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Beschluss Nr. 4179 vom 19.11.2001
Vereinheitlichung der Durchführungsbestimmungen der Bauleitpläne der Gemeinden

Anlage

Art. 1

Allgemeine Bestimmungen

 

Baugrundstück

Unter Baugrundstück versteht man die bebaubare Fläche, auf welcher Gebäude errichtet werden können oder welche bereits bestehenden Gebäuden zugeordnet ist.
Das Baugrundstück darf bei der Berechnung der urbanistischen Kubatur, der höchstzulässigen überbauten Fläche und der höchstzulässigen versiegelten Fläche nur einmal in Rechnung gestellt werden.
 

Überbaute Fläche

Als überbaute Fläche bezeichnet man die Fläche, die sich aus der Vertikalprojektion von Gebäudeteilen außer Boden auf die horizontale Ebene ergibt. Die Gebäudeteile werden durch die Umfassungsmauern, einschließlich der vorspringenden Gebäudeteile, der Laubengänge, der Flugdächer und der Vordächer, abgegrenzt.
Nicht berechnet werden Balkone, Dachvorsprünge, Gesimse und Vordächer bis zu einer Auskragung von 1,5 m.
Die Gebäudeteile, welche dieses Maß überschreiten, werden der überbauten Fläche angerechnet.
 

Höchstzulässige überbaute Fläche

Als höchstzulässige überbaute Fläche gilt das Verhältnis zwischen überbauter Fläche und Baugrundstück.
 

Baumassendichte

Die Baumassendichte gibt das Verhältnis (m³/m²) zwischen der außer Boden realisierbaren urbanistischen Kubatur und der entsprechenden Katasterfläche des Baugrundstückes an.
 

Urbanistische Kubatur

Als urbanistische Kubatur wird das Gebäudevolumen außer Boden bezeichnet, das aufgrund der Außenmaße berechnet wird.
Nicht berechnet werden

Dachzwischenräume mit einer Höhe von nicht mehr als 2 m, senkrecht gemessen von der Oberkante der Dachhaut;

technische Volumina die erforderlich sind, um bestehende Gebäude an die Bestimmungen über Brandschutz, Beseitigung architektonischer Barrieren und Wärmedämmung anzupassen.

 

Grenzabstand

Als Grenzabstand wird der kürzeste horizontale Abstand zwischen der überbauten Fläche des Gebäudes und der Eigentums- oder Zonengrenze bezeichnet.
Nicht berechnet werden Balkone, Dachvorsprünge, Gesimse und Vordächer bis zu einer Auskragung von 1,5 m
Zu öffentlichen Flächen und zu Flächen, welche der Enteignung unterliegen, müssen die Mindestabstände auch unterirdisch eingehalten werden. Ausgenommen sind Luftschächte im Erdreich bis zu 1 m Breite.
 

Gebäudeabstand

Als Gebäudeabstand wird der kürzeste horizontale Abstand zwischen den überbauten Flächen von Gebäuden bezeichnet.
Der Abstand zwischen den Gebäuden wird längs des Radius, ausgehend vom nähesten Punkt der überbauten Fläche, gemessen.
Nicht berechnet werden Balkone, Dachvorsprünge, Gesimse und Vordächer bis zu einer Auskragung von 1,5 m.
 

Gebäudehöhe

Als Gebäudehöhe versteht man den gewogenen Mittelwert der Höhen, welche entlang der Umfassungsmauern vom natürlichen oder durch genehmigte Aushub- bzw. Aufschüttungsarbeiten geänderten Bodenniveau bis zur Oberkante der Umfassungsmauer gemessen werden.
Bei Gebäuden mit mehreren Baukörpern von unterschiedlicher Höhe oder Grundrißform wird der gewogene Mittelwert für jeden einzelnen Baukörper berechnet.
Bei der Berechnung der Gebäudehöhe werden jene Teile einer einzigen Fassade nicht mitgerechnet, welche für Zufahrtsrampen zu Kellergaragen und Zugänge zu den technischen Anlagen des Gebäudes bestimmt sind, die nicht mehr als 1/4 der Fassadenbreite einnehmen, jedenfalls aber 3 m breit sein dürfen und 6 m nicht überschreiten dürfen.
Bei der Berechnung der Gebäudehöhe werden außerdem alle technischen Aufbauten, Kamine und Antennen, sowie Geländer bis zu einer Höhe von 1,10 m nicht miteinbezogen.
 

Versiegelung des Bodens

Als Versiegelung des Bodens wird der höchstzulässige Anteil der versiegelten Fläche des Baugrundstückes bezeichnet; sie wird in Prozenten ausgedrückt.
Lediglich auf dieser Teilfläche ist die ober- und unterirdische Bebauung sowie die Bodenabdeckung durch Bodenbefestigungen und Überdachungen zulässig.
 

Gültigkeit der Durchführungspläne

Die Durchführungspläne, die vor Inkrafttreten des gegenständlichen Bauleitplanes genehmigt wurden, behalten ihre Gültigkeit, sofern von der Flächenwidmung und den Vorschriften des Bauleitplanes nicht abgewichen wird.
 

Art. 2

Landwirtschaftsgebiet

Diese Zone umfaßt jene Flächen, die vorwiegend für die landwirtschaftliche Nutzung bestimmt sind.
In dieser Zone gelten die Bestimmungen des Artikels 107 des Landesgesetzes vom 11. August 1997, Nr. 13, mit der entsprechenden Durchführungsverordnung.
Es gelten folgende Bauvorschriften:

1. höchstzulässige Gebäudehöhe: ... m

2. höchstzulässige Gebäudehöhe bei landwirtschaftlichen Betriebsgebäuden: ... m

3. Mindestgrenzabstand: 5 m

4. Mindestgebäudeabstand: 10 m

 

Art. 3

Wald

Diese Zone umfaßt jene Flächen, welche vorwiegend für die forstwirtschaftliche Nutzung vorgesehen sind.
In dieser Zone gelten die Bestimmungen des Artikels 107 des Landesgesetzes vom 11. August 1997, Nr. 13, mit der entsprechenden Durchführungsverordnung.
Zulässig ist die Errichtung von Gebäuden, die ausschließlich für die Bewirtschaftung und Nutzung der Waldflächen erforderlich sind und als solche verwendet werden, sofern die Waldflächen ein zusammenhängendes Mindestausmaß von 50 ha aufweisen.
Weiters zulässig ist die Errichtung von Wildfütterungs- und Jagdhochständen.
Die Erweiterung von Schutzhütten unterliegt den Bestimmungen des Landesgesetzes vom 7. Juni 1982, Nr. 22.
Es gelten folgende Bauvorschriften:

