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In vigore al: 11/09/2012

Beschluss Nr. 775 vom 19.03.2001
Transportsektor: Anwendungsrichtlinien für das Landesgesetz vom 13. Februar 1997, Nr. 4 “Maßnahmen des Landes Südtirol zur Förderung der gewerblichen Wirtschaft"

Anlage

Maßnahmen des Landes Südtirol zur Förderung der gewerblichen Wirtschaft.

Anwendungsrichtlinien im Bereich Transport.

 

Artikel 1

Ziele

1. Zum Zweck der Wahrung des öffentlichen Interesses der lokalen Transportdienstleistungen und zwecks Förderung des Umstiegs des Warenverkehrs auf alternative Transportmittel zum Straßenverkehr gewährt die Autonome Provinz Bozen Beihilfen an Unternehmen, die Investitionen für bewegliche und unbewegliche Güter und für die Aneignung der nötigen Kenntnisse für den schienengebundenen Transport oder für den Transport mittels alternativer Systeme zum LKW Transport tätigen.

Für die vorliegende Beihilferegelung wird die Definition des kombinierten Transportes gemäß Art. 1 der EU-Richtlinie 92/106/EWG angewandt.

2. Zur Senkung der Umweltbelastung des Transportes auf Rädern, kann das Land außerdem Beihilfen für den Ankauf von Transportmitteln mit eingebauter Technologie zur Senkung der Umweltverschmutzung gewähren, welche den von der Gemeinschaftsgesetzgebung diesbezüglich vorgeschriebenen ökologischen Standard übertreffen.

 

Artikel 2

Begünstigte

1. Die zur Beihilfe zugelassenen Unternehmen sind folgende:

a)     Im Handelsregister des Landes Südtirol eingetragene Transportunternehmen, die kombinierten Transport betreiben und im Land Südtirol ihren Rechtssitz und eine Produktionsstätte oder nur eine Produktionsstätte haben,

b) Kleine und mittlere Unternehmen, die gemäß ISTAT-Klassifizierung 91, Klasse 60.25 bzw. 60.23, Waren- oder Personentransporte durchführen und im Handelsregister des Landes Südtirol eingetragen sind und im Land Südtirol ihren Rechtssitz und eine Produktionsstätte oder nur eine Produktionsstätte haben.

 

Artikel 3

Finanzierbare Ausgaben

1. Die Beihilfen für die in Artikel 1 dieser Richtlinien vorgesehenen Ziele werden im Sinne der Kapitel II, III, IV und V des Landesgesetzes Nr. 4 vom 13. Februar 1997 und, was den Ankauf von Gewerbebauland anbelangt, im Sinne des Landesgesetzes Nr. 10 vom 7. August 1997 gewährt.

 

2. Zugunsten von unter den Buchstaben a) und b) des Artikels 2 dieser Richtlinien angeführten Transportunternehmen sind Beihilfen für folgende Spesen gewährt:

a)     den Ersatz der eigenen Fahrzeuge mittels Ankauf von neuen, welche höhere Standard im Bereich Umweltschutz garantieren, als von den geltenden nationalen und gemeinschaftlichen Bestimmungen vorgeschrieben. Die zur Förderung zugelassenen Spesen müssen den Ersatz von Fahrzeugen betreffen, welche seit mindestens fünf Jahren immatrikuliert sind. Die Fahrzeuge, welche Gegenstand des Ersatzes sind, müssen verschrottet oder in Länder außerhalb des ECMT (European Conference of Ministers of Transport) Bereichs veräußert werden, auch mittels unwiderrufbarer Verkaufs- vollmacht, unter Beibehaltung dessen, dass die Auszahlung der Finanzierung dem Beweis der durchgeführten Verschrottung oder Veräußerung des ersetzten Fahrzeuges unterliegt.

Es sind nur die Differenzbeträge zwischen der zur Erreichung von höheren Umweltstandard erforderlichen Investition und der analogen für den Transport bestimmten Investition zulässig.

b)     Für Verbesserungsaßnahmen an Fahrzeugen, welche dem Autotransportunternehmen zur Verfügung stehen, zwecks Verringerung der Umweltverschmutzung und der Emissionswerte, mit dem Ziel höhere Standard im Bereich Umweltschutz zu realisieren, als von den geltenden nationalen und gemeinschaftlichen Bestimmungen vorgeschrieben.

