinhaltet:

a) eine Liste der zu sanierenden Flächen;

b) die Liste der Flächen, die bereits einer Sanierung, Wiederherstellung, Sanierung und Wiederherstellung mit Sicherungsmaßnahmen und dauerhaften Sicherstellung unterzogen wurden, sowie die auf diesen Flächen durchgeführten Eingriffe;

c) die Bestandsaufnahme, die gemäß Gesetz Nr. 441/1985 durchgeführt wurde;

d) eine Liste der Flächen, wo potenziell verunreinigende Tätigkeiten durchgeführt werden;

e) eine Liste der potenziell verunreinigenden Tätigkeiten, von denen keine Bestandsaufnahme durchgeführt wurde.

3. Die Liste der zu sanierenden Flächen wird auf folgenden Grundlagen ausgearbeitet und angepasst:

a) Mitteilung von Seiten der Subjekte laut Artikel 8 für die Flächen, in denen die Überschreitung der im Anhang 1 angeführten Grenzwerte eingetreten ist;

b) Mitteilung der interessierten Subjekte laut Artikel 10 für die Flächen, in denen die Überschreitung der im Anhang 1 angeführten Grenzwerte eingetreten ist;

c) Die durchgeführten Kontrollen der zuständigen Behörden, welche eine Überschreitung der Grenzwerte laut Artikel 3, Absatz 1 feststellen, für die Flächen, die in die Bestandsaufnahme der potenziell verunreinigten Flächen eingetragen werden;

d) Mitteilungen der öffentlichen Organe laut Artikel 9, Absatz 1, die in Ausübung ihrer institutionellen Aufgaben verunreinigte Flächen festgestellt haben;

e) Genehmigung der Sanierungsprojekte.

4. Die Eintragung einer Fläche in den Plan über die verunreinigten und potenziell verunreinigten Flächen muss in den kartographischen und technischen Unterlagen des Bauleitplanes der Gemeinde eingetragen werden. Die Eintragung der neuen Bindung und der diesbezüglichen Vorschriften in den Bauleitplan wird gemäß Artikel 19 des Landesgesetzes vom 6. September 1973, Nr. 61, vorgenommen. Für jene Projekte, welche vor dem Inkrafttreten der nationalen Gesetzgebung für die Bodensanierungen und jedenfalls vor Inkrafttreten dieser Bestimmungen bereits genehmigt worden sind, behält sich die Landesverwaltung gemäß geltender gesetzlicher Bestimmungen vor, die geeignetste Zweckbestimmung auch in Bezug auf die erreichten Sanierungsziele festzulegen, eventuell auch mittels Abänderung der bereits bestehenden Zweckbestimmungen, sollten diese sich als unvereinbar herausstellen.

Anlage 2

Referenzverfahren für die Entnahme und Analyse von Proben

Generelle Kriterien

Die in der vorliegenden Anlage beschriebenen Kriterien stellen überblicksmäßige Anleitungen dar. Die genauen Kriterien werden von der Landesagentur im Rahmen der Genehmigung des Projektes definiert. In jedem Fall muss die Entnahme und die Analyse der Proben so vorgenommen werden, dass sie die geologische und hydrogeologische Rekonstruktion der Fläche oder der bei der Altlast vorhandenen Flächen garantieren, sowie die horizontale und vertikale Abgrenzung der Kontamination. Wo es möglich ist, müssen Kriterien für die Entnahme und Analyse der Proben verwendet werden, die national und/oder international anerkannt sind.

Auswahl der Lage der Punkte für die Probennahme

Die Lage der Probenentnahmepunkte muss so gewählt werden, dass sie den in den generellen Kriterien angegebenen Zielen entspricht.

Für jede untersuchte Umweltmatrix (Boden, Untergrund, Aufschüttungsmaterialien, unterirdische Gewässer, oberirdische Gewässer, Bodenatmosphäre) und für abgelagerte Abfallhaufen kann man zwei prinzipielle Strategien präsentieren, um die Punkte für die Sondierung und Probenentnahme zu wählen:

1. die Auswahl basiert auf der Charakterisierung der Fläche und auf dem gelieferten Modellentwurf und kann herangezogen werden die Hypothesen zu verifizieren, die über das Vorhandensein von Schadstoffen oder über die Umwelteigenschaften der Fläche angestellt wurden.

2. die Auswahl der Lokalität der Punkte basiert auf einem zufälligen oder statischen Kriterium, zum Beispiel Probenahme mit Hilfe eines vordefinierten oder zufälligen Netzes; diese Auswahl ist jedes Mal zu bevorzugen, wenn die Dimensionen der Zone oder der Mangel an historischen Informationen und Informationen zu den Betriebsanlagen es nicht erlauben, eine befriedigende Charakterisierung und eine Lokalisierung der wahrscheinlichsten Kontaminationsquellen zu erreichen.

Boden, Untergrund und eventuell in-situ vorhandene Aufschüttungsmaterialien

Aufgrund der speziellen Heterogenität der Umweltmatrizen Boden, Untergrund und unterirdische Gewässer müssen die Probenahme und die Analysen derartig erfolgen, dass sie eine repräsentative Probe der realen Konzentration einer bestimmten Substanz im Raum, d.h. auf der beprobten Fläche und dem Volumen, und die zeitliche Entwicklung der Konzentration liefern.

Falls ein Raster verwendet wird, kann die Maschenweite zwischen 25 und 100 m schwanken, je nach Typ und Dimensionen der von den Untersuchungen betroffenen Flächen. Die Untersuchungspunkte können an den Knotenpunkten des Rasters (systematische Lage) liegen oder in geeigneter Position (systematische, zufällige Lage) im Inneren jeder Masche oder zufällig im Inneren der Maschen des Rasters je nach Erkenntnisdaten, die im Laufe der vorläufigen Untersuchungen gewonnen wurden oder aus der logistischen Situation (Vorhandensein von Infrastrukturen, und soweiter).

Mit Hilfe der Dimensionen der zu untersuchenden Fläche können folgende Anleitungen gegeben werden:

< 10.000 m2: mindestens 5 Punkte

10.000 - 50.000 m2: von 5 bis 15 Punkte

50.000 - 250.000 m2: von 15 bis 60 Punkte

250.000 - 500.000 m2: von 60 bis 120 Punkte

> 500.000 m2: mindestens 2 Punkte alle 10.000 m2

Die Tiefe der Probenahme am Boden, Untergrund oder an Aufschüttungsmaterialien variiert mit der Notwendigkeit die Zone aus geologischer und hydrogeologischer Sicht zu charakterisieren, die Tiefe der Kontamination, die horizontale und vertikale Schwankung der Kontamination, das Vorhandensein eines direkten Kontaktes zwischen Grundwässer und Kontaminationsquellen zu bestimmen und muss in der Entwurfsphase des ursprünglichen Untersuchungs- oder Detailplanes definiert werden. Die Anzahl der Probenahmen in vertikaler Richtung kann im Zuge der durchgeführten Beobachtungen während der Probenahme und aufgrund der hydrogeologischen Homogenität der durchteuften Schichten modifiziert werden.

Die Festlegung der Tiefe der Bohrungen und die Probenahme muss mit Sorgfalt so durchgeführt werden, dass keine weitere Ausweitung der Schadstoffe ermöglicht wird. Die Art der Probenahme muss so erfolgen, dass eine ungestörte Probe erhalten wird.

Abfälle

Im Falle, bei dem man das Vorhandensein von Abfällen und das Volumen von in Ablagerungen vorhandenen Materialien oder Deponien charakterisieren muss, dessen Dimensionen man nicht kennt, kann es notwendig sein, indirekte Untersuchungsmethoden zu verwenden, die es ermögliche, Profile zu rekonstruieren.

Für die Probenahme von Abfällen kann es nützlich sein, die Probenahme in Form von Schürfungen durchzuführen, damit es möglich ist eine ausreichende Menge zu entnehmen und die qualitativen, quantitativen Schwankungen der Müllansammlungen mit der Tiefe und der Ablagerungsperiode zu beobachten.

Unterirdische Gewässer

Besondere Aufmerksamkeit muss der Bestimmung der Probenentnahmestellen mit Hilfe der hydrogeologischen Charakterisierung der Zone und des Entwurfmodells der Fläche und der Charakteristiken des Wasserkörpers geschenkt werden, den man beproben will (zum Beispiel die Wasseroberfläche, Permeabilität, Hauptfließrichtung), um eindeutig den Einfluss der Altlast auf die Gesamteigenschaften der untersuchten Gewässer und die Mobilität der Schadstoffe in den unterirdischen Gewässern je nach erhobener Tiefe charakterisieren zu können.

Mindestens ein Piezometer für jeden zu untersuchenden Grundwasserkörper muss unmittelbar bergseitig der Fläche (im hydrogeologischen Sinne) errichtet werden, um den Referenzwert der unterirdischen Gewässer beim „Eingang ins Untersuchungsgebiet festzulegen und mindestens ein Piezometer muss unmittelbar talseitig der Altlast gelegen sein, damit man die Eigenschaften der Grundwässer beim „Ausgang der Fläche bestimmen kann.

Die Piezometer müssen mittels einer durchgehenden Kernbohrung errichtet werden und müssen aus Materialien bestehen, die mit den auf der Fläche vorhandenen Schadstoffen kompatibel sind; sie müssen geeignete Filterschlitze besitzen, die in geeigneter Lage zu den zu beprobenden Grundwasserkörpern und den relativen Korngrößen sind; es werden folgende Anleitungen für die Errichtung der Piezometer gegeben:

Fläche kleiner oder gleich als 50.000 m2= mindestens 4

Fläche zwischen 50.000 und 100.000 m2= mindestens 6

Fläche zwischen 100.000 und 250.000 m2= mindestens 8

Fläche größer 250.000 m2= mindestens 1 pro 25.000 m2

Falls keine hydrogeologischen Studien vorhanden sind, muss die Tiefe der Piezometer in Funktion einer vollständigen hydrogeologischen Rekonstruktion des Gebietes sein, sowie in Funktion der vertikalen und horizontalen Verteilung der eventuellen Kontamination und auch in Funktion der tatsächlichen Nutzungen des Grundwassers.

Die Anzahl und die Lage der Piezometer können durch die Ergebnisse der chemischen, physikalischen Untersuchungen und der Definition der Kontaminationsherde erweitert werden, so dass man über die Zeit den Effekt der einzelnen Herde auf alle Grundwässer kontrollieren kann, die potentiell von den Kontaminationsphänomenen betroffen sind.

Atmosphäre des Bodens

Die Probenentnahme von Bodenluft zur Beurteilung des Inhaltes an flüchtigen Stoffen im Boden, Untergrund oder den unterirdischen Gewässern, wird aufgrund der möglichen Lokalisierung dieser Stoffe festgelegt. Dieser Analysetyp kann eine Hilfe bei der vorläufigen Beurteilung von Gebieten mit hoher Konzentration von flüchtigen Stoffen sein, die danach direkten Untersuchungen des Bodens, Untergrundes und der unterirdischen Gewässer zu unterziehen sind.

Oberflächenwässer

Neben den bereits aufgelisteten Kriterien die Repräsentanz der Probe zu definieren, ist es notwendig, die umweltmäßige und chemische Situation bergseitig, im mittleren Abschnitt und talseitig der Fläche und entlang der Fließrichtung des Wasserkörpers zu charakterisieren, um die Effekte zu bestimmen, welche von der vorhandenen Kontamination auf der Fläche ausgehen.

Im Falle von Seen, Lagunen oder vom Meer muss die Beprobung gemäß der „Querschiff“-Bestimmung mit drei Querschiffen (bergseitig, talseitig und in der Mitte) durchgeführt werden, mit einem longitudinalen und transversalen Abstand, abhängig von den Dimensionen des Wasserkörpers und mit mindestens drei vertikalen Probenahmen pro Punkt.

Geogene Bodenhintergrundproben

Die Proben, welche von angrenzenden Zonen der Altlast entnommen wurden und von denen man sicher annehmen kann, dass sie frei von der Kontamination der Altlast und von menschlichen Aktivitäten sind, werden als geogene Bodenhintergrundproben definiert und dazu verwendet, die Konzentrationswerte der Schadstoffe für alle Umweltkomponenten zu bestimmen, die für das Untersuchungsgebiet bedeutsam sind; im Falle einer Beprobung der Böden muss die Tiefe und der zu beprobende Bodentyp jenen Proben bei der Altlast entsprechen.

Die Anzahl der Proben schwankt in Funktion der allgemeinen und hydrogeologischen Eigenschaften der Fläche, jedenfalls dürfen nicht weniger als drei Proben in der Umgebung der Altlast entnommen werden.

Kontrollproben

Von Seiten der Verantwortlichen der Sanierungseingriffe müssen zwei offizielle Gegenproben entnommen werden: eine Probe um es der zuständigen Behörde zu ermöglichen die Untersuchungen zu vertiefen oder die von den Analysen resultierenden Konzentrationswerte zu überprüfen; eine Probe muss konform zu den nachfolgend angeführten Qualitätskriterien für eventuelle Anfechtungen und Gegenanalysen aufbewahrt werden.

Modalität für die Entnahme, Aufbewahrung und den Transport der Proben

Die Qualität der Analyseergebnisse kann durch eine nicht korrekte Ausführung während der Fase der Probenahme, der Einlagerung, des Transportes und der Aufbewahrung stark beeinträchtigt werden; daher ist es notwendig, dass jede dieser Fasen einer Qualitätskontrolle unterliegt, um folgendes zu garantieren:

die Abwesenheit von Kontaminationen, die von der benachbarten Umgebung oder von den benutzten Werkzeugen für die Beprobung und Entnahme stammen

die Abwesenheit von Schadstoffaustritten an den Wänden der Probenentnahmegeräte und der Behälter

den Schutz der Probe vor Kontamination, die von einem Gebrechen der Behälter stammt

eine geeignete Temperatur im Augenblick der Probenahme, um die Dispersion der flüchtigen Stoffe zu vermeiden

eine geeignete Lagerungstemperatur für die Proben

die Abwesenheit von biologischen Veränderungen im Laufe der Verpackung und Aufbewahrung

die Abwesenheit jeglicher chemischer, physikalischer Veränderungen der Stoffe

die Reinigung der für die Beprobung, die Entnahme, den Transport und die Aufbewahrung verwendeten Werkzeuge

Die Entnahmen des Bodens, des Untergrundes und der Aufschüttungsmaterialien müssen trocken erfolgen, ohne der Zuhilfenahme von Flüssigkeiten oder Schlämmen; während der Bohrung, speziell wenn flüchtige oder thermisch abbaubare Schadstoffe gesucht werden müssen, darf der Boden nicht erhitzt werden; die Rotationsgeschwindigkeit muss moderat sein, damit Reibung zwischen Boden und Probenentnahmewerkzeug geringer ist, oder man muss Schlagsysteme verwenden, falls man in Umgebungen arbeitet, wo es kein Risiko gibt eine Explosion zu verursachen.