1. höchstzulässige Gebäudehöhe: .... m

2. Mindestgrenzabstand: 5 m

3. Mindestgebäudeabstand: 10 m

Art. 4

Bestockte Wiese und Weide

Bestockte Wiesen und Weiden sind Grünflächen, welche durch einen lockeren Baumbestand gekennzeichnet sind.
Diese Zonen sind von besonderem landschaftlichen und ökologischen Wert. Bei der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung muß die Pflege und langfristige Sicherung ihrer Charakteristik und der schützenswerten Bestockung gewährleistet werden.
Die Errichtung von Bauten ist untersagt, mit Ausnahme jener, die zur Bewirtschaftung der Flächen notwendig sind, dies unter den Voraussetzungen und unter Beachtung der Vorschriften, die für das alpine Grünland gelten.
Die Erweiterung von Schutzhütten unterliegt den Bestimmungen des Landesgesetzes vom 7. Juni 1982, Nr. 22.
Es gelten folgende Bauvorschriften:

1. höchstzulässige Gebäudehöhe: .... m

2. Mindestgrenzabstand: 5 m

3. Mindestgebäudeabstand: 10 m

 

Art. 5

Alpines Grünland

Die Zone umfaßt das alpine Weide- und Grünland und ist für die landwirtschaftliche Nutzung bestimmt.
In dieser Zone gelten die Bestimmungen des Artikels 107 des Landesgesetzes vom 11. August 1997, Nr. 13, mit der entsprechenden Durchführungsverordnung.
Die Errichtung von Bauten ist untersagt, mit Ausnahme jener, die zur Bewirtschaftung der Flächen notwendig sind, dies unter folgenden Voraussetzungen und unter Beachtung folgender Vorschriften:

1. Der Gesuchsteller muß Eigentümer und Bewirtschafter der Flächen sein.

2. Die Errichtung einer Scheune ist erlaubt, wenn mindestens 1 ha jährlich gemäht wird, und mindestens 3.000 kg Heu geerntet werden können.

3. Die Errichtung eines Stalles ist erlaubt, wenn an der eigenen Hofstelle mindestens 10 Großvieheinheiten gehalten und mindestens 400 Weidetage pro Jahr insgesamt nachgewiesen werden können. In diesem Fall dürfen die für die Unterkunft des Personals erforderlichen Räume mit einer Nutzfläche von höchstens 30 m² errichtet werden.

4. Wenn mehr als 30 Großvieheinheiten aufgetrieben werden kann diese Nutzfläche 65 m² erreichen, dies gilt auch für Alminteressentschaften. Ab 100 Stück Großvieheinheiten kann diese Nutzfläche bis auf 80 m² erweitert werden.

5. Die Baukonzession für neue Unterkünfte darf nicht erteilt werden, wenn nach dem 22. April 1970 ein auf der Alm bestandenes Gebäude vom Hof abgetrennt wurde.

Die Erweiterung von Schutzhütten unterliegt den Bestimmungen des Landesgesetzes vom 7. Juni 1982, Nr. 22.
Es gelten folgende Bauvorschriften:

1. höchstzulässige Gebäudehöhe: .... m

2. Mindestgrenzabstand: 5 m

3. Mindestgebäudeabstand: 10 m

Art. 6

Gewässer

Öffentliches Wassergut

Unter öffentlichem Wassergut versteht man die Quellen, Wasserläufe und Seen, welche im Verzeichnis der öffentlichen Gewässer und in den entsprechenden Zusatzverzeichnissen eingetragen sind, mitinbegriffen auch das Flußbett, die Ufer, die Dämme und andere Schutzbauten, wie es im Artikel 14 des Landesgesetzes vom 12. Juli 1975, Nr. 35, definiert ist.
Jede Art von Bauführungen im Bannstreifen von 10 m von der Grenze des obgenannten Domänengutes, unabhängig von seiner Kataster- und Grundbuchangabe, ist untersagt.
Bei den künstlichen oder natürlichen Dämmen längs der Wasserläufe entspricht die Grenze dem Außenfuß der Böschung.
Bei Bauwerken, welche nicht im unmittelbaren Bereich von Flüssen, Wildbächen oder Seen liegen, wie Schutzbauten gegen Lawinen oder Murabgänge, beträgt der Bannstreifen 4 m.
Unter Berücksichtigung von urbanistischen oder hydrogeologischen Erfordernissen kann im Bauleitplan der Gemeinde oder in Durchführungsplänen und auf Grund eines positiven Gutachtens des Sonderbetriebes für Bodenschutz, Wildbach- und Lawinenverbauung ein größerer oder geringerer Abstand festgelegt werden.
Die Reduzierung des vorgeschriebenen Mindestabstandes im Falle von Wiederaufbau oder Erweiterung bereits bestehender Gebäude bedarf der Ermächtigung des zuständigen Landesrates.
 

Art. 7

Felsregion - Gletscher

Diese Zonen umfassen alle Gletscher und jene Flächen, die mit Schnee ganzjährig bedeckt sind, sowie Felsregionen, Geröllhalden, Bergrutsche und Schluchten.
Jegliche Bautätigkeit ist untersagt, mit Ausnahme der Erweiterung von bestehenden Schutzhütten im Sinne der Bestimmungen des Landesgesetzes vom 7. Juni 1982, Nr. 22.
 

Art. 8

Wohnbauzone A

-Historischer Ortskern-

Diese Wohnbauzone umfaßt die Flächen, welche einen Siedlungsbereich von geschichtlichem und künstlerischem Wert darstellen und auf Grund ihrer architektonischen, typologischen und morphologischen Eigenart ein Ensemble bilden.
Für diese Zone ist im Sinne des Artikels 52 und folgende des Landesgesetzes vom 11. August 1997, Nr. 13, ein Wiedergewinnungsplan zu erstellen.
Es gilt folgende Bauvorschrift:

1. Baumassendichte: jene, welche sich aus der bestehenden Kubatur mit möglicher Erweiterung von höchstens 5% ergibt (in keinem Falle mehr als 5 m³/m² bezogen auf die gesamte Zone).

 

Art. 9

Wohnbauzone B

-Auffüllzone-

Diese Wohnbauzone umfaßt die im Sinne des Artikels 36, Absatz 4 des Landesgesetzes vom 11. August 1997 Nr. 13, gänzlich oder teilweise bebauten Flächen, welche weder eine besondere geschichtliche oder künstlerische Bedeutung noch einen besonderen Wert als Ensemble haben.
Es gelten folgende Bauvorschriften:

1. höchstzulässige Baumassendichte: ... m³/m²

2. höchstzulässige überbaute Fläche: ... %

3. höchstzulässige Gebäudehöhe: ... m

4. Mindestgrenzabstand: 5 m

5. Mindestgebäudeabstand: 10 m

6. höchstzulässige Versiegelung des Bodens: ... %

Für die im Flächenwidmungsplan eigens abgegrenzte Zone ist im Sinne des Landesraumordnungsgesetzes ein Durchführungsplan zu erstellen.
 