 

3. Zugunsten von unter Buchstabe a) des Artikels 2 dieser Richtlinien angeführten Unternehmen, die Programme für den kombinierten Transport durchführen, sind Beihilfen zur Unterstützung von folgenden Investitionsausgaben gewährt:

a)     Investitionsgüter, die angekauft oder in Eigenregie hergestellt werden, um den Umschlag, die Handhabung und den Transport von Gütern von Frachtwagen auf Rädern zu schienengebunden Frachtwagen zu tätigen; (Kräne, Auf- und Abladerampen auf Schienen ),

b)     Ankauf von Software und Hardware, die ausschließlich für die Realisierung der genannten Tätigkeiten des Verkehrs, der Handhabung und des Transportes verwendet werden;

c)     Ankauf von Wechselbehältern und Containern, die eigens für den kombinierten Transport entworfen worden sind;

Es sind nur die Differenzbeträge zwischen der zur Realisierung des kombinierten Verkehrs erforderlichen Investition und der analogen für den Straßentransport bestimmten Investition zulässig.

d)     Ankauf von Sattelaufliegern, die für den kombinierten Transport geeignet sind;

Es sind nur die Differenzbeträge zwischen der zur Realisierung des kombinierten Verkehrs erforderlichen Investition und der analogen für den Straßentransport bestimmten Investition zulässig.

 

4. Zugunsten von unter den Buchstaben a) und b) des Artikels 2 dieser Richtlinien angeführten Unternehmen sind weiters folgende Tätigkeiten zur Förderung zugelassen:

a) Allgemeine Fortbildung des Betriebspersonals (Kurse für Marketing, Kurse für Arbeitssicherheit und Arbeitsunfallverhütung);

Folgende Spesen sind zur Förderung zugelassen:

-     Honorare für Referenten sowie Gebühren für Kurse und Seminare;

-     Fahrtkosten, Verpflegung und Unterkunft für Referenten, berechnet nach den geltenden Tarifen für die Bediensteten der Autonomen Provinz Bozen;

-     Ausgaben für Saalmiete, Lehrmaterial, Simultanübersetzung;

-     Entlohnung des eigenen Betriebspersonals, ausschließlich für Referententätigkeit und für höchstens 100 Stunden im Jahr;

b) Spezifische Fortbildung des Betriebspersonals (Berufsbefähigungskurse, Kurse für Sondertransporte);

Folgende Spesen sind zur Förderung zugelassen:

-     Honorare für Referenten sowie Gebühren für Kurse und Seminare;

-     Fahrtkosten, Verpflegung und Unterkunft für Referenten, berechnet nach den geltenden Tarifen für die Bediensteten der Autonomen Provinz Bozen;

-     Ausgaben für Saalmiete, Lehrmaterial, Simultanübersetzung;

-     Entlohnung des eigenen Betriebspersonals, ausschließlich für Referententätigkeit und für höchstens 100 Stunden im Jahr;

c)     Betriebsberatungen im Zusammenhang mit kombiniertem Transport (Marktuntersuchungen betreffend die Entwicklung von auf kombinierten Verkehr beruhenden Tätigkeiten, Beratung zur Suche von internationalen Partnern für den kombinierten Transport, Studien zur technischen Planung von kombi-nierten Bahnabladeplätzen).

Folgende Spesen sind zur Förderung zugelassen:

-     Ausgaben für Berater, Experten, Universitäten und andere spezialisierte Einrichtungen;

-     Ausgaben für Marktstudien, wenn sie entweder von externen Beratern oder von Universitäts- oder ähnlichen Einrichtungen durchgeführt werden;

-     Fahrtkosten, Verpflegung und Unterkunft für Berater, berechnet nach den geltenden Tarifen für die Bediensteten der Autonomen Provinz Bozen;

-     Ausgaben für didaktisches Material;

d) Vorhaben zur Verbesserung der Qualitätssysteme, zur Erlangung der Qualitätszertifikate nach ISO Norm.

Folgende Spesen sind zur Förderung zugelassen:

-     Entlohnung des Betriebspersonals auschließlich für die Dauer der Beratungstätigkeit, die zur Zertifizierung führt;

-     Leistungen von Dritten (Berater, Zertifizierungsinstitute): Beratungskosten, Fahrtkosten, Verpflegung und Unterkunft für Berater, berechnet nach den geltenden Tarifen für die Bediensteten der Autonomen Provinz Bozen, Ausgaben für didaktisches Material.

