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Beschluss Nr. 4931 vom 30.12.2004
Kriterien und Modalitäten für Beratungsdienste in der Landwirtschaft im Sinne des Beschlusses der Landesregierung vom 30. August 2004, Nr. 3032, und für die entsprechenden Kontrollen

Anlage
 
Beratungskonzept für Junglandwirte
 

1) Ausmaß und Art der Beratung

Das Ausmaß des Beratungsprogramms für Junglandwirte wird wie folgt festgelegt:

1.   Arbeitsjahr: 30 Stunden

2.   Arbeitsjahr: 20 Stunden

3.   Arbeitsjahr: 20 Stunden

Die Beratungstätigkeit ist durch autorisierte Fachkräfte (siehe Beraterverzeichnis) durchzuführen und schriftlich anhand der Beratungsprotokolle oder Teilnahmebestätigungen zu belegen. Jedem Junglandwirt steht ein Vertrauensberater zur Seite, der bei der Organisation und Durchführung der gesamten Beratung in besonderer Weise behilflich ist.

Die Betriebsberatung muss umfassend und nachhaltig sein; sie darf sich also nicht nur auf einen Teilbereich des landwirtschaftlichen Betriebes beschränken (Z.B. Produktionstechnik).

4. Die Beratung wird in Form von Gruppenberatungen und Einzelberatungen im Betrieb durchgeführt.

2)   Verzeichnis der Beratungskräfte

Die mit der Beratung der Junglandwirte beauftragten Fachkräfte werden in einem Verzeichnis für Beratungskräfte der Abteilung  land-, forst- und hauswirtschaftliche Berufsbildung eingetragen. In diesem Verzeichnis können neben den land- und hauswirtschaftlichen Beratungskräften der Landesabteilungen 22, 31, 32 und 33 für die Behandlung bestimmter Spezialgebiete auch Fachkräfte anderer berufsständischer Organisationen aufgenommen werden.

Mitarbeiter von Institutionen, die Handelsbeziehungen zu den Landwirten unterhalten, können nicht ins Verzeichnis aufgenommen werden.

3)   Qualifikation der Beratungskräfte

Voraussetzung für  die Eintragung in das obgenannte Verzeichnis sind folgende Qualifikationen:

Ausbildung

-Universitätsabschluss in den Bereichen Land- oder Forstwirtschaft, Hauswirtschaft, Ernährung, Veterinärmedizin, Chemie, Biologie und Rechts- und Wirtschaftswissenschaften oder

-Reifezeugnis einer Oberschule für Landwirtschaft oder

-Reifezeugnis und  Spezialisierung in einem landwirtschaftlichen oder hauswirtschaftlichen Bereich.

-Zusätzlich zur schulischen Ausbildung sind mindestens zwei Jahre Erfahrung in Beratungstätigkeit (Einzel- und/oder Gruppenberatung) glaubhaft nachzuweisen.

-Zusatzausbildung im Bereich Kommunikation, Beratung, Methodik, Didaktik, Projektmanagement ist erwünscht.

Allgemeine Voraussetzungen

-Kommunikative Fähigkeit

-Bereitschaft zur Reflexion

-Team- und Konfliktfähigkeit

-Verantwortungsbewusstsein

4)   Nachweis der Beratungstätigkeit

Alle Beratungsvorgänge sind schriftlich auf den dafür vorgesehenen Unterlagen der Abteilung 22 zu dokumentieren (Beratungsprotokolle oder. Teilnahmebestätigungen) und vom Berater und vom Landwirt gegenzuzeichnen. Zeit und Inhalt des Beratungsgespräches und. der Veranstaltung werden genau festgehalten.

Diese Unterlagen liegen sowohl vor Ort am Betrieb als auch beim jeweiligen Vertrauensberater zur Einsicht auf.

5)   Bestätigung

Am Ende des dritten Jahres wird vom Vertrauensberater nach Absprache aller beim betreffenden Betrieb involvierten Beratungskräfte ein Beratungsnachweis über die durchgeführte Beratung ausgestellt.