Die Reinigung der Werkzeuge erfolgt mit Mitteln oder Lösungen, die mit den Materialien und den untersuchten Substanzen kompatibel sind, damit man Phänomene von Kontaminationen die sich vermischen oder den Verlust an RepräsentanzderProbevermeidet.

Die Herstellung der Proben, die den Analysen unterzogen werden, muss im Augenblick der Materialentnahme so erfolgen, dass keine flüchtigen Substanzen verloren gehen: in dieser Hinsicht kann man in der Praxis nur falls keine flüchtigen Substanzen vorhanden sind, das gewonnene Material in Bohrkisten legen und danach die Proben entnehmen. Im Falle, dass flüchtige Substanzen vorhanden sind, muss die Repräsentanz der Probe garantiert werden, indem jene Bedingungen eingehalten werden, welche die Konservierung der originalen Konzentration garantieren.

Für die Analyse von Substanzen, die an der Oberfläche des Grundwassers schwimmen, muss die Wasserprobeentnahme mit Werkzeugen vorgenommen werden, die so positioniert werden, dass sie die Entnahme der schwimmenden Flüssigkeit erlauben und eine Verdünnung mit Wässern aus größerer Tiefe vermeiden.

Für die unterirdischen Gewässer müssen die Analysen im Speziellen an einer Probe erfolgen, die so entnommen wurde, dass sich die Effekte auf die chemischen, physikalischen Eigenschaften der Gewässer, verursacht durch die Probenentnahmegeschwindigkeit, verringern. Beispiele dafür sind die Anwesenheit einer kolloidalen Phase oder/und die Änderung der Bedingungen der Redoxreaktion, die zu einer Ausfällung von Elemente führen können, welche unter natürlichen Bedingungen in den Gewässern gelöst sind. Vor der eigentlichen Probenentnahme von unterirdischen Gewässern müssen die Piezometer bis zum Erhalt von klarem Wasser und mindestens für jene Zeit, die dem Austausch vom drei- bis fünffachen Volumen des Wassers im Inneren des Brunnens/Piezometers entspricht, gespült werden.

Die Analysen der unterirdischen Gewässer müssen an der originalen Probe als solche durchgeführt werden, um die Gesamtkonzentration der Schadstoffe zu erhalten.

Vom Material, welches aus den einzelnen Sondierungspositionen gewonnen wird, müssen verschiedene Proben in vorher festgelegten Tiefen entnommen werden. Die Probeentnahme für den Boden, Untergrund und für die Aufschüttungsmaterialien muss es ermöglichen, den Verlauf der Konzentration der Schadstoffe entlang des untersuchten Profils zu rekonstruieren. Auf jeden Fall müssen die Beprobungen alle einzelnen, homogenen Schichten beinhalten, wobei jene offensichtlich anormalen nichtausgelassenwerdendürfen.

Falls eine Siebanalyse des Bodens durchzuführen ist, muss eine eigene Probe dafür entnommen werden, wobei man einen Teil der Probe nimmt, die durch die Methode der Viertelung gewonnen wird, gemäß der Anleitung von IRSA-CNR, Heft 64 vom Jänner 1985.

Die eventuelle Selektion und Ausscheidung von nicht homogenen Materialien in der zu untersuchenden Matrix kann nur im Labor erfolgen, nachdem sichergestellt wurde, dass das zu siebende Material nicht zur Kontamination beiträgt; im gegenteiligen Fall muss auch dieses Material auf geeignete Weise analysiert und charakterisiert werden, wie im Anhang 1 dargestellt.

Wenn vergrabene Abfälle das Untersuchungsobjekt darstellen, vor allem wenn diese ausgekoffert und als Abfall entsorgt werden, kann es günstig sein, eine Beprobung und Analyse einer Mischprobe des Materials vorzunehmen, welches durch jede Sondierungsposition gewonnen wird.

Die Auswahl des Behälters, in welchen die Probe gegeben wird, erfolgt in Funktion der Eigenschaften des Schadstoffes, um eine geringe Wechselwirkung zwischen den Schadstoffen und den Wänden des Behälters zu garantieren. Im Falle von organischen Schadstoffen müssen Behälter aus Glas oder Teflon mit hermetischem Verschluss verwendet werden; bei Proben für Metalluntersuchungen können auch Behälter aus Polyethylen verwendet werden. Die Behälter müssen vollständig mit der Probe gefüllt werden, versiegelt, etikettiert und sofort zum Analyselabor gebracht werden, gemeinsam mit den Notizen der Probenentnahme. Falls leicht degradierbare und flüchtige Schadstoffe zu bestimmen sind und falls die Übergabe an das Analyselabor nicht in kurzer Zeit erfolgen kann, muss die Konservierung der Proben selbst in einer gekühlten Umgebung vorgenommen werden. Weiters kann auch eine Zugabe von Konservierungsstoffen in Erwägung gezogen werden, welche nicht mit den Analysen interferieren.

Laboranalysen

Die öffentliche Behörde kann im Rahmen der Genehmigung des vorläufigen, detaillierten Untersuchungsplanes die Durchführung eines Auslaugversuches mit speziellen Bezug auf anorganische Kontaminationen und metallische Mikroschadstoffe verlangen, auch um die Biodisponibilität dieser Substanzen zu beurteilen. Die im Auslaugversuch zu wiederholenden Bedingungen müssen möglichst ähnlich jenen sein, die im Boden und im Untergrund im Terminus pH, Reduktionspotential, Leitfähigkeit, und so weiter vorzufinden sind; die Zeit des Kontaktes zwischen Feststoff/Flüssigkeit darf nicht weniger als 24 Stunden betragen.

Bei der Durchführung der Analysen müssen folgende Vorschriften eingehalten werden:

Durchführen der Laboranalyse innerhalb kürzester Zeit ab dem Zeitpunkt der Probeentnahme

Ausarbeitung und Vorlegen eines Berichts der zuständigen Behörde, in welchem für jeden analysierten Parameter die verwendeten Methoden und die jeweiligen Nachweisgrenzen dargestellt sind

Anwenden von offiziellen Analysemethoden, die auf nationaler und/oder internationaler Ebene anerkannt sind

Durchführung von Analysen an Proben mit bekannter Konzentration an Standartproben, wobei man die Prozentsätze der Abweichung der verwendeten, analytischen Methode bestimmt.

Die Analysen müssen in öffentlichen oder privaten Labors durchgeführt werden, die garantieren, den notwendigen Qualitätsanforderungen zu entsprechen.

Kriterien zur Kontrolle der Qualität der Probenentnahmen und Analysen

Um die Kontrolle und die Qualität der Maßnahmen bei den Probenentnahmen zu garantieren, muss eine geeignete Dokumentation der Aktivitäten erfolgen, die es erlaubt, die bei der Altlast entnommenen und ins Labor geschickten Proben wieder auffindbar zu machen; diese Dokumentation muss auch die Kontrolltätigkeiten der im Gelände und Labor durchgeführten Arbeiten beinhalten.

Ausarbeitung und Interpretation der Daten

Alle im Zuge der Untersuchungsfasen erhaltenen Analysenergebnisse stellen die Datenbasis dar, auf welche man sich bei der Definition des konzeptionellen Modells der Fläche und bei der Definition des Grades der Ausweitung der Kontamination bei der Fläche und der von dieser beeinflussten Zone bezieht, durch den Vergleich mit den akzeptablen Grenzwerten in der Anlage 1.

Die Auswertung der Analysenresultate muss die Unsicherheit des für jede Probe bestimmten Konzentrationswertes ausdrücken: in Anbetracht der Heterogenität der Matrizen Boden, Untergrund und Aufschüttungsmaterialien ist die Standartabweichung für jeden bestimmten Konzentrationswert, der mit den akzeptablen Grenzwerten zu vergleichen ist, mit 10% festgelegt.

Im Bericht, welcher neben der Darstellung der Analysenergebnisse angeführt wird, müssen die Methoden und die statistischen Berechungen dargestellt werden, auf welche sich die Ausdrücke der Ergebnisse und der Standartabweichung beziehen.

Die Ergebnisse der Untersuchungsaktivitäten auf der Fläche und im Labor müssen gemäß der in Anlage 4 festgelegten Kriterien dargestellt werden.

Anlage 3

Allgemeine Kriterien für die dringenden Maßnahmen zur Sicherstellung, für die Sanierung und Wiederherstellung; für die Sicherungsmaßnahmen und die dauerhafte Sicherstellung; Kriterien für die Maßnahmen, wo Bakterien, genetisch veränderte Bakterienstämme und Reizmittel von Bakterien verwendet werden, die natürlich im Boden vorkommen

Die in vorliegender Anlage beschriebenen Kriterien stellen ungefähre Anleitungen dar. Die speziellen Kriterien werden von der Landesagentur im Rahmen der Genehmigung des Projektes definiert. Für die dringenden Maßnahmen zur Sicherstellung, der Sanierung und Wiederherstellung, für die Sicherungsmaßnahmen und die dauerhafte Sicherstellung sind folgende allgemeine Kriterien vorgesehen:

a. Bevorzugen von Sanierungstechniken, die dauerhaft und deutlich die Konzentration in den verschiedenen Umweltmatrizen, die toxischen Effekte und die Mobilität der Schadstoffe reduzieren

b. Bevorzugen von Sanierungstechniken, die dazu tendieren den Boden auf der Fläche zu behandeln und wiederzuverwerten, in-situ und on-site Behandlung des verseuchten Bodens, mit einer nachfolgenden Verringerung der Risikos, die vom Transport und der Deponierung des kontaminiertes Bodens stammen

c. Bevorzugen von Sanierungstechniken, welche die Behandlung und Wiederverwertung des Boden auf der Fläche ermöglichen, auch von heterogenen Materialien oder vom Aushub, die auf der Fläche als Auffüllungsmaterialien verwendet wurden

d. Einplanen der Wiederverwertung des Bodens und der heterogenen Materialien, die off-site Behandlungen unterzogen wurden, sowohl auf der Fläche selbst als auch auf anderen Flächen, welche geeignete Umweltbedingungen und sanitäre Eigenschaften aufweisen

e. Präsentieren einer detaillierten, vergleichenden Analyse der verschiedenen Sanierungstechniken, die auf der untersuchten Fläche angewandt werden können, unter Berücksichtigung der spezifischen Eigenschaften des Gebietes, im Sinne von Effizienz die endgültigen Ziele zu erreichen, von Restkonzentrationen, von Durchführungszeiten, von Einwirkung auf die Umwelt, die sich in Nachbarschaft zu den Eingriffen befindet; diese Analyse muss von einer Kostenanalyse der verschiedenen Technologien begleitet sein

f. Die dargestellten Alternativen müssen einen Vergleich der Effizienz der Technologien zulassen, auch in Anbetracht einer Reduktion der langfristigen Handhabung der Sicherungsmaßnahmen, der relativen Kontrollen und des Monitorings

g. Definieren der für die Fläche akzeptablen Restkonzentrationswerte, um den Schutz der öffentlichen Gesundheit und der benachbarten Umgebung zu garantieren, sei es für die vorhandenen Bedingungen, als auch für Szenarien möglicher Änderungen der hauptsächlichen Umweltcharakteristiken und territorialen Eigenschaften

h. Für die dauerhafte Sicherstellung jene Eingriffe bevorzugen, die eine Behandlung der Abfälle ermöglichen, um sowohl das Volumen, als auch die Toxizitätsauswirkungen zu reduzieren

i. Die Sicherungsmaßnahmen an die spezifischen Eigenschaften der Altlast und der von ihr beeinflussten Umwelt anpassen

j. Einplanen der sofortigen Klassifizierung und Beseitigung der Abfälle oder gefährlichen Substanzen, die auf der Fläche vorhanden oder angehäuft sind und den Stand der Kontamination verschlechtern können

k. Einplanen der vollständigen Registrierung der relativen Daten von Abfällen und entfernten Kontaminationsquellen, wobei zum Zweck der Projektierung der Sanierungseingriffe das Volumen, die Typologie und die chemischen, physikalischen Eigenschaften, die enthaltenen Stoffe, die präzise Lokalisierung auf der Fläche und die Charakteristiken der Lagerung definiert werden

l. Bevorzugen der Anwendung von organischen Materialien geeigneter Qualität bei den Sanierungs- und Rekultivierungsmaßnahmen, die aus der Wiederverwertung des Hausmülls stammen

m. Die vorgeschlagenen Technologien einem Labortest oder Überprüfungen mit Pilotanlagen unterziehen, die es erlauben, die Effizienz dieser in Bezug auf die spezifischen geologischen und umwelttechnischen Bedingungen der Fläche zu beurteilen

n. Vermeiden von jeglichem zusätzlichen Risiko der Kontamination der Luft, der unterirdischen und oberirdischen Gewässer, des Bodens und des Untergrundes, sowie das Vermeiden von jeglicher Belästigung durch Lärm und Geruch

o. Vermeiden von hygienischem, sanitärem Risiko für die Bevölkerung während der Durchführung der Maßnahmen

p. Absichern der Umweltmatrizen, die bei der Altlast und bei der von der Kontamination betroffenen Zone vorhanden sind, und das Vermeiden jeglicher zusätzlicher Zerstörung der Umwelt und der Landschaft

q. Anpassen der Rekultivierungsmaßnahmen an die Zweckbestimmung und an die morphologischen, vegetationsökologischen und landschaftlichen Eigenschaften des Gebietes

Allgemeine Kriterien, bei denen man Bakterien, genetisch veränderte Bakterien und im Boden vorhandene Reizmittel von Bakterien verwendet

a) Die Verwendung von Impfkulturen, die aus genetisch veränderten Mikroorganismen(MGM) bestehen, ist bei biologischen Sanierungseingriffen des Bodens, des Untergrundes, der unterirdischen und oberflächlichen Gewässer nur bei vollkommen geschlossenen Behandlungssystemen erlaubt, die im folgenden als Bioreaktoren bezeichnet werden. Unter Bioreaktoren versteht man Strukturen, in denen es möglich ist, die zu sanierenden Matrizen vollkommen von der äußeren Umwelt zu isolieren, sobald sie von der ursprünglichen Lagerstätte abtransportiert worden sind. In diesem Fall erfolgen die biologischen Reaktionen im Inneren von Behältern dessen Eingangsleitungen (zur Ernährung) und Ausgangsleitungen (für das Monitoring des Prozesses und die Ableitung) unter Druck stehen, um den Austritt von biologischen Agenzien in die benachbarte Umgebung zu verhindern.