 

5. Zugunsten von unter Punkt b), Artikel 2 dieser Richtlinien angeführten Unternehmen für folgende Ausgaben:

Gebäude und entsprechendes Zubehör

Technische Anlagen

Maschinen und Geräte

Werkstatteinrichtungen

 

6. Zugunsten von unter den Punkten a) und b) des Artikel 2 dieser Richtlinien angeführten Unternehmen können Beihilfen gemäß Landesgesetzes Nr. 10 vom 7 August 1997 für den Ankauf von Grundstücken gewährt werden.

 

Artikel 4

Arten der Beihilfe:

1. Die Beihilfen auf die zugelassenen Ausgaben können wie folgt gewährt werden:

a) in Form eines Kapitalbeitrages;

b) in Form eines begünstigten Darlehens aus dem Rotationsfonds gemäß Landesgesetz vom 15. April 1991, Nr. 9 auf die Gesamtinvestition, mit einer Höchstbeteiligung zu Lasten des Landes bis zu 90% des Darlehens.

 
2.Im Falle, dass die Art der Beihilfe nach Absatz 1, Buchstabe b), des gegenständlichen Artikels zur Anwendung kommt, wird die Aufteilung der Geldmittel zwischen Land und Kreditinstitut so berechnet, dass die Beihilfe zugunsten des Unternehmens dem zustehenden  Bruttosubventionsäquivalent (BSÄ) entspricht.
 

3. Für Eingriffe nach Artikel 3, Absatz 2, Buchstabe a), erfolgt die Förderung in Form eines fünfjährigen begünstigten Darlehens auf höchstens 70 % der Investition  und begrenzt auf ein Maximum von 1 Milliarde Lire. Das Darlehen wird zu einem Zinssatz gewährt, welcher einem Drittel des Bezugssatzes mit konstanten Abschreibungsraten entspricht. Das Höchstausmaß der Begünstigung kann jenes von den Richtlinien der europäischen Gesetzgebung im Bereich Umweltschutz vorgeschriebene nicht überschreiten.

 

4. Für die Eingriffe nach Artikel 3, Absatz 2, Buchstabe b), wird den Unternehmen eine Beihilfe bis zu einem Höchstausmaß von 25 % der dokumentierten Spesen gewährt.

 

Artikel 5

Investitionsgrenzen

1.Die im Sinne dieser Kriterien zulässigen Investitionen müssen sich im Rahmen der folgenden Betragsgrenzen bewegen:
 
 

a)     Zweipersonenbetriebe:

Kapitalbeiträge:

-     Mindestgrenze: 10 Mio. Lire (5.165 Euro)

-     Höchstgrenze: 800 Mio. Lire (413.166 Euro)

Rotationsfonds:

-     Mindestgrenze: 800 Mio. Lire (413.166 Euro)

-     Höchstgrenze im Zweijahreszeitraum: 2 Mrd. Lire (1.032.914 Euro).

 

b)     Kleinunternehmen mit bis zu 29 Beschäftigten:

Kapitalbeiträge:

-     Mindestgrenze: 20 Mio. Lire (10.329 Euro);

-     Höchstgrenze: 1,5 Mrd. Lire (774.685 Euro).

 

Rotationsfonds:

-     Mindestgrenze: 1,5 Mrd. Lire (774.685 Euro)

-     Höchstgrenze im Zweijahres Zeitraum: 4 Mrd. Lire (2.065.828 Euro).

 

c)     Kleinunternehmen mit 30 bis 49 Beschäftigten:

Kapitalbeiträge:

-     Mindestgrenze: 30 Mio. Lire (15.494 Euro);

-     Höchstgrenze:     3 Mrd. Lire (1.549.371 Euro)

Rotationsfonds:

-     Mindestgrenze: 3 Mrd. Lire (1.549.371 Euro)

-     Höchstgrenze im Zweijahres-Zeitraum: 7 Mrd. Lire (.615.198 Euro).

 

d)     Mittelunternehmen:

Kapitalbeiträge:

-     Mindestgrenze: 50 Mio. Lire (25.823 Euro)

-     Höchstgrenze:     4 Mrd. Lire (2.065.828 Euro)

Rotationsfonds:

-     Mindestgrenze: 4 Mrd. Lire (2.065.828 Euro);

-     Höchstgrenze im Dreijahres-

zeitraum: 8 Mrd. Lire (4.131.655 Euro).