Art. 10

Wohnbauzone C

- Erweiterungszone -

Diese Wohnbauzone umfaßt die Flächen, welche im Sinne des Artikels 35 und folgende des Landesgesetzes vom 11. August 1997, Nr. 13, für die Siedlungsentwicklung der Ortschaft bestimmt sind.
Für diese Zone ist im Sinne des Landesraumordnungsgesetzes ein Durchführungsplan zu erstellen.
Es gelten folgende Bauvorschriften

1. höchstzulässige Baumassendichte: ... m³/m²

2. höchstzulässige überbaute Fläche: ... %

3. höchstzulässige Gebäudehöhe: ... m

4. Mindestgrenzabstand: 5 m

5. Mindestgebäudeabstand: 10 m

6. höchstzulässige Versiegelung des Bodens: ... %

 

Art. 11

Private Grünzone

Diese Zone umfaßt Gärten oder Parkanlagen, auch teilweise bebaut, welche innerhalb des Siedlungsbereiches eine besonders wertvolle Vegetation aufweisen, die geschützt werden muß.
Es gelten folgende Bauvorschriften:

1. höchstzulässige Baumassendichte: 0,01 m³/m²

2. höchstzulässige überbaute Fläche: ... %

3. höchstzulässige Gebäudehöhe: ... m

4. Mindestgrenzabstand: 5 m

5. Mindestgebäudeabstand: 10 m

6. höchstzulässige Versiegelung des Bodens: ... %

In dieser Zone sind der Abbruch und der Wiederaufbau bestehender Gebäude gestattet.
 

Art. 12

Landwirtschaftliche Wohnsiedlung

Diese Zone umfaßt die Flächen, die vorwiegend eine landwirtschaftliche Siedlungsstruktur aufweisen.
In dieser Zone gelten die Bestimmungen des Artikels 107 des Landesgesetzes vom 11. August 1997, Nr. 13, mit der entsprechenden Durchführungsverordnung.
Es gelten folgende Bauvorschriften:

1. höchstzulässige Gebäudehöhe:

a) bei Wohngebäuden: ... m

b) bei landwirtschaftlichen Betriebsgebäuden: ... m

c) bei Produktionsgebäuden im sekundären und tertiären Sektor darf die höchstzulässige Gebäudehöhe im Fall einer Erweiterung die der Wohngebäude nicht überschreiten.

2. Der Mindestgebäudeabstand darf 10 m nicht unterschreiten, es sei denn, es wird angebaut.

3. Der Mindestgrenzabstand beträgt 5 m.

Für die im Flächenwidmungsplan eigens abgegrenzte Zone ist im Sinne des Artikels 107 Absatz 19 des Landesgesetzes  vom 11. August 1997, Nr. 13, ein Durchführungsplan zu erstellen.
 

Art. 13

Gewerbeerweiterungsgebiet

Diese Zone umfaßt die Flächen, welche für Produktionsanlagen im Sinne des Artikels 44, Absatz 3 des Landesgesetzes vom 11. August 1997, Nr. 13, bestimmt sind.
Für diese Zone ist im Sinne des Landesgesetzes vom 11. August 1997, Nr. 13, ein Durchführungsplan zu erstellen.
Es gilt folgende Bauvorschrift:

1. höchstzulässige Baumassendichte: ... m³/m²

Bis zur Erstellung des Durchführungsplanes gelten weiters folgende Bauvorschriften:

2. höchstzulässige überbaute Fläche: ... %

3. höchstzulässige Gebäudehöhe: ... m

4. Mindestgrenzabstand: 5 m

5. Mindestgebäudeabstand: 10 m

6. höchstzulässige Versiegelung des Bodens: ... %

7. mindestens 10% des Baugrundstückes sind zu begrünen.

 

Art. 14

Gewerbeauffüllgebiet

Diese Zone umfaßt die Flächen, welche für Produktionsanlagen im Sinne des Artikels 44, Absatz 2 des Landesgesetzes vom 11. August 1997, Nr. 13, bestimmt sind.
Es gelten folgende Bauvorschriften:

1. höchstzulässige Baumassendichte: ... m³/m²

2. höchstzulässige überbaute Fläche: ... %

3. höchstzulässige Gebäudehöhe: ... m

4. Mindestgrenzabstand: 5 m

5. Mindestgebäudeabstand: 10 m

6. höchstzulässige Versiegelung des Bodens: ... %

7. mindestens 10% des Baugrundstückes sind zu begrünen.

 

Art. 15

Gewerbegebiet

von Landesinteresse

Diese Zone umfaßt die Flächen von Landesinteresse, welche für Produktionsanlagen im Sinne des Artikels 44 und folgende des Landesgesetzes vom 11. August 1997, Nr. 13, bestimmt sind.
Für diese Zone ist im Sinne des Landesgesetzes vom 11. August 1997, Nr. 13, ein Durchführungsplan zu erstellen.
Es gilt folgende Bauvorschrift:

1. höchstzulässige Baumassendichte: ... m³/m²

Bis zur Erstellung des Durchführungsplanes gelten weiters folgende Bauvorschriften:

2. höchstzulässige überbaute Fläche: ... %

3. höchstzulässige Gebäudehöhe: ... m

4. Mindestgrenzabstand: 5 m

5. Mindestgebäudeabstand: 10 m

6. höchstzulässige Versiegelung des Bodens: ... %

7. mindestens 10% des Baugrundstückes sind zu begrünen.

 

Art. 16

Zone für Schotterverarbeitung

Diese Zone umfaßt die Flächen, welche ausschließlich für Schotterverarbeitung bestimmt sind.
Auf diesen Flächen ist ausschließlich die Errichtung der Anlagen für die Schotterverarbeitung zulässig.
Zulässig ist die Errichtung eines Gebäudes für die Verwaltung mit einem Höchstausmaß von 20 m² Nutzfläche und der erforderlichen sanitären Anlagen.
Für das Gebäude gelten folgende Bauvorschriften:

1. höchstzulässige Gebäudehöhe: 3 m

2. Mindestgrenzabstand: 5 m

3. Mindestgebäudeabstand: 10 m

 

Art. 17

Zone für Abstellplätze für Lastkraftwagen und Baumaschinen

Diese Zone umfaßt die Flächen, welche ausschließlich für das Abstellen von Lastkraftwagen und Baumaschinen vorbehalten sind. Sie muß mit geeigneter Bodenbefestigung ausgestattet werden.
Auf diesen Flächen ist jegliche Bauführung untersagt, mit Ausnahme jener Arbeiten, welche für das Anlegen und die Instandhaltung des Abstellplatzes erforderlich sind.
 