b) Bei den in a) vorgesehen Fällen ist nur die Verwendung von MGM erlaubt, die zur Gruppe 1 in der Richtlinie 90/219/CEE gehören, die mit dem Legislativdekret vom 3. März 1993 umgesetzt wurde, mit Abänderungen, eingeführt von der Richtlinie 94/51 CEE.

c) Der Verantwortliche der Sanierungsmaßnahme, der vorhat MGM zu verwenden, muss beschränkt auf das vorher im Absatz Angeführte a) ein dokumentiertes Gesuch beim Umweltministerium einreichen (oder bei einer anderen zuständige Behörde, die zu bestimmen hat ), wobei er die spezifischen Informationen vom Anhang VB der oben genannten Richtlinie liefern muss. Die Verwendung von MGM der Gruppe 1 in geschlossenen Systemen darf nur nach vorangegangener Ermächtigung der zuständigen Behörde erfolgen, die verpflichtet ist innerhalb von 90 Tagen ab Einreichung des Gesuches, durch den Verantwortlichen des Sanierungseingriffes eineEntscheidungzutreffen.

d) Sobald der Behandlungszyklus im Bioreaktor zu Ende ist, müssen vor einer eventuellen Rückführung zur ursprünglichen Lagerstätte die Matrizen Prozeduren unterworfen werden, die eine diffuse, neuerliche Kolonisierung von natürlichen Mikrobengemeinschaften ermöglichen, um die Anzahl der geimpften MGM unterhalb von Werten < 103UFC (koloniebildende Einheiten) pro g Boden oder pro ml Wasser zurückzuführen, die der Sanierungsbehandlung unterzogen worden sind.

e) Keinen besonderen Beschränkungen, auch für Sanierungsmaßnahmen in nicht geschlossenen Systemen, unterliegen die Vergrößerungsmaßnahmen von autochtonen Mikrobengesellschaften (Bioaugmentation), welche die Matrizen abbauen, die einer biologischen Behandlung zu unterziehen sind oder die Impfung derselbigen mit Mikroorganismen oder natürlichen Mikrobengesellschaften, vorausgesetzt diese besitzen keine Pathogenität für den Mensch, die Tiere und die Pflanzen.

Dringende Maßnahmen zur Sicherstellung

Die dringenden Maßnahmen zur Sicherstellung haben einen Dringlichkeitscharakter und ersetzen nicht die Sanierungseingriffe oder die dauerhafte Sicherstellung.

Im Folgenden werden einige Typen von dringenden Maßnahmen zur Sicherungstellung aufgelistet:

Entfernung der an der Oberfläche angesammelten Abfälle, Entleerung von Wannen, Einsammeln von verschütteten Flüssigkeiten, Abpumpen von schwimmenden Schadstoffflüssigkeiten

Errichtung von Zäunen, Gefahrensignalen und andere Sicherungs- und Überwachungsmaßnahmen

Errichtung von Kontrolldränagen

Bau oder Stabilisierung von Dämmen

Abdeckung oder temporäre Abdichtung von kontaminierten Böden und Schlämmen

Entfernung oder Entleerung von Behältern oder Containern, die potentiell gefährliche Substanzen enthalten

Als dringende Maßnahme zur Sicherstellung werden auch die hydraulischen Sperren angesehen, auch wenn sie aus technischen Gründen nicht innerhalb von 48 Stunden aktiviert werden, wie im Absatz 2 des Art. 7 der vorliegenden Bestimmungen vorgesehen.

Im Falle der Anwendung von dringenden Maßnahmen zur Sicherstellung sind Monitoring- und Kontrollaktivitäten vorgesehen, um sowohl das Erreichen der gesetzten Ziele als auch das zeitliche Andauern der Bedingungen zu überprüfen, welche den Umweltschutz und die öffentliche Gesundheit garantieren.

Sanierung und Wiederherstellung; dauerhafte Sicherstellung

Die Sanierungseingriffe/die dauerhafte Sicherstellung müssen für jede untersuchte Altlast das Erreichen der vorgesehenen Ziele garantieren, mit der geringeren Auswirkung auf die Umwelt und der größeren Effizienz, in Form von Restkonzentrationen in den Umweltmatrizen, von Umweltschutz und öffentlicher Gesundheit.

Das allgemein angewandte Klassifizierungssystem, um die Typologie der Maßnahmen auszuwählen, definiert:

in-situ Maßnahmen: werden ohne Bewegung oder Entfernung des kontaminierten Bodens durchgeführt

on-site Maßnahmen: mit Bewegung und Entfernung der Materialien und des kontaminierten Bodens, aber mit Behandlung auf der Fläche der Altlast selbst

off-site Maßnahmen: mit Bewegung und Entfernung der Materialien und des kontaminierten Bodens, um die Materialien und den Boden außerhalb der Altlast in ermächtigte Behandlungsanlagen oder Deponien zu bringen

Die Abnahmeprüfung der Sanierungseingriffe/dauerhaften Sicherungsstellung muss die Übereinstimmung zwischen dem Ausführungsprojekt und der tatsächlichen Ausführung anhand folgender Kriterien beurteilen: Erreichen der akzeptablen Grenzwerte, oder der Restkonzentrationswerte; Effizienz der Systeme, Technologien, Instrumente und der verwendeten Mittel für die Sanierung/dauerhafte Sicherungstellung, sowohl während der Ausführung als auch am Ende der Sanierungseingriffe und Wiederherstellung; Effizienz der dauerhaften Sicherstellung mit Drosselung der Migration der Kontamination; Effizienz der Sicherungsmaßnahmen.

Die Monitoring- und Kontrollmaßnahmen müssen im Laufe und am Ende aller Phasen durchgeführt werden, die für die Sanierung oder die dauerhafte Sicherstellung und Wiederherstellung der Altlast vorgesehen sind, um die Effizienz der Eingriffe unter Berücksichtigung des Erreichens der vorfixierten Ziele zu überprüfen. Dafür wird folgende zeitliche Planung empfohlen:

am Ende der dringenden Maßnahmen zur Sicherstellung

nach Realisierung der Sicherungsmaßnahmen, um zu überprüfen ob: die Schadstoffwerte, die von der Fläche beeinflusst werden, in den Umweltmatrizen den Restkonzentrationen entsprechen, die während der Planung genehmigt wurden; nicht Migrationsphänomene der Kontamination stattfinden; die öffentliche Gesundheit geschützt wird

im Zuge der Aktivitäten für die Sanierung / dauerhafte Sicherstellung, um die Übereinstimmung mit den Anforderungen des Projektes zu überprüfen

nach Beendigung der Aktivitäten für die Sanierung / dauerhafte Sicherstellung und Wiederherstellung, um im Rahmen einer angemessenen Zeitperiode die Effizienz der Sanierung und der Sicherungsmaßnahmen zu überprüfen.

Sicherungsmaßnahmen

Die Sicherungsmaßnahmen werden angewandt, um Risiken zu vermeiden, welche von der Restkontamination für die beeinflusste Umwelt und von den Aktivitäten auf der Fläche ausgehen und auf die öffentliche Gesundheit Auswirkungen haben und immer falls auch anhand der Sanierungseingriffe die akzeptablen Grenzwerte der Anlage 1 nicht erreicht worden sind oder immer wenn dauerhafte Sicherstellungsmaßnahmen durchgeführt werden.

Die Sicherungsmaßnahmen dienen dazu, die Migration der Restschadstoffe im Boden, im Untergrund, in den unter- und oberirdischen Gewässern aufzufangen und die Diffusion von schadstoffhältigen Stäuben und Dämpfen zu vermeiden.

Diese Maßnahmen beinhalten:

Brunnensperren, die eine ausreichende Pumpleistung garantieren, um den Fluss von Schadstoffen aufzufangen, die in den unterirdischen Gewässern vorhanden sind

Entnahme von unterirdischen Gewässern, um diese aufzubereiten und welche anschließend wenn möglich in das Grundwasser wiedereingespeist werden

Abdecken von Bodenbereichen mit isolierendem Material, damit eine weitere Versickerung der im Boden und Untergrund vorhandenen Stoffe und ein direkter Kontakt mit der Bevölkerung verhindert wird

Statische Absperrsysteme für die Kontamination, wie Barrieren oder Trennwände, unterirdische oder oberflächliche, horizontale oder vertikale

Inertisierung/Stabilisierung des Bodens auf der Fläche

Die Sicherungsmaßnahmen müssen die Absperrung der Kontamination und den Schutz der Empfänger Mensch und Umwelt garantieren, wie im Projekt vorgesehen; sie müssen auf Basis von Vorkehrungen angewandt werden, welche Szenarien von Änderungen der Haupteigenschaften der Umwelt und des Territoriums berücksichtigen. Daher müssen in der Planungsphase die Stabilitätsprobleme im Laufe der Zeit und die statische und funktionelle Resistenz der Bauwerke unter Einbindung von Änderungen der Eigenschaften des Territoriums berücksichtigt werden. Bei der Planung dieser Bauwerke müssen auch Überlegungen in Hinblick auf die Notwendigkeit durchgeführt werden, einen Notfallplan vorzusehen, um eventuelle Fehlfunktionen möglichst klein zu halten.

Unter Sicherungsmaßnahmen fallen auch die vorgesehenen Nutzungsbeschränkungen einer Fläche, oder Teile der Zone, die von der Notwendigkeit herrühren, die öffentliche Gesundheit vor der Restkontamination zu schützen.

Schutz der Arbeiter

Die Durchführung einer Maßnahme zur Sanierung/dauerhaften Sicherstellung und zur Wiederherstellung einer Altlast muss garantieren, dass keine Emissionen von Substanzen oder Zwischenprodukten auftreten, die gefährlich für die Arbeiter sind, welche auf der Fläche arbeiten, sowohl während der Durchführung von Untersuchungen, von Lokalaugenscheinen, der Messungen, der Probeentnahme als auch während der Eingriffe.

Für jede Fläche, wo die Arbeiter mit großer Wahrscheinlichkeit gefährlichen Stoffen ausgesetzt sind, wird ein Schutzplan mit dem Zweck vorgesehen, die Gefahren für die Sicherheit und Gesundheit aufzuzeigen, die in jeder operativen Phase vorkommen können, und die Vorgangsweisen zum Schutz der Angestellten festzulegen. Der Schutzplan wird in Übereinstimmung mit den Legislativdekret 626/1994 i.d.g.F., Legislativdekret 494/96 i.d.g.F., Legislativdekret 277/91, Dekret des Präsidenten der Republik 547/55, 164/56, Dekret des Präsidenten der Republik 303/56 und Ministerialdekret vom 11.03.1988 vorgesehenen Maßnahmen definiert.

Anlage 4

Allgemeine Kriterien für die Verfassung eines Sanierungsprojektes

Die in vorliegender Anlage beschriebenen Kriterien stellen allgemeine Anleitungen dar. Die genauen Kriterien werden von der Landesagentur im Rahmen der Genehmigung des Projektes definiert. Diese Anlage definiert: Die zu anwendenden Untersuchungsmethoden und die Charakterisierung der Fläche in Übereinstimmung mit den angegebenen Kriterien für die Verfassung des Projektes; die zu anwendenden Kriterien und die zu ausarbeitenden Unterlagen für die Verfassung des Projektes.

Die in diesem Anhang festgelegten Kriterien sind in allen Projektierungsmodalitäten gemäß vorliegender Bestimmungen anzuwenden, im Detail:

Sanierung und Wiederherstellung

Sanierung mit Sicherungsmaßnahmen und Wiederherstellung

Dauerhafte Sicherstellung und Wiederherstellung

Falls nicht genauer angegeben bezieht sich das „Projekt auf alle drei Projektierungsmodalitäten.

Das Projekt, welches auch eventuelle Sicherungsmaßnahmen beinhaltet, gliedert sich in folgende drei technische Vertiefungsstufen:

I. Charakterisierungsplan

II. Vorprojekt

III. Ausführungsprojekt

In jedem Projektierungsschritt muss das Projekt mit den ausgearbeiteten Unterlagen den zuständigen Behörden für die Genehmigung vorgelegt werden und kann auf diesem Wege abgeschlossen werden.

I. Charakterisierungsplan

Der Charakterisierungsplan beschreibt im Detail die Fläche und alle Aktivitäten die sich auf diesem bereits abgewickelt haben oder sich noch abwickeln; er zeigt den Zusammenhang auf zwischen der dort verrichteten Aktivität und der Art, der Lokalisierung und der Ausbreitung der Kontamination; er beschreibt die Eigenschaften der Umweltfaktoren auf der Fläche und in den Zonen die diesen beeinflussen; der Charakterisierungsplan beschreibt die notwendigen Bedingungen, um den Schutz der Umwelt und die Gesundheit des Menschen zu gewährleisten; weiters stellt er eine durchgeführte Untersuchung dar, um den Typ, den Grad und die Ausbreitung der Verschmutzung zu bestimmen.

Die Gliederung ergibt sich wie folgt:

1. Sammlung und Auflistung der bereits bestehenden Daten

2. Charakterisierung der Fläche und Vorentwurf des konzeptionellen Modells

3. Untersuchungskonzept

II. Vorprojekt

Das Vorprojekt beschreibt und bewertet die durchgeführten Untersuchungen, um die Fläche und das Umfeld die diesen beeinflussen, zu charakterisieren; in diesem werden die qualitativen Ziele für die Sanierung oder für die dauerhafte Sicherstellung definiert, die im speziellen Fall einer Fläche erreicht werden müssen, unter Berücksichtigung der gesetzlichen Auflagen und der Nutzungsbestimmung der Fläche gemäß der urbanistischen Bestimmungen; es werden die bestmöglichen Sanierungstechnologien überprüft und ausgewählt, die für die untersuchte Fläche in Frage kommen; im Vorprojekt werden die Maßnahmen und Arbeiten angeführt, die in Abhängigkeit der gewählten Technologie durchgeführt werden, für: i) die Sanierung, welche das Ziel verfolgt, die zulässigen Grenzwerte zu erreichen oder Konzentrationswerte von Restkontaminationen, die für spezifische Flächen in Abhängigkeit der urbanistischen Zweckbestimmung gemäß Bauleitplan angegeben werden, ii) die dauerhafte Sicherstellung;

Das Vorprojekt definiert die Eingriffe und durchzuführenden Arbeiten, die notwendig sind, um die Aufrechterhaltung der Sicherheitsmaßnahmen und der Kontrollmaßnahmen zu gewährleisten; falls erforderlich, beinhaltet es auch eine Umweltverträglichkeitssprüfung. Die Untersuchungen, Erhebungen und Sondierungen werden in jenem Umfang durchgeführt, bei dem es möglich ist, die zu errichtenden Strukturen und Anlagen zu bestimmen und die Ausarbeitung einer Massenberechnung vorzunehmen.

