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Beschluss Nr. 1063 vom 09.04.2001
Kriterien zur Festlegung und Bewertung des Schadens am Boden oder am Bestand im Gebiet mit forstlich-hydrogeologischer Nutzungsbeschränkung

Anlage

Festlegung und Bewertung des Schadens am Boden oder am Gehölzbestand im Gebiet mit forstlich-hydrogeologischer Nutzungsbeschränkung

 

1. Das Forstgesetz sieht im Artikel 1 den Schutz von Böden und Grundstücken vor, und besonders den Schutz des Waldes. Das Gesetz will den Wald in seiner Ausdehnung, gebietsmäßigen Verteilung, Vitalität und Nachhaltigkeit bewahren. Zudem wird das Ziel verfolgt, die verschiedenen Waldfunktionen zu unterstützen.

 

2. Im Sinne von Artikel 10 des Forstgesetzes liegt Schaden am Gehölzbestand vor, wenn durch eine Übertretung von Bestimmungen des Forstgesetzes oder seiner Durchführungsverordnung zumindest eine Waldfunktion beeinträchtigt wird. Schaden am Boden liegt vor, wenn dadurch die natürliche Bodenkraft oder die Bodenstruktur beeinträchtigt oder der Bodenabtrag gefördert wird. Die Forstbehörde muss dabei in jedem Fall begründen, welche Art von Schaden verursacht wurde.

 

3. Als Übertretungen mit Schaden am Gehölzbestand werden Schlägerungen und Beschädigungen von forstlichen Gehölzen ohne vorherige Auszeige durch die Forstbehörde eingestuft, wenn:

a) dadurch der Schutz von Infrastrukturen, Gebäuden, Siedlungen, Grundstücken und Wäldern vor Vermurungen, Lawinen, Steinschlag und Wind gefährdet wird;

b) dadurch, besonders im Bereich der Waldränder, die Stabilität oder Struktur des Bestandes beeinträchtigt wird;

c) dadurch das Anwachsen oder die Entwicklung der Verjüngung über Gebühr verzögert werden;

d) sie seltene Gehölzarten oder Mischbaumarten betreffen, welche aufgrund des Bestockungsziels, der Standortfaktoren und der natürlichen Walddynamik von Bedeutung sind;

e) sie schöne Baumgestalten, Baumriesen oder allgemein abwechslungsreiche Formen betreffen;

f) sie in Biotopen erfolgen oder Gehölze betreffen, die einen wichtigen Bestandteil einer vielfältigen Landschaft darstellen;

g) sie nicht hiebsreife Bäume betreffen;

 

4. Als Übertretung mit Schaden am Gehölzbestand wird die widerrechtliche Rodung von ausgezeigten Gehölzen eingestuft, die in Biotopen erfolgt oder Gehölze betrifft, die einen wichtigen Bestandteil einer vielfältigen Landschaft darstellen.

 

5. Als Übertretung mit Schaden am Gehölzbestand wird die Verweigerung der Aufforstung eingestuft, wenn die Forstbehörde eine solche vorgeschrieben hat. Unabhängig von der Verhängung der Verwaltungsstrafe bleibt die Anordnung zur Aufforstung mit Setzung einer entsprechenden Frist aufrecht.

 

6. Als Übertretung mit Schaden am Gehölzbestand und Boden werden die vermeidbaren Schäden durch eine nicht fachgerechte Durchführung von Schlägerung und Bringung von Holz, sowie anderen Arbeiten eingestuft.

 

7. Als Übertretung mit Schaden am Gehölzbestand oder Boden werden die vermeidbaren Schäden eingestuft, die durch Nichtbeachtung der Vorschriften entstanden sind, welche bezüglich Waldweide, Feuer Anzünden, Forstschutz, Beweidung von Aufforstungsflächen oder sonstiger Vorschriften im Sinne von Absatz 2 erteilt wurden.

 

8. Der Schaden am Gehölzbestand wird mit den in der Tabelle A festgelegten Werten bemessen. Es sind nur Prozentsätze von 25%, 50%, 75% und 100% möglich. Der Schaden am Boden wird mit 1,00 Euro pro Quadratmeter betroffener Fläche bewertet.

 
 

Tabelle A

Wert geschädigter Gehölze bei 100% Schaden (Angaben in Euro)

 

Durchmesser auf 1,30 m vom Boden – diametro a m 1,30 da terra


Baumart-

specie

legnosa


nicht messbar

- non misurabile


0-10 cm


11-20 cm


21-30cm


31-40 cm


4-50 cm


>50 cm

Zirbe-

2,50

5,00

15,00

40,00

60,00

120,00

170,00

cirmolo

Nadelholz-

resinose

2,50

4,00

7,00

20,00

50,00

80,00

100,00

Laubholz-

latifoglie

2,50

7,00

15,00

40,00

60,00

100,00

150,00


Handelt es sich beim beschädigten oder entfernten Laubholz um mehrere Stämme desselben Stockes, so wird für die Bemessung des Schadens nur ein Stamm berücksichtigt, und zwar entweder der am meisten beschädigte oder der dickste.