 

e)     Großunternehmen:

Kapitalbeiträge:

-     Mindestgrenze: 60 Mio Lire (30.987 Euro);

-     Höchstgrenze:  4,5 Mrd. Lire (2.324.056 Euro);

Rotationsfonds:

-     Mindestgrenze: 4,5 Mrd. Lire (.324.056 Euro)

-     Höchstgrenze: 8 Mrd. Lire (4.131.655 Euro).

 
2. Für allgemeine oder spezifische Weiterbildung beträgt die zulässige Mindestausgabe 3 Millionen Lire (1549 Euro), für Betriebsberatungen und für Vorhaben zur Verbesserung der Qualitätssysteme beträgt die zulässige Mindestausgabe 4 Millionen Lire (2.065 Euro).

3. Für Eingriffe nach Artikel 3, Absatz 2, sind die unter Artikel 4, Absatz 3 und 4 angeführten Bestimmungen anzuwenden.

4. Für die Großunternehmen ist die individuelle Notifizierung an die Behörden der Europäischen Union Pflicht.

 

Artikel 6

Ausmaß der Beihilfen

1. Das Ausmaß der Beihilfe wird anhand der in der Tabelle »A» , die Bestandteil der gegenständlichen Richtlinien bildet, angegebenen Prozentsätze berechnet.

 

Artikel 7

Zulässige Gesuche

1. Es kann nur ein Gesuch pro Jahr zugelassen werden. Es ist ein weiteres Beitragsgesuch für die in Artikel 3, Absatz 4, angegebenen Vorhaben zulässig. Die angeforderten Begünstigungen betreffen die Vorhaben, die nach der Gesuchseinreichung oder in den sechs Monaten davor getätigt wurden.

2. Das Gesuch muss die gesamten, vom zuständigen Amt angeforderten Daten und Unterlagen enthalten.

3. Für die Einstufung als Industrieunternehmen gilt die Einordnung des NISF laut DM-10-Vordruck oder eine spezielle Erklärung des NISF. Zum Zeitpunkt der Auszahlung der Beihilfe müssen die Industrieunternehmen - im Unterschied zu den Handwerksunternehmen - mindestens einen Beschäftigten aufweisen.

4. Die Ausgaben wie Mehrwertsteuer, Registergebühren oder andere Steuern sind nicht zur Begünstigung zugelassen. Außerdem sind Finanztransaktionen und Leasback-Operationen, einschließlich Quotenabtretungen, nicht zur Beihilfe zugelassen. Zulässig sind Leasingoperationen, einbegriffen die Übertragungsleasingoperationen, die dazu dienen, vom Gesuchsteller neu errichtete, erweiterte oder modernisierte, sowie infolge von Konkursverfahren, öffentlichen Versteigerungen oder außergerichtlichem Vergleich erworbene Betriebsgebäude oder –lokale zu finanzieren, sofern der entsprechende Leasingvertrag innerhalb von 180 Tagen nach Ausstellung der Benützungsgenehmigung abgeschlossen wird.

5. Die Begünstigungen können nur jene Unternehmen erhalten, welche die lokalen und nationalen Arbeitskollektivverträge sowie die geltenden Regelungen betreffend Arbeitssicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz einhalten.

6. Die zugelassenen Investitionsbeträge sind auf die Million abzurunden.

 

Artikel 8

Unterlagen für die Einreichung von Beihilfegesuchen

1. Investitionsprojekte betreffend Bauvorhaben können nicht auf mehrere Beitragsgesuche aufgeteilt werden; für ein und dasselbe Bauvorhaben kann also nur ein einziges Gesuch eingereicht werden. Dem Ansuchen werden folgende Unterlagen beigelegt, sofern dies vom zuständigen Landesamt für notwendig erachtet wird:

a) Erklärung aus dem DM-10-Vordruck ausgestellt vom NISF bezüglich der letzten Einzahlung vor Einreichen des Beihilfegesuches oder einer speziellen Bescheinigung des NISF;

b) die letzte, soweit verfügare, Bilanz des vorhergehenden Jahresabschlusses, unterschrieben vom rechtlichen Vertreter des Unternehmens/der Gesellschaft;

c) vom rechtlichen Vertreter unterschriebene Erklärung, dass die Arbeitsverträge und die Gesetze betreffend die Sicherheit am Arbeitsplatz eingehalten werden;

d) die chronologische Aufstellung der wichtigsten Betriebsdaten;

e) die Aufstellung der geplanten Investitionen mit den entsprechenden Kostenvoranschlägen und eventuell eine Aufstellung der in den vorhergehenden sechs Monaten bereits getätigten Ausgaben, für welche die Beihilfe angefordert wird;

f) eine Erklärung zur Unternehmensgröße von seiten des Betriebes unter Berücksichtigung der EU-Parameter;

g) eventuelle andere vom zuständigen Amt angeforderte Unterlagen.