Falls die zuständige Behörde die Ausarbeitung des Ausführungsprojektes in Baufasen genehmigt, muss auch das Vorprojekt die oben genannten Eigenschaften aufweisen und für jede Projektierungsfase ausgearbeitet werden, welches sich wiederum auf das darauf jeweilige Ausführungsprojekt bezieht. Das Vorprojekt muss im Detail die Maßnahmen und durchzuführenden Arbeiten für jede Projektierungsfase in Abhängigkeit der gewählten Technologien auflisten, um: i) die zulässigen Grenzwerte zu erreichen oder Konzentrationswerte von Restkontaminationen, die für spezifische Flächen in Abhängigkeit der Nutzung der urbanistischen Zweckbestimmung angegeben werden, ii) die Effizienz der dauerhaften Sicherstellung zu gewährleisten. Das Vorprojekt muss im Detail beschreiben, wie die unterschiedlichen Projektierungsfasen aus technologischer, zeitlicher und räumlicher Sicht ineinander greifen.

Die Gliederung ergibt sich wie folgt:

1. Analysen der Kontaminationsgrade

2. Erforderliche Detailuntersuchungen

3. Analysen zur Bestimmung der anwendbaren Technologien und der zu erreichenden möglichen Restkontaminationen

4. Risikoanalyse für die spezifische Fläche

5. Beschreibung der anzuwendenden Sanierungsmethoden und der Sicherheitsmaßnahmen und Eingriffe die damit verbunden sind

6. Untersuchungen, um feststellen zu können, ob die vorgeschlagenen Sanierungsmaßnahmen für die spezifische Fläche geeignet sind

7. Überprüfung der Umweltverträglichkeit für die einzelnen Projektierungsfasen

8. Projektierung in Baufasen

III. Ausführungsprojekt

Das Ausführungsprojekt beschreibt im Detail die durchzuführenden Arbeiten und die sich daraus ergebenden Kosten und muss bis zu jenem Punkt ausgearbeitet werden, sodass jedes einzelne Element in Form, Typologie, Qualität, Dimension und Preis genau identifizierbar ist. Es beinhaltet auch einen Instandhaltungsplan der Bauwerke, die im Zuge der Sanierung, der dauerhaften Sicherstellung, der Wiederherstellung errichtet werden und einen Instandhaltungsplan für die Sicherheits- und Kontrollmaßnahmen. Im Ausführungsprojekt werden auch die erforderlichen Vorgaben und Nutzungsbeschränkungen definiert, die von der zuständigen Behörde gefordert werden.

Die Bearbeitungsschritte sehen wie folgt aus:

1. Beschreibung der gewählten Technologie im Detail und vorzusehende Maßnahmen

2. Durchzuführende Maßnahmen um die erforderlichen Vorgaben und Nutzungsbeschränkungen zu realisieren

3. Kontroll- und Überwachungsprogramm post-operam

I. Charakterisierungsplan

I.1) Sammlung und Auflistung der bereits bestehenden Daten

In diesem Abschnitt muss das bereits bestehende Dokumentationsmaterial überprüft und müssen Inspektionen auf der kontaminierten Fläche und in Zonen die diese beeinflussen, durchgeführt werden, damit eine genaue Erfassung der spezifischen Flächen ermöglicht wird und die notwendigen Dokumentationsunterlagen für weitere Untersuchungen gesammelt werden können. Damit die Studie zur Charakterisierung der Fläche und zur Ermittlung der möglichen Kontamination eingeleitet werden kann, müssen alle bereits bestehenden und Informationen gesammelt werden: die Dokumentationsstudie wird zu Lasten des Projektanten durchgeführt und in Absprache mit den Technikern der zuständigen Behörde analysiert, sodass die Kriterien und ausgearbeiteten Unterlagen jenen entsprechen, die für die Verfassung des Charakterisierungsplans erforderlich sind.

Aufgrund der Beschreibung der Fläche, der gesammelten Informationen und Dokumentationen, beinhaltet der nächste Projektierungsschritt:

Art der Fläche, zum Beispiel aufgelassener Industriestandort, wilde Deponie, Industriestandort in Betrieb, Verschüttung

Detaillierte Mappe der Zone und Lokalisierung der Fläche

Geschichtliche Grundkarte

Aktuelle und zukünftige Nutzung der Fläche im Hinblick auf die urbanistische Zweckbestimmung

Verwaltungs- und Rechtsschritte die die Fläche betreffen

Lageplan der bestehenden sowie abgebrochenen Gebäudeanlagen, der produktiven Anlagen und Infrastrukturen

Art und Auflistung der Materialien und verwendeten Substanzen, die für die durchgeführten Arbeiten verwendet wurden, bezogen auf den gesamten Zeitraum wo die Tätigkeit auf der Fläche stattgefunden hat, und im Einzelnen: Zone der angehäuften Materialien eingegraben und an der Oberfläche (feste und lösliche Substanzen); Anlagen und unterirdische Infrastrukturen (wie Kanalisationen, Rohrleitungen, Verteilernetz)

Deponien, die sich auf der Fläche befinden, mit ausführlicher Darstellung folgender Daten, wie: Art und Volumen der Abfälle, Zustand der Basis- und Oberflächenabdeckung, Vorhandensein von Sickerwasser und von Gasemissionen, Vegetationsschäden

Ausführliche Beschreibung aller Aktivitäten (der Produktion, der Ablagerung der Abfälle, der Müllsammlung, militärische, mineralogische) die sich auf der Fläche abgewickelt haben und der dazugehörigen Anlagen

Beschreibung und Übersichtsplan der Transportwege und der Auf- und Abladezonen der Produkte, die hergestellt wurden

Beschreibung und Übersichtsplan von eventuellen angehäuften Abfällen; mit ausführlicher Darstellung folgender Daten: Art und Volumen der Abfälle, Zustand der Basis- und Oberflächenabdeckung, Vorhandensein von Sickerwasser und von Gasemissionen, Vegetationsschäden

Auflistung der in den unterschiedlichen Tätigkeiten angewandten Materialien und deren Klassifizierung in Abhängigkeit der Gefährlichkeit und Toxizität

Angabe der Zeitdauer der Anlagen, die für die unterschiedlichen Tätigkeiten eingesetzt wurden und der Zeitdauer wo die Deponie betrieben wurde

Dauer ab Stilllegung der einzelnen Anlagen und/oder der bestehenden Gebäudeblöcke

Auflistung der Art und Menge der Abfälle und der Materialien die aufgelassen werden; Beurteilung der Tatsache, dass durch die Auflassung gefährliche Abfälle produziert werden

Zusätzliche Unterlagen, die die Fläche und die angrenzenden Zonen betreffen

Heranziehen von Fachliteratur über die spezifische Kontamination, die prognostiziert wird

Neben den Informationen bezüglich der Fläche muss auch die Charakterisierung der umgebenden Umwelt und des Bodens angeführt werden, mittels:

Eingehende geologische, stratigrafische und hydrogeologische Charakterisierung der Fläche und der angrenzenden Zone, die diese beeinflusst

Feststellung ob Brunnen und Entnahmepunkte von unterirdischen Wässern und zugehörige Karten vorhanden sind

Beschreibung der oberirdischen Gewässer

Beschreibung der dort vorherrschenden natürlichen Umweltbedingungen

Analysen der im Laufe der Geschichte aufgenommenen fotogrammetrischen Luftkarten

Analysen der vorhandenen geschichtlichen Grundkarten

Analysen der Einwohnerdichte bzw. der dort ansässigen Bewohner und deren Aktivität

Beschreibung des Straßen- und Eisenbahnnetzes und der wichtigsten Transportwege

Ergebnisse der Wasseranalysen im Grundwasser und Oberflächengewässer und Beschreibung der dort vorherrschenden Ökosysteme, die durch die Charakteristik der Fläche beeinflusst werden

In Bezug auf die Probenahmen und die chemisch- und physikalischen oder anderen Analysen, welche dem Charakterisierungsplan vorausgehend auf der Fläche durchgeführt wurden und aus denen hervorgeht, dass die akzeptablen Grenzwerte, die im Anhang 1 angegeben sind, überschritten werden und ebenfalls bezüglich der Analysen, die zu Lasten der zuständigen Behörde durchgeführt wurden und die Eintragung der Fläche ins Altlastenkataster zur Folge hatte, müssen weiters folgende Informationen geliefert werden:

Beschreibung der Art der Probenahme, Lokalisierung der Entnahmestellen und allgemeine Beschreibung der analytischen Auswertungsmethoden

Ergebnisse der chemisch-physikalischen oder anderen Analysen, die bereits auf der Fläche durchgeführt wurden

Übersichtsplan der Entnahmepunkte und der sich ergebenden Konzentrationen

Die genaue Art der Produktion auf der Fläche muss angegeben werden, um auflisten zu können, welche Substanzen im produktiven Zyklus verwendet wurden oder aus der Produktion hervorgegangen sind bzw. welche Abfälle sich daraus ergaben; Es ist notwendig, die genau vorhandenen oder die auf der Fläche dazugehörigen Anlagen festzulegen, um voraussagen zu können, an welchen lokalen Stellen mögliche Verluste, Verschüttungen und Einbrüche vorzufinden sind, welche ein Anhäufen von kontaminierten Substanzen auf oder im Untergrund zur Folge haben könnten.

Im Falle einer Deponiefläche müssen folgende Größen definiert werden: die Zusammensetzung des Abfalls, das Volumen der Materialien, die Art der Endlagerung und jedes weitere erforderliche Element, um die vorzufindenden kontaminierten Substanzen auf der Fläche, die möglichen Migrationswege und die Auswirkungen auf die Bevölkerung definieren zu können.

Die in diesem Abschnitt gesammelten Informationen stellen die Basis für die darauf folgende Untersuchung, für das Programm der chemisch- physikalischen Analysen und für die Risikoanalyse aufgrund der Kontamination dar.

Diese Bestandteile sind unumgänglich, um einen „Monitoring“-Plan aufsetzen zu können, aus dem die Wahl der Probenahmepunkte auf jenen Flächen mit den zu erwartenden höchsten Kontaminationen hervorgeht und um eine Analyse auszuarbeiten, in der man vor allem auf jene Kontamination eingeht, die mit großer Wahrscheinlichkeit im speziellen Falle ein Risiko mit sich bringt.

I.2) Charakterisierung der Fläche und vorläufige Formulierung des „Konzeptionellen Modells“

Damit eine Projektierung mit Berücksichtigung von Qualitätskriterien erfolgen kann, ist die Definition des „konzeptionellen Modells ausschlaggebend: mit diesem wird die spezifische Fläche mit Angabe der Ursache der Kontamination charakterisiert; Grad und Ausbreitung der Kontamination im Boden, im Untergrund, im Oberflächen- und Grundwasser und in der angrenzenden Umwelt; Ausbreitungswege von der Kontaminationsquelle ausgehend in Richtung der Empfänger Umwelt und Mensch.

Das konzeptionelle Modell muss im Detail die Art der Anlagen und vorhandenen Strukturen auf der Fläche, die Art der Abfälle und deren Endlagerung feststellen und definieren in welchem Ausmaß letztere, die Verschmutzung des Oberbodens, des Untergrundes, der inerten Materialien und der unterirdischen und oberirdischen Gewässer hervorgerufen haben.

Diese Beschreibung der Fläche dient als Basis für: die Definition der Ziele der Sanierung, die Ausarbeitung des Projektes, die Abschätzung des Risikos und die Wahl von eventuellen dauerhaften Sicherstellungen. In diesem Abschnitt erfolgt die vorläufige Formulierung des konzeptionellen Modells auf Basis der Daten, die im obigen Abschnitt gesammelt wurden. Mit den Ergebnissen der chemisch- und physikalischen und der in jeglicher anderer Art durchgeführten Analysen und unter Berücksichtigung der Untersuchungen, kann das definitive konzeptionelle Modell definiert werden.

Die Fläche muss ausführlich beschrieben werden, wobei die im oberen Abschnitt gesammelten Daten in jenem Ausmaß eingeholt werden müssen, sodass die möglichen Auswirkungen der auf dieser Fläche abgewickelten Tätigkeit und der dort endgelagerten Abfälle festgelegt werden. Dies ermöglicht die Festlegung von:

-Die potenziellen in der Gegenwart oder in der Vergangenheit vorhandenen Quellen der Kontamination, wie zum Beispiel kontaminierter Boden, eingegrabene Abfälle, angehäufte Abfälle, versenkte Rohrleitungen, undichte Behälter, Stäube

-Das Vorhanden sein von möglich kontaminierten Substanzen in Komponenten der Umwelt die durch die Fläche beeinflusst werden

-Die Toxizität der vorhandenen Substanzen, die ausschlaggebenden chemischen und physischen Eigenschaften, wie zum Beispiel die Löslichkeit, die Flüchtigkeit, die biologische Abbaubarkeit und die biologische Verfügbarkeit

-Die wesentlichen vorherrschenden Eigenschaften der umgebenden Umwelt, wie zum Beispiel die Art des Grundwasserleiters, die Tiefe des Grundwasserhauptleiters, die Beeinflussung durch angrenzende Gewässer, klimatische Bedingungen

-Das Vorhanden sein von Brunnen auf der Fläche oder in den umgebenden Zonen, unddieNutzungvonentnommenenWässern

-Die territorialen Bedingungen auf der Fläche, wie die Bevölkerungsverteilung- und dichte in der Umgebung und die Nähe zu sensiblen Standorten wie Schulen und Krankenhäuser

-Die möglichen Ausbreitungswege der Kontamination und somit auf mögliche Empfänger

Das Ziel besteht darin all jene Informationen zu sammeln, um folgende Größen definieren zu können: die Ausbreitung der zu sanierenden Fläche; das kontaminierte Bodenvolumen; die auf die Fläche bezogenen Eigenschaften der natürlich vorhandenen und künstlich errichteten Umwelt; die unterschiedlichen Kontaminationsgrade der einzelnen Umweltkomponenten; die Ausbreitungswege und die Art der Bevölkerung, auf welche sich die Verschmutzung auswirken könnte.