Art. 18

Zone für touristische Einrichtungen

-Beherbergung-

Diese Zone umfaßt die Flächen, welche für Beherbergungsbetriebe im Sinne des Artikels 5 des Landesgesetzes vom 14. Dezember 1988, Nr. 58, in geltender Fassung, bestimmt sind.
Für diese Zone ist im Sinne des Landesgesetzes vom 11. August 1997, Nr. 13, ein Durchführungsplan zu erstellen.
Es gilt folgende Bauvorschrift:

1. höchstzulässige Baumassendichte: .... m³/m²

 
Bis zur Erstellung des Durchführungsplanes gelten weiters folgende Bauvorschriften:

2. höchstzulässige überbaute Fläche: ... %

3. höchstzulässige Gebäudehöhe: ... m

4. Mindestgrenzabstand: 5 m

5. Mindestgebäudeabstand: 10 m

6. höchstzulässige Versiegelung des Bodens: ... %

 

Art. 19

Zone für touristische Einrichtungen

-Restauration-

Diese Zone umfaßt die Flächen, welche für Schank- und Speisebetriebe im Sinne der Artikel 2 und 3 des Landesgesetzes vom 14. Dezember 1988, Nr. 58, in geltender Fassung, bestimmt sind.
Für diese Zone ist im Sinne der Bestimmungen des Landesgesetzes vom 11. August 1997, Nr. 13, ein Durchführungsplan zu erstellen.
Es gilt folgende Bauvorschrift:

1. höchstzulässige Baumassendichte: .... m³/m²

Bis zur Erstellung des Durchführungsplanes gelten weiters folgende Bauvorschriften:

2. höchstzulässige überbaute Fläche: ... %

3. höchstzulässige Gebäudehöhe: ... m

4. Mindestgrenzabstand: 5 m

5. Mindestgebäudeabstand: 10 m

6. höchstzulässige Versiegelung des Bodens: ... %

 

Art. 20

Zone für touristische Einrichtungen

-Campingplatz-

Diese Zone umfaßt die Flächen, welche für Campingplätze im Sinne des Artikels 6 Absatz 3 des Landesgesetzes vom 14. Dezember 1988, Nr. 58, in geltender Fassung, bestimmt sind.
Für diese Zone ist im Sinne des Landesgesetzes vom 11. August 1997, Nr. 13, ein Durchführungsplan zu erstellen.
Es gilt folgende Bauvorschrift:

1. höchstzulässige Baumassendichte: .... m³/m²

Bis zur Erstellung des Durchführungsplanes gelten weiters folgende Bauvorschriften:

2. höchstzulässige überbaute Fläche: ... %

3. höchstzulässige Gebäudehöhe: ... m

4. Mindestgrenzabstand: 5 m

5. Mindestgebäudeabstand: 10 m

6. höchstzulässige Versiegelung des Bodens: ... %

7. mindestens ... % der Zone sind zu begrünen.

 

Art. 21

Zone für touristische Einrichtungen

-Diskotheken-

Diese Zone umfaßt die Flächen, welche für Diskotheken (Unterhaltungslokale im Sinne des Artikels 4 des Landesgesetzes vom 14. Dezember 1988, Nr. 58, in geltender Fassung), bestimmt sind.
Für diese Zone ist im Sinne der Bestimmungen des Landesgesetzes vom 11. August 1997, Nr. 13, ein Durchführungsplan zu erstellen.
Es gilt folgende Bauvorschrift:

1. höchstzulässige Baumassendichte: .... m³/m²

 
Bis zur Erstellung des Durchführungsplanes gelten weiters folgende Bauvorschriften:

2. höchstzulässige überbaute Fläche: ... %

3. höchstzulässige Gebäudehöhe: ... m

4. Mindestgrenzabstand: 5 m

5. Mindestgebäudeabstand: 10 m

6. höchstzulässige Versiegelung des Bodens: ... %

 

Art. 22

Zone für Infrastrukturen in den Skigebieten

Diese Zone ist bestimmt für touristische Einrichtungen und technische Infrastrukturen in den Skigebieten, laut "Fachplan Aufstiegsanlagen und Skipisten", welche für die Versorgung der Skifahrer, die Unterbringung des Betriebspersonals und für den Betrieb der Aufstiegsanlagen und Beschneiungsanlagen notwendig sind.
Zulässig sind laut Artikel 6 der Durchführungsbestimmungen zum "Fachplan Aufstiegsanlagen und Skipisten" Räumlichkeiten für Skiverleih, Skidepot, Skiservice, für die Skischule, für die Durchführung von Wettkampfveranstaltungen, für die erste Hilfe, für den Lawinenwarndienst, für die Unterbringung und Instandhaltung der Pistenpräpariergeräte, Werkzeuglager, Fahrkartenschalter, Warteraum, sowie sanitäre Anlagen.
Nicht zulässig sind Fremdenbetten sowie Wohnungen, mit Ausnahme einer Dienstwohnung, für welche die Einschränkungen laut Artikel 6 der Durchführungsverordnung zum Landesraumordnungsgesetz, Dekret des Landeshauptmanns vom 23. Februar 1998, Nr.5, gelten.
 
[Die zulässige Nutzung in den Zonen ist wie folgt verbindlich festgelegt: ......]
.......
Für diese Zone ist im Sinne der Bestimmungen des Landesgesetzes vom 11. August 1997, Nr. 13, ein Durchführungsplan zu erstellen.
 
Es gilt folgende Bauvorschrift:

1. höchstzulässige Baumassendichte: .... m³/m²

 
Bis zur Erstellung des Durchführungsplanes gelten weiters folgende Bauvorschriften:

2. höchstzulässige überbaute Fläche: ... %

3. höchstzulässige Gebäudehöhe: ... m

4. Mindestgrenzabstand: 5 m

5. Mindestgebäudeabstand: 10 m

6. höchstzulässige Versiegelung des Bodens: ... %

 

Art. 23

Zone für öffentliche Einrichtungen

- Verwaltung und öffentliche Dienstleistung -

Diese Zone umfaßt jene Flächen, welche zur Deckung des Bedarfs an Bauten und Einrichtungen von allgemeinem Interesse bestimmt sind, und zwar Einrichtungen für die Verwaltung, für die öffentlichen Dienste, für den Kultus, für kulturelle und soziale Tätigkeiten, für Fürsorge- und Gesundheitsdienste und Erschließungsanlagen. Sie sind für den Bedarf auf Gemeindeebene bestimmt.
Es gelten folgende Bauvorschriften:

1. höchstzulässige Baumassendichte: ... m³/m²

2. höchstzulässige überbaute Fläche: ... %

3. höchstzulässige Gebäudehöhe: ... m

4. Mindestgrenzabstand: 5 m

5. Mindestgebäudeabstand: 10 m

6. höchstzulässige Versiegelung des Bodens: ... %

Bei nachgewiesener betrieblicher Notwendigkeit kann in Abweichung von den angeführten Bauvorschriften die Baukonzession im Sinne des Artikels 71 des Landesgesetzes vom 11. August 1997, Nr. 13, erteilt werden.
 