 

2. Unvollständige Gesuche werden von amtswegen archieviert, falls der Antragsteller nicht innerhalb der vom zuständigen Amt festgesetzten Fristen die geforderte Dokumentation einreicht.

 

Artikel 9

Auszahlung der Beihilfen

1. Zur Auszahlung der Beihilfen sind folgende Unterlagen vorzulegen:

a) bei Ankauf oder Leasing von Betriebs- gebäuden oder –räumen sowie bei Bauarbeiten im Wert von bis zu 1.000.000.000 (eine Milliarde) Lire (516.456 Euro): registrierter Kaufvertrag oder Leasing-vertrag oder quittierte Rechnungen und eine im Sinne des Artikels 20 des Gesetzes vom 4.1.1968, Nr. 15 beglaubigte Erklärung des Antragstellers, dass die Investition vorgenommen wurde;

-     bei Ankauf oder Leasing von Betriebsgebäuden oder –räumen sowie bei Bauarbeiten im Wert von über 1.000.000.000 Lire (eine Milliarde) (516.456 Euro)registrierter Kaufvertrag oder registrierter Leasingvertrag oder quittierte Rechnungen und eine beeidigte Erklärung des Bauleiters über die Durchführung der Investitionen sowie eine Erklärung des Antragstellers laut Buchstabe a) des gegenständlichen Artikels;

-     bei Ankauf oder Leasing von Maschinen, Geräten, technischen Anlagen, Transportmitteln: Kaufvertrag oder registrierter Leasingvertrag oder quittierte Rechnungen sowie eine Erklärung des Antragstellers laut Buchstabe a) des gegenständlichen Artikels.

Die Bescheinigung der ordnungsgemäßen Ausführung der Arbeiten kann auch mit einem Begehungs-und Abnahmeprotokoll des Bauleiters erfolgen, welcher sich dabei auf eine detaillierte Endstandsabrechnung stützt.

 

Artikel 10

Verpflichtungen

1. Dem jeweiligen Beitragsgesuch ist eine Erklärung beizulegen, mit welcher sich der Beitragsempfänger verpflichtet, die Investitionsgüter für den folgenden Zeitraum nicht zu veräußern, zu vermieten oder zu verleihen:

a) im Falle von Hard- und Software, für mindestens drei Jahre ab Erwerbsdatum;

a) im Falle von Maschinen, technischen Anlagen, Ausrüstungen, Einrichtungen, Transportmitteln und nicht baukonzessionspflichtigen Arbeiten, für mindestens vier Jahre nach ihrem Erwerbsdatum;

-     im Falle von Betriebsräumen oder Betriebsgebäuden sowie bei Investitionen in betriebliche Zweckbauten und baukonzessions-pflichtige Betriebsgelände für mindestens zehn Jahre ab ihrem Erwerbsdatum oder ab der Ausstellung der betreffenden Benutzungs-genehmigung seitens der Gemeinde im Falle von neuen Gebäuden.

2. Falls die obengenannten Fristen nicht eingehalten werden, verpflichtet sich der Gesuchsteller den Teil der erhaltenen Beihilfe an die Landesverwaltung zurückzuerstatten, welcher  im Verhältnis der restlichen vinkulierten Zeitspanne entspricht und zuzüglich der angereiften gesetzlichen Zinsen. In den begünstigten Betrieben werden Stichprobenkontrollen durchgeführt, um die Durchführung sowie die Verwendung der geförderten Investitionsgüter oder Ausgaben zu überprüfen.

3. Die Kumulierung der in diesen Kriterien vorgesehenen Förderungen mit anderen öffentlichen ist untersagt.

 

Artikel 11

Widerruf der Beihilfen

1. Im Falle der Nichteinhaltung, der von den einschlägigen Anwendungsrichtlinien vorgesehenen Bestimmungen oder im Falle unrichtiger Unterlagen wird die um die gesetzlichen Zinsen aufgestockte Beihilfe widerrufen. Weiters wird das Unternehmen, bei Nichteinhaltung der genannten Bestimmungen, für die Dauer von zehn Jahren, so wie unter Artikel 2, Landesgesetz 5. April 1995, Nr. 8 vorgesehen, vom Erhalt jeglicher Beihilfe ausgeschlossen.