Ein Teil des konzeptionellen Modells besteht auch darin, die hydrogeologischen Eigenschaften der Oberflächengewässer und des Grundwassers auf der Fläche zu definieren, die eine mögliche Ausbreitung der Kontamination mit sich bringen könnten (Grundwasserrichtung und -geschwindigkeit, hydraulische Leitfähigkeit, Durchlässigkeit...)

Im Falle von endgelagerten Abfällen muss im Charakterisierungsplan genau definiert werden, welche Untersuchungen erforderlich sind, um die Typologie, die Toxizität, die Fläche der endgelagerten Abfälle und die im Verlauf der Geschichte abgewickelte Tätigkeit auf der Fläche festzulegen; diese Beschreibung dient im Vorprojekt als Grundlage, um festzulegen, ob eine dauerhafte Sicherstellung erforderlich ist.

Im Bericht des Charakterisierungsplans muss die Beziehung zwischen der Verschmutzung der Fläche und der Eigenschaften der natürlich vorhandenen bzw. künstlich errichteten Umwelt im Detail aufgezeigt werden, um die genauen Ausbreitungswege der Kontamination bestimmen zu können. Zu diesem Zwecke wird die Darstellung in thematisch unterteilten Mappen gefordert, und somit stellt diese Ausarbeitung eine Basis dar, um einen sorgfältig ausgearbeiteten Überwachungsplan zu definieren und das Risiko, welches die Gesundheit der Menschen und die Verschmutzung der Umwelt betrifft, abschätzen zu können.

I.3) Untersuchungskonzept

Damit das Risiko der Kontamination auf die Umwelt, auf die bewohnten Zonen und auf die gesundheitlichen Schäden für den Menschen genau abgeschätzt werden kann, müssen Analysen des Bodens, der Grund- und Oberflächengewässer durchgeführt werden und die Umweltkomponenten, welche von den vorhandenen Kontaminationen und dessen Ausbreitungswege beeinflusst worden sind, untersucht werden.

Das Untersuchungskonzept hat zum Ziel:

Die effektiven Auswirkungen der Verschmutzung auf die Umwelt, verursacht von den einzelnen Anlagen, Strukturen und endgelagerten Abfällen, unter Berücksichtigung der formulierten Annahmen in den Abschnitten I.1und I.2 festzustellen

Die Quellen der einzelnen Kontaminationen aufzulisten, wie aufgelassene Anlagen, Anlagen in Betrieb, endgelagerte Abfälle oder kontaminierter Boden.

Die Daten bezüglich der geologischen, hydrogeologischen, bodenkundlichen, hydrologischen Charakteristiken der Fläche und jeglicher anderer Umweltkomponenten, die die Zonen beeinflussen, zu definieren, zu bestätigen und zu integrieren

Weiters müssen die Ausbreitung und die Charakteristiken der Kontamination des Oberbodens, des Untergrundes, des Aufschüttungsmaterials, der unterirdischen und oberirdischen Gewässer und der anderen relevanten Umweltkomponenten ausführlich definiert werden.

Im Untersuchungskonzept muss folgendes definiert werden:

Die Festlegung der Entnahmepunkte und die Untersuchungsmethoden des Bodens, Unterbodens, der inerten Materialien oder Aufschüttungsmaterialien, der unterirdischen und oberirdischen Wässer auf der kontaminierten Fläche und den umliegenden Zonen die diese beeinflussen; die Tiefe der Bohrungen und der Entnahmestellen; eventuelle weitere Umweltkomponenten die analysiert werden

Die Liste der zu analysierenden Substanzen; die Methodik der chemisch- physikalischen Analysen und jeglichen weiteren Untersuchungen, die als notwendig erachtet wurden, um das Vorhanden sein und die Ausbreitung der Kontamination und dessen Auswirkung auf die umgebende Umwelt und auf den Menschen zu beschreiben

Geeignete Entnahmepunkte und -methoden, um die Auswirkungen der Kontamination auf die Umwelt und zwar im Detail auf die Geologie, auf die Hydrogeologie und Hydrologie der Fläche und der umliegenden Zonen erfassen zu können

Das interessierte Untersuchungsareal besteht aus der kontaminierten Fläche und einem zu definierenden Teil der umliegenden Zone, in Abhängigkeit des konzeptionellen Modells, der Mobilität der Kontamination in den interessierten Umweltkomponenten, der hydrogeologischen und klimatischen Charakteristiken der Flächen und der möglichen Ausbreitungswege der Kontamination auf potentielle Empfänger.

Die Wahl der Entnahmepunkte und die Methodik der Probenahme ist stark von den Bewertungen der hervorgerufenen Kontaminationen auf der Fläche abhängig und dessen Ausbreitungswege auf andere Umweltkomponenten und auf Empfänger.

Wie bereits im Anhang 2 angeführt, kann man nicht davon ausgehen, dass die Ergebnisse der Probeanalysen immer streng den Regeln der Statistik folgen. Somit ist es zielführender und ökonomisch vorteilhafter, die Entnahmepunkte des vorläufigen Monitorings in jenen Zonen festzulegen, wo sich kritische Bereiche in Abhängigkeit der produktiven Aktivität befinden, wie zum Beispiel bei Ansammlung von Abfällen, Lade- und Entladebereiche, Rohrleitungen, bei eingegrabenen Behältern, oder Arten von Ablagerungen, nicht abgedichteten Deponien und bei Anhäufungen ohne Abdichtung.

Ebenso hängt die Liste der zu analysierenden Substanzen und die Auswahl von möglichen Indikatoren davon ab, mit welcher Vollständigkeit die auf dieser Fläche abgewickelte Aktivität beschrieben wurde.

I.4) Technischer Bericht

Um den in den oberen Abschnitten vorgegebenen Projektablauf zu gewährleisten, muss im technischen Bericht des Charakterisierungsplans folgendes enthalten sein:

1. Zusammenfassender Bericht, einschließlich der Bewertung von Daten und von den gelieferten Informationen

2. Auflistung der Subjekte die für eine Sanierung, eine dauerhafte Sicherherstellung und für eine Wiederherstellung aufkommen.

3. Ausführliche geschichtliche Nachforschungen, von der auf der Fläche abgewickelten Aktivität, von den produktiven Vorgängen und Unfällen, die auf der Fläche vorgefallen sind und die Kontamination verursacht haben. Definition der potentiell vorhandenen Substanzen, der Zonen, die mit größter Wahrscheinlichkeit von der Verschmutzung betroffen sind und der möglichen Ausbreitungswege der Kontamination

4. Beschreibung der aktuellen Nutzungsbestimmung gemäß urbanistischer Zweckbestimmung

5. Beschreibung der bereits getätigten Eingriffe im Zuge der dringenden Sicherungsmaßnahmen , wie zum Beispiel Entfernung der Abfälle und/oder der gefährlichen Substanzen, Zufahrtsverbote zur Fläche, Leerung der Infiltrationsbecken. Beschreibung der Überwachungsmethoden, um die Effizienz der Eingriffe für die dringenden Sicherungsmaßnahmen zu bewerten, die im Vorfeld der Sanierung und der Wiederherstellung durchgeführt werden.

6. Ausführliche Beschreibung der Fläche, jener Zonen die von der Verschmutzung betroffen sind und der Ausbreitungswege der kontaminierten Substanzen. Im Detail: geologische und hydrogeologische Beschreibung der Fläche und der umgebenden Zonen; Beschreibung der umliegenden Oberflächengewässer; Beschreibung der relevanten Umweltkomponenten und der angrenzenden, natürlich gewachsenen oder menschlich beeinflussten Umgebung; Beschreibung der klimatischen Bedingungen.

7. Allgemeine Charakterisierung der Fläche und Vorstellung des vorläufigen „konzeptionellen Modells“: im Detail muss die Kontaminationsquelle definiert werden, welche sich innerhalb oder außerhalb der Fläche befinden kann und, die durch jede einzelnen Anlage oder industrielle Struktur wie zum Beispiel durch Abwasserleitungen, Behälter, Becken, oder endgelagerte Abfälle hervorgerufen wurde.

8. Ergebnisse der chemisch-physikalischen oder jeglicher anderer Art von durchgeführten Analysen auf der Fläche, genaue Angabe der Laboratorien, die bereits Untersuchungen durchgeführt haben. Vorläufige Definition der Zonen, auf denen Kontaminationen anhand der Analysen festgestellt wurden.

9. Beschreibung der eventuell durchzuführenden geognostischen, geophysikalischen, geologischen und hydrogeologischen Untersuchungen, um die bereits existierenden Daten zu ergänzen und bestätigen zu können.

10. Detailplan der Entnahmepunkte und genaue Angabe der chemisch-physikalischen oder jeglicher anderer Art von Analysen, die notwendig sind, um die Angaben in Punkt 7 nachzuweisen.

11. Beschreibung der Eingriffe für die dringenden Sicherungsmaßnahmen, die im Vorfeld der Sanierung vorzunehmen sind.

12. Wechselwirkung und Abstimmung der durchgeführten Untersuchungen mit der umgebenden Umwelt und/oder der industriell oder sonstig getätigten Aktivität auf der Fläche.

13. Vorläufiger Nachweis, dass die durchgeführten Eingriffe und Ziele der Sanierung den gesetzlichen Vorgaben entsprechen.

Ausgearbeitete Pläne des Charakterisierungsplans:

a. Grundriss (bevorzugt im Maßstab 1:5000) der Zonen innerhalb und in der Umgebung der Fläche

b. Grundriss der Fläche im Maßstab 1:1000 (mindestens); Grundriss der aktiven und eingestellten Anlagestrukturen; der technischen Anlagen, Abwasserleitungen, Endlagerungen, Ablade- und Entladeflächen; der Deponien; der Anhäufungen von Abfällen, usw.

c. Vorläufige Festlegung der Ausbreitung der Kontamination und der homogenen Zonen mit derselben Art und demselben Grad an Verschmutzung.

d. Ergebnisse der bereits auf der Fläche und in der unmittelbaren Umgebung durchgeführten chemischen Analysen und Bezug nehmende Pläne, (vorzugsweise 1:500-1:5.000).

e. Hydrologische und Hydrogeologische Karte der Fläche, (vorzugsweise 1:5.000). Grundwasserniveau des Hauptgrundwasserleiters; Grundwasserfließrichtung; Durchlässigkeit, hydraulische Leitfähigkeit.

f. Übersichtskarte der Brunnen und Piezometer die sich auf der Fläche befinden, (vorzugsweise 1:500-1:1.000), und in den umliegenden Zonen

(vorzugsweise 1:5.000).

g. Ergebnisse der durchgeführten geognostischen und geophysischen Untersuchungen.

h. Übersichtsplan der vorgeschlagenen Entnahmepunkte mit genauer Angabe der durchzuführenden Analyseart, (vorzugsweise 1:500 oder 1:1000).

i. Übersicht der durchgeführten dringenden Maßnahmen zur Sicherstellung, und/oder jener, welche im Zuge der Probenahme angewandt werden.

j. Verfahren zur Wahl der Art der Probenahme und der vorgeschlagenen Analysen.

Damit der Charakterisierungsplan genehmigt werden kann, prüft die zuständige Behörde die Qualität der gelieferten Informationen und Daten, die sich auf die Fläche beziehen. Diese Bewertung beinhaltet die Überprüfung aller Informationen und Daten, welche im „konzeptionellen Modell der Fläche zusammengefasst sind.

Nachdem der Charakterisierungsplan genehmigt wird, führt der Verantwortliche die Untersuchungen, Entnahmeproben und Analysen durch, die im Zuge des genehmigten Untersuchungskonzeptes angegeben wurden.

Umsetzung des Untersuchungskonzeptes

Im Zuge der Genehmigung des Charakterisierungsplans werden Kriterien, Auflagen und Anweisungen von der zuständigen Behörde festgelegt und der Verantwortliche hat die Aufgabe:

die Probenahme, die vorgesehenen Untersuchungen und Analysen durchzuführen

die Ergebnisse der Analysen und jeglicher anderer Untersuchung zu bewerten

den Übersichtsplan mit der Ausbreitung der Verschmutzung und mit den Kontaminationsgraden für die ausschlaggebenden Substanzen oder für eventuell vergrabene Abfälle zu erstellen, wobei die potenziellen oder aktuellen Empfänger der Verschmutzung angegeben werden

die Ausbreitungswege der Kontaminationen von der Fläche hin zu den unterschiedlichen Umweltkomponenten anzuführen und die Exposition über welche die Empfänger erreicht werden können

Der technische Bericht muss beinhalten:

1. Ergebnisse der Probenahmen und der Analysen mit Angabe von eventuellen Abweichungen und Anpassungen im Vergleich zum Projekt, welches von der zuständigen Behörde genehmigt wurde.

2. Ergebnisse von den im Zuge der Probenahme durchgeführten geognostischen, geophysischen und stratigrafischen Untersuchungen mit Hilfe von Bohrungen und Überprüfung der Übereinstimmung mit der hydrogeologischen Beschreibung der Fläche.

3. Ergebnisse jeglicher anderen Art von direkten oder indirekten Untersuchungen, die auf der Fläche oder auf Zonen die von dieser beeinflusst werden, durchgeführt wurden.

4. Beschreibung der Art der Verschmutzung und der Kontaminationsgrade für jede analysierte Substanz und für alle relevanten Umweltkomponenten. Angewandte Methoden zur Beschreibung der Kontaminationsausbreitung und- grade.

Die ausgearbeiteten Unterlagen, die dem Bericht des Untersuchungskonzeptes beigelegt werden müssen, beinhalten:

a. Ergebnisse der geognostischen, geophysischen und jeglicher anderen Art von Untersuchungen oder Probenahmen, die auf der Fläche und auf von dieser beeinflussten Zonen, durchgeführt wurden (vorzugsweise 1:500 - 1:1000).

b. Ergebnisse der Laboranalysen

c. Übersichtsplan auf dem die Kontamination des Oberbodens, des Unterbodens, der inerten Materialien, der Aufschüttungen und des Grundwassers abgebildet sind; mit Angabe der Kontaminationsfahne und jener Stellen, die die höchsten Konzentrationen aufweisen (vorzugsweise 1:500 – 1:1.000). Dabei wird die gesamte Tiefe erfasst, über die sich die Kontamination ausbreitet.

d. Übersichtsplan auf dem die Kontamination weiterer Umweltkomponenten abgebildet ist, wie zum Beispiel Oberflächengewässer, Staub (vorzugsweise 1:500 – 1:1.000).