Art. 24

Zone für öffentliche Einrichtungen

-Unterricht-

Diese Zone umfaßt jene Flächen, welche zur Deckung des Bedarfs auf Gemeindeebene an Bauten für den Unterricht wie Kinderkrippen, Kindergärten, Grundschulen und Mittelschulen bestimmt sind.
Es gelten folgende Bauvorschriften:

1. höchstzulässige Baumassendichte: ..... m³/m²

2. höchstzulässige überbaute Fläche: .....%

3. höchstzulässige Gebäudehöhe: ..... m

4. Mindestgrenzabstand: 5 m

5. Mindestgebäudeabstand: 10 m

6. höchstzulässige Versiegelung des Bodens: ... %

Bei nachgewiesener betrieblicher Notwendigkeit kann in Abweichung von den angeführten Bauvorschriften die Baukonzession im Sinne des Artikels 71 des Landesgesetzes vom 11. August 1997, Nr. 13, erteilt werden.
 

Art. 25

Zone für öffentliche Einrichtungen

-Sportanlagen-

Diese Zone umfaßt jene Flächen, welche zur Deckung des Bedarfs an Sportanlagen auf Gemeindeebene bestimmt sind.
Zulässig sind ausschließlich Bauten und Anlagen, die für die sportliche Betätigung im Freien und in geschlossenen Räumen erforderlich sind. Weiters zulässig sind hygienisch-sanitäre- und Erste-Hilfe-Einrichtungen, die erforderlichen Räumlichkeiten für die Nutzung, Instandhaltung und Pflege der Anlagen sowie Abstellräume für die Sportgeräte.
Es gelten folgende Bauvorschriften:

1. höchstzulässige Baumassendichte: ... m³/m²

2. höchstzulässige überbaute Fläche: ... %

3. höchstzulässige Gebäudehöhe: ... m

4. Mindestgrenzabstand: 5 m

5. Mindestgebäudeabstand: 10 m

6. höchstzulässige Versiegelung des Bodens: ... %

Bei nachgewiesener betrieblicher Notwendigkeit kann in Abweichung von den angeführten Bauvorschriften die Baukonzession im Sinne des Artikels 71 des Landesgesetzes vom 11. August 1997, Nr. 13, erteilt werden.
 

Art. 26

Zone für übergemeindliche öffentliche

Einrichtungen

Diese Zone umfaßt jene Flächen, welche zur Deckung des Bedarfs an Bauten und Einrichtungen im Staatsinteresse, im Regional- bzw. im Landesinteresse sowie für übergemeindliche Belange bestimmt sind.
Zulässig sind jene Bauten und Einrichtungen von allgemeinem Interesse, die für übergemeindliche Zwecke bestimmt sind, wie die Bauten für die Verwaltung, für die öffentlichen Dienste, für kulturelle und soziale Tätigkeiten, für Fürsorge- und Gesundheitsdienste und Erschließungsanlagen sowie die Bauten für den Unterricht und die Sportanlagen.
Es gelten folgende Bauvorschriften:

1. höchstzulässige Baumassendichte: ... m³/m²

2. höchstzulässige überbaute Fläche: ... %

3. höchstzulässige Gebäudehöhe: ... m

4. Mindestgrenzabstand: 5 m

5. Mindestgebäudeabstand: 10 m

6. höchstzulässige Versiegelung des Bodens: ... %

Bei nachgewiesener betrieblicher Notwendigkeit kann in Abweichung von den angeführten Bauvorschriften die Baukonzession im Sinne des Artikels 71 des Landesgesetzes vom 11. August 1997, Nr. 13, erteilt werden.
 

Art. 27

Unterirdische öffentliche Einrichtungen

Die im Flächenwidmungsplan als unterirdische öffentliche Einrichtungen eigens gekennzeichneten Flächen sind für öffentliche Anlagen bestimmt, welche gänzlich unterirdisch realisiert werden.
Die Widmung und die Nutzung der Oberflächen werden nicht eingeschränkt.
 

Art. 28

Militärzone

Diese Zone umfaßt die Flächen, welche für die Bauwerke und Anlagen der nationalen Verteidigung bestimmt sind.
 

Art. 29

Öffentliche Grünfläche

Diese Zone umfaßt bereits bestehende bzw. anzulegende Park- und Gartenanlagen, welche für die Durchgrünung und Erholung bestimmt sind. Sie müssen entsprechend ausgestattet werden. Bei der Anpflanzung dieser Anlagen muß besonderer Wert auf die sinnvolle Auswahl und Verteilung der Bäume und Ziersträucher gelegt werden.
In den öffentlichen Grünflächen sind Bauführungen untersagt, mit Ausnahme solcher, welche für die Unterbringung der Geräte zur Instandhaltung der Anlagen erforderlich sind. Weiters zulässig sind kleine Kioske für den Verkauf eines eingeschränkten Angebotes von Getränken, Imbissen und Zeitschriften mit einem Höchstausmaß von ..... m² Nutzfläche sowie sanitäre Anlagen.
Es gelten folgende Bauvorschriften:

1. höchstzulässige Gebäudehöhe: 3 m

2. Mindestgrenzabstand: 5 m

3. Mindestgebäudeabstand: 10 m

Bei nachgewiesener betrieblicher Notwendigkeit kann in Abweichung von den angeführten Bauvorschriften die Baukonzession im Sinne des Artikels 71 des Landesgesetzes vom 11. August 1997, Nr. 13, erteilt werden.
 

Art. 30

Kinderspielplatz

Diese Zone umfaßt die Flächen, welche für Spiel und Erholung der Kinder bestimmt sind. Sie müssen entsprechend ausgestattet werden.
In den Kinderspielplätzen ist das Errichten von Gebäuden jeglicher Art untersagt, mit Ausnahme solcher, welche für die Unterbringung der Spielgeräte und der Geräte zur Instandhaltung der Anlagen erforderlich sind, mit einem Höchstausmaß von ..... m² Nutzfläche, sowie der sanitären Anlagen.
Es gelten folgende Bauvorschriften:

1. höchstzulässige Gebäudehöhe: 3 m

2. Mindestgrenzabstand: 5 m

3. Mindestgebäudeabstand: 10 m

Bei nachgewiesener betrieblicher Notwendigkeit kann in Abweichung von den angeführten Bauvorschriften die Baukonzession im Sinne des Artikels 71 des Landesgesetzes vom 11. August 1997, Nr. 13, erteilt werden.
 

Art. 31

Freizeitanlagen

Die im Landwirtschaftsgebiet, im alpinen Grünland, im Waldgebiet sowie in den Gebieten mit besonderer landschaftlicher Bindung graphisch als Freizeitanlagen eigens gekennzeichnete Fläche ist zur Ausübung folgender Freizeittätigkeiten bestimmt  [...].
Bei der Ausstattung bzw. Gestaltung dieser Anlage gelten folgende Vorschriften:

1. Die Charakteristik des gegebenen Geländes muß beibehalten werden;

2. Eventuelle Erdbewegungen sind für das Anlegen der Freizeitanlagen in dem für die Ausübung der Freizeittätigkeit unbedingt erforderlichen Ausmaß zulässig  [...].