Die Förderung wird ausserdem widerrufen, falls das begünstigte Unternehmen vor Ablauf der unter vorhergehendem Artikel 10 genannten Fristen seine Tätigkeit auflässt.

2. Die Rückzahlung der Förderungen erfolgt im Verhältnis zur Restdauer der im vorhergehenden Artikel 10 angegebenen Zeitspanne und zusammen mit den angereiften gesetzlichen Zinsen. Bei Nichteinhaltung der festgesetzten Rückzahlungsfrist wird eine Zwangseintreibung vorgenommen.

3. Im Falle von Einzelunternehmen oder Personengesellschaften kann von der Rückzahlungpflicht in folgenden Fällen abgewichen werden:

-     wenn der Beitragsempfänger nachweislich nicht vorsätzlich und ohne Spekulations- oder Gewinn-absichten gegen die im vorher-gehenden Artikel 10 enthaltenen Bestimmungen verstoßen hat (z.B. schwerwiegende Krankheit oder Unfall, die eine Fortführung der Tätigkeit nicht mehr zulassen);

-     bei Übergabe des gesamten Betriebes an Verwandte oder Verschwägerte bis zum dritten Grad einschließlich, sofern die geförderten Investitionen weiterhin zur Ausübung der betrieblichen Tätigkeit verwendet werden.

-     bei Umwandlung eines Handwerks- oder Industrieunternehmens jeweils in ein Industrie- oder Handwerksunternehmen bzw. in ein Handel- oder Dienstleistungsunternehmen.

 

Artikel 12

Kontrollen

1. Die ordnungsgemäße Durchführung der geförderten Investitionen wird gemäß Bestimmungen des D.LH. vom 10. Mai 1994, Nr. 15, überprüft.

 
Die Landesverwaltung behält sich vor, weitere stichprobenartige Kontrollen bei den geförderten Betreiben durchzuführen.
Die Kontrollen können anhand von Lokalaugenscheinen oder mittels Anforderung von ergänzenden Dokumenten erfolgen.
 

Tab. »A» - Ausmaß der Beihilfen

 

Begünstigte


Finanzierbare Ausgaben mit
Bezug auf die Absätze des Art.3

Betreffender Abschnitt


Höhe der Beihilfen


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Transportunternehmen, die den kombinierten Transport betreiben

 

Art. 2, Buchstabe a)


2 Buchstabe a) Ersatz
 

2 Buchstabe b) Anpassung


 

ABSCHNITT III


40 % des Differenzbetrages für KMU (30 % für Großunternehmen)

25 % der Anpassungkosten


3 Ankauf von Investitionsgütern

Ankauf von Soft- und Hardware

 

3 Ankauf von Wechselbehältern - und Container

Ankauf von Sattelaufliegern


 

ABSCHNITT II

 
 

ABSCHNITT II


 

30% des Ankaufspreises

 
 

40 % der Differenzkosten


4 Fortbildung des Personals

Beratung

Vorhaben zur Verbesserung der  Qualitätssysteme


ABSCHNITT IV

ABSCHNITT V


50% allgemeine Fortbildung und Beratung

25% spezifische Fortbildung

35% Qualitätssysteme


6Ankauf von Gewerbegrund-stücken


L.G. 10/97


15% im Falle von Kleinunternehmen

7,5% im Falle von Mittelnunternehmen

 

Unter Art. 2, Buchstabe b), angeführte Transportunternehmen


2 Buchstabe a) Ersatz
 
 
2 Buchstabe b) Anpassung

ABSCHNITT III


40 % des Differenzbetrages für KMU (30 % für Großunternehmen)

25 % der Anpassungskosten


4 Fortbildung des Personals
Beratung

Vorhaben zur Verbesserung der Qualitätssysteme


ABSCHNITT IV

ABSCHNITT V


50% allgemeine Fortbildung und Beratung

25% spezifische Fortbildung

35% Qualitätssysteme

5 Investitionen in Gebäuden und    Zubehör

Technische Anlagen
Maschinen und Geräten
Werkstatteinrichtungen

ABSCHNITT II


15% im Falle von Kleinunternehmen

7,5% im Falle von Mittelunternehmen

6 Ankauf von Gewerbegrundstücken
 

LG 10/97

15% im Falle von Kleinunternehmen

7,5% im Falle von Mittelnunternehmen

 
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