II. Vorprojekt

II.1) Analyse des Grades der Verunreinigung

Der Vergleich der erhobenen Konzentrationen auf der Fläche mit den Grenzwerten, die im Anhang 1 in Abhängigkeit der Nutzungsbestimmung angegeben sind, muss eine genaue Festlegung der Ausbreitung, des Kontaminationsgrads und der Flächen und Volumina der Materialien des Oberbodens, des Unterbodens, der Mengen an unterirdischen und oberirdischen Wässern oder der Volumina sonstiger Materialien, die von Sanierungseingriffen und Sicherungsmaßnahmen betroffen sind, ermöglichen. Aufgrund des Vergleiches der vorhandenen Konzentrationen mit den Grenzwerten muss Folgendes aufgezeigt werden: die Angabe der Bodenvolumina mit den stärksten Konzentrationen (Kontaminationsherde), um unterschiedliche Sanierungseingriffe je nach Kontaminationsart und –grad anwenden zu können; die Definition der unterirdischen Grundwasserzonen, die von der Kontamination direkt betroffen sind; die Beschreibung der Kontaminationswege und deren Auswirkungen auf die unterirdischen und oberirdischen Wässer und auf die betroffenen Umweltkomponenten.

In Basis von:

Art, Grad und Ausbreitung der Kontamination

Festgestellten Kontaminationswegen und genau definierter Ausbreitung der Verschmutzung auf der Fläche und auf den betroffenen Zonen

Vorhandensein und Lokalisierung der Empfänger

wird das Vorprojekt formuliert, in dem in Abhängigkeit des Sanierungseingriffes Folgendes zu definieren ist:

a. Die Volumina des Ober- und des Unterbodens und anderer verschmutzter Materialien, welche unterschiedlichen Sanierungseingriffen unterworfen werden, mit dem Ziel die zulässigen Grenzwerte zu erreichen.

b. Die Volumina des Ober- und Unterbodens und anderer verschmutzter Materialien, welche unterschiedlichen Sanierungseingriffen unterworfen werden, mit dem Ziel akzeptable Restkontaminationen zu erreichen und Sicherungsmaßnahmen im spezifischen Fall durchzuführen.

c. Die Volumina der endgelagerten Abfälle, die den Maßnahmen einer dauerhaften Sicherstellung unterworfen werden und die Umweltkomponenten (insbesondere Oberboden, Unterboden, unterirdische und oberirdische Wässer, Atmosphäre), die von der Verschmutzung aufgrund der endgelagerten Abfälle betroffen sind und bei denen Sanierungseingriffe und Sicherungsmaßnahmen durchgeführt werden.

II.2) Detaillierte Untersuchungen

Detaillierte Untersuchungen müssen herangezogen werden, falls die zuständige Behörde es als notwendig erachtet, genauere Angaben in Bezug auf die Kontaminationsausbreitung und -wege zu erhalten, um das Risiko für die Umwelt und für die Gesundheit des Menschen auf der Fläche abschätzen zu können. In jenem Falle wird der Verantwortliche aufgefordert, weitere Probenahmen, Analysen und Untersuchungen durchzuführen, um die genaue Kontaminationsausbreitung im Boden und in den relevanten Umweltkomponenten zu beschreiben und die effektiven Kontaminationswege zu erfassen.

Die Lokalisierung der Entnahmepunkte kann dabei variieren, die Anzahl der Entnahmen erhöht werden und die Liste der zu analysierenden Substanzen verändert und ausgeweitet werden.

II.3) Analyse der möglich anzuwendenden Technologien für die Sanierung, für die dauerhafte Sicherstellung und für die Erreichung von akzeptablen Restkontaminationen auf der Fläche und in Zonen, die von der Verschmutzung betroffen sind

In Abhängigkeit der erhobenen Ausbreitung der Verschmutzung und der Kontaminationsgrade auf der Fläche, der Art und Menge der abgelagerten Abfälle, der Eigenschaften der natürlichen und menschlich beeinflussten Umwelt, welche von der Verschmutzung betroffen ist, wird das endgültige konzeptionelle Modell der betroffenen Fläche definiert.

Aufgrund dieser Formulierung wird folgendes untersucht:

a. Die unterschiedlichen Sanierungstechniken, die angewandt werden können, um die Schadstoffkonzentrationen im Boden, in den inerten bzw. aufgeschütteten Materialien, in den unterirdischen und oberirdischen Gewässern bis auf die akzeptablen Grenzwerte in Abhängigkeit der vorgesehenen Nutzung der Fläche zu reduzieren

b. Die anwendbaren Techniken, um akzeptable Restkontaminationen die aus der Risikoanalyse hervorgehen, im Boden, in inerten bzw. aufgeschütteten Materialien und in den unterirdischen und oberirdischen Gewässern zu erreichen

c. Die anwendbaren Techniken, um eine dauerhafte Sicherstellung zu realisieren

d. Die unterschiedlichen Sicherungsmaßnahmen, die auf der spezifischen Fläche in Frage kommen

e. Die durchzuführenden Kontrollen, die während und nach Beendigung der Eingriffe vorzunehmen sind, um den Schutz der Umwelt und der menschlichen Gesundheit zu gewährleisten

Die Analyse der Technologien besteht darin, die möglich anzuwendenden Lösungen vollständig aufzulisten, die auch auf vergleichbaren Flächen auf nationaler und internationaler Ebene herangezogen wurden, und zu definieren, wie die Kriterien im Anhang 3 berücksichtigt werden können.

Dieser Abschnitt besteht nicht nur aus einer Auflistung aus nationalen und internationalen Literaturdaten, sondern muss die Effizienz der unterschiedlich angewandten Technologien für die spezifische Fläche festlegen, unter Berücksichtigung der umweltrelevanten, geologischen und hydrogeologischen, urbanistischen und territorialen Eigenschaften.

Im Detail muss das Vorprojekt aufzeigen:

a. Die Möglichkeiten, die Verschmutzung mit Hilfe von unterschiedlichen Techniken und Sanierungsmethoden zu entfernen, wobei die Eignung der Maßnahmen hinsichtlich der bodenkundlichen, geologischen, hydrogeologischen, umweltrelevanten und chemisch-physikalischen Eigenschaften auf der Fläche überprüft werden muss.

b. Den Grad des Schutzes der Umwelt und der menschlichen Gesundheit, der durch die unterschiedlichen Maßnahmen der dauerhaften Sicherstellung erreicht werden kann.

Das Vorprojekt muss im Detail aufzeigen, ob die vorgeschlagene Sanierungstechnik auf der spezifischen Fläche geeignet und durchführbar ist.

Wenn aus dem Vorprojekt hervorgeht, dass auch mit den besten verfügbaren Technologien der Sanierung die Erreichung der Grenzwerte in Abhängigkeit der Zweckbestimmung für die Umweltkomponenten nicht möglich ist, muss explizit festgelegt werden, wie hoch die verbleibenden Restkontaminationen im Boden, in den unterirdischen und oberirdischen Gewässern sind, die durch die Eingriffe erreicht werden können.

Wenn aus dem Vorprojekt hervorgeht, dass auch mit den besten verfügbaren Technologien der dauerhaften Sicherstellung die Erreichung der Grenzwerte in Abhängigkeit der Zweckbestimmung für die betroffenen Umweltkomponenten nicht möglich ist, muss explizit festgelegt werden, wie hoch die verbleibenden Restkontaminationen im Boden, in den unterirdischen und oberirdischen Gewässern sind, die durch die Eingriffe erreicht werden können.

Der Auflistung der Techniken der Sanierung/dauerhaften Sicherstellung für die spezifische Fläche muss eine Kostenanalyse der Eingriffe beigelegt werden, die auch die Kosten der Sicherungsmaßnahmen und der auszuführenden Kontrollen beinhaltet und welche beurteilt, ob die Eingriffe ökonomisch vertretbar sind.

Es muss eine Risikoanalyse durchgeführt werden, unter Berücksichtigung der verbleibenden Restkontaminationen der einzelnen Substanzen, die sich nach Abschluss der Durchführung einer Sanierung mit Sicherungsmaßnahmen bzw. einer dauerhaften Sicherstellung ergeben. Diese Risikoanalyse muss aufzeigen, dass die verbleibenden Restkontaminationen nach Abschluss der Eingriffe kein Risiko für die menschliche Gesundheit und für die Umweltkomponenten darstellen, unter Berücksichtigung aller aktiven Ausbreitungswege der Kontamination auf der spezifischen Fläche.

II.4) Risikoanalyse

Unter dem Begriff Risikoanalyse versteht man alle erforderlichen Untersuchungen und Bewertungen, welche notwendig sind, um das Risiko für die menschliche Gesundheit und für die natürliche und menschlich beeinflusste Umwelt auf einer spezifischen potentiell kontaminierten Fläche feststellen zu können.

Die Abschätzung des Risikos muss sich sowohl auf die aktuellen Bedingungen als auch auf mögliche zukünftige Aktivitäten auf der Fläche beziehen.

Für jede spezifische Fläche muss festgestellt werden, auf welche Weise und in welcher Zeit die vorliegende Kontamination die Bevölkerung und die Umweltkomponenten erreichen kann und zwar mit Festlegung:

1. der Empfänger, die von der Kontamination erfasst werden

2. der aktiven Ausbreitungswege der kontaminierten Substanzen

3. der Gefahren der Aussetzung auf der betroffenen Fläche

Unabhängig von der Methodik wie die Risikoanalyse im Zuge des Projektes durchgeführt wurde, müssen folgende Punkte deutlich gemacht werden:

I) Kontaminationsquelle, wobei: Auflistung und Konzentration der vorhandenen Schadstoffe im Boden; chemische, physische und biologische Eigenschaften, chemische und biologische Abbaufähigkeit und Toxizität der vorhandenen Substanzen; Volumen des kontaminierten Bodens; Volumen des auf andere Art und Weise verschmutzten Materials; Art und Volumen der vorhandenen an der Oberfläche liegenden oder eingegrabenen Abfälle. Die Risikoanalyse muss für all jene Substanzen durchgeführt werden, welche aufgrund ihrer Konzentration oder der chemisch, physikalischen und biologischen Eigenschaften, das größte Risikodarstellen.

II) Transportmittel: die Umweltkomponenten über die die Kontamination ausgebreitet wird, wie unterirdische und oberirdische Gewässer, Atmosphäre, Bodengase, Stäube; Definition der Faktoren, welche die Ausbreitung der Schadstoffe beeinflussen (Lithologie, Hydrogeologie, Hydrologie)

III) Art der Aussetzung, wie: Verschmutzung von unterirdischen und oberirdischen Gewässern, Einatmung von Bodendämpfen, direkter Kontakt mit den im Boden vorhandenen Kontaminationsquellen, Aufnahme von Stäuben; Aufnahme von verschmutzten Nahrungsmitteln; Einatmung von Dämpfen aus verschmutzten Gewässern

IV) Alle betroffenen Empfänger der Fläche: Bevölkerung, sensible Objekte (wie Schulen und Krankenhäuser), Arbeiter, vorübergehend anwesende Beschäftigte, Umweltkomponenten, Vegetation, Tiere, andere Lebewesen

V) Abschätzung der Kontamination und der Aufnahmedosis in den Punkten wo eine Gefahr der Aussetzung für die Bevölkerung bzw. für sensible Empfänger besteht und Abschätzung des Aussetzungsgrades für die festgestellten, umweltrelevanten Empfänger; Bewertung der Auswirkungen in Bezug auf jeglicheweiterenKontaminationsquellen

VI) Berechnung des Risikos

Die Art der angewandten Risikoanalyse muss im Vorprojekt ausdrücklich erläutert werden; Jede getroffene Annahme für die Abschätzung des Risikos, wie zum Beispiel die Toxizität der entsprechenden Substanz und für die Ausbreitung der Kontamination (wie Durchlässigkeit des Bodens, hydrogeologische Charakteristiken) muss ausdrücklich beschrieben werden, um den Technikern der zuständigen Behörde eine unabhängige Bewertung der Ergebnisse zu ermöglichen.

Unter Anbetracht der Verteilung der Kontamination, des Volumens der abgelagerten Abfälle, der Art der Kontaminationsausbreitung, der Relevanz der Umweltschäden und des Risikos für die menschliche Gesundheit, kann die zuständige Behörde darauf bestehen, für die Risikoanalyse anerkannte mathematische Modelle heranzuziehen. In diesen werden Transportmodelle der Kontamination und deren Ausbreitung im Oberboden, im Untergrund und in den betroffenen Grundwässern in Abhängigkeit von der Zeit beschrieben und die Effizienz von Sanierungseingriffen und von Sicherungsmaßnahmen in Abhängigkeit von unterschiedlichen Transport –und Ausbreitungsphänomenen festgestellt.

Im Detail, stellt bei Anwendung von dauerhaften Sicherstellungen, die Verwendung von mathematischen Modellen, welche die detaillierten, geologischen und hydrogeologischen Eigenschaften der Fläche und der betroffenen Zonen beschreiben, eine wichtige Grundlage für die Projektierungsqualität dar.

Ziel dieses Abschnittes ist eine detaillierte Abschätzung des Risikos für die menschliche Gesundheit und für die Umwelt, aufgrund der Restkontaminationen im Boden und im Untergrund, die in Abhängigkeit der Sanierungseingriffe, der Sanierung mit Sicherungsmaßnahmen und der Eingriffe für die dauerhafte Sicherstellung angenommen werden. In dieser Risikobewertung müssen alle möglichen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und auf die natürliche und künstlich bebaute Umwelt berücksichtigt werden und die einzelnen Risiken, die sich auf dieser Fläche ergeben, beschrieben werden.

Kriterien für die Abwicklung der Risikoanalyse

a. Als Basis für die Risikoanalyse dienen die Charakterisierung der Fläche und das Konzeptionelle Modell, welche in den vorherigen Abschnitten definiert wurden; Die Ausbreitung der Kontamination wird aufgrund der Ergebnisse der Untersuchungen und der Analysen, die im Zuge der Voruntersuchungen und von eventuellen detaillierten Untersuchungen durchgeführt wurden, abgeschätzt.

b. Bei der Charakterisierung der Fläche werden standortspezifische Werte herangezogen, welche an Ort und Stelle erfasst werden. Es müssen die geologischen, hydrogeologischen und klimatischen Parameter gemessen werden. Weiters ist es erforderlich, anzugeben, wie sich die untersuchten Substanzen auf die Umwelt auswirken (wie Löslichkeit, Henry-Konstante…) und Daten zu liefern, die sich auf die Aussetzungsgefahr der Empfänger beziehen, ausgedrückt in Tage/Jahr, wobei die aktuell vorhandenen Aktivitäten und die möglichen in der Zukunft berücksichtigt werden.