Auf dieser Fläche ist jegliche Bauführung untersagt, mit Ausnahme der Räumlichkeiten für die Unterbringung der Geräte im Höchstausmaß von 18 m³, sowie der sanitären Anlagen gemäß Bedarf.
Das davon betroffene Landwirtschaftsgebiet kann jedoch für die Berechnung der zulässigen Kubatur gemäß Artikel 107 des Landesgesetzes vom 11. August 1997, Nr. 13, in Rechnung gestellt werden.
 

Art. 32

Golfplatz

Die im Landwirtschaftsgebiet, alpinen Grünland und Waldgebiet graphisch als Golfplatz eigens gekennzeichnete Fläche ist zur Ausübung dieser Sportart bestimmt.
Bei der Ausstattung bzw. Gestaltung dieser Anlage sind folgende Vorschriften einzuhalten:

1. Die Charakteristik des Geländes muß beibehalten werden;

2. Erdbewegungen sind für das Anlegen der "Greens" in dem für die Ausübung des Golfspieles unbedingt erforderlichen Ausmaß zulässig;

3. Die anzulegenden Wege innerhalb der Anlage dürfen nicht asphaltiert werden.

Auf dieser Fläche ist jegliche Bauführung untersagt.
Das davon betroffene Landwirtschaftsgebiet kann jedoch für die Berechnung der zulässigen Kubatur gemäß Artikel 107 des Landesgesetzes vom 11. August 1997, Nr. 13, in Rechnung gestellt werden.
 

Art. 33

Reitplatz

Die im Landwirtschaftsgebiet, im alpinen Grünland, im Waldgebiet sowie in den Gebieten mit besonderer landschaftlicher Bindung graphisch als Reitplatz eigens gekennzeichnete Fläche ist zur Ausübung dieser Sportart bestimmt.
Bei der Ausstattung bzw. Gestaltung dieser Anlage sind folgende Vorschriften einzuhalten:

1. Die Charakteristik des gegebenen Geländes muß beibehalten werden;

2. Eventuelle Erdbewegungen sind für das Anlegen der Reitplätze in dem für die Ausübung des Reitsports unbedingt erforderlichen Ausmaß zulässig.

Auf dieser Fläche ist jegliche Bauführung untersagt, mit Ausnahme der Räumlichkeiten für die Unterbringung der Geräte im Höchstausmaß von 18 m³, sowie der sanitären Anlagen gemäß Bedarf.
Das davon betroffene Landwirtschaftsgebiet kann jedoch für die Berechnung der zulässigen Kubatur gemäß Artikel 107 des Landesgesetzes vom 11. August 1997, Nr. 13, in Rechnung gestellt werden.
 

Art. 34

Langlaufloipe

Die im Flächenwidmungsplan eingetragenen Langlaufloipen sind ausschließlich für die Ausübung  dieser Wintersportart vorbehalten.
Auf den Loipen ist jegliche Bauführung untersagt, mit Ausnahme jener Arbeiten, welche für das Anlegen und die Instandhaltung der Loipen erforderlich sind.
Das davon betroffene Landwirtschaftsgebiet kann jedoch für die Berechnung der zulässigen Kubatur gemäß Artikel 107 des Landesgesetzes vom 11. August 1997, Nr. 13, in Rechnung gestellt werden.
 

Art. 35

Naturrodelbahn

Die im Flächenwidmungsplan eingetragene Naturrodelbahn ist ausschließlich für die Ausübung dieser Wintersportart vorbehalten.
Auf diesen Flächen ist jegliche Bauführung untersagt, mit Ausnahme jener Arbeiten, welche für das Anlegen und die Instandhaltung der Naturrodelbahnen erforderlich sind; zulässig sind auch die notwendigen Bauten am Start und Ziel der Naturrodelbahn, welche eine Kubatur von jeweils 18 m³ nicht überschreiten dürfen.
Das davon betroffene Landwirtschaftsgebiet kann jedoch für die Berechnung der zulässigen Kubatur gemäß Artikel 107 des Landesgesetzes vom 11. August 1997, Nr. 13, in Rechnung gestellt werden.
 

Art. 36

Skipiste

Die im Flächenwidmungsplan als Skipisten eigens gekennzeichneten Flächen sind für die Ausübung dieser Wintersportart vorbehalten.
Auf den ausgewiesenen Skipistenflächen ist jegliche Bauführung untersagt, mit folgenden Ausnahmen: Innerhalb dieser Flächen sind unterirdisch angelegte technische Infrastrukturen wie Leitungen und Umspannstationen für die Stromversorgung, Leitungen, Maschinenräume und Wasserspeicher für die Beschneiung zulässig, welche für den Betrieb der Aufstiegsanlagen und die Beschneiung der Pisten erforderlich sind. Zulässig sind auch die laut Landesraumordnungsgesetz aufgrund der Flächenwidmung zulässigen Maßnahmen an innerhalb der ausgewiesenen Pistenflächen bestehenden und rechtmäßig errichteten Gebäuden, sofern die Sicherheit des Skibetriebes gewährleistet ist.
Die ausgewiesenen Pistenflächen können jedoch für die Berechnung der zulässigen Kubatur in Rechnung gestellt werden.
 

Art. 37

Aufstiegsanlagen

Die im Flächenwidmungsplan eingetragenen Aufstiegsanlagen erfassen die Luftseilbahnen sowie Skilifte und Standseilbahnen, welche für den Personentransport bestimmt sind.
Die Stationsgebäude dieser Aufstiegsanlagen gelten als Infrastrukturen und bilden keine urbanistische Kubatur.
Die Stationen der Luftseilbahnen und der Standseilbahnen dürfen außer den betriebstechnisch notwendigen Einrichtungen und Räumlichkeiten auch Fahrkartenschalter, Warteraum, Werkzeuglager, Räumlichkeiten für die Skischule, für die erste Hilfe, für den Lawinenwarndienst, für die Unterbringung und Instandhaltung der Pistenpräpariergeräte, sowie sanitäre Anlagen, gemäß örtlichem Bedarf, beinhalten.
Die Stationen der Skilifte dürfen ausschließlich die betriebstechnisch notwendigen Einrichtungen und Räumlichkeiten sowie Fahrkartenschalter und Werkzeugräume beinhalten.
Es gelten folgende Bauvorschriften:

1. Mindestgrenzabstand: 5 m

2. Mindestgebäudeabstand: 10 m

Art. 38

Eisenbahngebiet

Dieses Gebiet umfaßt die Bahntrasse, die Bahnhöfe sowie die Gebäude und Anlagen der Eisenbahnen.
In dieser Zone sowie auf allen Flächen längs der Bahntrasse, welche Eigentum der Eisenbahn sind, jedoch nicht als Eisenbahngebiet ausgewiesen sind, können die notwendigen Anlagen und Einrichtungen für den Betrieb und die Sicherheit des Eisenbahnverkehrs verwirklicht werden.
In den Stationsgebäuden können die für die Fahrgäste erforderlichen Dienstleistungen errichtet werden.
Bei Neubauten muß der Grenzabstand mindestens 5 m betragen.
Bei der Erweiterung von Gebäuden darf der Grenzabstand nicht weniger als der des bereits bestehenden Gebäudes betragen.
Außerhalb der Eisenbahneigentumsflächen muß der Mindestabstand der neu zu errichtenden Gebäude zum Außenrand der nächstgelegenen Geleise dem Abstand entsprechen, der im Artikel 112 des Landesgesetzes vom 11. August 1997, Nr. 13, vorgesehen ist.
 

Art. 39

Autobahn

Die im Flächenwidmungsplan eingetragene Autobahnfläche ist dem Kraftfahrzeugverkehr auf getrennten Richtungsfahrbahnen, ohne höhengleiche Kreuzungsbereiche, vorbehalten, mit den erforderlichen Diensten.
Die technische Ausstattung derselben wird von der zuständigen Behörde bestimmt.
Entlang der Autobahn ist ein Schutzstreifen festgelegt, welcher von der Straßengrenze aus gemessen wird, wie sie mit Artikel 3 des gesetzesvertretenden Dekretes vom 30. April 1992, Nr. 285 (Straßenverkehrsordnung) definiert ist. Dieser Schutzstreifen muß außerhalb der geschlossenen Ortschaften, die im Sinne von Artikel 4 des angeführten gesetzesvertretenden Dekretes abgegrenzt sind, 60 m breit sein. Innerhalb der geschlossenen Ortschaften bzw. in den ausgewiesenen Bauzonen ist ein Mindestabstand von 30 m vorgeschrieben.
Innerhalb dieses Schutzstreifens ist jegliche Bautätigkeit untersagt. Abweichungen sind in jenen Fällen zulässig, wo es das Landesgesetz vom 11. August 1997, Nr. 13, vorsieht.
 

Art. 40

Staatsstraße

Die im Flächenwidmungsplan eingetragenen Staatsstraßen fallen in die Zuständigkeit der Autonomen Provinz Bozen.
Die technischen Merkmale der Straßen werden von der zuständigen Behörde bestimmt.
Entlang der Staatsstraße ist ein Schutzstreifen festgelegt, welcher von der Straßengrenze aus gemessen wird, wie sie mit Artikel 3 des gesetzesvertretenden Dekretes vom 30. April 1992 Nr. 285 (Straßenverkehrsordnung) definiert ist. Dieser Schutzstreifen ist außerhalb der geschlossenen Ortschaften, die im Sinne von Artikel 4 des angeführten gesetzesvertretenden Dekretes abgegrenzt sind, 30 m breit, bzw. 10 m, sofern es sich um ausgewiesene Bauzonen außerhalb dieser Ortschaften handelt. Innerhalb der geschlossenen Ortschaften ist ein Mindestabstand von 5 m vorgeschrieben.
Abweichungen sind in jenen Fällen zulässig, wo es das Landesgesetz vom 11. August 1997, Nr. 13, vorsieht.
In den Schutzstreifen längs der Staatsstraßen ist die Errichtung von Gebäuden zur Unterbringung der für die Straßenwartung notwendigen Geräte und Materialien erlaubt; die Errichtung von Tankstellen ist auch zulässig. Sie bestehen aus einem Dienstgebäude im Höchstausmaß von 50 m² Nutzfläche, den Zapfsäulen, der Waschanlage und den Einrichtungen für den Pannendienst.
 

Art. 41

Landesstraße

Die im Flächenwidmungsplan eingetragenen Landesstraßen fallen in die Zuständigkeit der Autonomen Provinz Bozen.
Die technischen Merkmale der Straßen werden von der zuständigen Behörde bestimmt.
Entlang der Landesstraße ist ein Schutzstreifen festgelegt, welcher von der Straßengrenze aus gemessen wird, wie sie mit Artikel 3 des gesetzesvertretenden Dekretes vom 30. April 1992, Nr. 285 (Straßenverkehrsordnung), definiert ist. Dieser Schutzstreifen ist außerhalb der geschlossenen Ortschaften, die im Sinne von Artikel 4 des angeführten gesetzesvertretenden Dekretes abgegrenzt sind, 20 m breit. Innerhalb der geschlossenen Ortschaften bzw. in den ausgewiesenen Bauzonen ist ein Mindestabstand von 5 m vorgeschrieben.
Abweichungen sind in jenen Fällen zulässig, wo es das Landesgesetz vom 11. August 1997, Nr. 13, vorsieht.
In den Schutzstreifen längs der Landesstraßen ist die Errichtung von Gebäuden zur Unterbringung der für die Straßenwartung notwendigen Geräte und Materialien erlaubt; die Errichtung von Tankstellen ist auch zulässig. Sie bestehen aus einem Dienstgebäude im Höchstausmaß von 50 m² Nutzfläche, den Zapfsäulen, der Waschanlage und den Einrichtungen für den Pannendienst.
 

Art. 42

Gemeindestraße

Die im Flächenwidmungsplan eingetragenen Gemeindestraßen fallen in die Zuständigkeit der Gemeinde.
Sie weisen, Bankett und Gehsteig miteinbezogen, folgende Breiten auf:
Typ A: Höchstbreite: ..... m
Typ B: Höchstbreite: ..... m
Typ C: Höchstbreite: ..... m
Typ D: Höchstbreite: ..... m
Typ E: Höchstbreite: ..... m
[.........]
Entlang der Gemeindestraße ist ein Schutzstreifen festgelegt, welcher von der Straßengrenze aus gemessen wird, wie sie mit Artikel 3 des gesetzesvertretenden Dekretes vom 30. April 1992, Nr. 285 (Straßenverkehrsordnung), definiert ist. Dieser Schutzstreifen ist außerhalb der geschlossenen Ortschaften, die im Sinne von Artikel 4 des angeführten gesetzesvertretenden Dekretes abgegrenzt sind, 20 m breit. Innerhalb der geschlossenen Ortschaften bzw. in den ausgewiesenen Bauzonen ist ein Mindestabstand von 5 m vorgeschrieben.
Abweichungen sind in jenen Fällen zulässig, wo es das Landesgesetz vom 11. August 1997, Nr. 13, vorsieht.
In den Schutzstreifen längs der Gemeindestraßen ist die Errichtung von Gebäuden zur Unterbringung der für die Straßenwartung notwendigen Geräte und Materialien erlaubt; die Errichtung von Tankstellen ist auch zulässig. Sie bestehen aus einem Dienstgebäude im Höchstausmaß von 50 m² Nutzfläche, den Zapfsäulen, der Waschanlage und den Einrichtungen für den Pannendienst.
 