Falls es nicht möglich sein sollte, Messungen auf direktem Wege durchzuführen, können Werte, die in angrenzenden Zonen ermittelt wurden oder Literaturwerte, die ähnliche Situationen widerspiegeln, herangezogen werden.

Die Risikoanalyse wird unter Berücksichtigung der aktuellen und der möglich zukünftigen Nutzung in Bezug auf die unterschiedlichen Umweltkomponenten durchgeführt, wobei die Zweckbestimmung der Fläche ausschlaggebend ist;

Für die Risikoanalyse werden nur jene Konzentrationswerte herangezogen, welche die Grenzwerte der Tabelle 1 im Anhang überschreiten. Dabei geht man bei den vorherrschenden Konzentrationen die eine Aussetzung darstellen, entweder vom arithmetischen Mittelwert, vom geometrischen Mittelwert oder von einer probabilistischen Verteilung aus (95% Fraktile, oder Lognormalverteilung). Falls die Risikoanalyse für mehrere aufgeteilte Zonen durchgeführt wird, werden die Risiken aufsummiert.

Die Konzentrationen in den Punkten wo eine Gefahr der Aussetzung besteht, werden mit geeigneten, anerkannten, oft verwendeten Transportmodellen und unter Berücksichtigung der Abbaufähigkeit der Kontaminationen, bewertet; die herangezogenen Modelle müssen genau dokumentiert und beschrieben werden. Bei der Durchführung der Risikoanalyse muss darauf geachtet werden, dass bei Festlegung einer Konzentration für einen bestimmten Parameter, der in die Rechnung einfließt, immer vom Prinzip des schlechtesten Falles ausgegangen wird, um eine Entscheidung mit Vorsichtsmaßnahmen zu Gunsten der Umwelt und der menschlichen Gesundheit treffen zu können;

Die kontaminierten Substanzen, mit denen potentielle Folgen verbunden sind, werden in krebserregende und nicht krebserregende unterteilt; die Wirkung eines krebserregenden Stoffes wird quantifiziert, indem die Möglichkeit und das Risiko ermittelt wird, an Krebs zu erkranken; die Wirkung eines nicht krebserregenden Stoffes (chronisch oder akut) wird durch den Gefahrenindex („Hazard Index“) abgeschätzt. Es werden in Folge drei Arten von Bewertungsskalen in Bezug auf das Krebsrisiko festgelegt, welche sich aus Literaturwerten von Risikoanalysen ergeben und sich auf tatsächlich beobachtete Fälle beziehen: i) Risiko R<1x10-6(das vorhandene Risiko ist für ein Individuum weniger als eins auf 1.000.000), dies wird als nicht signifikant erachtet und es ergibt sich kein notwendiger Sanierungsbedarf; ii) Risiko zwischen 1x10-6und 1x10-4(von 1/1.000.000 bis 1/10.000), in diesem Falle muss von Fall zu Fall betrachtet werden, ob es notwendig ist, eine Sanierung durchzuführen; iii) Risiko R>1x10-4(1/10.000), bei diesem Risiko ist in jedem Falle ein Sanierungseingriff erforderlich und durch diesen wird das vorhandene Risiko soweit reduziert, bis es wieder im akzeptablen Bereich liegt.

Die Wirkungen eines nicht krebserregenden Stoffes werden durch den chronischen Risikoindex festgelegt; für jede betrachtete Substanz und für die Ausbreitungswege wird der chronische Risikoindex erfasst, der sich aus dem Quotient von der vom Empfänger aufnehmbaren Konzentration und einer Bezugskonzentration ergibt. Die Bezugskonzentration stellt einen oberen Grenzwert für die vom Empfänger akzeptable aufnehmbare Menge eines Stoffes dar und muss größer sein, als die effektiv vom Empfänger aufgenommene Dosis (daher muss der Risikoindex <1 sein); dies soll garantieren, dass sich keine negativen Auswirkungen für die menschliche Gesundheit ergeben; Die Bezugskonzentration stellt einen Grenzwert dar und beschreibt nicht den direkten Zusammenhang zwischen der vom Empfänger aufgenommenen Menge und die Wirkungen auf die menschliche Gesundheit.

Falls mehrere zu betrachtende kontaminierte Substanzen und Immissionsmöglichkeiten vorliegen, wird für den Risikoindex die Summe der Immissionen herangezogen und auf die Bezugskonzentration bezogen; das resultierende Risiko muss <1 sein.

II.5) Beschreibung der anzuwendenden Technologien für die Sanierung und Wiederherstellung, für die dauerhafte Sicherstellung und für die Sicherungsmaßnahmen

In diesem Abschnitt werden die technischen und ökonomischen Elemente zusammengefasst, von denen die Wahl der Technologie oder der Technologien für die Sanierung oder für die dauerhafte Sicherstellung abhängt. Im Detail werden die spezifischen Eigenschaften einer Fläche beschrieben und aufgrund dieser, wird die geeignetste und effektivste Technologie, im Vergleich zu anderen, für den spezifischen Fall definiert (wie im Abschnitt II.3. angeführt).

Aus dem Vorprojekt muss hervorgehen, dass die gewählte Technologie für die Fläche und für die von der Kontamination betroffenen Zonen effizient ist. Dabei müssen im Falle einer Sanierung oder Wiederherstellung die Grenzwerte der Tabellen im Anhang 1 oder im Falle einer Sanierung begleitet mit Sicherungsmaßnahmen oder einer dauerhaften Sicherstellung Restkonzentrationen, die aufgrund der Risikoanalyse ermittelt wurden, erreicht werden.

Im Vorprojekt sollen im Detail die durchzuführenden Technologien der Sanierung und der Wiederherstellung, der dauerhaften Sicherstellung und der Sicherungsmaßnahmen und die, auf der Fläche und in den von der Kontamination betroffenen Zonen, vorzunehmenden Eingriffe beschrieben werden, unter Berücksichtigung der vorgesehenen Nutzungsbestimmung. Im Detail:

Wahl der anzuwendenden Sanierungstechnologie in Abhängigkeit von unterschiedlichen Kriterien: festgelegte Ziele bei der Durchführung einer Sanierung und Wiederherstellung; Ziele für die dauerhafte Sicherstellung; auszuführende Eingriffe und Arbeiten; Möglichkeiten der technischen Umsetzung der Eingriffe im Allgemeinen und auf der spezifischen Fläche; Ausführungszeiten der Eingriffe; Auswirkungen auf die umliegende Umwelt; Analyse Gewinn/Kosten

Es muss, unter Berücksichtigung der Gesetzesbestimmungen und der technisch wissenschaftlichen Kenntnisse, aufgezeigt werden, auf welche Weise das Risiko, das sich aufgrund der Restkontamination auf der Fläche mit bestimmter Nutzungsbestimmung ergibt, mit Hilfe von Sicherungsmaßnahmen reduziert werden kann; durchzuführende Eingriffe und Arbeiten im Zuge der Umsetzung der Sicherungsmaßnahmen; Ausführungszeiten der Eingriffe; Instandhaltungsarbeiten der im Zuge der Sanierung errichteten Bauwerke

Überwachungs- und Kontrollplan, zur Feststellung der aus der Risikoanalyse ermittelten Risiken, die sich aufgrund der Restkontaminationen auf der Fläche und in den betroffenen Zonen für die menschliche Gesundheit und für die Umwelt ergeben.

II.6) Tests zur Festlegung wie effizient die vorgeschlagenen Eingriffe für die Sanierung und für die dauerhafte Sicherstellung auf der spezifischen Fläche sind

Falls von der zuständigen Behörde verlangt, muss die Effizienz der Sanierungstechnologien im Ober- und Unterboden und in den unterirdischen und oberirdischen Wässern für den spezifischen Fall nachgewiesen werden. Im Zuge der Beurteilung einer bestimmten Sanierungstechnologie von Seiten der Behörde, kann es als notwendig erachtet werden, neben der Bewertung von technisch wissenschaftlicher Literatur den vorliegenden Fall betreffend, Untersuchungen und Analysen im Labor durchzuführen, wobei ähnliche Bedingungen wie auf der Fläche simuliert werden. Dadurch kann die Effizienz der Technologie, die Kontamination zu reduzieren, bewertet werden und die Ausführungszeiten der Eingriffe können im vorliegenden Fall abgeschätzt werden.

Im Falle einer dauerhaften Sicherstellung können von der zuständigen Behörde Labor- oder Felduntersuchungen gefordert werden, wodurch die chemischen und physikalischen Eigenschaften der, für die Abkapselung der endgelagerten Abfälle, eingesetzten Materialien und Strukturen definiert werden können, und zwar: Durchlässigkeitstests der eingesetzten Materialien; Tests der Materialien bezüglich des Widerstandes gegen kontaminierte Substanzen, die in den abgelagerten Abfällen vorhanden sind.

Die Untersuchungen können im Laufe der Abfassung des definitiven Projektes noch weiter durchgeführt werden und die daraus resultierenden Ergebnisse müssen an die zuständige Behörde weitergeleitet werden und dienen der weiteren Projektierung und Realisierung der Eingriffe.

II.7) Umweltverträglichkeit der Eingriffe

Im Vorprojekt muss die Verträglichkeit der Sanierungseingriffe und der Wiederherstellung, der Sicherstellung und der Sicherungsmaßnahmen in Bezug auf die Umwelt und auf die menschliche Gesundheit definiert werden; diese Analyse beinhaltet die Auswirkungen, die sich durch den Transport der entnommenen Materialien von der Fläche und durch die Aktivitäten auf der Fläche im Zuge der Sanierungseingriffe ergeben.

II.8) Unterteilung des Projektes in einzelne Baulose

Damit die Ausführungsprojekte getrennt nach einzelnen Baulosen von der zuständigen Behörde genehmigt werden können, muss das Vorprojekt darlegen, aus welchem Grund es notwendig ist, eine Unterteilung des Projektes in einzelne Baufasen vorzunehmen, wobei die technischen Aspekte, der Schutz der Umwelt und der menschlichen Gesundheit berücksichtigt werden müssen. In den oben angeführten Abschnitten (von Punkt II.1-8) muss jede gewählte Technologie der einzelnen Baulosen in einzeln angeführten Ausführungsprojekten definiert werden und die Abschnitte II.4, II.5 und II.6 müssen getrennt für jede Baufase im Detail beschrieben werden.

Die Technologien, die in den einzelnen Ausführungsprojekten für jedes Baulose vorgeschlagen werden, müssen bewertet werden, unter Berücksichtigung der Eingriffe, die auf den angrenzenden Flächen vorgenommen wurden; die Risikoanalyse muss sowohl für jedes Baulose, als auch für die Gesamtheit der Eingriffe durchgeführt werden.

Eine Projektierung in einzelne Baulose kann auch erfolgen, falls auf demselben Areal mehrere Eingriffe vorgenommen werden, die zeitlich aufeinander folgen. In diesem Falle kann erst nach Abschluss der Sanierung einer bestimmten Baufase, das Ausführungsprojekt der darauf folgenden Baufase vorgelegt und genehmigt werden. In diesem müssen im Detail die zusätzlichen Eingriffe aufgelistet werden, die notwendig sind, um die Sanierungsziele zu erreichen.

Im Projekt muss der gesamte Zeitplan angegeben und die Beeinflussung der einzelnen Eingriffe untereinander und die Abwicklung der Gesamtheit der Eingriffe explizit dargestellt werden.

Technischer Bericht

Im technischen Bericht muss Folgendes enthalten sein:

1. Ergebnisse der durchgeführten Probenahmen und Analysen, mit Angabe der abweichenden Tätigkeiten bei den Untersuchungen im Vergleich zu den von der zuständigen Behörde genehmigten Vorgaben.

2. Beschreibung der eventuell durchgeführten geophysischen, geognostischen Untersuchungen und der Stratigraphie der entnommenen Bohrkerne im Zuge der Probenahme. Dabei muss festgestellt werden, ob diese mit der hydrogeologischen Beschreibung der Fläche übereinstimmt.

3. Beschreibung jeglicher anderen, direkten oder indirekten Untersuchungen, welche für andere Umweltkomponenten auf der Fläche und auf betroffenen Zonen, durchgeführt wurden.

4. Beschreibung der Kontaminationsart und des Verschmutzungsgrades für jede vorgefundene Substanz. Beschreibung der angewandten Methoden, um die Ausbreitung und den Grad der Kontamination feststellen zu können.

5. Aktualisierung der geschichtlichen Nachforschungen, welche die Aktivitäten und/oder Gründe betreffen, die zur Verschmutzung der Fläche geführt haben.

6. Festlegung der Ziele der Sanierungseingriffe und der Wiederherstellungsmaßnahmen unter Berücksichtigung der Charakteristiken der Fläche, der Umwelt und des umliegenden Territoriums.

7. Auflistung von Sanierungstechnologien und dauerhaften Sicherstellungsmaßnahmen, die sich auf nationaler oder internationaler Ebene bewährt haben und die einer ähnlichen Verschmutzungsart wie im vorliegenden Falle zugrunde liegen

8. Bewertung der Gültigkeit und der Effizienz der angeführten Technologien für die betrachtete Fläche

9. Rechtliche Bestimmungen, welche die unterschiedlichen Aktivitäten, die im Zuge der Sanierung vorgesehen sind, betreffen.

10. Ergebnisse von eventuellen durchgeführten Labortests

11. Beschreibung von weiteren möglichen innovativen Technologien und Überprüfung, ob diese im spezifischen Fall angewandt werden können. Beschreibung von diesbezüglichen Pilotanlagen oder Labortests

12. Definition der Restkontaminationen, die durch geeignete Eingriffe auf der Fläche und auf von der Verschmutzung beeinflussten Zonen, im Oberboden und im Untergrund erreicht werden können.

13. Beschreibung im Detail welche Art von Risikoanalyse auf der spezifischen Fläche angewandt wurde. Bewertung der Restkontaminationen und der Ergebnisse der Risikoanalyse, aus denen hervorgeht, inwieweit Risiken für die Gesundheit des Menschen und der Umwelt bestehen.

14. Wahl und detaillierte Beschreibung der Technologie/Technologien, die im spezifischen Falle angewandt werden. Beschreibung der Ziele der Sanierung und der dauerhaften Sicherstellung und Angabe der Kriterien für die Wahl der Maßnahmen im Projekt. Falls die Restkonzentrationen, die durch die Sanierungseingriffe erreicht werden können, über den akzeptablen Grenzwerten in Abhängigkeit der spezifischen Nutzungsbestimmung liegen, müssen Sicherungsmaßnahmen auf der Fläche und auf beeinflussten Zonen herangezogen und beschrieben werden.