Art. 43

Radweg

Die im Flächenwidmungsplan eingetragenen  Radwege sind vornehmlich oder ausschließlich dem Radverkehr vorbehalten. Sofern landwirtschaftliches Grün, Waldgebiet oder alpines Grünland betroffen ist, gilt die Anmerkung im Sinne des Artikels 107, Absatz 14 des Landesgesetzes vom 11. August 1997, Nr. 13.
Die technischen Merkmale, Bau und Betrieb der Radwege sind durch die Radwegeordnung, Beschluß der Landesregierung Nr. 2894 vom 29. Juni 1998, geregelt.
Die Regelbreite beträgt .... m (2,5 –3,5m)
Sofern die Verkehrssicherheit es zuläßt, kann der Radweg auf beschränkten und entsprechend ausgeschilderten Abschnitten auch für den Anrainerverkehr und von landwirtschaftichen Fahrzeugen benutzt werden.
 

Art. 44

Fußweg

Die im Flächenwidmungsplan eingetragenen Fußwege sind vornehmlich oder ausschließlich den Fußgängern vorbehalten.
Der Fußweg darf eine Breite von ... m nicht überschreiten.
Sofern die Breite des Fußweges es zuläßt, kann dieser auch für den Anrainerverkehr benutzt werden.
 

Art. 45

Verkehrsinsel

Die im Flächenwidmungsplan als Verkehrsinseln eingetragenen Bereiche sind Zubehörsflächen der Straße.
Die Verkehrsinsel kann gärtnerisch oder architektonisch gestaltet werden, sofern die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigt wird.
Jede andere Bautätigkeit ist auf diesen Flächen untersagt.
 

Art. 46

Öffentlicher Parkplatz

Diese Zone umfaßt die Flächen, welche zum Abstellen von Fahrzeugen bestimmt sind.
Im Fall von überdachten Abstellplätzen oder Parkhäusern gelten folgende Bauvorschriften:

1. höchstzulässige Gebäudehöhe: ... m

2. Mindestgrenzabstand: 5 m

3. Mindestgebäudeabstand: 10 m

Bei nachgewiesener betrieblicher Notwendigkeit kann in Abweichung von den angeführten Bauvorschriften die Baukonzession im Sinne des Artikels 71 des Landesgesetzes vom 11. August 1997, Nr. 13, erteilt werden.
 

Art. 47

Friedhofsbanngebiet

Dieser Streifen bildet das Schutzgebiet rund um die Friedhöfe.
Jegliche Bauführung im Rahmen der jeweils gegebenen Flächenwidmung ist mit dem Landesgesetz vom 24. Dezember 1975, Nr. 55, geregelt.
 

Art. 48

Gefahrenzone

Die im Flächenwidmungsplan eigens gekennzeichneten Bereiche, welche von den zuständigen Behörden als Gefahrenzonen erklärt wurden, sind aufgrund ihrer besonderen morphologischen und hydrogeologischen Beschaffenheit von Erosion, Vegetationsrückgang, Erdrutsch, Steinschlag, Lawinenabgang oder Überschwemmung bedroht.
Auf diesen Flächen ist jegliche Bauführung untersagt.
 

Art. 49

Militärservitut

In den mit Militärservituten belasteten Zonen sind die von der Militärbehörde erlassenen Vorschriften und Verbote gemäß Gesetz vom 24. Dezember 1976, Nr. 898, und Gesetz vom 2. Mai 1990, Nr. 104, einzuhalten.
 

Art. 50

Flughafenservitut

In den mit Flughafenservituten belasteten Zonen sind die Vorschriften und Einschränkungen gemäß Gesetz vom 4. Februar 1963, Nr. 58, einzuhalten.
 

Art. 51

Trinkwasserentnahmestelle mit Wasserschutzgebiet

Die im Flächenwidmungsplan eigens gekennzeichneten Trinkwasserentnahmestellen mit deren Wasserschutzgebieten, welche von den zuständigen Behörden als solche erklärt wurden, werden im Sinne des Landesgesetzes vom 6. September 1973, Nr. 63, in geltender Fassung, geschützt.
 

Art. 52

Biotop

Naturdenkmal

Andere Gebiete mit besonderer landschaftlicher

Bindung

Die im Flächenwidmungsplan eigens gekennzeichneten Bereiche und/oder Naturgebilde, welche von den zuständigen Behörden als "Biotop", "Naturdenkmal" oder "Andere Gebiete mit besonderer landschaftlicher Bindung"erklärt wurden, sind von besonderer landschaftlicher Bedeutung und werden im Sinne der einschlägigen Bestimmungen geschützt.
 

Art. 53

Gebiet mit Denkmalschutz

Gebäude unter Denkmalschutz

Nationaldenkmal

Die im Flächenwidmungsplan eigens gekennzeichneten Bereiche und/oder Baulichkeiten, welche von den zuständigen Behörden als "Gebiet mit Denkmalschutz", "Gebäude unter Denkmalschutz" oder "Nationaldenkmal" erklärt wurden, sind von besonderer archäologischer, historischer oder künstlerischer Bedeutung und werden im Sinne des Gesetzes vom 1. Juni 1939, Nr. 1089, geschützt.
 

Art. 54

Ensembleschutz

Die im Flächenwidmungsplan eigens gekennzeichneten Bereiche, welche als "Ensemble" erklärt wurden, werden im Sinne des Artikels 25 des Landesgesetzes vom 11. August 1997, Nr. 13, geschützt.
 

Art. 55

Historischer Gasthof

Die im Flächenwidmungsplan eigens gekennzeichneten Gebäude sind Gasthöfe von historischer Bedeutung und werden im Sinne des Artikels 129 des Landesgesetzes vom 11. August 1997, Nr. 13, geschützt.
Die Zweckbestimmung des Gasthofes ist folgende [...]
 

Art. 56

Bauflucht

Die eigens im Flächenwidmungsplan gekennzeichnete Bauflucht stellt die maximale Grenze zu öffentlichen Flächen hin dar, innerhalb welcher gebaut werden darf.
 

Art. 57

Leitungen

Primäre Infrastrukturen

Die im Infrastrukturplan graphisch gekennzeichneten Leitungen und primären Infrastrukturen stellen die Netze und technologischen Anlagen von allgemeinem Interesse dar.
 

Art. 58

Empfangs- und Sendeeinrichtungen

Auf den Flächen, die mit eigenem Symbol gekennzeichnet sind, ist die Errichtung von Empfangs- und Sendeeinrichtungen durch öffentliche oder private Betreiber mit entsprechender Konzession zulässig. Die Behälter und Einrichtungen dürfen jene Größe nicht überschreiten, welche für die technische Funktion effektiv notwendig ist.
Die Fläche ist als gemeinsamer Standort im Sinne des Artikels 5 des Landesgesetzes vom 5. März 1996, Nr. 5, zu verwenden.
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