15. Genaue Beschreibung der Eingriffe, die im Zuge der Sanierung und Wiederherstellung, der dauerhaften Sicherstellung und der Anwendung von Sicherungsmaßnahmen vorgesehen sind (wie zum Beispiel: Aktivitäten auf der Baustelle, eingesetzte Maschinen; geplante Anlagen, Verteilung der Brunnen und der Piezometer…); Vorläufige Berechnungen der Strukturen und geplanten Anlagen; geschätzte Massenermittlung; Organisation und Zeitplan der durchzuführenden Eingriffe, im Verlauf und nach Beendigung der Sanierung.

16. Beschreibung der kontaminierten Materialflüsse, welche aus der Sanierung und der dauerhaften Sicherstellung hervorgehen: Volumen, Art der Behandlung, Notwendigkeit des Transportes, Standort der Entsorgungs- und Aufbereitungsanlagen

17. Definition der Kriterien, die die Qualität der angewandten Eingriffe und der Maßnahmen garantieren.

18. Realisierung von eventuellen Sicherungsmaßnahmen, die im Laufe einer Sanierung vorzusehen sind.

19. Durchzuführende Kontrollen und Analysen im Laufe der Sanierung und Wiederherstellung, der dauerhaften Sicherstellung und nach Abschluss der Sanierungseingriffe.

20. Annahmekriterien für die Ergebnisse der Eingriffe für die Sanierung, Wiederherstellung und für die dauerhafte Sicherstellung

21. Umweltverträglichkeitsanalyse und Definition der Eingriffe, die anzuwenden sind, um den Schutz der Umwelt und der Bevölkerung zu gewährleisten

22. Falls erforderlich, Anführen der Umweltverträglichkeitsprüfung der Eingriffe

23. Im Falle einer Unterteilung des Projektes in einzelne Baufasen, Angabe sowohl des Zeitplanes als auch des gesamten Abwicklungsplanes der Eingriffe

Ausgearbeitete Pläne des Vorprojektes:

a. Ergebnisse der geognostischen und geophysischen Untersuchungen (vorzugsweise 1:500 - 1:1000)

b. Ergebnisse der Laboranalysen, (vorzugsweise 1:500-1:1000)

c. Übersichtsplan auf dem die Kontamination des Oberbodens, des Unterbodens, und des Grundwassers abgebildet ist, mit Angabe der Kontaminationsfahne und jener Stellen, die die höchsten Konzentrationen aufweisen (Kontaminationsherde), (vorzugsweise 1:500 – 1:1.000). Dabei wird die gesamte Tiefe erfasst, über die sich die Kontamination ausbreitet.

d. Übersichtsplan auf dem die Kontamination weiterer Umweltkomponenten abgebildet ist, wie zum Beispiel Oberflächengewässer, Staub

(vorzugsweise 1:500 – 1:1.000)

e. Übersicht der vorläufigen Sicherungsmaßnahmen, die im Laufe der Sanierung vorzusehen sind

f. Vorläufiges Schema der Baustelleneinrichtung, (vorzugsweise 1:500)

g. Vorläufiges Schema aller Eingriffe und Anlagen für die Sanierung, Wiederherstellung, für die dauerhafte Sicherstellung und für die Sicherungsmaßnahmen, (vorzugsweise 1:1000)

h. Vorläufiges Schema der Aufbereitung der kontaminierten Materialien, die im Zuge der Eingriffe anfallen

i. Vorkonzept der organisatorischen Abwicklung der Eingriffe

j. Massenermittlung

k. Anzuwendende Normen für die Qualität der Eingriffe

III. Ausführungsprojekt (Anzuwenden auch bei den Ausführungsprojekten der einzelnen Baufasen)

III.1) Beschreibung der gewählten Technologie im Detail und der Voraussetzungen für die Anwendung der vorgeschlagenen Eingriffe

Das Ausführungsprojekt bestimmt im Detail die durchzuführenden Eingriffe der Sanierungstechnologien bzw. der Wiederherstellung und die auf der Fläche angewandten dauerhaften Sicherstellungs- bzw. Sicherungsmaßnahmen und die entsprechenden vorgesehenen Kosten.

Das Ausführungsprojekt definiert auch im Detail den Überwachungsplan post-operam und die notwendigen Maßnahmen, um die Abschätzung der Risiken vornehmen zu können und den Schutz der menschlichen Gesundheit, der natürlichen Umwelt und des verbauten Territoriums garantieren zu können.

Das Ausführungsprojekt muss im Detail die durchgeführten Maßnahmen und Aktivitäten beschreiben, durch die die Effizienz der vorgeschlagenen Eingriffe bestimmt wird. Die Effizienz der Eingriffe kann anhand folgender Kriterien bestimmt werden:

Erreichung der akzeptablen Grenzwerte im Boden, welche im Anhang 1 angeführt sind

Erreichung der akzeptablen Restkontaminationen im Boden, welche aus der Risikoanalyse hervorgehen und als Ziel des Projektes gelten, begleitet von Sicherungsmaßnahmen.

Einkapselung der abgelagerten Abfälle von den restlichen Umweltkomponenten und Einschränkung der Ausbreitung der Verschmutzung

Überprüfung der in der Risikoanalyse abgeschätzten Migration der kontaminierten Substanzen und der Schutzmaßnahmen für die festgestellten Empfänger

Fortlaufende Probenahme, Analyse und Kontrollen der Qualität der restlichen Umweltkomponenten, wie auch der unterirdischen Wässer

Langfristige Stabilität und Qualität der durchgeführten Eingriffe für die Sanierung, die Wiederherstellung, die dauerhafte Sicherstellung und die Sicherungsmaßnahmen

III.2) Zu realisierende Maßnahmen für die Anwendung von Auflagen und für die Nutzungsbegrenzungen auf der Fläche

Falls Restkontaminationen, die über den im Anhang 1 angeführten akzeptablen Grenzwerten liegen, zugelassen werden und Auflagen von der zuständigen Behörde definiert werden, müssen die dafür notwendigen Eingriffe im Ausführungsprojekt im Detail beschrieben werden und Sicherungsmaßnahmen angewandt werden.

Weiters müssen die Nutzungsbegrenzungen der Fläche angeführt werden, wobei die urbanistische Zweckbestimmung berücksichtigt wird; diese Vorgaben müssen auch in den darauf folgenden Projekten, welche die Bauwerke betreffen, erhalten bleiben.

III.3) Überwachungsplan post-operam

Durch die Abnahmeprüfung muss bewertet werden, inwieweit das Ausführungsprojekt mit der Realisierung der Sanierung, der Wiederherstellung, der dauerhaften Sicherstellung und der Sicherungsmaßnahmen ausgedrückt in Systemen, Technologien und verwendeten Mitteln übereinstimmt. Sowohl während der Ausführung der Eingriffe, als auch nach Beendigung der Aktivitäten muss ein Überwachungsplan post-operam erstellt werden.

Die Kontrollen, zur Beurteilung der Wirksamkeit der Sanierungseingriffe, müssen für jegliche unterschiedlichen Umweltkomponenten durchgeführt werden, welche von der Verunreinigung betroffen sind.

Das Kontrollprogramm muss bereits im Sanierungsprojekt enthalten sein und es muss angeben, auf welche Art und in welcher Zeit Kontrollen durchzuführen sind, welche analytischen Standards anzuwenden sind und in welcher Form die Ergebnisse der Kontrollüberwachungen dargestellt werden.

Als abschließende Endbeurteilung wird von der Provinz ein Gutachten zur durchgeführten Sanierung und Wiederherstellung oder dauerhaften Sicherstellung ausgestellt. Dieses Gutachten beinhaltet auch die Ergebnisse der Kontrollen der Sicherungsmaßnahmen. Ergebnisse, welche sich aus der Kontrolltätigkeit und dem Monitoring, sowie anhand der Konzentrationen der Kontaminationen, der Sanierungs- und Wiederherstellungsziele und der Maßnahmen zum Schutze der Bevölkerung und der Umwelt ergeben.

Technischer Bericht

Im technischen Bericht des Ausführungsprojektes muss folgendes enthalten sein:

1. Detaillierte Beschreibung der Eingriffe für die Sanierung und die Wiederherstellung, für die dauerhafte Sicherstellung und der Sicherungsmaßnahmen und deren Übereinstimmung mit eventuell derzeit laufenden Aktivitäten und/oder Abläufen auf der Fläche

2. Übersicht der zeitlichen und organisatorischen Abläufe der Eingriffe

3. Berechnung und Dimensionierung der wesentlichen Anlagen und Strukturen

4. Vorgesehene Kosten für die Eingriffe; Massenermittlung und Auflistung der Einheitspreise

5. Kriterien für den Schutz der Arbeiter und der Bevölkerung

6. Genaue Angaben der durchzuführenden Kontrollen post–operam, damit sichergestellt wird, dass die Sanierungsziele erreicht werden

7. Beschreibung der Details der durchzuführenden Aktivitäten und Eingriffe, damit die Effizienz der Sanierung und Wiederherstellung, der dauerhafte Sicherstellung und der Sicherungsmaßnahmen gewährleistet wird

8. Detailplan der Instandhaltungsarbeiten für die Anlagen und für die Sicherungsmaßnahmen

Ausgearbeitete Pläne des Ausführungsprojektes:

a. Detailplan der durchzuführenden Eingriffe und der Anlagen für die Sanierung und Wiederherstellung und für die dauerhafte Sicherstellung, (vorzugsweise 1:500-1:1000)

b. Detailplan der Baustelleneinrichtung, (vorzugsweise 1:500-1:1000)

c. Detailplan der Eingriffe und der Anlagen für die Sicherungsmaßnahmen (vorzugsweise 1:500-1:1000)

d. Detailplan der baulichen Tätigkeiten für die Sicherungsmaßnahmen, die im Laufe der Eingriffe durchzuführen sind (vorzugsweise 1:500-1:1000)

e. Ergebnisse der Laboranalysen, die während der Eingriffe oder nach Beendigung der Sanierungs- und Wiederherstellungsarbeiten durchgeführt werden

f. Übersichtsplan der Kontrollen, die im Laufe der Sanierungstätigkeit und/oder während der Installierung der Sicherungsmaßnahmen vorzunehmen sind

g. Übersichtsplan der Behandlungsströme der Materialien, der Wässer, des Bodens, der Abfälle, welche im Laufe der Sanierung und Wiederherstellung anfallen

h. Kontrollplan post –operam

Anlage 5

MODELLSCHEMA anzuwenden bei der BESCHEINIGUNG ZUR DURCHGEFÜHRTEN SANIERUNG / SANIERUNG MIT SICHERUNGSMAßNAHMEN / DAUER-HAFTEN SICHERSTELLUNG

Fläche:

Zone/n........................................... imEigentumvon…………………

Gemeinde…....................................

(N.B. Der Grundrissplan im Anhang, auf welchem die Fläche mit der durchgeführten Sanierung dargestellt ist, gilt als Bestandteil der Bescheinigung zur durchgeführten Sanierung)

Nach Einsichtnahme in den Artikel 40, Absatz 3 des Landesgesetzes Nr. 4 vom 26. Mai 2006

Nach Einsichtnahme ins Projekt……..………….…..………….genehmigt am ….…..…………… Prot. Nr……………………. des Amtes für Abfallwirtschaft;

Nach Einsichtnahme in den Bericht der durchgeführten Eingriffe gemäß Artikel 13, Absatz 2 der vorliegenden Bestimmung………………. am……………....

SCHEMA di MODELLO da adottare per la CERTIFICAZIONE DI AVVENUTA BONIFICA / BONIFICA CON MISURE DI SICUREZZA / MESSA IN SICUREZZA PERMANENTE

 

Sito:

Area/e........................................ diproprietà…………………

Comune…………………………

(N.B. La planimetria allegata riportante il sito, oggetto dell'intervento di bonifica, costituisce parte integrante della presente certificazione)

 

Visto il comma 3 dell’art. 40 della legge provinciale 26 maggio 2006, n. 4

Vistoilprogetto………………………approvatoindata ……………………….. prot. n……………………….. dall’Ufficio Gestione Rifiuti;

Vista la relazione sulle opere effettuate di cui al comma 2 dell’art. 13 delle presenti disposizioni presentata da………………. in data…………..

Nach Einsichtnahme in das Abnahmeprotokoll der Sanierungsbauwerke, erstellt von den Technikern der Umweltagentur, unter Berücksichtigung des Art.13, Absatz 3 der vorliegenden Bestimmungen, am……………..….Prot. Nr.…………….

Visto il verbale di collaudo delle opere di bonifica redatto dai tecnici dell’Agenzia provinciale, ai sensi del comma 3 art. 13 delle presenti disposizioni, in data…………………. prot. n……………..........

Festgestellt, dass die errichteten Bauwerke und die durchgeführten Eingriffe, dem genehmigten Projekt für die Sanierung / Wiederherstellung und dauerhaften Sicherstellung entsprechen und daher die Eingriffe welche im Projekt vorgesehen sind, als abgeschlossen erachtet werden können;

Das Amt für Abfallwirtschaft stellt die

BESCHEINIGUNG ZUR DURCHGEFÜHRTEN SANIERUNG

unter folgenden Bedingungen aus:

Verificato che le opere realizzate e gli interventi effettuati risultano conformi al progetto di bonifica/messa in sicurezza permanente e ripristino ambientale approvato e pertanto gli interventi previsti dalprogettosipossonoritenerecompletati;

 

L’Ufficio Gestione Rifiuti rilascia il

CERTIFICATO DI AVVENUTA BONIFICA

 

Alle seguenti condizioni:

a) Im Falle einer eventuellen Umwidmung der betreffenden Fläche gemäß des geltenden B.L.P. und eine damit verbundene Anwendung strengerer Grenzwerte, muss der Interessierte weitere Sanierungsmaßnahmen durchführen, bis die Grenzwerte der neuen Zweckbestimmung erreicht werden

 

b)ÜberprüfungzuLastenvon…………………

Der Amtsdirektor

….....................

a) nel caso di un eventuale mutamento di destinazione d'uso dell'area in oggetto previsto dal vigente P.R.G. comporti l'applicazione di valori di concentrazione limite accettabili più restrittivi, l’interessato dovrà impegnarsi a procedere ad una ulteriore bonifica sino al raggiungimento dei limiti previsti dalla nuova destinazione d’uso;

b)monitoraggioacaricodi…………………

Il direttore d’ufficio

…………………….

 

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